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Kuddel
Mitglied

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Hallo,
Ich habe hier schon länger nichts mehr geschrieben aber aktuell bin ich stark belastet und weiß nicht so recht was mit mir los ist. Ich habe eine Angst- und Zwangserkrankung seit vielen Jahren und auch Jahre mit viel emotionalen Stress hinter mir. Im März 2024 bekam ich Morbus Basedow und dadurch eine heftige Überfunktion der Schilddrüse, wo mein Körper sehr unter Stress stand. Habe da auch Betablocker bekommen. Im März 2025 habe ich eine Radiojodtherapie gemacht, im April dann schon die gewünschte Unterfunktion gehabt und Eisenmangel. War zu der Zeit sehr müde. Eisen habe ich bis Juni genommen (Ferritin war da bei 40) und die Schilddrüse hat seit August normale Werte und keine Restfunktion mehr. Bin mittlerweile gut eingestellt. Seit August ging es mir langsam immer schlechter. Viel erschöpft, keine Kraft. Im September 4,5 Wochen Krankschreibung. Habe extrem auf Reize reagiert, schnell überreizt, Schwindel, Reizdarmprobleme. Dann war ich im Oktober wieder arbeiten. Habe parallel die Betablocker ausgeschlichen, da ja keine Übefunktion mehr bestand. Infolgedessen bekam ich einmal heftiges herzrasen Anfang Dezember, vermute eine Absetzreaktion. War beim Arzt, dieser stellte einen sehr leeren Eisenspeicher fest Ferritin 8,2), HB noch normal. Seitdem nehme ich Eisen. War wieder 2 Wochen krankgeschrieben und über die Feiertage hatte ich Urlaub. Habe auch viel Unruhe und Panik, manchmal Sekundendrehschwindel. Ich fühle mich immer noch schnell überreizt, was mich aber sehr belastet ist meine Erschöpfung. Ich kann vielleicht mal 2 Stunden morgen bisschen was machen (heute kleiner Spaziergang und etwas Haushalt). Dann ist mein Körper so schwer und erschöpft, dass ich mich hinlegen muss. Müdigkeit geht einigermaßen, wenn ich genügend in der Nacht schlafe, ansonsten bin ich auch bleiern müde. Muss dann teilweise Stunden liegen, aber die Energie von morgens kommt nicht zurück. Würde sagen ein Akku von 50% morgens geht auf 5% und dann nur noch nach Erholung auf 20%. Ich habe so starke Angst, dass da was schlimmes dahinter steckt oder auch der Zustand nicht mehr besser wird. Verstehe nicht was mit mir los ist? 2 Tage war ich zwischendurch je einen halben Tag arbeiten und die haben mich komplett erschöpft. Weiß nicht, wie ich so Vollzeit arbeiten soll…Ist sowas jemanden bekannt? Würde mich über Antworten freuen.

Liebe Grüße
Kuddel

05.01.2026 #1


21 Antworten ↓


P
Ich würde vermuten, dass hier eine Kombination aus Eisenmangel und zu langer Schonung vorliegt. Je weniger Muskeln, desto weniger Energie hat man. Denn in Muskeln sind sehr viele Mitochondrien enthalten und das sind die Kraftwerke des Körpers.

In erster Linie muss der Eisenmangel behoben werden. Es gibt dazu übrigens beue Erkenntnisse, die besagen, dass mehr Eisen aufgenommen wird, wenn die Tabletten (nimmst du ferro sanol 100mg?) Nur alle 2 oder sogar 3 Tage genommen werden. Google mal. Vermutlich weißt du, dass sie auf nüchternen Magen genommen werden sollen und am besten noch mit Vitamin C.

Dennoch kann die Mangelbehebung eine Weile dauern. Ein guter Ferritinwert liegt übrigens über 70 oder sogar 100.

Gleichzeitig solltest du aber, wenn du sonst viel liegst oder sitzt, langsam die Belastung wieder steigern, um die Erschöpfung zu reduzieren.

Tageslicht, gesunde Ernährung, ausreichend Wasser, frische Luft und eben Bewegung unterstützen zusätzlich.

x 1 #2


A


Starke Erschöpfung nach geringer Belastung, was ist nur

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K
Danke dir!
Ja ich nehme Ferro Sanol Südens 200mg am Tag mit Vitamin C und mit 2 Stunden Abstand zum Essen (passt morgens leider nicht mit meinen anderen Medikamenten). Das mit den alle zwei Tage habe ich auch mal gelesen, mochte mich aber nicht über die Anweisung des Arztes hinweg setzen…und hatte dann auch Angst, dann vielleicht doch weniger aufzunehmen 🙈
Das mit der Belastung steigern versuche ich, nur komme ich immer wieder in diesen blöden Erschöpfungszustand und dann geht nichts mehr. Das frustriert mich so 😕vermute auch mein Nervensystem ist sehr überlastet.
Theorien habe ich so viele und dann doch wieder diese Angst, mit mir stimmt was nicht und es ist was schlimmeres…

x 1 #3


Greta__
Ist deine Medikation für die Schilddrüse sicher gut eingestellt?

Ich selbst hatte eine Überfunktion, Morbus Basedow wurde auch diagnostiziert. L-Thyroxin wurde reduziert (von 150 auf 100, in kleinen Schritten) und ich hatte auch eine Phase wo ich extrem erschöpft war. Wann war da die letzte Kontrolle (TSH, F3 und F4)? Sind deine Hormone (weiblichen) generell okay? Lt. Profil bist du 37, da kann es sein das die Prämenopause "anklopft".

x 1 #4


K
Meine Schilddrüsenwerte haben wir zuletzt Anfang Dezember überprüft, die sind seit August absolut in der Norm, der Nuklearmediziner ist auch sehr zufrieden damit. Weibliche Hormone hatten wir während der Basedow Zeit mal überprüft die waren da auch okay, hoffe das sind sie auch noch…eigentlich steht schon ewig das Thema Kind im Raum, aber mein Körper hat ja immer andere Ideen…
Wann war das bei dir mit der Erschöpfung und weiß man woher es kam?

#5


Greta__
Zitat von Kuddel:
Meine Schilddrüsenwerte haben wir zuletzt Anfang Dezember überprüft, die sind seit August absolut in der Norm, der Nuklearmediziner ist auch sehr ...

Normbereich ist nicht immer Wohlfühlbereich. Meine Werte waren auch in der Norm, mir ging es aber nicht gut damit.

Ich kenne mich mit dieser Jodtherapie nicht aus, würde aber vorsorglich beim Frauenarzt nachfragen und einen Hormonstatus machen lassen. Ich weiß selbst nur, dass die Schilddrüse wirklich alles im Körper beeinflusst.

Solltest du z. B. einen Gelbkörperhormon-Mangel haben, kann dies auch Erschöpfung auslösen.

x 1 #6


K
Das werde ich mal machen, habe glaube ich in 4-5 Wochen einen Termin.
Ja das die Schilddrüse alles beeinflusst habe ich auch leider feststellen müssen. War glaube ich gefühlt schon in allen Bereichen von den Werten, wobei ich das Gefühl habe es ist nicht mehr die Schilddrüse, irgendwie hat es sich anders angefühlt, schwer zu beschreiben 🤔

x 1 #7


P
Zitat von Kuddel:
und dann doch wieder diese Angst, mit mir stimmt was nicht und es ist was schlimmeres…

Angst kann dich natürlich in der Erschöpfung halten. Wenn du nach einer etwas belastenden Phase (Sport oder anstrengendere Hausarbeit) zunächst erschöpft bist, ist ja ok, wenn du dich vielleicht schon länger schonst.
Wichtig ist, dass du dich wieder aufladen kannst. Und dem scheint ja so zu sein.
Der gesunde Körper pssst sich an regelmäßige Herausforderungen an, wenn du ihm schonst, baut er ab.

Ich habe je mehr Sport ich mache, je bewegter mein Leben ist, desto mehr Energie habe ich (wenn ich auf Erholung achte).

x 2 #8


K
Schonung hilft bisschen, aber komme dann an dem Tag nicht mehr so auf die Beine wie morgens… also alles nur mit starker Anstrengung. Wahrscheinlich verstärkt eins das andere😩habe ja auch so zugenommen von dieses ganzen Hormonschwankungen, das ist ja auch so doof.

#9


Waldträumerin
@Kuddel Eine ganz extreme Erschöpfung (die sich ähnlich wie ein viraler Infekt anfühlt), kann auch von der Psyche kommen. Ich hatte eine solche Erschöpfung ein paar Wochen lang im letzten Sommer, auch mit extremer Empfindlichkeit auf Reize (Geräusche, Gerüche), und eine Psychiaterin sagte mir, dass es ein Symptom einer Depression sein kann. Es muss nicht unbedingt mit dem Eisen zu tun haben. Ich hatte zum Beispiel mal einige Wochen einen HB-Wert von 8,4 und fühlte mich zwar müde, aber nicht so dermaßen zerschlagen wie während der Depression. Ängste und psychische Belastung über einen langen Zeitraum können einen enorm erschöpft machen, das hätte ich mir früher nicht vorstellen können.

x 2 #10


K
Ja das mit der Psyche kommt bei mir auch dazu. Eine Depression habe ich wohl nicht, aber zeitweise depressive Verstimmungen und natürlich Zwangsgedanken und Ängste und die auch nicht wenig…Ich grübel gefühlt den ganzen Tag oder suche Antworten im Internet und weiß es ist nicht gut. Nur die Angst ist zu stark 😒aber ob da nun plötzlich so eine heftige Erschöpfung durchkommt? Hatte bevor es los ging eigentlich eine recht stabile Phase. Aber vermutlich kommt wirklich viel zusammen, wenn ich das so reflektiere gerade…

#11


Waldträumerin
@Kuddel Zwangsgedanken und Ängste rauben auf Dauer extrem viel Kraft… Aber es kann natürlich sein, dass mehr zusammenkommt.
Es gibt (so hat es mir die Psychiaterin gesagt) auch Depressionen, die sich in erster Linie körperlich äußern (zum Beispiel Erschöpfung, Herzstolpern u.v.m.), ohne dass man sich besonders traurig oder verzweifelt fühlt, und dahinter steckt oft ein anderes Problem oder ein Konflikt, der einem nicht so bewusst ist. Ich wünsche dir jedenfalls, dass es schnell wieder besser wird! Liebe Grüße!

x 1 #12


P
Zitat von Kuddel:
Ja das mit der Psyche kommt bei mir auch dazu. Eine Depression habe ich wohl nicht, aber zeitweise depressive Verstimmungen und natürlich ...

Vielleicht liegen auch weitere Mängel vor. B-Vitamine, Vit D (hat eigentlich jeder), Zink, Selen, Magnesium? Lass das auch mal checken. Kostet allerdings, aber dann hast du Gewissheit.

x 1 #13


K
@Waldträumerin

Danke😊 Laut meiner Therapeutin ist es keine Depression, aber es liegen hinter meinen Ängsten definitiv andere Dinge, die auch aufgearbeitet werden wollen. Vieles weiß ich mittlerweile, nur den richtigen Umgang habe ich noch nicht.

@Pauline333
B12 und Vitamin D ist in Ordnung, Magnesium nehme ich zumindest regelmäßig. Die anderen Sachen habe ich aber tatsächlich noch nicht überprüfen lassen.

Danke schonmal für eure Ansätze, werde mich da nochmal schlau machen und hoffe so sehr, dass sich bald Besserung einstellt, das ist so nämlich kein Zustand, wenn man den normalen Alltag nicht schafft.😕

x 2 #14


Butterfly-8539
Zitat von Kuddel:
Hallo, Ich habe hier schon länger nichts mehr geschrieben aber aktuell bin ich stark belastet und weiß nicht so recht was mit mir los ist. Ich habe eine Angst- und Zwangserkrankung seit vielen Jahren und auch Jahre mit viel emotionalen Stress hinter mir. Im März 2024 bekam ich Morbus Basedow und dadurch eine ...

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x 1 #15


D
Hallo,

ich kenne mich mir der Schilddrüse nicht aus, aber es gibt eine Krankheit die heisst ME/CFS und einiges was du beschreibst passt da leider ganz gut zu, wie diese Erschöpfung die sich durch ausruhen nicht wirklich bessert das super langsame aufladen deines Akkus.
Hattest du einen Infekt bevor das anfing? Wie lange ist das schon so?
Die ganzen Empfehlungen mit mehr Bewegung sind gut bei vielen Arten der Erschöpfung, aber wenn es
was Richtung ME/CFS ist, kann das kontraproduktiv sein. Dann heisst es Bewegung ja, aber nur solange es
deinen Zustand nicht verschlechtert dabei oder auch in den Tagen danach.

x 1 #16


K
@Die-Neue
Ich hatte Anfang Juni Magen Darm, ansonsten nichts. Und Anfang September nochmal, aber bin mir nicht sicher, ob das vielleicht psychisch war, habe auch mit Reizdarm zu tun. Mitte August wurde es schlechter, der erste „Zusammenbruch“ war Anfang September nach 2 stressigen Arbeitstagen. Im Oktober hatte ich 5 Wochen die ganz in Ordnung waren, da war ich nur abends früh müde, aber beim Eisenmangel vielleicht auch normal. Richtig schlecht wurde es dann, als ich den Betablocker komplett abgesetzt habe und diese Panikreaktionen und so bekommen habe. Seitdem ist es wieder der Zustand wie im September. Von ME/ CFS habe ich auch schon gehört und ehrlich gesagt die letzten Tage schon Panik geschoben, dass ich sowas habe. Aber manchmal lädt Erholung den Akku zumindest wieder bisschen auf, das ist so wahnsinnig unterschiedlich. Heute bin ich allerdings schon bleiern müde aufgewacht und hatte den ganzen Tag keine Kraft, bin aber parallel auch sehr unruhig/panisch und mein Puls reagiert so schnell bei Belastung heute. In Ruhe ist alles okay.

#17

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D
@Kuddel Tja das ist schwierig das so eindeutig zu beurteilen. Teile passen. ME/CFS heisst nicht das der Akku gar nicht mehr lädt, aber eben sehr langsam und nicht voll. Es gibt auch eine grosse Bandbreite, manche können noch arbeiten, manche nur Teilzeit, andere sind 24H bettlägrig.
Beobachte mal ob der Puls nur im stehen und bei Belastung hoch geht oder auch im liegen.
Wenn du mehr Infos in die ME/CFS brauchst kannst du mich gerne kontaktieren.
Aber mach dich nicht verrückt, es kann ja auch was anderes sein. Schilddrüse, Eisenmangel, Winter, stressige Phase.
Was sagt denn dein Arzt. Wenn der Puls immer so hoch geht wäre vielleicht ein Langzeitekg mal ganz gut.

x 1 #18


K
@Die-Neue
Danke dir. Im Liegen ist mein Puls absolut normal (Ruhepuls 55-65) und auch an manchen Tagen wenn ich in Bewegung bin. Habe das Gefühl umso mehr ich unter Strom stehe, desto mehr reagiert er bei Belastung. Herzuntersuchung hatte ich Ende 2024 mit 2x Langzeit EKG, mehrfach normales EKG und Ultraschall, da war immer alles okay. Mein Hausarzt sagt immer mein Herz ist gesund. Vermute/hoffe was den Puls angeht, dass das mit dem Absetzen der Betablocker noch zusammenhängt, als würde mein Nervensystem sich noch nicht wieder einpendeln.
Zum Thema ME/CFS…ich hatte ja wie gesagt dazwischen 5 bessere Wochen. Da war ich ohne Probleme über 2km spazieren, Pakete wegbringen, Blätter harken usw. An einem Tag. Da war ich danach abends halt nur müde, aber nicht erschöpft und bin auch darauf die Tage relativ fit gewesen. Nicht super, aber konnte wieder spazieren, einkaufen, etc. Das wundert mich halt bisschen. Hatte da auch Physiotherapie, zwar gut schlagendes Herz bei Anstrengung, aber habe auch 2 Jahre gar kein Sport mehr gemacht und Eisenmangel halt. Aber auch danach nicht erschöpft wie jetzt zurzeit.
Ich hoffe sehr es ist was anderes und wird wieder besser😒

#19


K
War heute nochmal beim Hausarzt und er vermutet Psyche/ Nervensystem. Das mein Körper komplett überfordert war mit der extrem stressigen Zeit (fast 5 Jahre) und am Ende ja auch starke hormonelle Schwankungen und mich nun in die Knie zwingt. Mein Gefühl sagt es mir auch, aber finde es so heftig, dass man davor wirklich so massiv erschöpft ist, dass wochenlang nichts geht…

x 1 #20


A


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