Zitat von enten:@maldur,
du weißt genau wodurch dieser Druck von dir kommt und es so u.U nicht funktioniert.
Du weißt es und machst es trotzdem,warum?
Geht dein Denken vielleicht auch in die Richtung:So,nun warst du lang genug krank,jetzt
muss aber wieder gut sein und Leistung kommen?
oder ist das die Denkweise und Erwartung der anderen?
Du sprichst oft mit einem guten Freund,der ebenfalls Depressionen hat.
Angenommen,er versucht zu arbeiten und scheitert,die Gründe spielen jetzt keine Rolle,wie reagierst du?
Maldur: "wenigstens habe ichsamstag wieder gemerkt, dass, wenn ich eine tavor nehme, ich nicht ausgenockt bin,sondern funktioniere"
Heißt das,es reicht dir "wieder zu funktionieren" also nicht leben?
Was soll endlich "funktionieren"? dein Denken?dein Körper?am besten alles?
wie sieht es mit deinen Freunden aus?Bist du da auch so und erwartest volle Funktion und Kontrolle?
Du bist/warst ein kontrollierter,funktionierender Mensch der die selbst gestellten
Erwartungen und Anforderungen,erfüllt hat und die der anderen gleich mit?
Hat dich das vielleicht krank gemacht?
Weil du irgendwann gemerkt hast,dass kann nicht alles sein?Dieses "Leben" fühlt sich
nicht richtig an?Da fehlt etwas?Etwas das dich ausfüllt,glücklich und zufrieden macht?
Es macht keinen Sinn,zu arbeiten,Geld zu haben wenn man das Gefühl hat,etwas fehlt
um das alles "gemeinsam"genießen zu können?
Wer ist das?Wer/Was fehlt in deinem Leben?Gab es diese Person schon und sie fiel
plötzlich weg?oder aber suchst du diese "eine Person".
Die mit der man Ängste,Sorgen usw aber auch Glück,Freude und das Gefühl von
Geborgenheit,eben alles, teilen kann?
Wo stehst DU als Mensch?nicht als funktionierende Maschine?
LG
puh, so viele fragen^^ ich versuch das mal abzuarbeiten
jau, ich weiß woher der druck kommt. aber ich weiß (noch) nicht, wie ich ihn abstelle. sprich, wie ich gelassener werde. gelassenheit, das ist es, was mir fehlt. wahrscheinlich, weil immer ein gewisses anspruchsdenken bei mir und meiner familie geherrscht hat. das man einen guten job haben muss, das man geld verdienen muss, das man muss... zumal ich ja auch nach einer abgeschlossenen privatinsolvenz nun in der wohlverhaltensphase bin und somit auch verpflichtet bin einen job auszuüben um die schulden zu bedienen.
nein, der gedanke, ich war nun lang genug krank und muss ja nun wieder funktionieren war so noch nicht da. da ich davon ausgehe immer krank zu bleiben. es ist denke ich die erwartung der anderen. sprich, ich bin ja nun schon so lang dabei das irgendwie in den griff zu bekommen, nu muss auch mal was bei rumkommen.
bzgl. meines kumpels, er sieht im arbeiten keinen sinn. von wg gesellschaftlicher auftrag,mehr geld verdienen als h4, etwas zu tun zu haben usw. ist aus seiner sicht sinnbefreit. daher versucht er es momentan nicht.
mit funktionieren meine ich gewissermaßen leben. fühlen. wobei zum fühlen ja nun auch leiden gehört. manchmal erwische ich mich dabei, wie ich bei einer panikattacke/bei einem panikschub sarkastisch zu mir sage, "hey, es fühlt sich beschissen an, aber dadurch das ich was fühle weiß ich, dass ich noch lebe". ich erwarte nicht, dass ich sofort wieder im normalmodus bin wie vor 12 jahren es noch der fall war. funktionieren bedeutet, zumindest das nötige hinzubekommen, wobei mein anspruch an das nötige möglicherweise zu hoch ist.
nun, bis ich ca 20 war konnte ich mein leben in vollen zügen genießen. klar, liebeskummer war auch damals ein thema, aber das ist normal denk ich. dann starb meine mutter unerwartet, was als der beginn der depression zu sehen ist (nicht dirket, schleichend). sie ist die person, die mir am meisten fehlt, wenngleich es nun 12 jahre schon her ist.
und ja, ich suche diese person, mit der ich alles teilen kann. nur ist mein selbstwertgefühl mittlerweile so niedrig, dass ich nicht mehr weiß, wie ich diese person auf mich aufmerksam machen kann, geschweige denn überzeugen, ach, eigentlich weiß ich nicht mal wo ich suchen bzw,. sie finden soll^^
und abschließend, wo ich als mensch stehe, wenn ich ehrlich bin, ich weiß es nicht.