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Hörigkeit – Ist Hörigkeit anerzogen? Dieser Gedanke geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich würde ja sagen. Eine Übersetzung von Hörigkeit ist Abhängigkeit. Da fällt mir das Buch von Heinz-Peter Röhr „Wege aus der Abhängigkeit“ in die Hände. Könnte doch auch heißen „Wege aus der Hörigkeit“.
Was passiert eigentlich wenn die Person, der ich hörig bin, wegfällt? Suche ich mir jemand neues, der diese vermeintliche „Leere“ schließt? Ich sage ja. Wenn ich niemanden finde, dann falle ich in ein tiefes Loch, werde depressiv, greife unter Umständen zu Alk., Tabletten, nehme mir, im extremen Fall, das Leben.
Ein Gefühl entsteht, „ALLEIN NICHTS WERT ZU SEIN“
Also ich behaupte hier: Hörigkeit ist anerzogen!
Jetzt beginnt ein schwerer Weg der Umerziehung – hinschauen wo bin ich abhängig? Auch wo kann ich nicht loslassen?
Abhängigkeit = Hörigkeit (Ergebnis: Loslassen)?

Sehr schwer diese Gedanken, sie bedrücken mich, aber sie beflügeln mich auch. Die Erkenntnis einer inneren in mir schief laufenden Sachlage hat mich erwischt, habe ich erkannt. Jetzt muss ich nur den richtigen Weg finden, d.h. den normalen Weg, d. h. für mich: wie werde ich normal? Wie handele ich normal?

26.08.2008 07:22 • 29.08.2008 #1


7 Antworten ↓

Hallo freundin !

Hörigkeit ist oft "freiwillig" und ohne Gegenleistung, Abhängigkeit ist dagegen meist "unfreiwillig" und man erhält eine Gegenleistung.
Wenn die Person der man hörig, oder von der man abhängig ist wegfällt, dann steht man erst einmal im leeren Raum. Meist sucht man sich baldmöglichst eine neue Person, mit gleichen dominanten Eigenschaften, von der man dann auch wieder abhängig/hörig ist.

Der Grundstein für dieses "Beziehungsmuster" wird endweder in der Kindheit gelegt (autoritäre Erziehung mit Liebesentzug als Drohmittel) oder in der Jugendzeit, wenn dort keine Ablösung von den Eltern erfolgt.

Loslassen ist der richtige Weg, doch das funktioniert nur, wenn vorher die notwendige Selbstständigkeit und das notwendige Selbstwertgefühl (Selbstbewusstsein) aufgebaut werden kann.

Liebe Grüsse,

Helpness

26.08.2008 11:01 • #2



Hörigkeit

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Hallo Freundin,
ich würde dir Recht geben, Hörigkeit ist anerzogen. Erst ist es wohl noch ein normaler Vorgang, wenn ein Kind von seinen Eltern abhängig ist. Aber im Laufe der Jahre müßte ja dann ein "an der langen Leine lassen" und dann ein Loslassen erfolgt sein.
Du hast dich in deiner Hörigkeit voll auf die andere Person fixiert, du möchtest nur noch, was sie möchte, du entscheidest nicht mehr selbst, du hast keinen eigenen Willen mehr, du funktionierst nur noch.
Wo bitte bist du selbst dann? Du als liebenswerter Mensch mit deinen Wünschen, Träumen und Sehnsüchten?

Sicherlich wirst du in ein tiefes Loch fallen, wenn die andere Person nicht mehr da ist. Es ist aber auch ein Anfang, dass Leben kennen zu lernen, neue Erfahrungen zu machen.
Hast du eigene Hobby? Was tust du gern?

Wenn du meinst, dass es allein zu schwer wird, such dir vielleicht professionelle Hilfe.

Liebe Grüße
engelchen106

26.08.2008 11:05 • #3


Danke, für Deinen Text.

Gruß freundin

26.08.2008 11:05 • #4


Sorry, danke für Euren Text
LG freundin

26.08.2008 11:06 • #5


Also ich denke nicht das Hörigkeit anerzogen ist! Wir in meiner Familie sind relativ frei erzogen worden. Altmodisch aber mit wärme. Dann vor zwei Jahren als eine meiner ältern Schwester starb bekam wir auch mit das sie ihrem Partner hörig war. Er konnte machen was er wollte sie verzieh ihm. Obwohl er abhängig wegen des Geldes von ihr war. Ich denke das sich das in der Beziehung so entwickelt hatte. Und uns hat sie nie von ihren Problemen erzählt. Wollte uns nicht belasten. Wir bekamen es zu spät mit das sie ihm hörig war! Darum bin ich der Meinung hörigkeit entwickelt sich in einer Beziheung und nicht von Kindes Beinen an!

26.08.2008 11:27 • #6


Meine liebe Freundin,
du wirst immer abhängig sein. Liest man heut zu Tage Bücher, dann meint man oft, jeder Mensch müsste total unabhängig durchs Leben gehen können. Ich glaub nciht dass das so sein muss, es kann sogar gar nicht sein. Du bist von Bauern, Beckern, Wasserversorgern, Ärtzten, .... abhängig. Wieso solltest Du nicht auch von Deinem Partner abhängig sein dürfen? Die Frage wäre nur, ob Dein Partner deine Hörigkeit mißbraucht, ist das der Fall gilt es sicher zu reagieren. Es spricht aber ncihts dagegen einem Menschen hörig zu sein, der Dich liebt.
ICh wünsche Dir auf alle Fälle dass Du den richtigen Weg findest. Die meisten Ratschläge gehen heute eher in die Richtung des Losfliegens, des Beflügeltwerdens. Doch möchte ich dich auch an die Flügel aus Wachs erinnern, die dann in Sonnennähe zerschmolzen sind.
Normalerweise liegt das richtige immer dazwischen, aber das "Normale" gibt es nicht. Jeder Mensch ist einzigartig und so ist auch jeder Mensch in jedem Augenblick, so wie er gerade ist normal, lass DIch also nciht von irgendwelchen Ratschlägen Normieren, schließlich sind wir keine Massenprodukte, die einer Norm zu entsprechen haben.

28.08.2008 00:25 • #7


Tosh
Das sehe ich anders als Joi...

Sich emotional abhängig zu machen ist eine Sache (und wohl auch unumgänglich, wenn man liebt), aber hörig zu sein ist schon ein krankhaftes Verhalten (welches ich leider auch kenne ). Unbewußt werden das die meisten ausnutzen...so sind wir Menschen.

29.08.2008 19:52 • #8




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