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Rya.Reisender
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Scheint es hier fast allen genauso zu gehen. Trotzdem will sich keiner mal treffen. :3

13.08.2009 #1


40 Antworten ↓
P

Pilongo
Gast

Naja, als wir uns trafen und ich sein kantiges Gesicht gesehen habe, kannten wir uns ja schon eine Woche lang.
Da kannte ich aber nur seine Stimme, seine Art, und seine tiefsinnigen Geschichten und Gedichte. Für mich war also klar, dass er sehr interessant und selbstbewusst ist.
Ich denke nicht, dass sein Aussehen groß was an meinem Interesse und meiner Zuneigung geändert hätte.
Klar war das ein Bonus, dass er dann auch noch sauber aussah, sich zu kleiden wusste. Aber meiner Meinung nach ist das nicht Ausschlag gebend. Mein Ex z.B., der war erst 25 und hatte schon Geheimratsecken und kaum mehr Haare am Kopf, dafür Haare am Rücken und an der Brust und überall, und nen Bauch hatte er auch. Hat mich nie gestört. Hab mich nie deswegen von ihm getrennt, sondern nur, weil ich auf Dauer die Entfernung und seine depressive Grundhaltung nicht ertragen habe. Das war der Trennungsgrund für mich damals. Sein Aussehen hatte damit rein gar nichts zu tun. Und als ich mit ihm zusammen kam, war er einfach ein netter Typ, der für mich da war, wenn ich ihn brauchte, der actionreiche hobbies hatte und Humor. Der mir Komplimente machte und mich gegen Andere verteidigte. Da waren mir die Geheimratsecken und der Waschbärbauch egal Das Innere zählte.

Übrigens weiß ich nicht, woher mein jetziger Freund sein Selbstbewusstsein hat. Seine Familie ist tyrannisch und einengend, kalt, lieblos, wie eine Zweckgemeinschaft, keine Familie halt. In der Schule war er stets der Außenseiter. Wurde gemobbt und fertig gemacht. Bis zum Abitur fast. Auch er hat ne schlimme Krankheit hinter sich. Er lag wochenlang auf der Intensuvstation und wog kaum noch was, war dem Tod teilweise näher als dem Leben.
Und trotzdem strotzt er nur so vor Kraft, Energie und Selbstvertrauen.
Selbstvertrauen kann man lernen. Egal, wie viele negative Erlebnisse und egal, wie viel negatives Feedback man vorher bekommen hat.
Man kann es lernen.

Vielleicht macht es auch wenig Sinn, wenn du dich am Aussehen ständig aufhängst. An seinem Aussehen kann man wenig ändern. Es sei denn jetzt, man unterzieht sich einigen Schönheits-OPs.
Wobei Schönheit eh immer im Auge des Betrachters liegt.
Ich wollte mir, als ich 16 war, z.B. immer meine Nase weg operieren lassen. Ich fand mich entsetzlich hässlich!
Heute mag ich mich, wie ich bin.
An meinem Aussehen hat sich seitdem nichts geändert, an meiner inneren Einstellung zu mir selber und dem Leben aber wohl.
Und plötzlich ist meine Nase okay. Einfach, weil ich gelernt hab, mich selber zu akzeptieren.
Es macht wenig Sinn, sich an Dingen aufzuhängen und über Dinge nachzudenken, an denen man nichts ändern kann.
Wie am Aussehen also.
Mehr Sinn macht es, sich den Dingen im Leben zuzuwenden, auf die man auch Einfluss hat. Wie die innere Einstellung etwa, seine eigene Zufriedenheit
Ich kam hierher wegen Panikattacken, ich hab den Gedanken einfach nicht ertragen, dass Menschen einfach so sterben können, dass man einfach so was Schlimmes erleben kann.. dass man keine Sicherheit hat. Hab mich auch an Dingen aufgehängt, auf die ich keinerlei Einfluss hab. Und das hat meine Seele krank gemacht.
Heut find ich den Gedanken immer noch erschreckend, dass ich am Tod nix ändern kann -aber ich hab akzeptiert, dass es nichts nutzt, sich unveränderlichen Fakten zuzuwenden und über sie nachzudenken. Denn dadurch ändert sich ja nix.
Seit ich mich nur noch realen Problemen und deren Lösung zuwende, also Dingen, auf die ich auch einen Einfluss habe, geht's mir wieder gut

ich mag nicht altklug erscheinen, aber ich glaube, dass du dich gedanklich nur im Kreis drehst, wenn du dich immer wieder am Aussehen anstößt und festklammerst. Dein Aussehen kannst du nicht ändern.
(Jeder kann was aus sich machen und auf sein Aussehen achten, aber das ist was Anderes. Den Körper selber kann man nicht ändern.)
Ich denke, dass dich das so nicht weiter bringt.. da drehst du dich ewig im Kreis, ohne jemals ein Ziel zu erreichen.
Schlag nen Weg ein, den du auch gehen kannst, wo du was bewegen und was verändern kannst.
Indem du den Blick einfach mal nach Innen wendest und dort anpackst, wo du echt was bewegen und verändern kannst.
Ich glaube, so kann man sich viel mehr entwickeln und kommt viel weiter.

Lern, dich zu mögen, lern deine guten Eigenschaften kennen. Schreib dir notfalls deine Stärken auf und lies sie dir jeden Tag selber vor. Zieh was durch, pack was an, beginne was Neues. Geb deinem Leben, das dir scheinbar so leer vorkommt, einen Sinn.
Lach auch mal wieder einfach unbefangen und einfach so, nicht nur aus Höflichkeit oder Zwang.
Lern dich selber und das Leben lieben.
Ich glaube, das würde dir mehr helfen als jede Diskussion über den gefühlten oder tatsächlichen Zusammenhang zwischen dem Aussehen eines Menschen und seiner Kontaktfähigkeit.

Du kannst freilich auch jeden Tag weiter sinnieren darüber, dass schöne Menschen mehr Erfolg haben und wie ungerecht das eigentlich ist.
Ja, das Leben ist ungerecht. Es ist nicht immer schön.
Aber es ist auch das Einzige, was wir haben.
Und darum ist es wert, dass man das Beste draus macht.
Dass man aus den vollen schöpft und schaut, was das Leben hergibt -und es sich nimmt.
Wir haben eh alle bloß eine Chance.
Eine Fahrt quasi auf der Erde im Zug des Lebens.
Ich hab auch viel Zeit nörgelnd und in Selbstmitleid versunken und meine Opferrolle genießend hinten im dunklen Gepäckwagen verbracht und durch die Türe den Anderen beim Feiern zugeschaut.
Aber darauf hab ich keine Lust mehr.
Jetzt misch ich mich einfach unter sie, häng den Kopf aus dem Fenster und genieß den Fahrtwind.
Immerhin hab auch ich nur diese eine Fahrt.
Und ich genieß sie jetzt endlich einfach.
Und jeder Andre sollte das auch tun.
Das Leben ist zu wertvoll und zu schön, um es in Ängsten und Zweifeln zu verbringen. Das Leben hat nämlich für mich bloß einen Sinn:
Es verdammt nochmal zu leben.

Man hat immer die Möglichkeit, was zu ändern.
Meistens hat man sogar ganz viele Möglichkeiten, was zu ändern.
Man muss sie nur sehen lernen.
Und dann den Mut haben, sie auch zu nutzen.

11.08.2009 20:45 • #32


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A


Hm irgendwie.

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P

Pilongo
Gast

@Rya
Vielleicht hast du einfach sehr große Angst vor Ablehnung.
Diese angst haben ganz viele Menschen.
Aber sie ist unbegründet, sie hält einen eher von dem ab, was man erreichen will, anstatt zu helfen.

Ich denke z.B. so, wenn ich Jemanden anspreche:
"Wenn's was wird: gut. Wenn nicht: Egal."
Denn der Mensch bedeutet mir ja nichts, ich finde ihn bloß interessant.
Wenn er mich also ablehnt, ist mir das egal, ich bin ja nicht von ihm abhängig und er ist auch nicht wichtig für mich.
Seine Meinung hat also keinerlei Einfluss auf mich
Seine Ablehnung berührt mich nicht.
Und dadurch kann ich total ungezwungen und offen sein -und hab immer Erfolg.
Wenn man Angst vor Ablehnung hat strahlt man das aus und der Andere spürt das, und eine negative und nicht selbstbewusste Ausstrahlung ist immer eher abturnend. Und dann klappt es nicht. Und die negative Erfahrung verstärkt dann die Angst vor Abwehr.
Da muss man einfach ausbrechen, aus diesem Teufelskreis!

Auch das Anmachen will gelernt sein. Ich hab mittlerweile ein Bagger-Revier, und das ist der Buchladen bei uns am Hauptbahnhof.
Ich lese nämlich sehr gerne, und ich denke, wenn ich einen Kerl finde, der auch ein Interesse für Literatur hat, haben wir schon mal was gemeinsam und das ist ja nie verkehrt. Und ich mag allgemein Menschen, die ein gewisses Literaturveständnis besitzen und belesen sind. Ich finde das eben attraktiv und hab gemerkt, dass ich mit denen gut reden kann.
Anyway, so gehe ich vor: Ich lungere in der Ecke mit englischer Literatur herum (ein zweites Hobby von mir: Englisch und englische Literatur) und schau die Bücher durch. Männliche Vertreter der menshclichen Spezies nähern sich und schauen Bücher an. Ich such mir die aus, die mir gefallen, betrachte sie eine Weile unscheinbar und mach den ersten Schritt: "Hey, das Buch kann ich dir nur empfehlen, das du gerade anschaust, hab ich erst neulich gelesen und das war richtig toll." Oder: "Davon würde ich dir abraten, wenn du nicht auf XY stehst, aber wenn dir die Richtung gefällt, probier doch mal dieses Buch aus."
Englische bücher sind mein Spezialgebiet, da kann ich stundenlang Autoren oder bücher empfehlen, das gibt massenhaft Gesprächsstoff her. Die meisten Männer unterhalten sich gern über bücher und mit mir, irgendwann streu ich dann geschickt eine Vorstellung ein, erfrage den Namen des Gegenübers. Wenn er mir gefällt, mir sympathisch ist, dann geht's irgendwann so: "Wir können hier noch stundnelang stehen und über bücher reden, aber in nem Cafe wärs doch viel gemütlicher, oder? Möchtest du mit mir shcnell nen Kaffee trinken gehen?"
Und wenn sie mir nicht gefallen bietet der Bahnhof die perfekte Möglichkeit zum Rückzug: Ein rascher Blick auf die Uhr, ein erstauntes Gesicht: "Mist, mein Zug geht in drei Minuten -Mach's gut!"
Das heißt nicht, dass jeder in nem buchladen Leute anbaggern kann.
Aber wenn man etwas weiß, dann kann man das auch ausnutzen.
Ich helfe z.B. auch Frauen wie Männern in elektronikläden, wenn sie verwirrt aussehen, weil ich mich mit einigen Teilgebieten doch ganz gut auskenne.
Solche Dinge, von denen man Ahnung hat und die einen interessieren können immer her halten für spontanes Aufeinander-Zugehen und spontane unverfängliche Gespräche.
Und wenn's funkt, kann man in der Stadt jederzeit ins nächste Cafe gehen und den Kontakt vertiefen.
Mein Freund und ich hatten mal eine Woche lang einen Wettbewerb, wer mehr Telefonnummern abstaubt. Mein Revier war der buchladen und er hatte am meisten Erfolg im Saturn, weil er als Informatiker dort ganz vielen verwirrten Mädels helfen und seinen Charme spielen lassen konnte.

Es stimmt allerdings auch, wenn du sagst, dass man im Internet leichter kontakte knüpfen kann. Ich hab meinen Freund auch im Internet kennen gelernt, auf einer 08-15-Kontaktseite, und nun sind wir seit 2 1/2 Jahren zusammen und es ist die beste Beziehung, die ich jemals hatte.
Also vielleicht ist es ganz gut, wenn du dich so umschaust und dort Menschen kennen lernst. Aber oft lernt man dann auch Jemanden kennen, der sehr weit weg wohnt -was ich z.B. jetzt nicht aushalte, eine Fernbeziehung. Aber manche kommen ja damit zurecht.
Muss man halt selber wissen.
Für mich kommt's jedenfalls nicht mehr in Frage.
Und der Vorteil bei ner persönlichen Begegnung ist eben, dass man direkt merkt, ob einem der/die Andere sympathisch ist.

Meistens waren die Leute, die ich im Internet nett fand, auch in Echt nett.
Aber oft kam dann auch raus, dass die in Wirklichkeit ganz anders waren als sie sich gegeben hatten, und dann ist die Enttäuschung freilich umso größer.
Ich will dich jetzt nicht abschrecken, aber das ist halt so eine Gefahr, die das Internet leider bietet.

11.08.2009 11:03 • #20


Zum Beitrag im Thema ↓


P
Das denke ich mir auch oft.
Viele schreiben über Einsamkeit, aber da muss doch auch wer in der Nähe wohnen, der auch daran leidet.. dann könnte man sich ja mal treffen, eigentlich.

Ich tät auch gerne mal an einem ganz großen Forentreffen teil nehmen
Aber das Problem ist wohl, dass die User auf so viele verschiedene Bundesländer verteilt sind, dass man niiiemals alle treffen könnte, die man treffen wollte -denke ich.

Ich als Studentin z.B. könnt mir gar nix leisten, was außerhalb von Bayern statt findet
Aber wär schon mal interessant.
Bissl näher zusammen rücken. Sich mal in die Augen schauen, persönlich gegenüber stehen. Einfach mal nen Tag zusammen verbringen, die Sorgen Daheim lassen, und ein bisschen Spaß zusammen haben.

#2


R
Hm ja es müssen sich ja auch nicht alle aus dem Forum zusammen treffen. Man könnte sich ja auch über PMs / Threads mit Personen aus der Gegend verabreden.
Ich find's halt nur so seltsam, dass total viele hier fast wörtlich identisch schreiben "Ich wünschte mich würde jemand einfach mal umarmen", aber wenn mal jemand nach nem Treffen sucht bleiben die Threads praktisch unbeantwortet.

Ich fühl mich eigentlich auch ziemlich so wie hier fast jeder beschreibt, deswegen hab ich es mir gleich gespart nen eigenen Thread zu öffnen... es ist immer das Übliche, kein Kontakt, lieber zu Hause bleiben, mit Leuten kann man nicht gut reden und sich nicht gut in Gespräche einbringen, man würde einfach mal gerne wen umarmen. Ich bin eigentlich erstaunt wie ähnlich sich hier alle fühlen, schon allein dadurch versteh ich mich selbst auch etwas besser.

Naja ich halte weiter Ausschau nach welchen aus Berlin. *g*

#3


L
Das kann ich bestätigen. Selbst ein Mail-Kontakt kommt kaum zustande. Und wenn, dann bricht der nach einigen Mails ab.

#4


P
Ich hab jetzt mal meinen ungefähren Wohnort inklusive Stadt und Bundesland im Profil angegeben. Viele geben das ja gar nicht erst an.
Vielleicht krieg ich ja mal ne PN von Jemandem, der in der Nähe wohnt
Wobei ich grundsätzlich kein Problem hab mit Einsamkeit.
Aber neue Menschen treffen is ja immer gut.

#5


P
@Loneman
Ich glaube, ich kann mir auch denken, woran das liegt.
Die Meisten kommen ja hierher mit ihren Problemen.
Und dann brauchen sie wen, dem es ähnlich geht, das hilft ihnen.
(Mir ging das ja nicht anders.)
Dann schreibt man sich erst ganz viel, erfährt Vieles über den Anderen.
Und dann merkt man irgendwann, dass man außer den Problemen kaum was gemein hat.
Und dann trennen sich die Wege wieder.
(Is mir auch oft passiert.)
Find ich jetzt aber gar nicht so schlimm.
Ich stell mir das immer so vor, dass ich halt mitm Fahrrad durchs Leben fahr, und immer mal wieder, wenn ich außer Puste bin und mir die Kraft fehlt, kommt einer und schiebt an. Und wenn ich wieder gut drauf bin und aus eigener Kraft weiter fahren kann geht er wieder.
Ist auch schön. Dann hatte man wenigstens jemanden, als man ihn brauchte, auch, wenn es für mehr nicht gereicht hat.

#6


schmetterlings_traum
Zitat:
Ich glaube, ich kann mir auch denken, woran das liegt.
Die Meisten kommen ja hierher mit ihren Problemen.
Und dann brauchen sie wen, dem es ähnlich geht, das hilft ihnen.
(Mir ging das ja nicht anders.)
Dann schreibt man sich erst ganz viel, erfährt Vieles über den Anderen.
Und dann merkt man irgendwann, dass man außer den Problemen kaum was gemein hat.
Und dann trennen sich die Wege wieder.
(Is mir auch oft passiert.)
Find ich jetzt aber gar nicht so schlimm.


Damit hast du schon Recht, aber ich denke, dass viele einfach anonym bleiben wollen. Hier in diesem Forum erzählen wir fremden Menschen so viele Dinge, dir wir sonst vielleicht niemanden erzählen würden, wir geben so viel von uns Preis. Es ist eben die Anonymität des Internets, die das ermöglicht. Man kennt die Anderen nicht, ist ihnen nichts "schuldig", hat kaum "Verpflichtungen" ihnen gegenüber....

Anderseits wäre es aber trotzdem schön, wenn man die User (oder zumindest einen Teil davon), mal als Menschen aus Fleisch und Blut erleben könnte.

#7


R
Eine Umarmung ist immer gut, auch wenn man keine gemeinsamen Interessen hat. *g*
Im Notfall kann man ja 8 Stunden lang kuscheln. :3

#8


P
Das wärs doch mal.
Kein Forentreffen (weil das kann ja jeder machen) sondern ein kollektives Umarmungstreffen, wo jeder jeden einmal umarmen muss
Und je mehr kommen, ein desto größeres Durcheinander entsteht

#9


schmetterlings_traum
Gerade wo wir über 6000 User haben. Das wird ein Treffen, auf dem garantiert keiner zu kurz kommt.

Das erinnert mich an die Leute, die ich manchmal am Bahnhof sehe, die bieten einem immer kostenlose Umarmungen an.

#10


P
Solche Leute die am Bahnhof stehen hab ich noch nie gesehen.
Aber das wär genau das, was ich auch machen würde, wenn ich echt viel Zeit hätte
Viele Leute schauen immer so gestresst und traurig aus, wenn sie Feierabend haben. Als gäbe es nichts, worauf sie sich freuen können.
Dabei fahren die Meisten von denen doch nach Hause zu ihrer Familie, haben nen Job, verdienen Geld, sind gesund.. müssten ja eigentlich alle fröhlich sein.

Naja, bei den 6000 Usern kommen bestimmt nur ganz ganz wenige
Viele mögen die Anonymität hier und wollen das gar nicht offen legen und sich "in Echt" zeigen. Und Viele haben auch Angst, das Haus zu verlassen oder meiden Menschenansammlungen. Wobei das ja auch so ne Art Therapie wäre, wenn die auch kommen würden

#11


schmetterlings_traum
Soweit ich weiß, gehören diese Leute zu einer christlichen Organisation oder so.
Hm, das es so viele Leute gibt, die auf dem Weg nach Hause gestresst aussehen, ist mir noch gar nicht so aufgefallen. Die meisten wirken auf mich immer gleichgültig in der Bahn....

Ja, aber es wäre wirklich mal interessant zu sehen, wer denn alles kommen würde.

#12


P
Also ich wär dabei
Solange es irgendwie bezahlbar wäre.

#13


schmetterlings_traum
Stimmt, wenn es so etwas wie Forumtreffen jemals geben sollte, wäre die Frage, wo genau es denn stattfinden sollte, wo man sich trifft, wie lange das Treffen dauert usw....
Was mich angeht, wenn es machbar wäre, würde ich mich auch blicken lassen.

#14


R
Ahaha ich glaub ich wäre viel zu schüchtern dahin zu gehen. Ich kann mich immer nur mit einer Person gleichzeitig treffen, sonst fühle ich mich unwohl. ^^'

Hmmm Umarmung auf dem Bahnhof. Würde ich wahrscheinlich nicht nein sagen, wenn's nen Weibchen wäre was nicht zu ungepflegt ist. Aber ich wäre dann auch bestimmt schnell in besagtes Weibchen verliebt was gar nicht gut wäre, weil dann bestimmt massiv viele Menschen in das Weibchen verliebt wären, zuviel Konkurrenz!

#15


P
@Rya
Ich glaub, du bist einer der wenigen Menschen, der sich einfach so umarmen lassen würde.
Ich kenn das hier bei uns im Dorf nur so: Wenn man jemanden freundlich grüßt oder anlächelt, den man nicht kennt, einen Fremden also, dann wird man nur komisch angeschaut, als wär man irgendein Irrer.
Einfach so auf Fremde zugehen und freundlich sein, das wirkt auf Viele wohl irgendwie befremdlich.

@schmetterlings_traum
So Forentreffen gehen meist nie über mehr als zwei Tage.
Meistens trifft man sich, macht gemeinsam irgendwas, lässt den Abend mit ein bisschen (oder viel) Alk. ausklingen, schläft seinen Rausch aus, und fährt dann wieder Heim
Meistens wählt man eine zentral gelegene Stadt, damit jeder auch ungefähr die gleichen Chancen hat, hinzukommen.
Oder eine Stadt, wo die Mehrheit wohnt, weil man dann kein teures Hotel bezahlen muss, sondern bei irgendeinem Fremden User ausm Forum in nem Schlafsack am Flur pennen kann
Oder im Garten, oder im Auto.
Komfortabel kenn ich das bisher nicht.
Aber lustig wars immer, wenn ich wo dabei war

#16


P
@Rya
Achja und zwecks Schüchternheit: Drum sag ich ja, das wäre wohl für Jeden irgendwie eine Art Konfrontationstherapie

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

R
Hm ich hab hier fast alle über PN angeschrieben die sich angeblich einsam fühlen und keiner hat bisher geantwortet. Naja ich beobachte das mal weiter.

Und bei der Schüchternheit hab ich schon vieles probiert, die krieg ich irgendwie nicht weg. Immer wenn ich sie versuche abzulegen, brech ich einfach so zusammen und dann bin ich nur gefrustet weil die Leute einfach so an mir vorbeilaufen anstatt mal zu fragen ob alles okay ist. z.B. war da mal so nen hübsches Mädchen was ich immer in der U-Bahn gesehen habe, ich hatte versucht sie anzusprechen ich hab mich vor sie gestellt und den Mund geöffnet, aber ich hab kein Wort rausbekommen, danach bin ich auf den Boden gesackt. Sie hat mich nur komisch angeschaut und ist dann ausgestiegen. Seitdem ist sie mir dann immer aus dem Weg gegangen. :-/

Mittlerweile hab ich keine Lust mehr es zu probieren, und versuche lieber nette Leute über Internet kennenzulernen. Leider gibt es extrem wenige, die sich tatsächlich Real treffen wollen.

#18


R
hmm- hast du es schon mal bei einer Singlebörse oder so probiert. Denke über Internet hast du gute Chancen, denn da kannst du offen reden und keiner merkt, dass du eigentlich schüchtern bist. Versuche es auf jedenfall weiter und gib nicht auf, Irgendwann klappts schon

#19


P
@Rya
Vielleicht hast du einfach sehr große Angst vor Ablehnung.
Diese angst haben ganz viele Menschen.
Aber sie ist unbegründet, sie hält einen eher von dem ab, was man erreichen will, anstatt zu helfen.

Ich denke z.B. so, wenn ich Jemanden anspreche:
"Wenn's was wird: gut. Wenn nicht: Egal."
Denn der Mensch bedeutet mir ja nichts, ich finde ihn bloß interessant.
Wenn er mich also ablehnt, ist mir das egal, ich bin ja nicht von ihm abhängig und er ist auch nicht wichtig für mich.
Seine Meinung hat also keinerlei Einfluss auf mich
Seine Ablehnung berührt mich nicht.
Und dadurch kann ich total ungezwungen und offen sein -und hab immer Erfolg.
Wenn man Angst vor Ablehnung hat strahlt man das aus und der Andere spürt das, und eine negative und nicht selbstbewusste Ausstrahlung ist immer eher abturnend. Und dann klappt es nicht. Und die negative Erfahrung verstärkt dann die Angst vor Abwehr.
Da muss man einfach ausbrechen, aus diesem Teufelskreis!

Auch das Anmachen will gelernt sein. Ich hab mittlerweile ein Bagger-Revier, und das ist der Buchladen bei uns am Hauptbahnhof.
Ich lese nämlich sehr gerne, und ich denke, wenn ich einen Kerl finde, der auch ein Interesse für Literatur hat, haben wir schon mal was gemeinsam und das ist ja nie verkehrt. Und ich mag allgemein Menschen, die ein gewisses Literaturveständnis besitzen und belesen sind. Ich finde das eben attraktiv und hab gemerkt, dass ich mit denen gut reden kann.
Anyway, so gehe ich vor: Ich lungere in der Ecke mit englischer Literatur herum (ein zweites Hobby von mir: Englisch und englische Literatur) und schau die Bücher durch. Männliche Vertreter der menshclichen Spezies nähern sich und schauen Bücher an. Ich such mir die aus, die mir gefallen, betrachte sie eine Weile unscheinbar und mach den ersten Schritt: "Hey, das Buch kann ich dir nur empfehlen, das du gerade anschaust, hab ich erst neulich gelesen und das war richtig toll." Oder: "Davon würde ich dir abraten, wenn du nicht auf XY stehst, aber wenn dir die Richtung gefällt, probier doch mal dieses Buch aus."
Englische bücher sind mein Spezialgebiet, da kann ich stundenlang Autoren oder bücher empfehlen, das gibt massenhaft Gesprächsstoff her. Die meisten Männer unterhalten sich gern über bücher und mit mir, irgendwann streu ich dann geschickt eine Vorstellung ein, erfrage den Namen des Gegenübers. Wenn er mir gefällt, mir sympathisch ist, dann geht's irgendwann so: "Wir können hier noch stundnelang stehen und über bücher reden, aber in nem Cafe wärs doch viel gemütlicher, oder? Möchtest du mit mir shcnell nen Kaffee trinken gehen?"
Und wenn sie mir nicht gefallen bietet der Bahnhof die perfekte Möglichkeit zum Rückzug: Ein rascher Blick auf die Uhr, ein erstauntes Gesicht: "Mist, mein Zug geht in drei Minuten -Mach's gut!"
Das heißt nicht, dass jeder in nem buchladen Leute anbaggern kann.
Aber wenn man etwas weiß, dann kann man das auch ausnutzen.
Ich helfe z.B. auch Frauen wie Männern in elektronikläden, wenn sie verwirrt aussehen, weil ich mich mit einigen Teilgebieten doch ganz gut auskenne.
Solche Dinge, von denen man Ahnung hat und die einen interessieren können immer her halten für spontanes Aufeinander-Zugehen und spontane unverfängliche Gespräche.
Und wenn's funkt, kann man in der Stadt jederzeit ins nächste Cafe gehen und den Kontakt vertiefen.
Mein Freund und ich hatten mal eine Woche lang einen Wettbewerb, wer mehr Telefonnummern abstaubt. Mein Revier war der buchladen und er hatte am meisten Erfolg im Saturn, weil er als Informatiker dort ganz vielen verwirrten Mädels helfen und seinen Charme spielen lassen konnte.

Es stimmt allerdings auch, wenn du sagst, dass man im Internet leichter kontakte knüpfen kann. Ich hab meinen Freund auch im Internet kennen gelernt, auf einer 08-15-Kontaktseite, und nun sind wir seit 2 1/2 Jahren zusammen und es ist die beste Beziehung, die ich jemals hatte.
Also vielleicht ist es ganz gut, wenn du dich so umschaust und dort Menschen kennen lernst. Aber oft lernt man dann auch Jemanden kennen, der sehr weit weg wohnt -was ich z.B. jetzt nicht aushalte, eine Fernbeziehung. Aber manche kommen ja damit zurecht.
Muss man halt selber wissen.
Für mich kommt's jedenfalls nicht mehr in Frage.
Und der Vorteil bei ner persönlichen Begegnung ist eben, dass man direkt merkt, ob einem der/die Andere sympathisch ist.

Meistens waren die Leute, die ich im Internet nett fand, auch in Echt nett.
Aber oft kam dann auch raus, dass die in Wirklichkeit ganz anders waren als sie sich gegeben hatten, und dann ist die Enttäuschung freilich umso größer.
Ich will dich jetzt nicht abschrecken, aber das ist halt so eine Gefahr, die das Internet leider bietet.

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Dr. Reinhard Pichler
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