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S

Schmetterling85
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Hallo zusammen,
gibt es hier jemanden, der schon mal im Ginsterhof war oder auch bald aufgenommen wird?
Gehe voraussichtlich ab Ende August/Anfang September in die Klinik und würde mich über einen Austausch freuen 🙂
Liebe Grüße

11.08.2026 #1


27 Antworten ↓
Rogue

Rogue
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Zitat von Schmetterling85:
Ich erhoffe mir die Ursachen meiner Depression und dysfunktionalen Muster ergründen zu können und mir mein Leben so gestalten zu können, dass es mich nicht mehr krank macht. Hohes Ziel, ich weiß.

Das klingt doch nach einer sehr sinnvollen Zielsetzung, aber wie du schon sagst: hohes Ziel.

Vermutlich wird dein Therapeut dich bitten, deine Therapieziele zu präzisieren, also was genau soll sich wie genau ändern usw.,
gerade wenn noch Ursachenforschung hinzukommt, wird ein Aufenthalt für eine solche Zielsetzung vermutlich nicht ausreichen, aber man arbeitet ja ambulant weiter.

Die ambulante Therapie ist der wichtige Baustein, Klinik ist eher eine Art Kurzzeit-Intensiv-Kur.
Oftmals werden in der Klinik nochmal tieferliegende "Baustellen" aufgedeckt, die dann (auf lange Sicht gesehen) ambulant weiter bearbeitet werden. Es kommen oft neue Diagnosen hinzu, man stößt auf neue Symptome/ Hintergründe, usw.

Bei vielen Patienten dienen vollstationäre Aufenthalte oft entweder für genauerer Diagnostik oder für einen spezialisierten intensiven Therapie-Baustein (z.B. eine intensive Trauma-Therapie o.ä.), selten beides auf einmal.

Und natürlich ist auch Medikation immer ein Thema (nicht bei allen Kliniken, aber bei vielen).

Nur eines ist selten der Fall: Man kommt zumeist nicht "geheilt" aus der Klinik nach Hause, nur mit einem besseren Verständnis für seine persönliche Symptomatik.
Viele Patienten glauben tatsächlich, dass nach einem solchen Klinikaufenthalt alles gut (oder deutlich besser) wird, das ist selten der Fall. Der Erkenntniszugewinn ist oft groß (wenn es gut läuft), aber ganz oft wird einem eher verdeutlicht, woran man noch (ambulant) weiter arbeiten muss, wo die Probleme eigentlich herkommen und wie genau die persönlichen Baustellen eigentlich aussehen. Die eigentliche Arbeit findet zu Hause statt.

Es ist eine Zeit, in der man ganz genau hinschaut, wie genau die persönliche Problematik aussieht. Die Arbeit daran findet auf lange Zeit gesehen aber ambulant statt.

Gestern 19:36 • x 3 #25


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Ginsterhof Rosengarten/Tötensen

x 3


Rogue

Rogue
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Tagesablauf (gemischt aus verschiedenen Kliniken):

Ich versuche mal, den Tagesablauf in Phasen einzuteilen:

1. vor dem Frühstück/ Frühstück/ vor den ersten Therapien:

In vielen Kliniken fängt der Tag schon vor dem Frühstück an:
In einigen Kliniken gibt man seine Medikamente ab und beginnt dann den Tag damit, seine Medikamente für den Tag abzuholen und danach zum Frühstück zu gehen.
Manchmal hat man auch schon so etwas wie Frühsport oder medizinische Untersuchungen (Blutentnahme, Blutdruckmessen o.ä.).
Frühstück ist dann meistens so ca. zwischen 7.00 und 8.30, je nach Klinik.

Dann gibt es noch den Zeitraum zwischen Frühstück und den ersten Therapien:
Manche Kliniken haben noch eine Art von Morgenrunde, wo man mit seinen Mitpatienten zusammenkommt und gemeinsam in den Tag startet, manchmal begleitet von Therapeuten und Ärzten, manchmal auch nur die Patienten unter sich. Es gibt aber auch Kliniken, die keine Morgenrunde oder morgendliche Visite haben.

2. erster Therapieblock

Dann fangen meistens so ab ca. 8.30/9.00 die ersten Therapien an. In den meisten Kliniken bekommt man für jeden Tag einen neuen Therapieplan, wie eine Art Stundenplan, der sich täglich ändert. Zu den einzelnen Therapien schreibe ich später noch mehr.
Man geht dann also zu seinen Terminen. Meistens hat man anfangs noch viele Pausen im Plan, von Woche zu Woche werden es dann oft zunehmend mehr Termine.
Hat man keine Termine, kann man die Zeit für sich nutzen: Einkaufen gehen, Wäsche waschen, Spazierengehen, Hausaufgaben machen, sich Gedanken über Themen für Einzel- und Gruppentherapien machen, einen Kaffee trinken (viele Kliniken haben Cafés), Tagebuch schreiben, im Aufenthaltsraum sitzen und sich unterhalten, vielleicht hat man auch Gesprächsbedarf bei einem Therapeuten oder Arzt....

3. Mittagessen

Beim Mittagessen gibt es verschiedene Varianten: entweder Buffet oder Tischservice, entweder freie Platzwahl oder feste Sitzplätze, entweder feste Termine oder "Gleitzeit".
Bei freier Platzwahl überlegt man sich täglich neu, ob man alleine oder mit Mitpatienten essen möchte, da variiert die persönliche Stimmung ja von Tag zu Tag. Beides hat Vor- und Nachteile, je nachdem, wie es einem gerade geht und was für Therapien man am Tag hat (vor oder nach Einzeln will man vielleicht seine Ruhe haben).

4. zweiter Therapieblock

siehe erster Therapieblock
Es variiert von Klinik zu Klinik, bis wann die Therapien gehen und wann die Therapeuten nach Hause gehen. Meistens enden die Therapien zwischen 16.00 und 18.00.
Normalerweise gehen dann die meisten Therapeuten nach Hause und es bleibt nur ein Notdienst als Ansprechpartner in der Klinik (Probleme sollte man am besten vor diesem Zeitpunkt angesprochen haben). Pflegepersonal ist aber meistens immer da, genauso wie ein Notdienst-Arzt/Therapeut, entweder direkt auf Station oder an einer zentralen Stelle.

5. Abendbrot/ Freizeit

So ganz grob zwischen 17.30 und 19.00 ist dann meisten Abendbrot, die Zeit danach steht zur freien Verfügung.
Wie diese Zeit genutzt werden kann, variiert stark von Klinik zu Klinik, da ist das Angebot überall anders.
Viele Patienten verbringen dann noch Zeit miteinander (oder halt alleine) und/oder erledigen Dinge, die so anstehen (oder ruhen sich einfach aus, so ein Therapietag kann lang und anstrengend sein).
Man kann auch Besuch bekommen, wobei viele Kliniken Besucher nur in öffentlichen Bereichen erlauben, damit die einzelnen Stationen geschützte Bereiche bleiben.

6. Nachtruhe/ Türen werden geschlossen
Ab einer gewissen Uhrzeit schließen die meisten Kliniken ihre Außentüren ab (so zwischen 22.00 und 23.00), da muss man dann wieder da sein, falls man das Klinikgelände verlassen hat.
Oftmals kann man danach noch in der Klinik herumlaufen, aber ab einer bestimmten Zeit ist dann Zimmer- und Nachtruhe.

Zu den Ansprechpartnern/ Therapeuten/ Ärzten schreibe ich gleich mehr.

08.08.2026 11:50 • x 1 #12


Zum Beitrag im Thema ↓


Burn
Oh das ist bestimmt gut!
Ich wollte und hatte mir den Ginsterhof angeschaut aber konnte nicht wegen Reha Zwang.
Ich wünsche dir dort eine gute Zeit, mein Psychologe hatte mir den Ginsterhof ursprünglich empfohlen

x 4 #2


S
Vielen Dank, machst du denn eine Reha? Liebe Grüße und auch alles Gute

#3


Burn
Nein ich hab das alles bereits hinter mir. Also zumindest den Klinik Kram. Derzeit bin ich wieder am arbeiten

x 1 #4


S
Oh ok, das klingt ja nicht so begeistert 😊

#5


Burn
Zitat von Schmetterling85:
Oh ok, das klingt ja nicht so begeistert 😊

Das kommt darauf an was du als begeistert siehst 😅ich bin froh und sehr glücklich dass ich wieder arbeiten kann und auch die Firma gewechselt habe.
für mich hatte die ganze krankheitskacke alles nur noch schlimmer gemacht. Die ganze Tretmühle die da losgeht war kein Vergnügen. Aber nunja Krankheit ist ja nie ein Vergnügen.

überm Berg bin ich aber noch nicht das letzte Jahr war für mich sehr prägend. Vorallen wenn es Druck von der Krankenkasse gibt oder aber das Krankengeld so langsam ausläuft oder aber man nicht raus kommt beim Ex Arbeitgeber etc. Aber egal es ist so gelaufen wie es gelaufen ist.letztlich hab ich eine Abfindung bekommen und einen neuen job
jetzt heißt es nach vorne blicken
also wenn du den ginsterhof noch gut mitnehmen kannst und weder Krankengeld solangsam ausläuft noch die Kasse mit Reha anfängt, nutze es

x 4 #6


Rogue
Hallo Schmetterling,

mir wurde der Ginsterhof auch schon von Ärzten empfohlen, scheint wohl eine gute Klinik zu sein.

(Ich habe mich damals für eine andere Klinik entschieden, das lag aber nicht am Ginsterhof, sondern hatte andere Gründe.)
Hast du schon deinen Aufnahmetermin?

Ich wünsche dir viel Erfolg für deinen Aufenthalt! LG

x 4 #7


S
@Rogue
Vielen Dank 😊 Einen konkreten Aufnahme-Termin habe ich noch nicht, sie meinten den sagen sie ca. eine Woche vorher. Geplant ist ab Ende August/Anfang September ca., ich hoffe das klappt.

x 1 #8


Rogue
@Schmetterling85

Ich drücke dir die Daumen, dass du deinen Aufnahmetermin in dem geplanten Zeitraum bekommst 🍀 !

Ist es dein erster Klinikaufenthalt?

Ich wünsche dir auf jeden Fall gute Nerven und viel Kraft für die restliche Wartezeit, oftmals sind die letzten Wochen vor Aufnahme ja emotional doch etwas herausfordernd, zumindest war es bei mir immer so. Dann kommen Aufregung und Vorfreude sowie Angst und Befürchtungen gleichermaßen,
dazu die organisatorische Ebene (was packe ich ein usw., was muss ich vorher noch erledigen usw.) sowie die Unsicherheit mit dem genauen Termin... alles nicht so einfach, vor allem, wenn man bedenkt, dass man vor so einem Klinikaufenthalt ja eh oftmals schon sehr angeschlagen ist.

Und natürlich alles Gute für den Aufenthalt, ich wünsche dir gute Therapeuten, nette Mitpatienten und viele neue hilfreiche Erkenntnisse 🍀 ! LG

x 3 #9


S
@Rogue
Dankeschön, ja ich bin tatsächlich schon aufgeregt. Je näher der Termin kommt. Aber ich bereite mich schon langsam vor mit organisatorischen Dingen usw.

Es gibt leider keine (bezahlbaren) Einzelzimmer, das macht mir etwas Sorgen… weil ich schon einen sehr empfindlichen Schlaf habe. Haben aber wohl die meisten denke ich 😅.

An sich freue ich mich drauf, mich mal 2 Monate wirklich um mich kümmern zu können. Es geht ist mein erster Klinikaufenthalt, bin aber seit zwei Jahren in wöchentlicher Verhaltenstherapie (Einzel). Die Klinik arbeitet tiefenpsychologisch, also nochmal ein anderer Ansatz.

Wie war dein Klinikaufenthalt? Wenn du magst, erzähl gerne ein wenig davon, ob es dir geholfen hat, weshalb du da warst, Tagesablauf usw.,…

Liebe Grüße

x 1 #10


Rogue
@Schmetterling85

Zitat von Schmetterling85:
Wie war dein Klinikaufenthalt? Wenn du magst, erzähl gerne ein wenig davon, ob es dir geholfen hat, weshalb du da warst, Tagesablauf usw.,…

Sehr gerne, kein Problem! Ich war schon mehrfach in Kliniken und kann dir daher gerne etwas von meinen Erfahrungen erzählen. Du kannst mich gerne alles fragen, ich antworte dir gerne!

Ich kann total gut verstehen, dass du aufgeregt bist 🤗 ! Ich bin auch jetzt noch jedesmal wieder aufgeregt, wenn es losgeht 😊 , obwohl ich schon mehrere Aufenthalte hatte.

Ich finde übrigens die Kombination aus Verhaltens- und Tiefenpsychologie auch sehr gut, ich habe auch beides gemacht und habe die Kombination aus beidem als sehr hilfreich erlebt. Irgendwie ergänzen sich die Ansätze sehr gut.
Die Verhaltenstherapie konzentriert sich ja manchmal etwas zu sehr auf die Gegenwart, die Tiefenpsychologie etwas zu sehr auf die Vergangenheit, und wenn man beides kombiniert, kommt ein hilfreiches Ganzes bei heraus.
Bei mir war auch ein Klinikaufenthalt der Anlass zum Wechsel.

Ja, das Doppelzimmer ist bei vielen Patienten im Vorfeld ein Grund zur Sorge. Was ich sagen kann, ist, dass viele Patienten es im Nachhinein gar nicht anders haben wollten, weil es auch schön sein kann, wenn man jemanden hat, mit dem man reden kann, mit dem man (gerade zu Beginn) zu den Mahlzeiten und den Therapien gehen kann usw.
Und sollte es mal gar nicht passen, reagieren viele Kliniken auch durchaus verständnisvoll und versuchen, Lösungen zu finden.
Was ich dir raten würde: Pack' dir Oropax und Kopfhörer ein. Kopfhörer sind doppelt hilfreich, zum einen kannst du dir damit etwas Ruhe und "Privatsphäre" schaffen, zum anderen gelten sie auch als Signal für Mitpatienten, dass man gerade nicht angesprochen werden möchte (darum würde ich auch sowohl Stöpsel als auch "große" Kopfhörer mitnehmen, die Stöpsel fürs Bett, die "Großen" als Signal für Mitpatienten und Tragekomfort beim Herumlaufen).

Der Tagesablauf variiert natürlich von Klinik zu Klinik, aber ich erzähle dir gerne etwas von den Abläufen, die ich so kennengelernt habe. Für die bessere Lesbarkeit teile ich meine Erzählung auf mehrere Beiträge auf.
Und wie gesagt: Du kannst mich jederzeit alles fragen, was dich interessiert.

x 1 #11


Rogue
Tagesablauf (gemischt aus verschiedenen Kliniken):

Ich versuche mal, den Tagesablauf in Phasen einzuteilen:

1. vor dem Frühstück/ Frühstück/ vor den ersten Therapien:

In vielen Kliniken fängt der Tag schon vor dem Frühstück an:
In einigen Kliniken gibt man seine Medikamente ab und beginnt dann den Tag damit, seine Medikamente für den Tag abzuholen und danach zum Frühstück zu gehen.
Manchmal hat man auch schon so etwas wie Frühsport oder medizinische Untersuchungen (Blutentnahme, Blutdruckmessen o.ä.).
Frühstück ist dann meistens so ca. zwischen 7.00 und 8.30, je nach Klinik.

Dann gibt es noch den Zeitraum zwischen Frühstück und den ersten Therapien:
Manche Kliniken haben noch eine Art von Morgenrunde, wo man mit seinen Mitpatienten zusammenkommt und gemeinsam in den Tag startet, manchmal begleitet von Therapeuten und Ärzten, manchmal auch nur die Patienten unter sich. Es gibt aber auch Kliniken, die keine Morgenrunde oder morgendliche Visite haben.

2. erster Therapieblock

Dann fangen meistens so ab ca. 8.30/9.00 die ersten Therapien an. In den meisten Kliniken bekommt man für jeden Tag einen neuen Therapieplan, wie eine Art Stundenplan, der sich täglich ändert. Zu den einzelnen Therapien schreibe ich später noch mehr.
Man geht dann also zu seinen Terminen. Meistens hat man anfangs noch viele Pausen im Plan, von Woche zu Woche werden es dann oft zunehmend mehr Termine.
Hat man keine Termine, kann man die Zeit für sich nutzen: Einkaufen gehen, Wäsche waschen, Spazierengehen, Hausaufgaben machen, sich Gedanken über Themen für Einzel- und Gruppentherapien machen, einen Kaffee trinken (viele Kliniken haben Cafés), Tagebuch schreiben, im Aufenthaltsraum sitzen und sich unterhalten, vielleicht hat man auch Gesprächsbedarf bei einem Therapeuten oder Arzt....

3. Mittagessen

Beim Mittagessen gibt es verschiedene Varianten: entweder Buffet oder Tischservice, entweder freie Platzwahl oder feste Sitzplätze, entweder feste Termine oder "Gleitzeit".
Bei freier Platzwahl überlegt man sich täglich neu, ob man alleine oder mit Mitpatienten essen möchte, da variiert die persönliche Stimmung ja von Tag zu Tag. Beides hat Vor- und Nachteile, je nachdem, wie es einem gerade geht und was für Therapien man am Tag hat (vor oder nach Einzeln will man vielleicht seine Ruhe haben).

4. zweiter Therapieblock

siehe erster Therapieblock
Es variiert von Klinik zu Klinik, bis wann die Therapien gehen und wann die Therapeuten nach Hause gehen. Meistens enden die Therapien zwischen 16.00 und 18.00.
Normalerweise gehen dann die meisten Therapeuten nach Hause und es bleibt nur ein Notdienst als Ansprechpartner in der Klinik (Probleme sollte man am besten vor diesem Zeitpunkt angesprochen haben). Pflegepersonal ist aber meistens immer da, genauso wie ein Notdienst-Arzt/Therapeut, entweder direkt auf Station oder an einer zentralen Stelle.

5. Abendbrot/ Freizeit

So ganz grob zwischen 17.30 und 19.00 ist dann meisten Abendbrot, die Zeit danach steht zur freien Verfügung.
Wie diese Zeit genutzt werden kann, variiert stark von Klinik zu Klinik, da ist das Angebot überall anders.
Viele Patienten verbringen dann noch Zeit miteinander (oder halt alleine) und/oder erledigen Dinge, die so anstehen (oder ruhen sich einfach aus, so ein Therapietag kann lang und anstrengend sein).
Man kann auch Besuch bekommen, wobei viele Kliniken Besucher nur in öffentlichen Bereichen erlauben, damit die einzelnen Stationen geschützte Bereiche bleiben.

6. Nachtruhe/ Türen werden geschlossen
Ab einer gewissen Uhrzeit schließen die meisten Kliniken ihre Außentüren ab (so zwischen 22.00 und 23.00), da muss man dann wieder da sein, falls man das Klinikgelände verlassen hat.
Oftmals kann man danach noch in der Klinik herumlaufen, aber ab einer bestimmten Zeit ist dann Zimmer- und Nachtruhe.

Zu den Ansprechpartnern/ Therapeuten/ Ärzten schreibe ich gleich mehr.

x 1 #12


Rogue
Ansprechpartner/ Therapeuten/ Ärzte

Die meisten Kliniken teilen ihren Patienten feste Ansprechpartner zu: Zumeist bekommt man einen Bezugstherapeuten und einen Bezugsarzt. Manche Kliniken haben auch Bezugspfleger. Dazu kommt meistens noch eine Art Oberarzt/ Chefarzt/ Stationsleiter, der für eine ganze Station zuständig ist. Und es gibt oftmals noch Co-Therapeuten, die die Therapeuten unterstützen (das sind zumeist Krankenpfleger mit Zusatzausbildung).

Der Bezugstherapeut ist oft der zentrale Ansprechpartner. Mit dem wird der Therapieplan gestaltet, mit dem überlegt man, welche Therapien man machen möchte. Mit dem macht man die Einzeltherapien und der ist auch zumeist der erste Ansprechpartner bei Krisen.
Der Bezugsarzt ist für die medizinische Betreuung zuständig und plant mit dir die physikalischen/ sportlichen Therapien und Behandlungen.

Der Bezugstherapeut ist meistens der erste Ansprechpartner für all deine psychischen Bedürfnisse. Da dieser ja aber noch andere Patienten und Gruppen hat, die er leiten muss, gibt es zusätzlich oftmals noch Co-Therapeuten oder Pfleger auf Station / in der Klinik, die immer dann Ansprechpartner sind, wenn der Bezugstherapeut nicht verfügbar ist.

Normalerweise treffen sich alle Therapeuten und Ärzte einer Station auch mehrmals pro Woche zu internen Besprechungen, damit alle Therapeuten einer Station auch alle Patienten ein bisschen kennen. Bei Krisen oder anderen Anliegen sind daher oftmals alle Therapeuten/Ärzte einer Station für alle Patienten ansprechbar, wenn man Gesprächsbedarf hat.

Nach Therapieende, also abends und am Wochenende, kann man davon ausgehen, dass dann wirklich nur ein Notdienst anwesend ist. Es ist zwar jemand da, aber der sollte wirklich nur in Krisen bemüht werden.

x 1 #13


Rogue
Soweit erstmal, ich schreibe später weiter, bis dahin LG 🤗

x 1 #14


K
Hallo @Schmetterling85, ich wünsche dir alles Gute für deinen Aufenthalt! Liebe Grüße

Hallo @Rogue,
vielen Dank für die Beschreibungen, das hilft mir gerade sehr, da ich vielleicht auch in eine Klinik soll. Danke für die Einblicke! Und ich freue mich schon auf weitere Infos von dir! Liebe Grüße

x 1 #15


S
@Rogue
Wow, vielen Dank für die ausführlichen Antworten.

Wie sehr hat es dir geholfen im Vergleich zu einer ambulanten Therapie?

x 1 #16


S
@Keyali

Vielen Dank und dir auch alles Gute!
Aus welcher Region kommst du denn, hast du auch schon eine Klinik in Aussicht? Bist du zur Zeit in ambulanter Therapie?

Liebe Grüße

x 1 #17

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Burn
Sag mal liebe Schmetterling, du warst aber bereits bei
Ginsterhof zum Info Tag und zum Vorgespräch oder?

Was ich von meinem Therapeuten weiß der bereits schon in Kliniken gearbeitet hat und auch von meiner Psychiaterin ist dass der Hinsterhof halt lange aufenthaltszeiten hat.
Ich war auch dort zum Gespräch.
Es sind 12 Wochen
Laut meiner Ärztin und Therapeut sind die Therapie Intervalle im Ginsterhof zumindest recht gefüllt.

Das ist je nach Klinik unterschiedlich

Es ist tiefenpsychologisch und relativ viel Gruppenarbeit
Es gibt nur Doppelzimmer oder sogar 3 Bett.
Aufgeteilt möglichst ein bisschen nach Alter nicht immer unbedingt nach beschwerdebild. Das ist bei jüngeren Patienten unter 25 Jahren wohl noch mal Fokus

Ich bin übrigens aus Hamburg falls du auch von dort bist.
Sollte es widererwartend nichts mit dem Ginsterhof werden, ich war in einer Tagesklinik und zwar im Ulmenhof ich war dort zufrieden ist aber natürlich nicht stationär
Somit nicht ganz vergleichbar

x 1 #18


Burn
Jetzt kann ich nicht mehr den Beitrag editieren 🙄
Darum
Zum Thema Medikation
Ist das bei dir ein Thema oder bist du bereits versorgt/eingestellt?
Der Ginsterhof macht das bei Bedarf
Beim Ulmenhof war es nicht ganz so. Die haben möglichst keine Medikamente eingeschlichen sondern es so probiert.
Außer du hattest schon welche dann wurde es beibehalten.

Ist aber auch eine Tagesklinik und keine stationäre Behandlung

x 1 #19


S
@Burn

Hallo Burn,
ja ich war beim Vorgespräch, aber dann nicht mehr beim Infoabend, weil ich da eigentlich alle Fragen klären konnte.
Sie meinte mindestens 8 Wochen… also zwischen 8 und 12 Wochen, je nach Krankheitsbild.
Das mit den Doppelzimmern macht mir auch etwas Sorgen, andererseits ist es vielleicht wirklich gar nicht so schlecht, wenn man sich gut versteht, dass man schon einen Ansprechpartner hat aus der Patientengruppe. Ich hab zwar keine soziale Phobie, bin aber auch keine, die sich total unbekümmert in eventuell schon bestehende Gruppen integrieren kann. Ich hoffe ich bin nicht die einzige „Neue“ und sie nehmen mich gut auf in der Gemeinschaft…

Ich wohne gut 1,5 Stunden von der Klinik entfernt, komme nicht direkt aus Hamburg, sondern aus dem Landkreis Cuxhaven.

Medikamente nehme ich bisher keine und eigentlich möchte ich auch keine nehmen, weil ich da irgendwie Angst vor habe. Manchmal habe ich aber schon gedacht, dass ich notfalls auch welche nehmen würde, als es mir richtig schlecht ging. Und manchmal denke ich auch, so richtig gut geht es mir nach zwei Jahren Therapie noch immer nicht. Es ist ein auf und ab.

Dankeschön auf jeden Fall für deine Infos.

Hat dir die Tagesklinik nachhaltig geholfen?

Liebe Grüße

#20


A


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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