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DieAlex
Danke für deine Erklärung.
Ich wollte dich verstehen.
Wollte wissen,ob noch etwas anderes dahinter steckt.
Nun weiss ich es und nehme es so hin.

14.05.2019 11:56 • x 1 #21


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waage - 14.05 13:16:07

Ich denke du bist im Allgemeinen von Menschen genervt...die alten Leutchen waren jetzt nur noch das I-Tüpfchen, vll solltest du keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Dann kommst du nicht in diese Situationen..

14.05.2019 12:44 • #22


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Miami - 14.05 13:16:34

Weisst Du wenn man das Ganze liest kommt es krass menschenfeindlich rüber. Dich hat es wegen irgendwas heftig geärgert das man von außen nicht nachvollziehen kann. Ich jedenfalls nicht. Und das Du involviert warst hast Du nicht geschrieben. Eher aus der Beobachterperspektive.

14.05.2019 12:44 • #23


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Ibreaktogether - 14.05 13:21:43

Ich habe mich gestern gezwungen, rauszugehen, in die Stadt zu fahren mit einem Multiticket, einfach so ins Blaue. Eigentlich wollte ich im Bett liegenbleiben. Mein Auto ist kaputt, und ich weiß nicht, ob es repariert werden kann. Es war alles schön, ich bin sogar einkaufen gegangen. Dann auf der Rückfahrt wurde ich da reingezogen. Ich hätte schreien können. Der Bus war fast leer, als die einstiegen. Ich wollte nur noch unsichtbar sein. Und dann dieses penetrante, aufdringliche Verhalten. Jetzt liege ich wieder im Bett und will mich verkriechen. Schade, das von gestern wird mich für lange Zeit davon abhalten, wieder in den Bus zu steigen. Ich selbst wäre für so ein Verhalten einfach nur ausgelacht worden. Und andere Menschen werden bemitleidet. Das kriege ich nicht überein.

14.05.2019 12:45 • #24


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kritisches_Auge - 14.05 13:25:45

Dies ist aber die passende Gelegenheit etwas zu sagen das mir schon lange auf der Seele liegt. Schon meiner Mutter fiel auf wie negativ alte Leute in Büchern dargestellt werden, als Deppen,uninteressant, altmodisch. Ein Symptom der Gleichmacherei von alten Leuten ist die Bezeichnung Oma die für Fremde nicht angebracht ist, es hat sich herumgesprochen fremde Erwachsene nicht als Tante und Onkel zu bezeichnen, aber die Oma bleibt und weckt die Assoziation dass sie aus Liebe und Güte besteht und ihre Interessen sich dahingehend erschöpfen Kuchen für die Enkelkinder zu backen. Ich kenne alte Leute die flexibler sind als junge, eine Bekannte gibt noch mit 82 Jahren Kurse an der VHS.Und ich blätterte einmal in einem Buch in der Stadtbücherei in dem Achtzigjährige von ihren jungen Liebhabern und ihrem ersten Org. sprachen. Sprache hat Auswirkungen auf das Denken und Fühlen vielleicht liefen weniger alte Leute in den tristen beigen Hosen herum wenn es nicht die Einheitsbezeichnung Oma gäbe.

14.05.2019 12:49 • #25


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kritisches_Auge - 14.05 17:52:33

Ja, das denke ich auch. Um die Zeit hätten dich aber auch junge Leute stören können die womöglich angeheitert mit dem Bus fuhren.Und ich hoffe, dass du dich vielleicht doch noch einmal überwinden kannst.

14.05.2019 17:32 • #26


HowToNotFly
Ich empfinde Deine Annahme - dass es mal endlich die Richtigen erwischt hat - als sehr gefühlskalt. Mensch, alte Leute brauchen Hilfe und kriegen nicht alles gut hin. Ich versuche noch nachzuvollziehen, dass Du spät Abends einfach endlich nach Hause willst und jede Verzögerung unerwünscht ist. Aber man, das ist Leben und Dein Beispiel ist so unsozial. Ich empfehle Mitgefühl und dann lies Deine Zeilen nochmal. Mein Verständnis hast Du nicht, sorry.

20.05.2019 15:09 • x 2 #27


Veritas
Schwer zu sagen, ohne dabei gewesen zu sein. Tendenziell kann Ich es nachvollziehen, aber vermutlich hätten sie bei mir "Welpenschutz".

20.05.2019 23:39 • #28


kritisches_Auge
Ich habe noch einmal nachgedacht und mein Kriterium dafür ob ich eine Nachricht beantworten kann ist ob ich etwas damit anfangen kann, auf Probleme die mir total fremd sind, antworte ich nicht, es sei denn es wäre ein Lieblings- User.

Und wenn ich antworte, vermeide ich es nach Möglichkeit gleich moralisch- wertende Kriterien anzubringen obwohl ich es sicher nicht immer vermeiden kann sondern ich frage erst einmal nach.
Hier stellte es sich ja heraus, dass der TE bestimmte Gründe für sein Verhalten hatte.

Auf der einen Seite ist es sicher richtig, alten Menschen Hilfe bei Dingen die sie selber nicht bewerkstelligen können anzubieten, es ist selbstverständlich. Auf der anderen haben alte Menschen aber auch keinen Freibrief für schlechtes Benehmen aufgrund ihres Alters und andere so voll zu quatschen, dass die richtige Haltestelle versäumt wird, ist schlechtes Benehmen, so weit sie es können und nicht dement sind, müssen sich auch alte Menschen anpassen können..

21.05.2019 08:27 • x 1 #29


Acipulbiber
Zitat von kritisches_Auge:
Auf der einen Seite ist es sicher richtig, alten Menschen Hilfe bei Dingen die sie selber nicht bewerkstelligen können anzubieten, es ist selbstverständlich. Auf der anderen haben alte Menschen aber auch keinen Freibrief für schlechtes Benehmen aufgrund ihres Alters und andere so voll zu quatschen, dass die richtige Haltestelle versäumt wird, ist schlechtes Benehmen, so weit sie es können und nicht dement sind, müssen sich auch alte Menschen anpassen können..


Genauso seh ich das auch

21.05.2019 14:40 • #30


kritisches_Auge
Das gleiche gilt für auch für andere Altersstufen, auch Kinder können sich ihrem Alter entsprechend benehmen und ich hatte einmal einen Nachhilfeschüler der sich immer mit dem Hinweis er sei doch in der Pubertät rausreden wollte.

21.05.2019 15:07 • x 1 #31


HowToNotFly
Also ich gehe mal ins Detail, wie ich den Post des TE verstanden habe. Ich muss aber unbedingt Ibreaktogether zum Namen gratulieren, my lovely Mr. Singingclub, hehe. Ich musste eine Weile sehr schmunzeln.

Mein Punkt ist, dass Du ja schon genervt warst, als Du in den Bus eingestiegen bist. Dann ist passiert, dass Du einige Minuten später zu Hause angekommen bist, weil ein älteres Paar mehrere Zeitverzögerungen verursacht hat. Jede andere Situation, die Dich hätte verspäten lassen, wäre Dir genauso auf die Nerven gegangen.

Zitat von Ibreaktogether:
Ich war im vorletzten Bus ... und wollte nur meine Ruhe haben.


Anschließend schilderst Du - lesbar emotionalisiert:

Zitat von Ibreaktogether:
Von Anfang an sorgten sie für Aufruhr...


Überprüfen wir mal den Aufruhr:

1.) Sie steigen hinten ein statt vorne, 80 Jahre+ beide, einer mit Rollator unterwegs
2.) Andere Menschen machen Platz, damit sie sich setzen können
3.) Sie sind überkommunikativ
4.) Sie haben ihre Haltestelle verpasst (wegen 3.) )
5.) Sie müssen warten ohne Busfahrerplausch wegen 4.), um ihre Haltestelle zu erreichen

Dazu liefert der TE einige Erklärungen:

Zitat von Ibreaktogether:
Wenn man in diesem Alter um die Uhrzeit noch unterwegs ist, andere Fahrgäste belästigt und sich nicht auf die Ankunft konzentriert, muss man auch mal vor den Kopf gestoßen werden.


Überprüfen wir die Begründungen:

1.) Menschen in dem Alter sollten nicht um diese späte Stunde so unterwegs sein
2.) Haben andere Fährgäste belästigt (das ist Punkt 3 in der vorigen Aufruhr Auflistung)
3.) Haben sich nicht auf die Ankunft konzentriert (das führt zu Aufruhr Listenpunkt 4.) )
4.) Weil sie 1.) und 3.) getan haben, haben sie die Konsequenz (Aufruhr Listenpunkt 5.) ) verdient

Der einzig haltbare Punkt, der es wert ist, genauer ins Auge zu nehmen, ist der Punkt mit der Überkommunikation. Die Wurzel des Textverfassers Übels. Dazu benutzt der TE folgende Worte: volllabern, vollquatschen, Dummgeschwätze, Belästigung. Diese Ausdrücke sind offensichtlich stark emotionalisiert. Also aus meiner Perspektive heraus wird Ibreakthrough diese von ihm geschilderte Situation deutlich schlimmer erlebt haben, als sie vermutlich tatsächlich war. Dieser Eindruck verfestigt sich auch durch folgende Zeilen:

Zitat von Ibreaktogether:
Was wäre passiert, wenn es der letzte Bus gewesen wäre, der sie nicht hätte zurückbringen können? Der Busfahrer hätte die Polizei rufen müssen, weil sie sonst nicht ausgestiegen wären. Die hätten ihnen dann die Kosten für den Rücktransport in Rechnung gestellt. Und weil die das wegen ihrer knappen Rente nicht hätten bezahlen können, wäre das Sozialamt eingesprungen, oder was? Es gibt Länder, da endet so ein Verhalten gleich in der Entmündigung.


Die Kurzform: Wer alt ist und seinen (letzten) Bus verpasst, sollte entmündigt werden.
Leute ernsthaft, wer von Euch unterschreibt das bitte?
Denkt Euch eine Zahl davor, ach verdammt...

1.) Wer alt ist und seinen letzten Bus verpasst, sollte gleich entmündigt werden (ist in anderen Ländern so)

Spart Euch die Mühe - man nennt das Strohmann-Argument. Ich nehme eine falsche Aussage ("das ist in anderen Ländern so"), um meine Position zu stärken. Die Beweispflicht läge hier ebenfalls auf des Verfassers Seite. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, nenne Land und Gesetz. Aber solange bin ich mir sehr sicher, dass Aussage 1.) absolut falsch ist. Zusätzlich bist Du spätestens hier bei nicht besonders menschenfreundlichen Aussagen angelangt.

Wenn ich also Ibreakthroughs Ausführungen, Begründungen und Schlussfolgerungen zusammen bringe, bleibt übrig, dass der Verfasser sehr erholungsbedürftig vom Tag war, dass für ihn in der Kernsituation zu viel geredet wurde und dies sein Stresslevel deutlich strapaziert hat. Da fühle ich tatsächlich voll mit. Gerade wenn der Energietank fast leer ist, erhöht sich die Stressanfälligkeit immens. Ob psychisch krank oder gesund spielt da keine Rolle. Es gibt Strategien - wenn einem das bewusst ist oder gemacht wird, dass Du dann besser auf Dich aufpasst. Keinen Bock auf ein Gespräch? Du darfst das signalisieren. Direkt sagen, so tun als müsstest Du telefonieren oder Kopfhörer aufsetzen. Nein sagen ist auch okay, auch die Situation verlassen so weit möglich kann helfen. Du weißt selber, dass Dir im Leben immer wieder Situationen begegnen, wo Du vielleicht wenig Geduld und Energie übrig hast. Das bedeutet - und deswegen schreibe ich das alles:

Wenn Du denkst und glaubst, die anderen sind schuld (die alten Menschen), dann erklärt das, warum Du Dich so weit aus dem Fenster lehnst und zu so einem Gedankensalat kommst. Wenn Du meine Version dagegen hältst, ist der Kern nicht "die nervigen anderen sind schuld" sondern: "Ich kann etwas tun, damit es mir in solch einer Situation besser geht." In Deiner Version bist Du machtlos und frustriert, meine Anregung gäbe Dir Dein Handlungszepter zurück (Selbstschutz, Selbstliebe, Stresstoleranz, Skilltraining) und deutlich mehr Lebensqualität.

21.05.2019 17:52 • x 1 #32


kritisches_Auge
Um nicht angesprochen zu werden und um mich abzulenken, nehme ich grundsätzlich ein Buch mit wenn ich unterwegs bin, damit kann ich mich herrlich abschotten.

21.05.2019 17:57 • x 3 #33


Kind-in-mir
@HowToNotFly

Und ICH gratuliere dir ebenfalls zu deinem Namen und dieser grandiosen Analyse plus vorgeschlagenen Bewältigungsstrategien! Du hast dir viel Mühe gemacht, alles differenziert zu betrachten und Optionen zu zeigen, wie Breaktogether vielleicht zukünftig etwas leichter mit so einer Situation umgehen könnte um hoffentlich dann nicht mehr zusammen zu breaken, sondern mehr über den Dingen zu flyen. Sehr konstruktiver Beitrag in meinen Augen.

21.05.2019 18:06 • x 1 #34


Mylenix
Zitat von Ibreaktogether:
Hallo, ich hatte gestern abend ein Erlebnis, wo mir bewusst wurde, dass es auch von Nachteil sein kann, wenn man zu schnell mit anderen Menschen ins Gespräch kommt. Ich war im vorletzten Bus, der von der Großstadt in mein Dorf fuhr, und wollte nur meine Ruhe haben. Da stieg ein älteres Ehepaar ein, mindestens 80 Jahre, wovon der Mann einen Rollator hatte. Von Anfang an sorgten sie führ Aufruhr. Erst, weil sie nicht vorne einsteigen wollten, dann natürlich, weil jeder aufstand, damit sie sich setzen konnten. Anstatt sich darauf zu konzentrieren, dass sie im nächsten ...


Hey, du!

Als ich mich mit einem Mädel in einer Stadt getroffen habe, war die auch ziemlich redeaktiv, Problem dabei ist dann, dass ich mich nicht auf die Orientierung konzentrieren konnte und wir uns öfter verlaufen haben. An sich find ichs ja okay wenn Menschen mit mir reden, solange da kein Rede-Zwang oder keine Rede-Angst ist, aber es kann nunmal sehr ablenken, vorallem bei einer Person wie mir, die soziale Situationen nicht mehr gewohnt ist, man kann sich auch so gut ohne Worte verstehen, die Worte und das Vertrauen kommen mit der zeit wenn man es locker angeht, und ich versuche immer das Gefühl zu geben, dass der Andere mir auf Augenhöhe ist und genauso aussprechen und mitreden und von sich erzählen darf. Manche sind aber auch einfach von Natur aus gesprächig, aber ich bin eig. ganz froh wie ich bin, Energie und Aufmerksamkeitssparsam, aber ich kann auch manchmal etwas mehr reden wenn mich ein Thema interessiert und ich auf nichts Anderes achten muss.

21.05.2019 18:24 • #35


Misplaced Childhood
In Berlin wäre es anders gelaufen , denn alte Leute kommen ungern mit ihren Rollator die Treppe zum Oberdeck hinauf und Du hättest Deine Ruhe !
Dann noch den Einzelplatz oben hinten an der zweiten Treppe !

23.05.2019 18:00 • #36




Dr. Reinhard Pichler