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Zitat von Burn: diese Therapie war leider durch die schlammschlacht mit meinem AG eine Krisentherapie und keine tiefe Therapie wie vorgesehen mir ging es so schlecht durch das ganze Drama dass ich suzid Gedanken entwickelt habe, dass hatte ich vor und in der Klinik nicht und habe nie damit gerechnet dass mein Arbeitgeber mich dahin treibt.
Oh man, das tut mir sehr leid für dich, das ist ja echt übel!
Zitat von Burn: wie es mir jetzt geht? Ich bin einigermaßen in Sicherheit und der neue Job tut mir gut.
Das freut mich zu lesen! Ich drücke dir die Daumen, dass der neue Job dir weiterhin Kraft gibt!
Zitat von Burn: Aber ich habe jetzt viel zu bearbeiten
Ganz viel Erfolg und Kraft dafür
🍀 ! LG
Zum Erfolg von Klinikaufenthalten:
Ob so ein Klinikaufenthalt erfolgreich verläuft oder nicht hat wirklich ganz viele Einflussfaktoren.
Die liegen auch oft ganz außerhalb unseres Einflussbereiches. (Es gibt aber auch Faktoren, die man beeinflussen kann, dazu weiter unten mehr.)
Man hat z.B. keinerlei Einfluss darauf, wie die Mitpatienten sein werden.
Die Mitpatienten haben durchaus einen Einfluss, schonmal alleine dadurch, dass man sie ja tagsüber ständig sieht und auch Gruppentherapien mit ihnen gemeinsam hat.
Da langen manchmal schon ein oder zwei Patienten, um einen negativ zu beeinflussen.
Andersherum können nette Mitpatienten in Gruppentherapien (und auch außerhalb der Therapien) manchmal sogar mehr Positives bewirken als der Therapeut.
(Man hat allerdings einen Einfluss darauf, wie sehr man sich emotional von den Mitpatienten beeinflussen lässt.)
Wichtig ist dabei, dass man wirklich gedanklich bei sich bleibt und sich gut abgrenzt.
Mir hat immer der Gedanke geholfen: Ist dieser Konflikt, der sich hier aufbaut, wirklich relevant für mein Leben außerhalb der Klinik? Und: Es ist völlig egal, was dieser Patient denkt oder sagt, ich sehe ihn vermutlich eh nie wieder und für mein Leben außerhalb der Klinik hat er/sie keine Relevanz.
Ebenso hat man keinen Einfluss darauf, ob man mit dem Bezugstherapeuten zurechtkommt.
(Nicht in jeder Klinik kann man den Therapeuten wechseln).
Ein guter Therapeut ist natürlich toll, aber ein nicht-idealer Therapeut ist auch nicht das Ende der Welt (der ambulante Therapeut ist wichtiger), mit dem Klinik-Therapeuten arbeitet man nur ein paar Wochen. Und von den meisten Therapeuten kann man doch irgendetwas Relevantes mitnehmen.
Egal, wie sehr man im Vorfeld recherchiert und wie sorgfältig man die Klinik auswählt: Therapeuten und Mitpatienten sind wichtige, nicht berechenbare/planbare Faktoren, mit denen man vor Ort einen Umgang finden muss.
Ebensowenig kann man beeinflussen, was im Leben außerhalb der Klinik passiert, während man dort ist, oder was danach passiert. Wie Burn schon schrieb:
Zitat von Burn: das hat aber nichts mit der Klinik zu tun sondern wie die Umstände verlaufen sind.
Die Klinik kann gut sein, aber äußere Umstände und unberechenbare Faktoren können trotzdem dazwischenfunken.
Das Leben hält nicht an, während man in der Klinik ist, und nach der Klinik geht das normale Leben mit all seinen Herausforderungen weiter.
Auch innerhalb der Klinik können störende äußere Umstände vorliegen: Renovierungen, Baustellen allgemein, Personalknappheit durch Krankheit oder Urlaubszeit, ...
Bewertungsportale geben eine gute erste Orientierung, trotzdem ist jeder Aufenthalt individuell:
Auch eine Klinik, die eigentlich eher schlechte Bewertungen hat, kann gute Therapeuten und nette Patienten haben, wenn man gerade Glück hat,
oder andersherum kann man auch in einer gut bewerteten Klinik auf nervige Mitpatienten und unpassende Therapeuten treffen.
Was man beeinflussen kann, ist die Erwartungshaltung, mit der man in die Klinik geht.
Man sollte, wie schon gesagt, keine Heilung erwarten, die Klinik ist ein Intermezzo, nicht mehr, nicht weniger.
Wie man beispielsweise auf Therapeuten und Mitpatienten reagiert, kann man durch eine realistische Erwartungshaltung ein bisschen beeinflussen:
Auch von einem nicht-idealen Therapeuten kann man trotzdem etwas lernen und nervige Mitpatienten können auch als mögliche Entwicklung-Aufgabe gesehen werden. Diese Mitpatienten stehen ja oft symbolisch für Menschen außerhalb der Klinik, mit denen man Probleme hat, und in einer Klinik kann man mit therapeutischer Unterstützung lernen, wie man mit solchen Menschen künftig vielleicht einen besseren/gesünderen Umgang finden kann.
Manchmal, wenn man erstmal in die Klinik-"Käseglocke" eingetaucht ist, können sich Dinge, die dort passieren, manchmal sehr groß anfühlen. Wenn man dafür sensibilisiert ist, kann man leichter eine Satelliten-Perspektive einnehmen und besser relativieren, welche Relevanz ein solches Ereignis tatsächlich hat (z.B. ein Konflikt mit einem Mitpatienten, ein ausgefallener Therapie-Termin o.ä.).
Auch hier ist die Erwartungshaltung entscheidend: Es wird nicht alles gut sein, was dort passiert, und es wird nicht alles schlecht sein. Die Probleme, die man vor der Klinik im alltäglichen Leben hatte, werden auch danach noch da sein.
Man hat in der Klinik vielleicht aber gelernt, besser mit diesen Widrigkeiten umgehen zu können.
(Aber ein Klinikaufenthalt bringt Alltagsprobleme nicht zum Verschwinden.)