Puh, ich glaube, das erste Mal tatsächlich mit 13. Da habe ich in der Schule in meinem Biologiebuch geblättert und einen Bericht über ein junges Mädchen gefunden, das ebenfalls Opfer von
Trigger
sexuellem Missbrauch
wurde. Bis dahin wusste ich gar nicht, dass das nicht normal ist.
Als der ... die Taten dann aufhörten (ich distanzierte mich ab da vom T*ter, ging lieber mit meiner Tante und meiner Mutter auf einen Reiterhof, obwohl mich Pferde so gar nicht interessierten aber das war halt das kleinere Übel), verdrängte ich. Lange. Bis ich 2020 mit 29 Jahren in einer psychosomatischen Klinik landete, die auf PTBS spezialisiert ist, und dort eigentlich nur ein anderes Trauma aufarbeiten wollte, das mir passierte als ich schon längst erwachsen war. Leider war der Therapeut einfach nur für'n A.sch ... er ging ab der ersten Therapiesitzung in die Konfrontation.
Ich solle mich an meinen "inneren sicheren Ort" begeben (dass ich die Übung kannte, hat er immerhin vorher abgecheckt^^) und die Erinnerungen kommen lassen, die mein Unterbewusstsein freigeben wollte. Und anstelle des aktuellsten Traumas brachen Erinnerungen an meine Kindheit über mich herein. Weniger Bilder als viel mehr Körpererinnerungen, Gerüche, ich dissoziierte sofort weg und der Therapeut zeigte seine großartige Kompetenz (Ironie), indem er sich gelangweilt auf dem Stuhl zurücklehnte. "Gehen Sie vielleicht mal n bisschen durch den Raum oder so", meinte er. Dadurch kam ich ganz kurz zurück, doch kaum saß ich, schaltete ich wieder ab. Die nächsten Tage verbrachte ich im absoluten Schockzustand und reflektierte rückblickend, wie vieles ich für absolut normal gehalten hatte, was aber bei nicht traumatisierten Menschen gar nicht normal ist. Auf einmal machte alles Sinn. Dieser H.ss auf Männer, die mit kleinen Kindern agieren, dieses "ganz genau hingucken". Dass ich mich an meine ersten 13 Lebensjahre kaum erinnern kann. Bestimmte Schm.rzen. Das Verkrampfen bei bestimmten Gerüchen. Dass ich damals ständig Unterleibsschmerzen hatte, schon lange bevor ich meine Periode überhaupt bekommen habe, und keine Ursache gefunden wurde. Und noch so vieles mehr, was jetzt hier den Rahmen sprengen würde.
Der Therapeut war mir natürlich keine Hilfe, im Gegenteil. Für ihn waren die "Therapiestunden" mit mir leicht verdientes Geld: ich dissoziierte, war 90% der Stunde nicht ansprechbar, er unternahm ein paar tapsige Versuche und wartete ansonsten nur ab, bis er mir sagen konnte: "So, Stunde ist rum, gehen Sie bitte zur Pflege und lassen sich was geben zur Beruhigung."
😂👍