Zitat von User_0815_4711: Die lieben und netten haben keine Freunde, eher die, die Ecken und Kanten haben. Lieb und nett sind eben keine Kategorie für Freundschaft sondern eher: "Was kann man mit diesem Menschen erleben?"
Zitat von Micha2: Glaub das immer freundlich und helfen und co ist da glaub nen Nachteil und spielt da auf jedenfall mit rein, anders kann ich die Situation mir nicht erklären auch meine nicht.
Das verstehe ich nicht. Ich wünsche mir doch von einer Freundin, dass sie nett zu mir ist und dass sie ein lieber Mensch ist. Ich möchte nicht mit jmdm befreundet sein, der*die böse Sachen macht oder böse Sachen sagt. Ich finde das zb mega unsympathisch wenn jemand rassistisch oder frauenfeindlich ist, da kann die Person noch so coole Events anbieten zum erleben.
Ich muss gerade daran denken, dass mich eine Kommilitonin mal zu einem Spieleabend eingeladen hat und ich habe beim Uno strategisch so gespielt, dass ich versucht habe, dass immer jemand anders gewinnt. Einmal war das eine strategische Herausforderung, das fand ich interessanter, als für mich selbst zu spielen, da ist das Spiel ja nicht so anspruchsvoll. Und denen schien das Gewinnen wichtiger zu sein als mir und ich fand es schön wie sie sich gefreut haben. Bei so Wünschekarten wo man sich die Farbe wünschen kann habe ich dann auch andere gefragt welche Farbe sie möchten. Da hat sie was in die Richtung gesagt ich könnte nicht alle gewinnen lassen. Noch einmal eingeladen hat sie mich nicht.
Zitat von Micha2: Die Zeit nimmt man sich einfach, ich finde dass, das alles ausreden Von meiner Freundin die Freundin treffen sich jeden Sonntag und wenns nur 15min...
Das sehe ich eigentlich auch so. Eine Freundin hat mal zu mir gesagt das sei alles eine Sache der Priorisierung. Sie nimmt sich auch fast jeden Sonntag Zeit für mich und wenn sie mit ihrem Freund einen Wochenendtrip oder so macht, dann plant sie es immer so, dass sie am Sonntagnachmittag wieder zurück ist. Da gibt es nur wenige Dinge, die sie mal höher priorisiert und wo wir uns dann nicht sehen.
Wenn ich meine Eltern besuche fahre ich auch immer entsprechend früh genug wieder zurück, dass ich meine Freundin am Abend noch sehen kann. Das ist so unser wöchentliches Ritual.
Zitat von CosmicPancake: Also so einfach ist das mit Familie Ich bin froh wenn ich 2x die Woche für mich Sport machen kann, ohne das irgendjemand behauptet, ich würde mich immer...
Ich bin noch sehr jung und noch weit entfernt davon eine Familie zu haben, ich kenne auch eigentlich keine Leute mit Familie mal abgesehen von meinen Eltern, daher kann ich das nicht so gut beurteilen.
Aber ist das nicht üblich die Freund*innen des*der Partners / Partnerin zu übernehmen? Ich kenne das von Paaren so, dass die oft gemeinsam was machen und meine Mama zb sieht ihre beste Freundin quasi auch nur noch wenn mein Stiefvater und der Mann ihrer Freundin mit dabei sind. Und wir Kinder waren dann halt auch immer dabei. Auch mal einen ganzen Samstag.
Bei einer anderen Freundin von Mama, die weiter weg wohnt, da haben die sich immer über das ganze Wochenende besucht. Meine Schwester und ich waren im gleichen Alter wie die Töchter von Mamas Freundin, das hat immer perfekt gepasst.
"Ich hab keine Zeit, weil ich Familie habe", das klingt so, dass die Person einfach nicht wichtig genug ist, um Zeit mit der Familie verbringen zu dürfen. Das ist ja auch okay. Mein Stiefvater hat seine Kollegen aus dem Sportverein auch nicht mit nach Hause gebracht.
Mit so Vollzeit arbeiten und Partner*in und vll noch Kindern hat man wahrscheinlich nur noch Zeit für wenige wichtige Freundschaften denke ich. Da ist es für alleinstehende Personen sicher schwierig Freunde im gleichen Alter zu finden, wenn viele schon in Partnerschaft sind und richtig arbeiten.
Ich muss zugeben ich hab schon ein bisschen Angst davor wie das später mal wird.