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inna7
Hallo ihr Lieben!
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Erstmal zu mir, ich bin Weiblich, 21 Jahre und eigentlich sehr lebensfroh mit einer guten Portion Selbstbewusstsein. Aber seit Oktober habe ich das verloren. Alles fing an als ich das erste mal bei meinem Partner abends alleine Zuhause war weil er Nachtschicht hatte. Ich saß auf der Couch auf einmal fing mein Kopf an zu brennen und zu kribbeln. Darauf hin hab ich heftiges Herzrasen und keine luft mehr bekommen. Musste den Notarzt rufen weil ich nicht wusste was mit mir ist. Und ich mir sicher war das ich sterben würde. Wurde abgeholt untersucht und außer hohem Puls war nichts. Ich konnte ja nicht ahnen das ich "nur" ne Panikattacke hatte. Das ging dann eine Woche so weiter immer mal wieder ins Krankenhaus. Bis die Schwester beim 4. mal sagte das ist in dem alter gar nicht so selten das wächst sich wieder aus. Und ich fragte mich ja was denn tum Teufel. Bis ich mich im Internet selber schlau gemacht habe. Nun wusste ich womit ich es zutun hatte und konnte damit arbeiten. Tagsüber ging es mir dann auch ziemlich schnell wieder richtig gut. Nur abends konnte ich einfach nicht alleine sein. Immer musste meine beste Freundin bei mir schlafen oder ich hab bei meiner kleinen(!) Schwester mit im Bett schlafen. Ich war auch beim Neurochirogen der meinte ich hätte einen eingeklemmten Nerv im Kopf und daher kommt das ständige kribbeln. Ich hatte aber die angst oder habe sie immer noch das ich eventuell ein Aneurysma haben könnte da und das ist eigentlich das worauf ich hinaus wollte mein Vater und mein Opa an einem Hirnaneurysma gestorben sind. Ich hab mir also so lang eingeredet das ich eins habe das ich mir das selber glaube. Trotzdem hab ich an mir gearbeitet und konnte schnell wieder weiter am Leben teilhaben. Die Symptome wurden sehr viel schwächer Panikattacken hab ich so gut wie gar keine mehr. Ich kann gut damit leben das mir halt manchmal schlecht ist, mein Kopf pocht, meine Finger weh tun oder das ich einen leichten Druck in der Brust spüre und die vielen anderen Beschwerden mit denen "wir" jetzt nunmal zu leben haben. Aber seit 3 Tagen sind die Symptome wieder verstärkt da, was mich wieder erheblich einschränkt. Bei mir ging sofort die rote Lampe wieder an ANEURYSMA Das hab ich bis jetzt und bekomme es nicht weg. Normalerweise bin ich zwei mal die Woche bei meinem Arzt wegen den spritzen aber war seit Weihnachten nicht mehr da. Und jetzt hab ich die Beruhigung von ihm nicht. Das da nichts ist. Was ich wissen möchte ist, gibt es bei euch auch Rückschläge? Das alles eine Zeit lang gut klappt und dann kommt es zurück?! Wenn ja wie geht ihr damit um? Ich hätte gern einen Ratschlag von jemanden der schon länger dabei ist und mir sagen kann was noch auf mich zukommt. Das wär sehr lieb. Vielen Dank schon mal an alle die bis zum Schluss gelesen haben. Ich konnte mich noch nie kurz fassen.

07.01.2015 21:47 • 15.06.2015 #1


13 Antworten ↓


Also ich als hypochonder und angstgeplagte kann dich gut verstehen.
tage geht es sehr gut das man denkt man hats geschafft. aber dann kommt alles wieder. das mit kribbeln im kopf kenn ich auch.hab mal gehört das kommt von den nerven.
bei mir ust es meistens wenn ich mich innerlich über etwas aufrege und mch in sachen reinsteigere.man googelt und alles wird noch schlimmer. man muss versuchen sich abzulenken und bewegen.

das allein sein ist dann auch schlimm, es kommen die dämlichsten gedanken in den kopf "was wäre wenn"?

ich denk mir dann immer " Angst du kannst mich mal,ich lasse mir mein leben nicht von dir bestimmen!

liebe grüße

08.01.2015 09:06 • #2



Angstneuling bittet um Erfahrungsberichte

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inna7
Danke für die Antwort Also ist das normal das man Rückschlage hat?! Weil es mir jetzt ein paar Wochen wirklich sehr gut ging. Mein Arzt hat mir viel Bewegung und Ernährungsumstellung verordnet und seit dem ging es mir viel besser. Und wenn ich ehrlich bin hab ich das wieder ziemlich schleifen lassen, weil es mir eben wieder gut ging. Wir haben jetzt aber wieder einen Hund und ich kann mich viel draußen aufhalten. Was wirklich hilft. Ich habe aber angst das das jetzt ein lebenslanger Kampf wird und ich für immer daran arbeiten muss, auf mich achten muss. Damit das besser wird bzw. nicht wieder kommt. Wie ist das, bleibt das jetzt für immer? Weil ich mich so überhaupt nicht kenne. Ich war immer eine dieser Menschen die sagte warum sollte ausgerechnet ich dieses und jenes bekommen.

08.01.2015 20:03 • #3


Hallo, ich bin 30 und hab gerade die zweite Phase... Nachdem ich vor 3 Jahren mit stimmungsaufhellern und selbstreflektion da raus bin (damals Auslöser tot des Onkels von meinem Schatz), bin ich nun seit Oktober wieder dabei (diesmal tot seines Vaters) und hoffe, dass ich da jetzt auch bald wieder raus finde... Im Grund weiß ich ja meine Macken und werde jetzt mal zu einem psychologischen Gespräch gehen um mir Tipps zu holen, wie ich da wieder raus komme...
Was hat dir dein Arzt denn geraten, sollst du deine Ernährung umstellen? Kenne das nicht, dass das auf die psyche Auswirkungen hat, wie man sich ernährt...

09.01.2015 01:31 • #4


inna7
Oh na ganz toll. Das sind ja rosige Aussichten. Hast du da also drei jahre lang nichts nehe mit zutun gehabt und dann war es wieder?
Ja also so ganz hab ich das auch noch nicht verstanden ich soll mir wohl ein nerv eingeklemmt haben im Kopf oder Nacken und seit dem Spielen meine nerven verrückt. Alles piekst drückt kribbelt. Schwindel, Übelkeit, angst. Mein Neurologe hat gesagt ich soll alles essen was das Herz-Kreislauf-System stärkt und nicht mehr so viel Fleisch essen. Also habe ich das gemacht und mit der Bewegung dazu ging es mir natürlich automatisch körperlich besser. Und somit auch psychisch. Das hilft auf jeden Fall da hat er recht. Das kann ich jedem nur empfehlen. Wenn du darauf achtest das dein Körper alles bekommelt was er braucht, wird er dir das auf jeden Fall danken. Ganz nach dem Motto: Du bist was du isst.

09.01.2015 12:51 • #5


ja genau...vor 3 Jahren einmal überwunden gehabt und ich war echt froh und dann kam meine Tochter zur Welt und nun muss ich mich wieder mit diesen Ängsten rumärgern ich habe mir auch schon vorgenommen, mal wieder mehr Sport zu machen, leider im Moment durch meine Süße nur abends möglich, wenn sie im Bett ist und dann ist es dunkel...im Fit mag ich mich nicht extra anmelden, weil das natürlich auch kostet und ich hab jetzt mit nur noch 30 Arbeitsstunden die Woche nicht noch Geld über für ein Fitnessstudio...Was machst du für Sport / Bewegung?

09.01.2015 14:46 • #6


inna7
Oh man also das find ich ja richtig schei.. Einmal überwunden und dann ist es wieder da. Das würde mich richtig ankotzen.
Ich bin erstmal viel draußen auf dem Feld mit meinem Hund. Jeder Spaziergang dauert rund eine Stunde. Dann fahr ich gerne Fahrrad wenn es das Wetter zulässt. Und das war es auch schon. Und trotzdem hat das gewaltige Auswirkungen auf meinen Körper und vor allem auf meinem Gemütszustand.

09.01.2015 15:04 • x 1 #7


Angstlöwin
Zitat von inna7:
Oh man also das find ich ja richtig schei.. Einmal überwunden und dann ist es wieder da. Das würde mich richtig ankotzen.
Ich bin erstmal viel draußen auf dem Feld mit meinem Hund. Jeder Spaziergang dauert rund eine Stunde. Dann fahr ich gerne Fahrrad wenn es das Wetter zulässt. Und das war es auch schon. Und trotzdem hat das gewaltige Auswirkungen auf meinen Körper und vor allem auf meinem Gemütszustand.


Hallo,
ich leide jetzt schon seit Januar 2014 unter einer Angststörung. Bei mir ist es die Angst vor der Angst und Erwartungsangst.
Würde gerne auch mehr Bewegung machen, habe auch einen Hund. Aber eine Stunde alleine mit dem Hund spazieren gehen schaffe ich noch nicht, da ich mir immer denke, was wenn da was passiert, dann fangt das kribbeln wieder an und ich schau dass ich schnell wieder zu hause bin.
Hattes du Angst/Symptome wenn du Sport gemacht hast? Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

Ich denke mir immer mich schonen zu müssen, obwohl das ja eigentlich totaler quatsch ist. hmmmmm.....

15.06.2015 12:35 • #8


inna7
Hallo Angstlöwin

Am Anfang waren es wirklich ganz schlimm. Sofort wenn ich das große Feld nicht mehr überblicken konnte uns aud mich alleine gestellt war, weil niemand sonst spazieren gegangen ist, kamen die Symptome. Bei mir war es auch ein kribbeln. Dann ab und zu ein stechen im kopf. An einem Tag stand ich an dem Fleck wo ich sonst immer umkehre. 10 Minuten hab ich überlegt. Dann bin ich einfach weiter gegangen. Und das Adrenalin schoss mir durch den Körper. Aber es war ein wahnsinns Gefühl! Als ich durch war hab ich mir einen Muffin gebacken, zur Belohnung. Am nächsten Tag wollte ich wieder ein Muffin essen und bin die Strecke nochmal gegangen.
Seit dem Erfolgserlebnis, hab ich mich sehr gesteigert. Die Todesangst ist seit Februar weg. Seit April ist der Gedanke ich könnte krank sein völlig verschwunden. Ich mache jetzt sogar hartes Cardio-Training um meinen Puls schön in die Höhe zu treiben. Mein Herz hat sich mit entwickelt uns ist noch gesünder als vorher.
Ich kann dir nur sagen, tu es einfach. Die ersten male werden hart und bringen dich über deine Grenzen hinaus, aber wenn du ws hinter dir hast, bist du umso stolzer aif dich und deine Leistung.
Ich hoffe das du dich bald überwinden kannst.
Liebe grüße.

15.06.2015 14:12 • x 1 #9


Angstlöwin
Zitat von inna7:
Hallo Angstlöwin

Am Anfang waren es wirklich ganz schlimm. Sofort wenn ich das große Feld nicht mehr überblicken konnte uns aud mich alleine gestellt war, weil niemand sonst spazieren gegangen ist, kamen die Symptome. Bei mir war es auch ein kribbeln. Dann ab und zu ein stechen im kopf. An einem Tag stand ich an dem Fleck wo ich sonst immer umkehre. 10 Minuten hab ich überlegt. Dann bin ich einfach weiter gegangen. Und das Adrenalin schoss mir durch den Körper. Aber es war ein wahnsinns Gefühl! Als ich durch war hab ich mir einen Muffin gebacken, zur Belohnung. Am nächsten Tag wollte ich wieder ein Muffin essen und bin die Strecke nochmal gegangen.
Seit dem Erfolgserlebnis, hab ich mich sehr gesteigert. Die Todesangst ist seit Februar weg. Seit April ist der Gedanke ich könnte krank sein völlig verschwunden. Ich mache jetzt sogar hartes Cardio-Training um meinen Puls schön in die Höhe zu treiben. Mein Herz hat sich mit entwickelt uns ist noch gesünder als vorher.
Ich kann dir nur sagen, tu es einfach. Die ersten male werden hart und bringen dich über deine Grenzen hinaus, aber wenn du ws hinter dir hast, bist du umso stolzer aif dich und deine Leistung.
Ich hoffe das du dich bald überwinden kannst.
Liebe grüße.


Ich danke dir für die Antwort! Es gibt mir einen Ansporn es durchzuziehen! Bei mir ist es eben, dass ich dann nach 10 Minuten oder so kribbeln bekomme oder so einen wackeligen Gang und druck im Kopf, dass ich dann angst bekomme dass ich ohnmächtig werde! Dann Dreh ich meistens um! Ich geh auch 20 Stunden die Woche arbeiten (habe dort auch kribbeln und Anspannung) aber ich ziehe es durch und dann denk ich mir, ich stell mich eh der Angst und trotzdem wird's nicht besser mit den Symptomen!

Ich finde das echt super, dass du da raus bist! Hast du das nur durch Bewegung geschafft? Wie bist du die Angst los geworden vorm Sterben?

15.06.2015 16:45 • #10


RicoBee
Hey inna. Nach über zehn Jahren hypochondrieren kann ich nur sagen: Das ist wie ne Achterbahnfahrt, bei der irgendjemand ab und an auch noch nen Knebel in die Speichen hält. Ich weiss nicht, ob man das jemals ganz los wird. Aber die guten Zeiten werden häufiger und länger, wenn man dran arbeitet.

Eins kann dir aber helfen: Solange du mit dem Hund raus kannst und Sport machst, ist alles gut Es stimmt halt schon: Mens sana in corpore sano. Doof ist halt, dass der Geist oft willig ist, aber das Fleisch nen kräftigen Tritt in den Hintern braucht. Bei mir zumindest.

15.06.2015 17:27 • #11


inna7
Symptome habe ich auch noch. Kribbeln, stechen, etc. Auch bin ich nicht mehr so belastbar wie früher, aber das ist wohl niemand von uns.
Natürlich hab ich das nicht nur der gesunden lebenswr zu verdanken. Jeden Tag hab ich mir gesagt dir geht es gut, du bist gesund. Eine positive Grundeinstellung ist macht ganz schön viel aus. Meine Mama hat immer und immer wieder gesagt "Mädchen reiß dich zusammen, das ist nur in deinem Kopf."
Nach ein paar Monaten habe ich das verinnerlicht.
Mir kann nichts passieren. Und wenn doch, dann ist es eben so. Ich habe gelernt das ich es sowieso nicht beeinflussen kann ob mich jetzt oder später eine schwere Krankheit befällt. Wenn du dir klar gemacht hast, du hast es nicht in der Hand wie und wann es zuende geht, ist es wieder viel leichter.
Symptome hin oder her.

15.06.2015 18:22 • x 1 #12


inna7
Hallo RicoBee.
Ich denke auch nicht das es jemals ganz aufhört. Da sind wir einer Meinung. Aber man kann ne Menge tun damit es besser wird hier nur im Forum rum zu surfen und jedem zu erzählen wie schlecht es einem geht macht nichts besser. Manchmal muss man seinen Ar. einfach hoch bekommen.
Ich lasse mich jetzt alle paar Jahre im MRT kontrollieren. Das habe ich mit meinem Arzt abgesprochen. Wenn nichts gefunden wird ist allesr super und wenn doch ist es behandelbar. Ich mach mir keine Sorgen mehr.

15.06.2015 18:29 • x 1 #13


RicoBee
Zitat von inna7:
Manchmal muss man seinen Ar... einfach hoch bekommen.

Amen, und zwar in ganz vielerlei Hinsicht!

15.06.2015 19:21 • #14



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Dr. Matthias Nagel