App im Playstore
Pfeil rechts
2

S

Sharko
Mitglied

Beiträge:
13
Themen:
2
Danke erhalten:
7
Mitglied seit:
Hallo!
Ich nehme seit gut einem Jahr Brupropion. Anfangs 150mg, dann 300mg. Zuvor habe ich jahrelang Citalopram genommen. Gewechselt habe ich auf Anraten meiner Neurologin. Durch das Citalopram habe ich leider zugenommen.
Kurz nachdem ich anfing Bupropion zu nehmen, habe ich meinen Teilzeitjob gekündigt. Die Überlegung war schon lange da, ich hab mich schon zwingen müssen und mir eingeredet es würde besser werden. Ich bekam die Diagnose Burnout/Depression. Die Depressionsdiagnose habe ich schon seit Jahren.
Mir fällt seit Monaten auf, das ich nicht zur Ruhe komme. Ich fühle mich permanent angespannt und gestresst. Ganz besonders schlimm ist es an Sonn- und Feiertagen. Wenn sich dann irgendjemand nicht an die Ruheregelung hält, ist das richtig schlimm für mich. An anderen Tagen stören mich die Geräusche nicht. An Sonn- und Feiertagen warte ich schon regelrecht darauf, das wieder was kommt. Ich bilde mir dann auch ein, was zu hören. Wenn ich dann aber 'kontrolliere' (Fenster auf) ist dann meist nichts. Das ist natürlich sehr belastend.
Nachdem es gestern wieder so war, hat mein Mann gefragt ob es auch an dem Bupropion liegen kann. Vieles davon wird als Nebenwirkung aufgeführt. Ich wollte mir nächste Woche sowieso einen Termin beim Hausarzt holen, weil ich seit Monaten Durch- und Einschlafprobleme habe. Zu meiner Neurologin gehe ich nicht mehr. Sie gab mir immer das Gefühl, nicht zuzuhören. Jedes Mal habe ich die gleichen Fragen beantwortet.

Meine Überlegung ist jetzt, erstmal beim Hausarzt aufzuschlagen und ihm die Symptome zu erzählen. Er weiß über alle Erkrankungen und Medikamente Bescheid.
Generell klammere ich mich nicht am Bupropion fest. Ein Wechsel zu Citalopram zurück wäre in Ordnung. Falls es Nebenwirkungen sein sollten.
Wie wahrscheinlich ist das? Und wären die Nebenwirkungen bei 150mg geringer? Sollte ich es dann (nach Absprache natürlich) reduzieren und abwarten? Oder lieber gleich wechseln?
Die Anspannung, die innere Unruhe, die Schlafprobleme, der Stress. Das schlaucht ganz schön.
Arbeitsmäßig mache ich aktuell gar nichts. Ich war von September 2025 bis April 2026 krank geschrieben. Dann meinte meine Neurologin meine Krankenkasse würde schon nachfragen warum das so lange dauert. Ob das wirklich stimmt, weiß ich nicht. Finanziell gesehen sind wir nicht auf mein Einkommen angewiesen. Mein Mann verdient ziemlich gut und Altersvorsorge ist geregelt.

Ui, ziemlich langer Text. Ich danke schon mal fürs Durchlesen.

• • 01.11.2026 x 1 #1


3 Antworten ↓

Samishi
Das was du beschreibst kann natürlich eine Nebenwirkung des Buprorion sein, muss aber nicht. Ist es plötzlich aufgetreten, oder wurden die Beschwerden mit erhöhung der Dosis deutlicher?

Du wirst das Medikament ohnehin ausschleichen müssen, die Dosis zu halbieren ist also nicht unbedingt ein Nachteil. Ich selbst nehme auch Bupropion und meine Psychiaterin hat sowas wie steigende Aggression und Unruhe als Nebenwirkung genannt.
In jedem Fall kann ich dir nur raten, dir wieder einen Psychiater zu suchen, ein Hausarzt kann dir nicht wirklich weiterhlefen. Egal wie gut er ist, er hat natürlich nicht das Fachwissen, dass gerade in diesem Bereich dringend benötigt wird.

Die KK wird bei längerem Ausfall natürlich nachfragen.. ist aber nicht unbedingt dein Problem, du hast ja ein leiden und gerade Burnout kann Jahre brauchen, bis es wirklich besser wird.. ich habe 23 das selbe erleben müssen.

• x 1 #2


A


Nebenwirkungen Bupropion?

x 3


S
Hallo!
Danke für deine Antwort.
Ich hab lange überlegt und versucht mich zu erinnern, wie es vorher war - ohne Bupropion und mit geringerer Dosis. Ich kann es schlecht einschätzen. Es ist wahnsinnig viel passiert in diesem Zeitraum. Fakt ist aber, das es früher nicht so war.

Deine Psychiaterin scheint kompetenter als meine zu sein. Ich wurde darauf nicht hingewiesen. Sonst hätte ich da drauf geachtet. Ich bin auf der Suche nach einer neuen Neurologin. Übergangsweise nehme ich die Hilfe von meinem Hausarzt in Anspruch. Zum Glück kann er mir auch AD verschreiben, hat er in der Vergangenheit auch schon gemacht.
Die KK ist sowieso nicht der Knaller. Ich weiß aber auch nicht, ob das nur ein Vorwand meiner Neurologin war. Sie hat da monatelang drüber gesprochen und ich fühlte mich da auch unter Druck gesetzt.

Ich merke immer wieder, das ich nicht zur Ruhe komme und entspannen kann. Früher war es definitiv besser. Vielleicht ist es auch der Stress, der mir in den Knochen steckt.

• #3


Greta__
Ich hatte September 2025 Bupropion verordnet bekommen, 150 mg.

Ab Dezember tgl. Unruhe, Schlafstörungen, hoher Puls, Angst und Panikattacken - auch diese täglich.

Anfang Februar 2026 habe ich es von jetzt auf gleich abgesetzt. Nach ca. 3 Wochen waren die Symptome um einiges besser.

Mich hat Bupropion zu sehr gepusht.

• #4






Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
App im Playstore