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TB1987

TB1987
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Hallo, ich bin seit einer sehr langen Zeit total einsam. Ich fühle mich nicht gesehen und total Unsichtbar.
Viele liebe Menschen aus meiner Familie sind bereits tot, Papa, Oma, Opa.
Ich habe noch eine Mutter, aber egal was ich tue, sie ist nicht an mir interessiert oder kann es nicht.
Aktuell fühle ich mich im Kopf einfach nur leer und möchte nur schlafen. Ich habe keine Kraft mehr um neue Kontakte zu kämpfen. Es gibt noch andere aus der Familie, aber die interessiert es genauso wenig und die sieht man dann nur bei
Beerdigungen. Es tut weh, dass so viel Gleichgültigkeit in dieser Welt herrscht. Dann denke ich, wenn ich nicht mehr da wäre, dann würden sie wahrscheinlich um mich weinen und sagen: "Hätten wir mal."

Ich bin aktuell in Umschulung und auch da habe ich eine Menge Druck. Schaffe ich das? Mein Kopf ist so voll. ich kann keinen so richtigen Gedanken mehr fassen.

Single bin ich auch seit mehr als 2 Jahren, sie ist nicht so schön geendet und ich dachte irgendwann kommt sicher ein toller Mann, aber alles was ich probiert habe, ist gescheitert, es kam nie wieder ein Gefühl von evtl "Liebe"

vielleicht habt ihr einen Tipp. ich möchte meine Umschulung nicht hinwerfen, aber aktuell sind meine Gedanken wie gesagt nicht klar, das kennt ihr sicher? Ich sehe halt in gar nichts mehr einen Sinn und bin nur noch traurig das ich nicht gesehen werde, egal was ich tue.

Lg

• • 28.08.2026 x 6 #1


21 Antworten ↓

Lonewolf_
Glaub ein wenig mehr an dich, du schaffst das. Zieh die Umschulung durch. 🙂

Ich bin auch schon jahrelang einsam. Diesbezüglich kann ich dir leider kein Rat geben..

• x 4 #2


A


Das Gefühl der Einsamkeit bringt mich um

x 3


E
Zitat von TB1987:
Hallo, ich bin seit einer sehr langen Zeit total einsam. Ich fühle mich nicht gesehen und total Unsichtbar. Viele liebe Menschen aus meiner Familie sind bereits tot, Papa, Oma, Opa. Ich habe noch eine Mutter, aber egal was ich tue, sie ist nicht an mir interessiert oder kann es nicht. Aktuell fühle ich mich im Kopf ...

Deine Zeilen haben mich sehr berührt. Ich glaube, du versuchst gerade, vieles gleichzeitig zu tragen. Vielleicht wäre es deshalb hilfreich, dir ganz kleine Ziele zu setzen und nicht dein ganzes Leben auf einmal lösen zu wollen. Versuch vielleicht erst einmal, deinen Fokus auf deine Umschulung zu legen. Nicht mit dem Gedanken „Ich muss das alles schaffen“, sondern einfach Schritt für Schritt: erst einmal diese Umschulung durchziehen und diesen Lebensabschnitt zu Ende bringen. Das ist schon ein großes Ziel. Und wenn du das geschafft hast, kannst du dich wieder mehr auf andere Dinge konzentrieren – zum Beispiel darauf, neue Menschen kennenzulernen und vielleicht irgendwann auch wieder offen für Liebe zu sein. Du musst nicht heute schon wissen, wann und mit wem das passiert. Was deine Mutter betrifft, möchte ich dir nur eine andere Sichtweise mitgeben, ohne deine Erfahrungen kleinreden zu wollen: Meine Mutter ist in manchen Dingen ähnlich und ich habe mich auch schon oft gefragt, warum von ihr so wenig Interesse oder Anteilnahme kommt. Mit der Zeit habe ich aber verstanden, dass Menschen nicht immer deshalb distanziert oder wenig zugewandt sind, weil sie einen nicht lieben. Manchmal sind sie selbst so sehr mit ihren eigenen Sorgen, Problemen oder ihrem eigenen Leben beschäftigt, dass sie gar nicht die Kraft haben, anderen das zu geben, was diese eigentlich bräuchten. Das macht die Enttäuschung natürlich nicht weniger schmerzhaft. Menschen können einen lieben und trotzdem nicht in der Lage sein, es so zu zeigen, wie man es sich wünschen würde. Und bitte denk bei dem Gedanken „Wenn ich nicht mehr da wäre, würden sie vielleicht sagen: Hätten wir mal“ daran, dass dein Wert nicht davon abhängt, wie sehr andere deinen Verlust empfinden würden. Du bist jetzt wichtig. Auch wenn du dich gerade nicht gesehen fühlst.

Versuch wirklich, dir kleine Ziele zu setzen und dich nicht unter Druck zu setzen, jetzt sofort dein ganzes Leben, deine Einsamkeit, die Liebe und deine Zukunft lösen zu müssen.

• x 5 #3


-juli
@TB1987 bezüglich der Einsamkeit kann ich zu Ehrenämtern oder Selbsthilfegruppen raten, wenn du die Kapazitäten dafür hast. Selbsthilfegruppe klingt zwar erstmal total doof, aber ist oft hilfreich, weil da andere sind, denen es auch so geht.

Ich persönlich habe auch keinen Kontakt mehr zu meiner Herkunftsfamilie. Außer zu meiner Oma, aber ihr geht’s inzwischen leider nicht mehr so gut.

Ich drück dir die Daumen, dass du die Umschlung schaffst!^^

• x 3 #4


RainmanX
Ich glaube, es gibt geradezu unzählige Menschen, die sich in irgendeiner Form unsichtbar, wenig wertgeschätzt oder einsam fühlen (letzteres ist geradezu ein Massenphänomen..), das ist zwar kein Trost, aber einfach nur ein Hinweis, dass das letztlich immer vom eigenen Aktivitätsniveau, der persönlichen Einstellung und der damit verbundenen Bewusstseinshaltung abhängt. Je mehr man sich auf Leidenssituationen fokussiert und sich quasi als Opfer begreift, desto schlimmer werden sie, das ist bei allen Lebensproblemen so. Ich hab mich schon lange Zeit von dieser Gesellschaft losgesagt, daher akzeptiere ich auch (mehr oder weniger), dass ich so lebe wie ich lebe. Wenn man sich noch als Teil dieser Gesellschaft betrachtet, gibt es nur einen Tipp, so profan der auch klingen mag, man muss dort hingehen, wo andere Menschen sind, schlicht und ergreifend (hab ich früher auch mal jahrelang versucht)..wer das nicht kann oder nicht will (so wie ich z. B.) muss die Konsequenzen tragen, as simple as that..

• x 2 #5


philo72
Hallo @TB1987,

Dein Gefühl kann ich so gut nachvollziehen, das ist fast exakt meine Situation. Mich hat es berührt, was Du geschrieben hast. Dieses Gefühl, unsichtbar zu sein, und irgendwann keine Kraft mehr zu haben, immer wieder um Kontakte zu kämpfen. Ich habe das die letzten Monate auf "Gemeinsamerleben" mitbekommen. Die Oberflächlichkeit hat mich fassungslos gemacht; von mindestens 95% der Menschen dort wird man schlicht gekorbt.

Ich möchte Dir jetzt keine großen Ratschläge geben, sondern Dir nur sagen, dass Dein Beitrag bei mir angekommen ist. Falls Du möchtest, können wir uns gern ein bisschen austauschen. Würde mich über ein Kennenlernen freuen.

Lass Dich nicht unterkriegen!

Viele Grüße

Martin

• x 3 #6


thokrifu
@TB1987 das klingt sehr traurig, und berührt mich, dass du das so sanft schilderst.

Früher hatte ich eine lange Phase des sozialen Rückzuges, aus ganz unterschiedlichen Gründen, und hatte dann in einem kleinen Park angefangen zu Waldbaden. Täglich. So wurden die Gesichter schnell vertraut und es entstanden ein paar sehr angenehme Bekanntschaften, sogar eine Freundschaft.

Das war kein Kampf, das war ein Wandel.

• x 5 #7


B
@TB1987

Hey, ich kann dich wirklich gut verstehen, auch wenn meine persönlichen Erfahrungen da anders sind. Ich bemühe mich immer sehr um andere. Menschen mit psychischer Grunderkrankung reagieren aber leider eher mit Rückzug oder melden sich nicht. Ich selbst bin natürlich auch irgendwie „angeschlagen”, aber ich bin da. Und zwar gerne. Aber ich möchte nicht zwei Tage auf eine Antwort warten. Ist es wirklich so schwer, zumindest mal ein „Guten Morgen” oder eine „Gute Nacht” zu schreiben, auch wenn es einem mal nicht so toll geht? Also ich schaffe das immer. Aber ja, das soll kein Vorwurf sein. Vielleicht ist meine Erwartungshaltung einfach auch zu hoch. Nichtsdestotrotz hoffe ich auf einen guten Austausch hier im Forum und ja, vielleicht auch auf den einen oder anderen Kontakt, der auch persönlicher wird. Alles kann, nichts muss lachen
Liebe Grüße

• x 3 #8


K
Hi,
habe auch nur noch meine Mutter. Rest ist verstorben oder gehört zu dem Teil Mensch, die man meiden sollte.

Aufgeben bedeutet verlieren, man muss nicht alles gewinnen aber auch nicht alles verlieren. Sich selbst, sollte man nie aufgeben.

Eine Umschulung, ist doch schön. Man mutiert schnell wieder zu einem Schüler zwinkern
Was für eine Umschulung machst denn?

• x 1 #9


L
Es tut mir leid, wie es dir grade geht!
Vielleicht ist es grade nur der extreme Stress der Umschulung?
Gibt es dzt. keinen Ausgleich für dich, irgendwas womit du dich ablenken kannst, was Positives?

• x 2 #10


B
Der Kontakt zu anderen Menschen ist ein naheliegender und oft wirksamer Weg, um Einsamkeitsgefühle zu verringern. Dabei ist meist nicht nur die reine Anzahl an Kontakten entscheidend, sondern vor allem die gefühlte Tiefe und Qualität der Gespräche und Beziehungen. Aber man sieht es hier im Forum ja auch. Alles, was im weitesten Sinne mit Kontakten zu tun hat, stößt leider auf die geringste Resonanz. Egal, ob freundschaftlich, romantisch oder beruflich: Beziehungen und Austausch sind immer eine Zweibahnstraße. Man kann sich noch so sehr nach Nähe oder neuen Kontakten sehnen. Wenn man die eigenen Schilde nicht senkt, bleibt man isoliert. Je spezifischer die eigenen Ansprüche werden, desto schwieriger wird es, Menschen zu finden, die auf derselben Wellenlänge sind. Auf diesem Niveau geht es in der Regel nicht mehr um die Quantität der Kontakte, sondern um Qualität und persönlichen Wert. Ich selbst z. B. finde kaum einen Draht zu Personen ohne psychischer Vorbelastung. Das ist aber völlig in Ordnung und auch gar nicht so selten. Oft fühlt man sich unverstanden. Das liegt nicht an Arroganz, sondern am tiefen Bedürfnis nach intensiverem Austausch, gemeinsamen Interessen oder einer anderen Art der Kommunikation. Es ist daher absolut verständlich, so zu empfinden, und man ist mit dieser Wahrnehmung nicht allein. Allerdings nützt einem dieses Wissen allein natürlich nichts. Menschen, die psychische Krisen oder chronische Belastungen durchleben, müssen sich zwangsläufig mit existenziellen Fragen, ihren eigenen Abgründen und intensiven Emotionen auseinandersetzen. Dadurch bricht oft die alltägliche, oberflächliche Fassade auf. Diese dadurch empfundene „Tiefe” ist sehr wichtig und kann positiv genutzt werden, sofern man sich dann auch auf Gemeinsamkeiten einlässt und den Kontakt zulässt.

• x 3 #11


TB1987
ich mache eine zur Kauffrau im Gesundheitswesen... aktuell habe ich mal bei der IHK angefragt ob ich Home Office machen kann, eine kleine Zeit lang, das würde mich entlasten, unser Unterricht geht übers Internet Virtuelles Klassenzimmer..

ahja und auch ich bemühe mich um diese Kontakte, habe erst diese Woche erfahren das meine kleine Nichte Geburtstag hatte und es da eine Feier gab, bewusst wurde der Whats App Status von meiner Cousine ausgestellt damit wir (Mama und Ich) das nicht sehen.. da finde ich keine Worte für

• x 1 #12


B
@TB1987
Ja, leider wird es einem oft nicht leicht gemacht. Das stimmt wohl.

• #13


thokrifu
@TB1987 Was interessiert dich denn, so ganz allgemein?

• #14


H
Zitat von TB1987:
ich mache eine zur Kauffrau im Gesundheitswesen... aktuell habe ich mal bei der IHK angefragt ob ich Home Office machen kann, eine kleine Zeit lang, das würde mich entlasten, unser Unterricht geht übers Internet Virtuelles Klassenzimmer.. ahja und auch ich bemühe mich um diese Kontakte, habe erst diese Woche ...

Cool, viel Erfolg dabei. Gleiche Umschulung hatte ich auch vorletztes Jahr beendet. Viele machen sich vor den Prüfungen da bekloppt aber so schwer ist das garnicht. Man wird von den Dozenten gut drauf vorbereitet. Mit Home office müsste man eigentlich nur mit dem Kostenträger klären. Wenn die ihr go geben sollte dem Standort das eigentlich egal sein ob man zu Hause aus teil nimmt oder da hin muss. Eine Standortleitung hatte uns gesagt das die es nicht so gerne sehen weil die dann weniger Geld bekommen wenn die Teilnehmer zu Hause bleiben (?)
Ganz am Ende so die letzten 2-3 Wochen blieben wir als Gruppe einfach zu Hause weil man da mehr Ruhe hatte um sich drauf vorzubereiten. Da konnten die ja nicht mehr meckern 😁

• x 2 #15


Falko78
@TB1987 Wie einige schon schrieben, konzentriere Dich am besten zunächst auf Deine Umschulung.
Ein Sprichwort sagt: Ein Jäger, der versucht 2 Hasen gleichzeitig zu erschießen, wird keinen treffen.

Was ich damit sagen will, mach Dir nicht zu viele Gedanken um andere Probleme, Personen.
Manchmal kommt einiges von ganz allein, wenn man es am wenigsten erwartet. Zum lernen kann Einsamkeit auch positiv sein 🙂
Wenn Du das geschafft hast, kannst Du Dich um weitere "Baustellen" kümmern.

Ich kann es voll und ganz nachvollziehen, da ich vor vielen Jahren in einer ähnlichen Situation war: Umschulung, unglückliche Partnerschaft, unglücklich mit der damaligen Lage allgemein. Aber den Fokus habe ich auf die Umschulung gelegt...und das gebe ich Dir als Rat mit.

• x 1 #16


Gesamtkatalog
Die Frage ist: hast du eher das Gefühl, du machst mal was mit jemanden und wenn das vorbei ist gehst du wieder zurück "in deine Kammer (also ein schöner Tag aber alles ist dann wie vorher wenn es vorbei ist)" oder fehlt es dir im Grunde ganz an sozialen Kontakten wo du per se alleine bist?

• x 1 #17

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iquique
Zitat von TB1987:
Hallo, ich bin seit einer sehr langen Zeit total einsam. Ich fühle mich nicht gesehen und total Unsichtbar.
Viele liebe Menschen aus meiner Familie sind bereits tot, Papa, Oma, Opa.
Ich habe noch eine Mutter, aber egal was ich tue, sie ist nicht an mir interessiert oder kann es nicht.

Bei mir ist es im Prinzip so ähnlich, wobei meine gesamte Herkunftsfamilie verstorben ist. Geschwister habe ich auch keine.

Manchmal fühle ich mich wie ein Luftballon, der sich von der Schnur gerissen hat und jetzt ziellos herum fliegt. Und nirgendwo hingehört.

• x 1 #18


Moelli80
Sind bei deiner Umschulung nicht paar Menschen, mit den man sich anfreunden kann?

Hast du sonst keine Freunde noch von früher?
Eventuell welche, wo man sich wieder melden kann.

Familie kann ein Fluch oder ein Segen sein.
Klappt es nicht mit der Familie, sind Freunde besser.

Ich habe eigentlich eine grosse Familie, mütterlich 6 Geschwister, väterlich 5 Geschwister.
Hab mit meiner mutter kontakt und 2 Geschwistern.

Eingeladen werde ich auch nur zu meiner Mutter wenn was ist.
Und das auch nicht immer.

Wenn ich höre, dass die zusammen bei meiner mutter waren und ich nichts wusste.
Sag ich immer, hattet ihr wieder eine Versammlung um über das schwarze schaf der Familie zu sprechen. 😅

• x 2 #19


boomerine
Ich denke ( weil es mich zur Zeit auch wieder beschäftigt )
Steckt denn nicht eine gewisse Angst in der Einsamkeit ?
Man könnte, man hätte, aber.....
Ablehnung, für manche ist man zu langweilig und und....
Der Bekanntenkreis besteht nur aus Pärchen
Man hat aber trotzdem....

• x 3 #20


A


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