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Stusa22
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Hallo zusammen ich nehme seit ca. 6 Jahren Escitalopram mit einer kurzen Pause von 4 Monaten die zu einem Absturz geführt hatte.
Mittlerweile bin ich wieder von 10 mg auf 7 mg runter.
Jetzt bin ich schon bestimmt drei Monate auf 7 mg und dieses nervige Gedankenkreisen hat sich wieder verstärkt und schränkt meinen Alltag und meine Konzentration ein. Es ist wieder zunehmend schwieriger Konzentriert bei einer Sache zu bleiben. Gehe ich wieder höher mit der Dosis verstärken sich wieder körperliche Symptome.
Es ist ein Teufelskreis.
Ich denke ernsthaft über ein Medikamentenwechsel nach und wäre dankbar für ein paar persönliche Erfahrungen von euch.

27.02.2026 x 1 #1


26 Antworten ↓
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maximilian99
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Also ich versteh immer die Leute nicht, die SSRI wie (Es-)Citalopram als stimulierend empfinden. Habt ihr es länger genommen als ein paar Wochen? Nimm es mal 4-6 Wochen, spätestens dann hat sich das Thema erledigt und es dreht sich um 180°
Escitalopram war das einzige Med aus der Wirkstoffklasse, das bei mir Grübeln und andere mehr oder weniger zwanghafte Verhaltensweisen und Denkmuster komplett eliminieren konnte. Leider konnte ich es nicht mehr tolerieren, da mit dem Grübeln nach einigen Wochen auch jeglicher "Drive" verloren ging und ich von der Couch garnicht mehr runterkam. Wie ich oben schon sagte.
Ich verstehe sowieso nicht, warum 80-90% aller Psychiater und allgemein Ärzte und leider auch die Pharmaindustrie einen fast nur auf der SSRI/SNRI-Welle reiten lassen. Die können was adäquates sein für Leute mit Ängsten aller Art, aber bei "normaler" depressiver Symptomatik mit gehemmtem Antrieb und keiner Motivation, helfen sie meist garnix. Im Gegenteil, hohe Serotoninlevel im Gehirn legen die Dopamin-Signalisierung noch mehr lahm, was sich dann unter Umständen sogar noch zusätzlich negativ auswirkt.
Dopaminerge ADs wären der sh!t für so einige Erkrankungen, gibts aber leider nicht und wenn werden sie entweder nach kurzer Zeit wieder vom Markt genommen oder mit BTM-Rezept eine längerfristige Behandlung unmöglich gemacht. Alles, was wirklich SIGNIFIKANT die Stimmung hebt, wollen die von uns fern halten, so kommt es mir manchmal vor. Aber jetzt habe ich ein bisschen vor mich hin schwadroniert. 🧐

23.02.2026 16:18 • x 1 #8


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Medikamentenwechsel Escitalopram

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maximilian99
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Zitat von Jules88:
@maximilian99 hast du Mal Bupropion versucht? Da ist dein Dopamin drin. Hat bei mir aber nur zu großer Aktivität geführt und Kopfschmerzen, aber ...

Selbst Bupropion ist nur schwach dopaminerg, hauptsächlich noradrenerg. Zudem wirkt es noch agonistisch an nikotinrezeptoren, das kann irgendwie auch noch nen Push geben. Definitiv ein interessantes Medikament, aber alles was zu viel Adrenalin freisetzen lässt verursacht bei mir eher Stress und Unruhe, aber keine bessere Stimmung.
Naja, es müssen ja nicht gleich Amphetamine sein. Es gibt ja selektive Dopaminwiederaufnahmehemmer und -releaser, hierzulande leider nur zugelassen für die Behandlung von ADHS und selbst da soweit ich weiß NUR mit BTM-Rezept, da es halt nunmal so ist, dass alles was die dopaminerge Freisetzung fördert potentiell missbrauchsfähig ist. Aber geschenkt, wenns halt auch das einzige ist, was wirklich signifikant die Stimmung und Motivation verbessert.

24.02.2026 17:42 • #21


Zum Beitrag im Thema ↓


Somatom
@Stusa22 Hoi

Ich würde, wenn ich dich wäre, so bald als möglich wechseln. Es dauert manchmal eine Weile bis man das richtige gefunden hat.

Was ist dein Grundproblem? Angststörung oder Depression? Je nach dem sind SSRI nicht die besten Mittel, da die meisten aktivieren.

x 1 #2


S
@Somatom habe eine Angststörung dadurch kam dann eine Depression dazu.

#3


Greta__
Hi du.

Mir hat Escitalopram bei den berühmten Spitzen nach oben und unten geholfen, bei Angst und Panikattacken überhaupt nicht. Es hat mich auch extrem müde gemacht.

Ich hatte bis runter auf 2 mg reduziert, da bin ich psychisch bzgl. der Spitzen nicht mehr "gebremst" gewesen.

Ich habe wieder auf 5 mg erhöht.

Ich habe jetzt Opipramol bekommen, mal schauen ob das besser wirkt.

x 2 #4


Somatom
@Stusa22 also ich habe drei SSRI ausprobiert - mein Grund war und ist auch Angst.

Ich habe gemerkt, dass ich ein sedierendes AD brauche und nicht ein aktivierendes. Hatte Citalopram und Sertralin, das war stark aktivierend. Bei Angst auch noch so was dazu ging nach hinten los. Paroxetin war sedierend und grundsätzlich gut für mich, aber das tötete alle meine Gefühle.

Bin bei einem alten gelandet, das mich sediert und mit diesem fahre ich gut.

Sprich mit deinem Arzt darüber.

x 2 #5


Greta__
Ach ja, mir wurde im September Bupropion verordnet. 150 mg.

Ich habe es vor 2 Wochen abgesetzt, da es 24/7 Angst und Panikattacken befeuert hat, das war sehr schlimm.

x 1 #6


S
@Greta__ manchmal habe ich auch den Eindruck das der Grübelzwang von Escitalopram ausgelöst bzw. verstärkt wird.
was auch durchaus eine Absetzreaktion sein kann. Ich hatte es ja schonmal abgesetzt und bin gescheitert.
Vielleicht wäre was anderes besser.

x 1 #7


M
Also ich versteh immer die Leute nicht, die SSRI wie (Es-)Citalopram als stimulierend empfinden. Habt ihr es länger genommen als ein paar Wochen? Nimm es mal 4-6 Wochen, spätestens dann hat sich das Thema erledigt und es dreht sich um 180°
Escitalopram war das einzige Med aus der Wirkstoffklasse, das bei mir Grübeln und andere mehr oder weniger zwanghafte Verhaltensweisen und Denkmuster komplett eliminieren konnte. Leider konnte ich es nicht mehr tolerieren, da mit dem Grübeln nach einigen Wochen auch jeglicher "Drive" verloren ging und ich von der Couch garnicht mehr runterkam. Wie ich oben schon sagte.
Ich verstehe sowieso nicht, warum 80-90% aller Psychiater und allgemein Ärzte und leider auch die Pharmaindustrie einen fast nur auf der SSRI/SNRI-Welle reiten lassen. Die können was adäquates sein für Leute mit Ängsten aller Art, aber bei "normaler" depressiver Symptomatik mit gehemmtem Antrieb und keiner Motivation, helfen sie meist garnix. Im Gegenteil, hohe Serotoninlevel im Gehirn legen die Dopamin-Signalisierung noch mehr lahm, was sich dann unter Umständen sogar noch zusätzlich negativ auswirkt.
Dopaminerge ADs wären der sh!t für so einige Erkrankungen, gibts aber leider nicht und wenn werden sie entweder nach kurzer Zeit wieder vom Markt genommen oder mit BTM-Rezept eine längerfristige Behandlung unmöglich gemacht. Alles, was wirklich SIGNIFIKANT die Stimmung hebt, wollen die von uns fern halten, so kommt es mir manchmal vor. Aber jetzt habe ich ein bisschen vor mich hin schwadroniert. 🧐

x 1 #8


Somatom
@maximilian99 das „tolle“ ist ja, dass die Medis bei jedem anders wirken. Mit Sertralin war ich wie auf einem Rave mit Amphetamin.

x 2 #9


Schlaflose
Zitat von Stusa22:
Mittlerweile bin ich wieder von 10 mg auf 7 mg runter.
Jetzt bin ich schon bestimmt drei Monate auf 7 mg und dieses nervige Gedankenkreisen hat sich wieder verstärkt und schränkt meinen Alltag und meine Konzentration ein.

Was erwartest du denn, wenn du die Dosis verringerst? Natürlich verstärken sich die Symptome dann wieder. Escitalopram wirkt bei 15-20mg am besten.
Da wird dir ein Wechsel auch nichts bringen, denn es wird bei anderen ADs genauso sein.

x 1 #10


Greta__
Mich hat Sertralin in ganz schlimme Panikattacken getrieben. Wurde dann auf Escitalopram umgestellt. Egal ob 10, 15 oder 20 mg - mich hat es nur sehr müde gemacht.

Bupropion hat anfangs toll gewirkt, ist dann aber ins Gegenteil gekippt mit Angst und Panikattacken und gepusht ohne Ende.

Ich finde es sehr schwer mit Antidepressiva. 🙄

x 2 #11


M
Zitat von Somatom:
@maximilian99 das „tolle“ ist ja, dass die Medis bei jedem anders wirken. Mit Sertralin war ich wie auf einem Rave mit Amphetamin.

Sertralin hatte ich auch schonmal. Die ersten paar Tage gings mir auch so. Dann das übliche.

x 1 #12


S
@Schlaflose schon eine Dosis von 10 mg geht bei mir gar nicht damit war das Grübeln noch schlimmer.
Du weißt das Antidepressiva Zwangsgedanken oder Grübeln als Nebenwirkung haben können?
Das ist der Punkt als ich damals auf 0 war hatte ich diese nicht mehr dafür viele körperliche Einschränkungen die mich zwangen das Medikament wieder einzunehmen.
Beim erneuten Einschleichen fing es dann auch ganz schnell wieder an mit Grübeln und Zwangsgedanken.
Sicherlich bei einer so hohen Dosis von 15 - 20 mg interessiert das einen nicht mehr.
Schon bei 10 mg geht bei mir gar nichts mehr völlig Motivationslos.
Das Leben kommt mir dann so vor wie Nur dabei statt Mittendrin lachen
Was natürlich manchmal auch nicht schlecht ist aber auch keine Dauerlösung.
Aber du wirst wahrscheinlich recht haben ein anderes AD wird genauso wirken und vielleicht würde ich damit mein Nervensystem völlig durcheinander bringen.

x 1 #13


J
@maximilian99
hast du Mal Bupropion versucht? Da ist dein Dopamin drin. Hat bei mir aber nur zu großer Aktivität geführt und Kopfschmerzen, aber es kam trotzdem keine Befriedigung auf bei der großen Aktivität.
Naja Amphetamine waren ja früher mal erlaubt. Aber langristig bieten die dann auch keinen Erfolg, bzw bieten dir halt ne Sucht durch die du dann funktionierst. Wenn man aber seine Sorgen hat, sind Dro. halt auch nicht ungefährlich.

x 1 #14


KimchiKati
Zitat von maximilian99:
Also ich versteh immer die Leute nicht, die SSRI wie (Es-)Citalopram als stimulierend empfinden. Habt ihr es länger genommen als ein paar Wochen? ...

Escitalopram wirkt bei mir total anregend, deshalb muss ich am Abend noch ein Medi zum runterkommen nehmen! Da es bei mir aber Panik, Angst und Depressionen fast ausgelöscht hat nehme ich es weiter. Für mich persönlich das beste Medikament.

x 1 #15


S
@KimchiKati ja der Antrieb bei 7 mg reicht mir auch völlig aus

x 1 #16


Nick21
Zitat von Stusa22:
@KimchiKati ja der Antrieb bei 7 mg reicht mir auch völlig aus

Nimmst du da dauerhaft Tropfen? Mit Tabletten kommt man ja sonst nicht auf 7mg.

#17

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S
@Nick21 ja ich nehme Tropfen ich will es eigentlich loswerden deshalb gehe ich langsam runter und schaue wie es wird.
Muss auch sagen das ich die Tropfen wesentlich besser vertrage als die Tabletten,

#18


Schlaflose
Zitat von Stusa22:
schon eine Dosis von 10 mg geht bei mir gar nicht damit war das Grübeln noch schlimmer.
Du weißt das Antidepressiva Zwangsgedanken oder Grübeln als Nebenwirkung haben können?
Das ist der Punkt als ich damals auf 0 war hatte ich diese nicht mehr dafür viele körperliche Einschränkungen die mich zwangen das Medikament wieder einzunehmen.
Beim erneuten Einschleichen fing es dann auch ganz schnell wieder an mit Grübeln und Zwangsgedanken

Das hast du aber in deinem Eingangspost alles nicht geschrieben. Woher soll man das riechen? Du hast nur geschrieben, dass deine Symptome sich nach dem Reduzieren von 10 auf 7mg wieder verschlechtert haben.

x 1 #19


S
ja sorry also auf 10 und 9 war es schlimm.
Habe ca. alle drei Monate um 1 mg reduziert.
Auf 8 mg war es ganz ok und jetzt auf 7 wieder etwas schlechter.
Na ja man muss ja auch selber etwas tun und sich nicht nur auf Medikamente verlassen.

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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