Vlt hilft mein Erfahrungsbericht ja dem ein oder anderen, der ebenfalls Angst vor einer Magenspiegelung und/oder der Sedierung hat. Ich möchte einfach mal schildern, wie es bei mir abgelaufen ist, vielleicht nimmt das dem ein oder anderen ein bisschen die Angst.
Bei mir ging es morgens um 8 Uhr los. Ich bin zunächst in die Praxis gekommen und musste an der Anmeldung meine uuuuunbedingt benötigte Hausarztvermittlungsfall-Überweisung vom Hausarzt vorlegen

. Dort wurde ich außerdem gefragt, wer mich nach der Untersuchung abholt und nach der Telefonnummer der Abholperson. Anschließend bekam ich noch zwei Bögen, einen für die Anästhesie und einen allgemeinen Informationsbogen, die ich schnell ausgefüllt habe.
Kurz danach wurde ich bereits zum Anästhesisten gerufen. Der war unglaublich nett, relativ jung und hat sich Zeit genommen, mir alles zu erklären. Ich habe direkt gesagt, dass ich in meinem Leben noch nie eine Narkose oder Sedierung hatte und deshalb ziemlich nervös bin. Er war sehr verständnisvoll und meinte, ich müsse mir überhaupt keine Sorgen machen. Solche Sedierungen würden dort täglich sehr häufig durchgeführt und Komplikationen seien äußerst selten.
Er meinte außerdem, ich solle während des Einschlafens an etwas Schönes denken. Ich habe ihn dann gebeten, mir nicht extra anzukündigen, wenn das Medikament gegeben wird, sondern einfach machen zu lassen

. Er meinte er habe viele Patienten, die sich wohl auf die sediwrung freuen, weil sie immer was schönes träumen

deshalb solle ich an was schönes denken.
Anschließend ging es in einen Untersuchungsraum, der ein bisschen wie ein Raum in der Notaufnahme aussah. Dort warteten bereits eine Assistentin und der Anästhesist kam auch dazu. Ich legte mich auf die Liege und wurde zunächst angeschlossen: Sauerstoff über eine kleine Nasenbrille, Blutdruckmessung und Pulsoximete.
Mein Puls war ziemlich hoch. Der Anästhesist meinte aber sofort, dass das eindeutig an meiner Aufregung liege und ich mich entspannen könne

. Mein Blutdruck war mit 120/70 dagegen perfekt.
Danach wurde mir der Zugang gelegt. Auch hier meinte der Anästhesist noch einmal sehr beruhigend: „Das war jetzt wahrscheinlich der unangenehmste Teil.“
Kurz darauf kam der Gastroenterologe, der die Untersuchung durchgeführt hat. Er war zwar etwas grummelig, aber letztendlich völlig in Ordnung. Er hat noch einmal kurz am Computer nachgeschaut und dann ging es eigentlich direkt los. Hat mich auch nicht mehr nach meinen Beschwerden oder so gefragt.
Ich musste den Mund öffnen und bekam einen Beißschutz eingesetzt. Dann wurde ich noch entsprechend gelagert und der Anästhesist sagte relativ schnell: „Dann träumen Sie jetzt einfach von etwas Schönem.“
Kurz danach wurde mir etwas schwindelig. Aber keine Angst, war nicht schlimm! Ich erinnere mich noch daran, dass ich mich einmal kurz bewegt habe, und dann war ich weg.
Das nächste, woran ich mich erinnere: Ich bin im Aufwachraum wieder aufgewacht. Ich hab direkt noch auf die Uhr geschaut und es waren ungefähr 30 Minuten vergangen seit der Spritze. Zwei oder drei Türen weiter lag eine andere Dame, mit der ich mich vorher noch unterhalten hatte. Als wir uns wieder gesehen haben, haben wir uns gegenseitig gratuliert, dass wir es beide hinter uns hatten

Ich bin zunächst direkt aufgestanden, was allerdings keine besonders gute Idee war, weil mir noch ziemlich schwindelig war. Die Arzthelferin hat mich deshalb wieder gebeten, mich hinzusetzen.
Irgendwann kam der Arzt noch einmal und erklärte mir das Ergebnis. Er hatte nichts Dramatisches gefunden, lediglich eine leichte Gastritis meinte er. Die weiteren Befunde, unter anderem bezüglich Helicobacter, sollten später noch mitgeteilt werden. Je nachdem, was dabei herauskommt, wird dann gegebenenfalls eine entsprechende Therapie eingeleitet.
Danach ging es wieder zur Anmeldung und ich musste noch ungefähr eine halbe Stunde warten, bis mein Kumpel mich abholen konnte. Die Praxis hat ihn übrigens auch tatsächlich angerufen, als es soweit war. Ich hatte außerdem noch etwas im Untersuchungsraum vergessen und die nette Assistentin hat es mir sogar noch geholt.
Hab dann erst einmal sehr viel getrunken (3L) und musste dementsprechend auch ständig auf die Toilette. Ich dachte mir, viel Flüssigkeit könne nicht schaden, damit mein Körper das Propofol möglichst schnell wieder loswird.
Jetzt am Abend fühl ich mich immer noch nicht wieder 100%ig fit, aber hoffe dass es morgen dann wieder alles back to normal ist.
Insgesamt bin ich wirklich sehr zufrieden mit dem Ablauf. Ich hatte mir das Ganze viel, viel schlimmer vorgestellt. Gerade die Sedierung war für mich im Vorfeld der Teil, vor dem ich am meisten Angst hatte und am Ende war es eigentlich das Unkomplizierteste überhaupt.
Natürlich sollte man eine Magenspiegelung nicht einfach ohne Grund machen lassen. Wenn sie medizinisch notwendig ist, würde ich persönlich nach dieser Erfahrung aber sagen: Macht sie lieber, statt euch wochenlang davor zu fürchten.
Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht kann vielleicht dem ein oder anderen ein bisschen die Angst nehmen. Ich selbst hätte vor der Untersuchung gerne so einen Erfahrungsbericht gelesen.

Im Endeffekt ist es jetzt natürlich dennoch fraglich was ich denn Eigtl habe. Da ich immer wieder körperliche Sachen habe ohne Befund, könnte es natürlich auch diesmal was psychisches sein. Andererseits könnte es natürlich auch der helicobacter sein. Falls ja, muss man wohl 10 Tage hochdosiert 2 Antibiotika parallel nehmen

auch nicht so gut - also wäre mir lieber das nicht tun zu müssen. Wenn es aber hilft, werde ich es wohl nach nachgewiesenem helicobacter machen. Hatte heute direkt wieder relativ starkes Sodbrennen, also nicht so gut.
Danke noch mal für eure Zusprüche und ich hoffe das hilft dem ein oder anderenm!