App im Playstore
Pfeil rechts
22

SMT

SMT
Mitglied

Beiträge:
238
Themen:
11
Danke erhalten:
313
Mitglied seit:
Ich habe,laut meiner Psychiaterin eine massive "PTBS".
Wenn ich das plausibel erklären sollte,weiss ich nicht wie.
Ich will es versuchen:

Ich wurde in der Kinder- und Jugendzeit mehrfach missbraucht.

Ich wurde zweimal veradoptiert mit schlimmen Erfahrungen.

Ich verbrachte meine Kindheit trotz Adoption in Heimen und Fremdfamilien.

Ich lebte 12 Jahre in einer extrem toxischen Verbindung.

Ich durfte mit dreissig zum ersten Mal Liebe erfahren;Liebe,die 34 Jahre dauerte,bis zum Tode.

Irgendwie stimmt das mit der Post-Traumatischen-Belastungsstörung.

Nun bin ich einsam (nicht allein).

Liebe Grüsse an alle Mitbetroffenen!

SMT

01.09.2026 x 2 #1


11 Antworten ↓

Donnie_Darko
Hallo smt,

bei Dingen die dir helfen könnten denke ich an Selbsthilfegruppen mit anderen Betroffenen oder an einen Unterstützungsfonds für Menschen die sexuellen Missbrauch erlebt haben.

x 4 #2


A


Wie verkrafte ich das?

x 3


Sonja77
Leider bist du weder mit deiner Diagnose noch mit deinem erlebten alleine,viel zu viele erleben leider in ihrem Leben solch schlimme Dinge woran sie dann ein Leben lang zu kauen haben
Auch hier im Forum gibt es einige User die gleiches oder ähnliches oder Dinge in den selben Bereichen wie du erlebt haben
Unter anderem auch ich…meine Geschichte und die von anderen viralem Missbrauchsopfern kann man auch im Forum in einem eigenen Thema lesen

Du bist also nicht alleine und viele verstehen Dich können nachvollziehen wie es Dir geht und was Du durchmachst

Ich selber hab auch eine kPTBS bin aber Gott sei Dank seit über einem Jahr vollkommen stabil und symptomfrei

Ich denke das Forum kann bereits eine große Stütze sein,es gibt viele mit der selben Diagnose mit denen Du Dich austauschen kannst….auch kann Dir eine Traumatherapie helfen sowie wie schon erwähnt wurde eine SHG oder vielleicht auch einen stationären klinikaufenthalt in einer Traumaklinik

Es kommt natürlich drauf an wie schwer du unter deiner Diagnose und deren Ausprägung und Auswirkungen leidest und wie stark sie dich in deinem Leben einschränken

Auch wissen wir nicht ob du bereits in Therapie bist und ob du Unterstützend Medis nimmst

Und es wäre auch hilfreich zu wissen unter welchen Symptomen oder Beschwerden du leidest also was genau dir denn zu schaffen macht und womit du zu kämpfen hast(außer der Tatsache das du dich alleine fühlst)

Ganz liebe Grüße Sonja

x 3 #3


-juli
Ich habe ebenfalls eine (k)PTBS und es hat Jahre gedauert, bis die Diagnose gestellt wurde. Irgendwie hat es gut getan, weil ich dann endlich eine Erklärung für manches hatte, aber auf der anderen Seite hätte ich persönlich nie damit gerechnet.

Es tut mir leid, dass dir diese Dinge widerfahren sind. Ich kann deine Zeilen bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen.

Ich trauere manchmal darum, was ich im Vergleich zu Gleichaltrigen verpasst habe und ich weiß, dass ich noch "jung" bin und man Sachen bis zu einem gewissen Grad nachholen kann. Aber Urvertrauen nachholen, wird kompliziert...

An anderen Tagen habe ich wiederum den Eindruck, dass es besser wird oder besser werden kann. Ich hoffe für die Zukunft, dass ich mich irgendwann mal frei und unbeschwert fühlen kann.

Diese scheinbare "Einsamkeit" kenne ich irgendwie auch, alleine ist man nicht, aber manchmal hat man für sich selbst den Eindruck, einsam in den Themen zu sein oder dass die Konsequenzen (z. B. Kontaktabbrüche zum alten Umfeld aus Selbstschutzgründen) Gewichte sind, die man alleine trägt...

Und dann kommt noch dazu, dass es schwer ist, Menschen wieder so richtig ins Leben zu lassen...

x 3 #4


SMT
Anmerkung:
Ich muss zur Dialyse,und kann entweder heute Nacht oder erst morgen bezugnehmen.
Bis jetzt meinen aufrichtigen Dank an alle!

SMT

x 1 #5


SMT
Ehrliche Antwort:

Lange Zeit habe ich alle Männer verachtet.
Durch Therapie und Medikamente konnte ich mich allmählich lösen von diesem "Bild".
Mein zweiter Adoptivvater war die Ausnahme,durch ihn habe ich den Hass loslassen können.
Als Resultat meiner damaligen Wut war es mir unmöglich,mich zu binden.
Und ich hatte Aengste,die ich mit Alk. zudeckte.
(Ich trinke seit sehr langer Zeit,seit vielen Jahren keinen Alk. mehr).
In der Folge "konsumierte" ich Männerbeziehungen,ohne mich jemals zu binden.
Heiratsanträge schloss ich aus und wandte mich einer mütterlichen Freundin zu.
Ich,die nie eine Mutter hatte,konnte so "nachholen",was mir bis anhin versagt blieb.
Was kümmerten uns die,im übrigen falschen Verdächtigungen?
Wir hatten eine gemeinsame Wohnung und unsere männlichen"Freunde".
Bis zu ihrem Krebstod.Sie war 12 Jahre älter als ich,und ich habe ihren Tod nie verkraftet!
Nach ihrem Tode nahmen die Aengste wieder zu;auch die hypomanen und depressiven Episoden.
Damit kämpfe ich noch heute,die Aengste sind nur ein Teil dieses Prozesses.
Ich bin in jahrelanger,positiver Behandlung und nehme Xanar,Lithium und Neurocil.
Es tat gut,dieses einmal loszuwerden, danke fürs Lesen!

Liebe Grüsse, SMT

x 5 #6


Sonja77
Ich wünsche dir das es dir bald wieder insoweit besser gehen wird das dich deine Symptome Ängste und Depressionen nicht mehr so stark in deinem Alltag einschränken und belasten

Gib nicht auf und kämpfe weiter denn es lohnt sich immer für ein besseres Leben zu kämpfen

Du kannst das schaffen du brauchst nur Geduld Kraft und viel Durchhaltevermögen

Und der Austausch hier wird dir bestimmt helfen und dich unterstützen und dich auf jeden Fall begleiten wenn es dir schlecht geht denn hier ist immer jemand der ein offenes Ohr und ein mutmachendes Wort bereit hält

x 2 #7


SMT
Danke an alle,die Geduld haben,meine Geschichte (ein Teil davon) zu lesen!
Auch danke an Sonja!

SMT

#8


Sonja77
Zitat von SMT:
Danke an alle,die Geduld haben,meine Geschichte (ein Teil davon) zu lesen! Auch danke an Sonja! SMT

Du brauchst dich nicht bei mir zu bedanken 🙏
denn dafür sind wir doch da um uns gegenseitig zu unterstützen wenn es einer braucht

Liebe Grüße Sonja und bleib stark

x 1 #9


-juli
@SMT ich wünsche dir auch, dass es irgendwann besser wird. Irgendwie kenne ich diese Suche nach einer Bezugsperson auch aus der Vergangenheit.

Es tut mir sehr leid, dass du deine Person leider verloren hast.

x 1 #10


thokrifu

bory
Ich beschäftige mich zzt. mit meinem Trauma. Wenn ich lese was andere durch gemacht haben, werde ich ganz demütig und frage mich ob ich nicht übertreibe. Dennoch scheint es auch nach 4 Jahren und Therapie noch da zu sein. Ich könnte in der Therapie jetzt einen neuen Anlauf nehmen, aber zuerst möchte ich es mir von der Seele schreiben und ich höre sehr gerne Eure Geschichte und wie wir damit umgehen können.

Trigger

Zunächst die Triggerwarnung: Es geht um eine Krankenhaussituation nach einer Herz-OP.

Ich hatte vor 10 Jahren eine Zufalls Herz-Diagnose, blieb aber 6 Jahre unter der Risikogrenze. Dann kippte es und ich bekam eine neue Aorta ascendens vom Herzen hoch bis zum Bogen und eine neue Herzklappe. Ich war am selben Tag schon auf der Überwachungsstation, alles gut Verlaufen. Ein paar Tage später wurde ich dann für Stuhlgang auf einen Toilettenstuhl gesetzt, mit allen meinen Kabeln und Schläuchen. Nach einiger Zeit merkte ich einen kleinen Schwindel, der sich dann ausweitete. Ich drückte den Notknopf, der Christbaum der Überwachungsgeräte begann zu lärmen, Ärzte liefen in das Zimmer. Ich wurde in das Bett wieder verfrachtet, irgend was anderes in den Tropf... keine Ahnung. Ich war vollständig teilnahmslos daneben. "Sterbe ich?" habe ich mich emotionslos gefragt. Dann alles wieder ruhig, das Klinkpersonal raus. Ein paar Minuten später wieder Überwachungsgeräte alarm. Nur ein Pfleger kam rein geschlendert und machte sie aus. "Was war das?" fragte ich "Nur die Benachrichtigung das alles wieder normal ist". Eine Woche später dann die Abschlußuntersuchung mit Ultraschall. Der beiläufige Satz "Sie wissen schon, daß Sie jetzt Schlaganfallgefährdet sind" vom untersuchenden Typen.... und ich wurde aus der Untersuchung geschoben. Mit meinem Bett lag ich dann auf dem Flur alleine eine Zeit. Toll, das Herzproblem operiert und gleich die nächste Katastrophe. Es hat sicher eine Stunde gedauert, bis ich endlich ein paar Worte mit einer gestressten Ärztin reden konnte, die Feierabend machen wollte. "Nein, das sowas vorkommen kann wäre normal nach so einer OP und wenn ich vorher nicht gefährdet war, bin ich es auch jetzt nicht."

Hier der gute Rat: lasst nicht locker bis es euch genau erklärt wurde. Ihr seid kognitiv eingeschränkt in so einer Situation. Auch wenn die Ärtzte meine "Das muss der doch verstehen."

Ich bin nach 9 Tagen auf eigenen Beinen ohne Rollator, Krücken oder Rollstuhl aus der Klinik gegangen, mit einem breiten Pflaster vom Schlüsselbein bis zum Bauchnabel.



Wie wirkt das jetzt auf mich? Ich habe meine Angststörung gut im Griff, bin teilweise fast auf 0.
Alleine, verschiedener Stress, Anstrengung und Körpergefühle können ein kleines Angstschwindelgefühl trigger. Es gibt keine organische Ursache. Und dieses ganz kleine Schwindelchen scheint immer wieder diese Erfahrung zu triggern. jetzt nicht mehr als riesen Ausschlag mit Panikattacke - das war mal. Aber immer noch sehr merkbar und es beginnt sofort den Alltag zu berühren.

Ich hatte zuletzt mit meinem Therapeuten eine Hypnosesitzung mit Rückführung in das Krankenhaus als äußerer entfernter Betrachter. Da hatte ich keine Probleme mit. Ich kann auch die ehemalige Station aufsuchen oder einen Angstschub zu bekommen. Der Therapeut sagte, die Traumasituation nochmal zu durchleben ist nicht günstig, zu viel (psychisches) Risiko.

Gibt es jemand mit einer vergleichbaren Erfahrung? ich freue mich sicher über Zuspruch, möchte aber auch mich damit auseinander setzen.

Euch Danke für das Lesen.

#12


A


x 4





App im Playstore