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E

Elenie
Mitglied

Beiträge:
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Themen:
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16
Mitglied seit:
Hallo zusammen,

Meine Tochter ist leider Opfer einer sehr belastenden, aus meiner Sicht narzisstisch geprägten Beziehung geworden. Sie hat sich inzwischen von ihrem Partner getrennt und weiß eigentlich auch selbst, dass er nicht der richtige Mensch für sie ist und ihr diese Beziehung nicht guttut. Trotzdem schafft sie es bisher nicht, emotional wirklich von ihm loszukommen.
Das ist für mich als Mutter sehr schwer mit anzusehen. Meine Tochter ist eigentlich ein sehr intelligenter, reflektierter Mensch. Mit ihr kann man über wirklich alles sprechen, und normalerweise kann sie Situationen sehr gut einschätzen. Aber sobald es um diesen Mann geht, scheint ihre ganze sonst so klare Sichtweise wie ausgeschaltet zu sein. Sie weiß rational, dass die Beziehung ihr schadet, und trotzdem zieht es sie immer wieder zu ihm zurück.
Ich versuche, sie nicht zu verurteilen oder unter Druck zu setzen, sondern sie zu verstehen und für sie da zu sein. Gleichzeitig frage ich mich immer wieder, warum es so unglaublich schwer sein kann, sich von einem Menschen zu lösen, von dem man eigentlich weiß, dass er einem nicht guttut.
Deshalb würde mich besonders interessieren, ob es hier Menschen gibt, die etwas Ähnliches erlebt haben – entweder selbst oder als Angehörige. Wie war es bei euch? Habt ihr euch nach einer solchen Beziehung auch immer wieder zu dieser Person hingezogen gefühlt, obwohl ihr wusstet, dass sie euch nicht guttut?
Und vor allem: Wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr euch wirklich emotional lösen konntet? Was hat euch dabei letztendlich geholfen?
Ich würde mich sehr über eure Erfahrungen und einen offenen, respektvollen Austausch freuen. Vielleicht hilft es mir auch, besser zu verstehen, was gerade in meiner Tochter vorgeht und wie ich sie unterstützen kann, ohne zusätzlichen Druck auf sie auszuüben.
Vielen Dank schon einmal an alle, die ihre Erfahrungen mit mir teilen.

11.08.2026 x 1 #1


5 Antworten ↓

thokrifu
@Elenie Hallo Elenie, das klingt tragisch. Tatsächlich ist es aber häufig bei toxischen Beziehungen so, dass Täter ihre Opfer in eine emotionale Abhängigkeit "erziehen". Manchmal sogar auf mehreren Ebenen.

#2


A


Opfer eines narzistischen missbrauchs

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E
Zitat von thokrifu:
@Elenie Hallo Elenie, das klingt tragisch. Tatsächlich ist es aber häufig bei toxischen Beziehungen so, dass Täter ihre Opfer in eine emotionale Abhängigkeit "erziehen". Manchmal sogar auf mehreren Ebenen.

Danke für deine Antwort. Du schreibst dass das auf mehreren Ebenen geschieht – könntest du etwas genauer erklären, was du damit meinst und welche Erfahrungen du damit gemacht hast?

#3


Feuerschale
Ich dachte, deine Tochter muss es vermutlich selber wollen, merken....dass es ihr nicht gut tut.
Bei dem xten Schlag innerlich oder äußerlich merken, ich MUSS die Reißleine ziehen.

Von außen kannst du vielleicht nur signalisieren du bist da. Ohne zu belehren.
Ist nicht einfach auszuhalten vermutlich, wenn sich jemand destruktiv verhält.

Vermutlich als hätte man ein suchtkrankes Kind....was in destruktiven Mustern hängt.
Auch da kann man nur mit Abstand da sein, loslassen....aber dasein wenns nötig ist.

Und die Betroffene selbst....entweder will sie weg und kann nicht (da übermächtiger Täter) oder sie will gar nicht weg, da sich eine Abhängigkeit etabliert hat....da muss sie Schritte gehen ähnlich eines Entzugs....dass sie von ihrem "Mittel" was dann der Narzisst ist, wieder unabhängig wird und sich selber fühlen und selber leben lernt.
Zitat von thokrifu:
atsächlich ist es aber häufig bei toxischen Beziehungen so, dass Täter ihre Opfer in eine emotionale Abhängigkeit "erziehen". Manchmal sogar auf mehreren Ebenen.

hmm meinst du bewusst, strategisch, also wirklich Täter....oder dass sich zwei so einspielen..kompatibel im negativen....der eine aktiv, der andere passiv, und die beiden wachsen dann auf destruktive Art iwie?

Wenn das krankhaft ist und nicht frei gewählt, find ich das Sch. Wenn man sowas frei wählt, bewusst, bewusst vereinbart, gibt ja auch da so Spielarten, ok müssen die Leute selber wissen, dann ist es aber nicht das ganze Leben beherrschend, die ganzen Emotionen und es gibt sehr gesunde Teile die das abgrenzen. 🤔 Aber Narzissmus ist ja eher ne Persönlichkeitsstörung....unwahrscheinlich dass da "fairplay" stattfindet mit einem freien Gegenüber....zumindest später...anfangs ja ggf. lovebombing...sich einlassen auf en schöne Verpackung...ja sagen zu was tollem was sich nach und nach als Gift und Mist entpuppt....Es ist aber alles auch nur Möglichkeit....jeder ist anders, jede Konstellation ist eigen..

@Elenie
Sorry ich bin grad viel zu müde und kraftlos um von meinen Sachen zu erzählen. Ich weiß auch nicht inwieweit das deiner Tochter überhaupt helfen sollte. Sie ist nicht hier und das geschriebene nicht verarbeiten von Betroffenen.
Außerdem hat sie ihre ganz eigene Sache, ich weiß nicht inwiefern viele fremde Geschichten da helfen...aus meiner Sicht nicht so.

Sie muss selber auf den Trichter kommen, Antworten zu suchen oder die Hand nach anderen auszustrecken, glaub ich.

Vielleicht gibts auch Angehörigengruppen vor Ort? (für dich, weil du mitleidest?)
Co Abhängigkeit ist z B ein Thema bei 12 Schritte Gruppen, wobei es vor Ort meistens auf Angehörige von Alk. bezogen ist (Al Anon).

Kann sein, dass es in Großstädten auch differenziertere Angebote gibt oder die Gemeinde vor Ort da was etabliert hat. Die Gesundheitsämter haben oft psychosoziale Beratungsführer der Stadt oder Ort/Ortsteile.

#4


E
@Feuerschale Danke dir für deine Antwort.
Dein Hinweis, dass Betroffene selbst irgendwann den Impuls entwickeln müssen, nach Antworten zu suchen oder die Hand auszustrecken, beschäftigt mich sehr. Ich glaube, genau da liegt bei meiner Tochter momentan die Schwierigkeit.
Auch der Hinweis auf Angehörigengruppen und psychosoziale Beratungsstellen ist für mich sehr hilfreich. Danach werde ich mich auf jeden Fall einmal umschauen. Danke, dass du trotz deiner eigenen Erschöpfung noch so ausführlich geantwortet hast. Ich wünsche dir einen schönen Abend!

x 1 #5


thokrifu
@Elenie Das können viele Kleinigkeiten sein, wie Wohnung mieten, wer steht im Mietvertrag. Wer geht arbeiten, wer verdient Geld, wem gehört das Bankkonto und so weiter.

#6






Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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