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OrsimerCordia

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Ich möchte das einmal los werden.

Vorbemerkung:
Ich beschreibe die folgenden Ereignisse als mein „Trauma“. Auch ohne offizielle Diagnose ist dies der einzige Begriff, der der Schwere meines Leids und den bleibenden Spuren in meinem Nervensystem gerecht wird.

1. Die Chronik des Zusammenbruchs (2021)
Was als Erleichterung nach der mRNA-Impfung begann, entwickelte sich innerhalb weniger Stunden zu einem existenziellen Albtraum.
Der körperliche Kontrollverlust: Kurz nach der Impfung setzten massive Kreislaufprobleme, Übelkeit, Gelenkschmerzen und ein vernichtendes Krankheitsgefühl ein. Doch das Schlimmste war ein extremer, dauerhafter Schwindel und Sehstörungen.
Das Versagen der Medikation: Meine Angststörung, die zuvor mit einer minimalen Dosis Fluoxetin (5 mg alle zwei Tage) völlig stabil war, geriet außer Kontrolle. Es fühlte sich an, als hätte die Impfung die Wirkung der Medikamente gelöscht. Mein System war chemisch und neurologisch im Ausnahmezustand.
Der tägliche Überlebenskampf: Sechs Monate lang durchlebte ich die „Hölle auf Erden“. Jeden Morgen um 4 Uhr morgens wurde ich von massiven Panikzuständen wach. Ich musste mich häufig übergeben und bin dann völlig verzweifelt bis mittags in meiner Wohnung auf und ab gelaufen. Ich war wie gelähmt vor Entsetzen und wusste nicht, was mit mir geschieht.

2. Die existenzielle Isolation und der Todeswunsch
Das Trauma entstand nicht nur durch die Symptome, sondern durch die totale Einsamkeit und die Abwertung durch andere:
Völliges Alleingelassenwerden: Ich war in dieser Zeit isoliert. Niemand war da, außer einem einzigen Freund. Das Gefühl, dass ich in meiner Wohnung sterben könnte und es niemanden interessieren würde, hat sich tief in mich eingebrannt.
Medizinische Invalidierung: Mein damaliger Psychiater nahm mich nicht ernst. Er probierte Medikamente wie Pregabalin an mir aus, aber als nichts half, schrie er mich an und sagte, er habe „keinen Bock mehr“. Das Gefühl der totalen Hilflosigkeit gegenüber einem Helfer, der mich im Stich lässt, war vernichtend.
Der sehnliche Wunsch zu sterben: In der Klinik wurde mir gesagt, ein Trauma brauche „Todesangst“. Bei mir war es schlimmer: Ich hatte keine Angst vor dem Tod, ich habe ihn mir sehnlichst gewünscht. Ich hatte keine Lebensqualität mehr und habe aktiv geplant, wie ich mein Leben beende, weil ich die Qualen und die Ignoranz der Umwelt nicht mehr aushielt.

3. Die aktuelle Retraumatisierung (Februar 2026)
Ich leide aktuell seit zwei Wochen an einer bakteriellen Nasennebenhöhlenentzündung. Der damit verbundene Schwindel und die Benommenheit fungieren als massiver biologischer Trigger.
Körpergedächtnis: Auch wenn dieser Schwindel anders ist (bewegungsabhängig), reagiert mein Gehirn mit einer „Zeitreise“. Ich erlebe visuelle Flashbacks, in denen ich meine alte Wohnung, die Wände und den Schnitt der Räume von 2021 glasklar vor mir sehe.

Emotionale Überflutung: Mit den Bildern kommt die exakt gleiche Verzweiflung und Hilflosigkeit von damals zurück. Mein Körper schaltet sofort in den Überlebensmodus von 2021.

Die Bedeutung der Validierung: Heute weiß ich durch spätere Rückfälle (die sich ganz anders anfühlten), dass 2021 eben nicht „nur psychisch“ war, sondern eine physische Reaktion meines Körpers. Die Wut darüber, dass mir damals niemand geglaubt hat, ist noch immer ein Teil meiner Belastung.

16.02.2026 x 2 #1


1 Antwort ↓

Tuffie1
Hallo,

die Impfungen damals haben unseren Körper nicht so belastet wie die Säuglings Impfungen und diese h erleben auch die Säuglinge. Naja ,es gibt ja auch Ausnahmen. Deine Wut machte sich damals sowie heute kaputt ,Kontrolle , Kontrollverlust. Naja , Gefühle annehmen und ziehen lassen . Krankheiten kommen und gehen sie gehören zum Leben dazu . Alles gute

#2






Dr. Reinhard Pichler
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