Hallo ihr lieben. Ich Kämpfe schon seit Jahren mit meiner Psyche (vorallem Angst Panik Depris)
Mittlerweile glaube ich es einigermaßen im Griff zu haben. Kann meine Ängste überwinden, Panik aushalten und finde auch wieder Freude am Leben. Aber ich bekomme immer noch für mich unerklärliche Angstschübe ohne direkte Gedanken. Habe Schwierigkeiten gesunde Angst von Angststörung zu unterscheiden und komme was mich am meisten belastet immer wieder in Hochspannung die sich oft mit Skills nicht lösen lässt.
Nach zwei Therapeuten liegt warscheinlich auch eine Persönlichkeitsstörung vor aber ich rutsch da durchs Muster und sie wollten sich beide nicht festlegen. Am ehesten Dissoziativestörung.
Habe mir seit einiger Zeit einen neuen Psychiater gesucht und der meinte für ihn klingt das vorallem wegen dem langen Zeitraum nach einer Traumafolgestörung und ich sollte das bitte für mich reflektieren und fals es wirklich zutrifft nocheinmal eine gezielte Therapie versuchen.
Mir macht das Angst. Ich komme momentan mit meinem Alltag einigermaßen zurecht. Klar die Anspannung ist zum kotzen und raubt mir kräftig Energie, Depressionen sind chronifiziert und ich werde immer aufpassen müssen das sie sich nicht wieder einschleichen.
Ich hab einfach Angst dass wenn ich mich dafür entscheide wieder alles Kippt und aufgerissen wird. Und ich weiß nicht ob ich das gerade Schaffe. Hab gerade mit zwei Kindern keinen Puffer.
Aber je mehr ich mich einlese erkenne ich mich in dem Thema wieder. Wie habt ihr das Erlebt? Hat es euch langfristig geholfen? Wie viel wird da wieder aufgerissen? Ich wüsste auch nicht konkret woher das Trauma kommen könnte. Bin hin und her gerissen.
@Sillyblue Hey Sillyblue, wenn dich nach einem traumatischen Erlebnis immer wieder heftige psychische oder körperliche Schübe einholen, ist das keine Schwäche von dir, sondern eine ganz logische, biologische Reaktion deines Nervensystems. Bestimmte Auslöser, wie ein bestimmter Geruch oder ein plötzliches Geräusch, können diese Schübe plötzlich auslösen. Das liegt daran, dass dein Gehirn während des Traumas auf ein pures Überlebensprogramm umgeschaltet hat. Wenn dich heute etwas an diese Situation erinnert, springt dein körpereigenes Alarmsystem sofort wieder an. In diesem Moment kann dein Gehirn nämlich nicht zwischen Vergangenheit und Gegenwart unterscheiden. Es flutet deinen Körper unkontrolliert mit Stresshormonen. Das kann dazu führen, dass du emotionale Reaktionen wie Flashbacks, Panikattacken oder das Gefühl, wie weggetreten zu sein, erlebst. Gleichzeitig wehrt sich dein Körper mit Herzrasen, Zittern oder einer starren Lähmung. Ohne tiefenpsychologische Traumatherapie kommt man da nur sehr schwer wieder raus. Hast du denn ein stabiles Umfeld? Alles Liebe!