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CosmicPancake
Zitat von Chrischie:
@CosmicPancake Das Meiste was du wissen möchtest steht in meinem Profil,!

Also Du suchst doch hier nach Rat und gibst nur sehr einsilbige Antworten. Das finde ich schade. Wenn Du so auch Freundschaften pflegst, kann das nicht funktionieren.
Aber ich mutmaße Mal. Du wohnst in Lübeck, scheinst ADHS und Depressionen zu haben und bist eine Frau im mittleren Alter. Da sollte es kein Problem sein über ein gängiges Hobby, sich irgendeiner Gruppe von Menschen anzuschließen, wo man diese dann besser kennen lernt und sich ggf. Freundschaften entwickeln können. Idealerweise suchst Du dir was gängiges aus. Was käme denn da in Frage bei Dir?

• x 4 #21


thokrifu
Es gibt oder gab jemanden, der sagte: "Sich an eine zutiefst gestörte Gesellschaft anpassen zu können, zeugt nicht von seelischer Gesundheit."

Es ist ein Jammer. Aber sind wir mal ehrlich: Wir haben Tiefe, doch häufig geht uns die Leichtigkeit verloren. So zumindest sehe ich das an mir. Es ist auch kein Wunder.

Jemand anders sagte, "Es ist ein Riss zwischen mir und den sogenannten gesunden Menschen."

Im Grunde geht es allerdings nicht darum, wer gestört oder krank oder nicht ist, sondern es ist eine Frage der Intelligenz. Ich weiß, wie das klingt, aber es ist die bittere Erkenntnis der letzten Jahrzehnte.

Prinzipiell ist es ja egal, doch mittlerweile teste ich neue Bekanntschaften, um mich zu schützen. Nicht vor deren Verhalten, sondern vor meinen Reaktionen auf deren Verhalten.

• x 2 #22


A


Soziale Außenseiterin, kaum Freunde

x 3


User_0815_4711
Zitat von MorpheusM:
aber echte Freunde, die man auch nachts um 03:00 anrufen kann weil man mit dem Auto liegengeblieben ist oder sich ausgesperrt hat findet man sehr schwer.

Das ist kein Job für Freunde, sondern für Pannen- und Schlüsseldienst.

• x 1 #23


User_0815_4711
Zitat von CosmicPancake:
weil Freundschaften am Anfang so etwas wie eine Grundbetankung brauchen. Du musst erst einzahlen, um was abheben zu können.

Richtig. In einem anderen Zusammenhang wäre es Vertrauensvorschuss.

Warum sollen sich Menschen mit "Bedürftigen" eng freiwillig zusammentun? Für mich bekommt das bald ein Geschmäckle - welche Ziele verfolgt der Helfer? Da können sehr ungesunde Dynamiken entstehen, um es mal harmlos auszudrücken.

• #24


C
...die innere Einstellung, die Angst, daß man keine Freunde findet, mit sich selbst unzufrieden sein und sich immer wieder einreden, daß man nicht "gut genug" ist - das führt dazu, daß man wirklich nicht Anschluss findet... ein Teufelskreis.
Sobald du dir sagst - ich suche nichts, ich bin ich selbst und mache was ich will, wie ich will und stehe dazu - dann klappts auch.
Wie eine Freundin suchen - wer sucht, der verstellt sich - sollte gelassener sein und auf sich zukommen lassen. Türen öffnen sich immer wieder, man muss das auch erkennen.

• #25


E
Zitat von User_0815_4711:
Richtig. In einem anderen Zusammenhang wäre es Vertrauensvorschuss. Warum sollen sich Menschen mit "Bedürftigen" eng freiwillig zusammentun? Für mich bekommt das bald ein Geschmäckle - welche Ziele verfolgt der Helfer? Da können sehr ungesunde Dynamiken entstehen, um es mal harmlos auszudrücken.

Ich finde, da werden zwei Dinge etwas vorschnell miteinander verknüpft. Dass Freundschaften eine Art Vertrauensvorschuss und gegenseitige „Grundbetankung“ brauchen, stimmt für mich durchaus. Aber jemand, der einsam ist und sich nach Freundschaften sehnt, ist deshalb noch lange nicht automatisch „bedürftig“ im Sinne einer problematischen Beziehungserwartung.
Außerdem ist Gegenseitigkeit nicht immer zu jedem Zeitpunkt symmetrisch. Wenn jemand gerade wenig soziale Kontakte hat, kann er zunächst weniger „einzahlen“, ohne deshalb grundsätzlich nichts geben zu können oder zu wollen. Freundschaften entstehen ja gerade dadurch, dass Menschen sich allmählich kennenlernen und herausfinden, was sie einander geben können.
Und die Frage „Welche Ziele verfolgt der Helfer?“ finde ich zwar grundsätzlich sinnvoll – ungesunde Helferdynamiken gibt es durchaus. Aber wenn man bereits die Einsamkeit eines Menschen als Warnsignal dafür interpretiert, dass mit einem möglichen Helfer etwas nicht stimmen müsse, landet man schnell bei einem ziemlich zynischen Menschenbild. Dann wird aus einem Menschen, der Anschluss sucht, vorsorglich ein „Bedürftiger“, vor dem man sich schützen muss.
Vielleicht wäre die bessere Frage nicht: „Warum sollte sich jemand mit einem Bedürftigen zusammentun?“, sondern: „Wie kann aus anfänglicher Einseitigkeit allmählich eine gegenseitige Beziehung werden?“ Genau das ist doch bei vielen Freundschaften der normale Prozess.

• x 4 #26


E
Zitat von User_0815_4711:
Das ist kein Job für Freunde, sondern für Pannen- und Schlüsseldienst.

Ich glaube, das Beispiel mit dem Pannen- oder Schlüsseldienst verfehlt etwas den eigentlichen Punkt. „Jemanden um 3 Uhr nachts anrufen können“ ist weniger eine Aussage darüber, dass Freunde für bestimmte praktische Probleme zuständig sind, sondern ein Bild für Vertrauen und Verlässlichkeit. Natürlich gibt es für eine Autopanne oder eine ausgesperrte Wohnung professionelle Dienstleister. Aber deren Funktion besteht darin, ein konkretes Problem zu lösen – nicht darin, einem Menschen in einer belastenden Situation als vertraute Bezugsperson zur Seite zu stehen.

Gerade daran lässt sich der Unterschied zwischen Dienstleistung und Freundschaft eigentlich ganz gut erkennen: Bei Freundschaft ist die konkrete Hilfeleistung nicht der eigentliche Wert der Beziehung. Entscheidend ist die wechselseitige persönliche Verbundenheit, aus der solche Hilfsbereitschaft gegebenenfalls entsteht.

• x 2 #27


User_0815_4711
@Elenie , meine "Danke" beziehen sich auf das eingehen von dir auf meine Beiträge.
Nicht auf deine Aussagen, denen ich in keinem Punkt zustimme.

• #28


E
Zitat von User_0815_4711:
@Elenie , meine "Danke" beziehen sich auf das eingehen von dir auf meine Beiträge. Nicht auf deine Aussagen, denen ich in keinem Punkt zustimme.

Musst du ja auch nicht. 🙂 Ich finde es völlig in Ordnung, wenn wir inhaltlich nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Ich kann andere Ansichten durchaus stehen lassen, ohne sie deshalb übernehmen zu müssen – und mit meiner kann ich das genauso halten.

• x 1 #29


iquique
Zitat von Chrischie:
Hat jemand ähnliche Sorgen?

Mir ist es auch immer so ergangen, muss ich sagen.

Zum Teil würde ich die Ursachen in meiner Familie und meiner Sozialisierung während meiner Kindheit und Jugend sehen. Meine Eltern waren ebenfalls ziemliche Eigenbrötler und hatten wenige Freunde. Soziale Events wurden bei uns im Haus nie gefeiert, andere Leute wurden nie eingeladen. Irgendwie habe ich das "Handwerkszeug" nie gelernt, wie man Freundschaften findet und erhält.

Dazu kommt, dass ich insbesondere von meiner Mutter immer abgewertet und für unfähig gehalten wurde. Irgendwie hat sich in meinem Kopf ein chronisches Minderwertigkeitsgefühl eingenistet. Deswegen halte ich mich unbewusst nicht für liebenswert, im Sinne von "Ich will es niemandem antun, mit mir befreundet sein zu müssen".

Das sind eher ungünstige Voraussetzungen und führt wahrscheinlich dazu, dass ich kaum engere Freundschaften entwickeln kann.

• x 2 #30


User_0815_4711
Zitat von iquique:
"Ich will es niemandem antun, mit mir befreundet sein zu müssen".

"Dem Klub, der mich als Mitglied aufnimmt, möchte ich nicht beitreten."
Von wem stammt das?

• #31


iquique
Zitat von User_0815_4711:
Von wem stammt das?

Woody Allen, glaube ich.....

• x 1 #32


E
Ich finde, gerade Menschen, die so offen über ihre Gefühle, Unsicherheiten und eigenen Verletzlichkeiten sprechen können, zeigen oft viel mehr Persönlichkeit und innere Stärke, als ihnen selbst bewusst ist. Es gehört für mich durchaus eine Form von Selbstbewusstsein dazu, sich nicht hinter einer Fassade verstecken zu müssen und auch die Seiten von sich zu zeigen, bei denen man sich vielleicht selbst nicht besonders stark oder souverän fühlt.
Und manchmal glaube ich, dass Menschen dabei völlig unterschätzen, was sie eigentlich schon können.
Allein die Fähigkeit, die eigenen Gefühle so differenziert wahrzunehmen und in Worte zu fassen, ist bereits eine soziale und persönliche Fähigkeit, die nicht selbstverständlich ist.

• x 4 #33


thokrifu
@iquique
Umdenken, oder sogar "umfühlen", ist schwierig, im Sinne von: das dauert ein bisschen, ist aber machbar. Ich kenne das auch.

• #34


boomerine
In dieser Phase befinde ich mich auch zur Zeit.
Umdenken ja
Aber nicht mehr verstellen müssen

• #35


L
Hallo. Manchmal ist das im Leben leider so, viele sind in Deinem Alter in Beziehungen, Ehen oder haben Job, Kinder etc. Da bleibt manchmal kaum Zeit noch viel zu pflegen. Aber es gibt im Internet viele Möglichkeiten Kontakte im realen Leben zu knüpfen. Und ehrlich gesagt, wenn manch einer es nicht nötig hat sich bei Dir zu melden, dann melde Dich auch nicht mehr und suche Dir andere Menschen. Liebe Grüße

• x 1 #36


Micha2
Zitat von Louis1970:
Hallo. Manchmal ist das im Leben leider so, viele sind in Deinem Alter in Beziehungen, Ehen oder haben Job, Kinder etc. Da bleibt manchmal kaum Zeit noch viel zu pflegen.

Die Zeit nimmt man sich einfach, ich finde dass, das alles ausreden sind.


Von meiner Freundin die Freundin treffen sich z.b jeden Sonntag und wenns nur 15min Quatschen ist, die sind halt auch unzertrennlich.

Also ich nehme mir auch immer die Zeit trotz Arbeit und co.

Weils mir die Menschen auch einfach wert sind.

Niemand ist so beschäftigt das er nicht seine wirklichen Freundschaften pflegen kann, und wenn ihm/sie was drann liegt findet man immer Zeit, und wenns so sein sollte mit garkeine Zeit, dann muss man mal drüber nachdenken, also wenn ich keine Zeit mehr hätte für das und auch für meine Hobbys dann würde ich da was drann ändern.

Aber das ist nur meine bescheidene Meinung^^

• x 3 #37

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CosmicPancake
Zitat von Micha2:

Die Zeit nimmt man sich einfach, ich finde dass, das alles ausreden sind.

Also so einfach ist das mit Familie nicht. Ich bin froh wenn ich 2x die Woche für mich Sport machen kann, ohne das irgendjemand behauptet, ich würde mich immer nur um mich kümmern. Den anderen Vätern im Umfeld geht es genauso und die denen es nicht so geht, die sind nicht mehr verheiratet. Freundschaften pflegen und dann noch neue - unmöglich.

• x 1 #38


User_0815_4711
Zitat von CosmicPancake:
Freundschaften pflegen und dann noch neue - unmöglich.

Ich gebe dir Recht, in dem Alter - der rush hour des Lebens - haben besonders neue Freundschaften wenig Priorität. Es ist schon schwer, nicht alte Freundschaften völlig zu verlieren.

Ich kenne das aus der Ü80 Generation meiner Umgebung. Befreundet aus der Jugend, mit Familie, Arbeit, Hausbau, Reisen sind die Kontakte weitgehend eingeschlafen. Nach der Pensionierung sind sie kurz wieder etwas aufgelebt, bis sie jetzt durch Gebrechlichkeit und Tod wieder abebben.

• x 2 #39


A
Zitat von User_0815_4711:
Die lieben und netten haben keine Freunde, eher die, die Ecken und Kanten haben. Lieb und nett sind eben keine Kategorie für Freundschaft sondern eher: "Was kann man mit diesem Menschen erleben?"


Zitat von Micha2:
Glaub das immer freundlich und helfen und co ist da glaub nen Nachteil und spielt da auf jedenfall mit rein, anders kann ich die Situation mir nicht erklären auch meine nicht.


Das verstehe ich nicht. Ich wünsche mir doch von einer Freundin, dass sie nett zu mir ist und dass sie ein lieber Mensch ist. Ich möchte nicht mit jmdm befreundet sein, der*die böse Sachen macht oder böse Sachen sagt. Ich finde das zb mega unsympathisch wenn jemand rassistisch oder frauenfeindlich ist, da kann die Person noch so coole Events anbieten zum erleben.

Ich muss gerade daran denken, dass mich eine Kommilitonin mal zu einem Spieleabend eingeladen hat und ich habe beim Uno strategisch so gespielt, dass ich versucht habe, dass immer jemand anders gewinnt. Einmal war das eine strategische Herausforderung, das fand ich interessanter, als für mich selbst zu spielen, da ist das Spiel ja nicht so anspruchsvoll. Und denen schien das Gewinnen wichtiger zu sein als mir und ich fand es schön wie sie sich gefreut haben. Bei so Wünschekarten wo man sich die Farbe wünschen kann habe ich dann auch andere gefragt welche Farbe sie möchten. Da hat sie was in die Richtung gesagt ich könnte nicht alle gewinnen lassen. Noch einmal eingeladen hat sie mich nicht.

Zitat von Micha2:
Die Zeit nimmt man sich einfach, ich finde dass, das alles ausreden Von meiner Freundin die Freundin treffen sich jeden Sonntag und wenns nur 15min...


Das sehe ich eigentlich auch so. Eine Freundin hat mal zu mir gesagt das sei alles eine Sache der Priorisierung. Sie nimmt sich auch fast jeden Sonntag Zeit für mich und wenn sie mit ihrem Freund einen Wochenendtrip oder so macht, dann plant sie es immer so, dass sie am Sonntagnachmittag wieder zurück ist. Da gibt es nur wenige Dinge, die sie mal höher priorisiert und wo wir uns dann nicht sehen.

Wenn ich meine Eltern besuche fahre ich auch immer entsprechend früh genug wieder zurück, dass ich meine Freundin am Abend noch sehen kann. Das ist so unser wöchentliches Ritual.

Zitat von CosmicPancake:
Also so einfach ist das mit Familie Ich bin froh wenn ich 2x die Woche für mich Sport machen kann, ohne das irgendjemand behauptet, ich würde mich immer...


Ich bin noch sehr jung und noch weit entfernt davon eine Familie zu haben, ich kenne auch eigentlich keine Leute mit Familie mal abgesehen von meinen Eltern, daher kann ich das nicht so gut beurteilen.

Aber ist das nicht üblich die Freund*innen des*der Partners / Partnerin zu übernehmen? Ich kenne das von Paaren so, dass die oft gemeinsam was machen und meine Mama zb sieht ihre beste Freundin quasi auch nur noch wenn mein Stiefvater und der Mann ihrer Freundin mit dabei sind. Und wir Kinder waren dann halt auch immer dabei. Auch mal einen ganzen Samstag.

Bei einer anderen Freundin von Mama, die weiter weg wohnt, da haben die sich immer über das ganze Wochenende besucht. Meine Schwester und ich waren im gleichen Alter wie die Töchter von Mamas Freundin, das hat immer perfekt gepasst.

"Ich hab keine Zeit, weil ich Familie habe", das klingt so, dass die Person einfach nicht wichtig genug ist, um Zeit mit der Familie verbringen zu dürfen. Das ist ja auch okay. Mein Stiefvater hat seine Kollegen aus dem Sportverein auch nicht mit nach Hause gebracht.

Mit so Vollzeit arbeiten und Partner*in und vll noch Kindern hat man wahrscheinlich nur noch Zeit für wenige wichtige Freundschaften denke ich. Da ist es für alleinstehende Personen sicher schwierig Freunde im gleichen Alter zu finden, wenn viele schon in Partnerschaft sind und richtig arbeiten.

Ich muss zugeben ich hab schon ein bisschen Angst davor wie das später mal wird.

• x 3 #40


A


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