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florené
Also alleine macht mir keinen Spass, fühle ich mich nur super blöd.
Außerdem wurde mir gerade gesagt, ich bräuchte ein Schutzschild. Frau in meinem Alter und irgendwo alleine
würden Männer ankommen, um mich abzuchecken ... und Frauen wäre oft "Zicken" und "Probleme".
Und das wäre ein klassisches Dilemma.

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Feuerschale
Zitat von User_0815_4711:
Wenn körperliche u/o psychische Einschränkungen dazu gekommen sind, ist das ein gigantischer Faktor.

Freud hatte ja mal gesagt anfangs.: gesund ist, wer lieben, arbeiten, genießen kann.
Das wäre ja auch für mich erstrebenswert oder ein guter Zustand wenn man das kann, unverstellt (ohne Hindernisse, Sachen die einen wegziehen, die alles auf sich ziehen usw).

Mit psychischer Krankheit kämpft man da aber plötzlich mit ganz anderen Dingen und kann froh sein,wenn man manches gerade so mit eher Mühe aufrecht erhält. traurig

Wer würde nicht gerne einfach ausm Vollen schöpfen und sagen, es ist ganz einfach und es ist alles schön...
Also dieses Idealbild zu haben. Hab nur gemerkt, wenn ich mich damit noch quäle, dass ich das nicht kann, wirds ja nur noch schlimmer. (Trauer, Selbstmitlleid, Ohnmacht usw....viel mehr Stress...) Da ist Akzeptanz auch oft gut....

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A


Slow Living vs Hustle Culture

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User_0815_4711
Zitat von Feuerschale:
Eigentlich müsste man "nur" tun, was man liebt...wo man drin aufgeht.

Richtig*!

Kann ich immer noch machen, muss nur immer wieder entsprechende Nischen suchen. Das manche Aspekte zur Zeit weggefallen sind, fällt mir aber schon negativ auf.

Ja, die Energie. Keine Ahnung, wie viel ich wirklich machen würde, wenn ich wieder könnte.

*Aber eine ordentliche Depri vermiest einem auch das. Glücklicherweise ist es bei mir im Mittel nicht so schlimm, sondern nur kurze Phasen.

x 1 #43


Feuerschale
Zitat von florené:
Also alleine macht mir keinen Spass, fühle ich mich nur super blöd.
Außerdem wurde mir gerade gesagt, ich bräuchte ein Schutzschild. Frau in meinem Alter und irgendwo alleine
würden Männer ankommen, um mich abzuchecken ... und Frauen wäre oft "Zicken" und "Probleme".

Verstehe ich mit dem Dilemma. Alleine öde, keine Freude, bei neuen Leuten muss man gucken, was ist los, was funktioniert...braucht auch - zumindest am Anfang, bis man die Hürde mal geschafft hat und weiß wie es zusammen gut läuft...Energie. Das mit den Männern und Frauen ist wohl eher zu pauschal....dass man direkt die Probleme sieht...man kann sich nur vorsichtig rantasten wohl...gucken wie es so wird....ob und wie sich was weiterentwickelt.

#44


User_0815_4711
Zitat von Feuerschale:
Hab nur gemerkt, wenn ich mich damit noch quäle, dass ich das nicht kann, wirds ja nur noch schlimmer. (Trauer, Selbstmitlleid, Ohnmacht usw....viel mehr Stress...) Da ist Akzeptanz auch oft gut....

Ohweh, ja, eine Abwärtsspirale kann da resultieren.

Zitat von Feuerschale:
Wer würde nicht gerne einfach ausm Vollen schöpfen und sagen, es ist ganz einfach und es ist alles schön...

Ja, aber so ist das Leben nicht.
Wobei: "Einfach" ist möglich - wie denke und empfinde ich, wie ordne ich das und das ein.
Aber selbst da: Die ausgewachsene Depri ordnet das für sich selber ein...
Schön muss nicht immer sein. Wobei "schön" ja auch eine menschliche Wertung ist. "Es ist wie es ist."

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YellowFerrum
@Feuerschale Deinen Innenansichten sind interessant. Sehr persönlich und differenziert geschildert. Vielen Dank!

#46


alles_roger
Ich danke euch allen für eure Beiträge, ganz ehrlich. Ich habe aber tatsächlich viele Eindrücke bis dato anders wahrgenommen. Zum Beispiel, dass der Wunsch, schöne Erlebnisse in Gesellschaft zu haben, ohne dabei von Menschenmassen erdrückt zu werden, ein extrem häufiges Bedürfnis ist. Oder dass gerade, wenn die Psyche ohnehin schon viel Energie für die innere Balance braucht, dieser Wunsch besonders schwer wiegt. Es ist also ein Widerspruch, dass der Körper und der Geist gleichzeitig nach Sicherheit und Verbundenheit suchen. Diese Sehnsucht nach echter Nähe, während das System gleichzeitig versucht, einen vor Reizüberflutung zu schützen, scheint nicht zu existieren oder wird von Betroffenen sehr gut versteckt. Danke für den Austausch. Perspektivwechsel und Reflexion sind immer wichtig 🙂

#47





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