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dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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invisiblemuesli

invisiblemuesli
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Ich schreibe diese Zeilen, weil ich gerade keine Hoffnung mehr sehe, dass mein Leben jemals wieder besser wird. Ich hatte heute wieder eine heftige Panikattacke mit schlimmer Übelkeit und will einfach nur mehr, dass mein Kopf Ruhe gibt. Habe einen kleinen Sohn (3) und einen Großen (14) (die die mich kennen, wissen das schon) und nehme zurzeit wieder die volle Ladung Benzos (Oxazepam 125-150mg) Schaffe es kaum noch irgendwas zu erledigen. Dazu kommt noch, dass mein Freund mit mir komplett überfordert ist. habe leider eine schlimme Traumafolgenstörung, Borderline, Zwangs- Angst und Panikstörung. Ich habe versucht von den Benzos wegzukommen und habe es geschafft von 125 mg auf 100 zu reduzieren. leider erfolglos denn nach der nächsten Attacke nahm ich gleich wieder eine ganze Tablette weil mir übel war (leide auch an Emetophobie). Zurzeit verletze bzw. schneide ich mir fast täglich meinen Unterschenkel auf und bin auch schon ans Handgelenk gegangen. Ich bin am Ende und weiß nicht mehr weiter. Rausgehen mag ich nicht, Menschen meide ich so gut es geht. (außer in meinem Job) und ich fühle mich wie gelähmt. Ich finde keine Hoffnung. mache zwar eine Psychotherapie die mir auch hilft, aber ich fürchte dass das zu wenig ist. tut mir leid für den Jammerpost, aber ich bin so ohne Hoffnung dass ich nicht mehr weiterweiß. .

23.03.2026 x 1 #1


21 Antworten ↓
fourofour

fourofour
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Zitat von invisiblemuesli:
habe leider eine schlimme Traumafolgenstörung, Borderline, Zwangs- Angst und Panikstörung. Ich habe versucht von den Benzos wegzukommen und habe es geschafft von 125 mg auf 100 zu reduzieren.

Es tut mir sehr leid das es dir im Moment so geht.
Selber habe ich keine BL Diagnose, jeeoch eine kPTBS die in weiten Teilen Überschneidungen damit hat.

Was ich lese ist, das Du einen wirklich hohen Leidensdruck hast. Wichtig ist jedoch das Du vermeidest dich für die Dinge wie SVV zu verurteilen oder "leider" zu deiner TFS sagst. Es ist wie es ist - radikale Akzeptanz.
Gut wäre auch wenn Du selbst bei dir die S.E.T. Methode anwendest in Krisen, deine Skills gezielt und konsequent nutzt um wieder einigermaßen dich runterzuskillen.
SVV entsteht ja in Kombination mit der emotionalen Instabilität und dem daraus resultieren hohen Anspannungspegel. Das kann sich verselbstständigen, weil sich anspannende Ereignisse stapeln. Irgendwann kann man dann an den Punkt kommen wo Du bist.

Finde das professionelle Hilfe für dich, Krisenintervention usw. echt wichtig ist. SVV

Noch etwas zu den Benzos - Sie sind Segen und Fluch zugleich. Ab einem gewissen Punkt können sie das ganze Gefüge deines Innern auch aus der Spur bringen, mal abgesehen von dem Suchtpotenzial.

Benzos und SVV sind aktuell die Mittel die Du hast um deinen Anspannungspegel zu regulieren. Man kann nur schauen was man dir an Werkzeugen in die Hand geben kann, was die anderen ersetzt.

Dir einfach die Dinge ersatzlos wegzunehmen, ist eine denkbar schlechte Idee. Mittel bis langfristig SVV jedoch auch nicht.

Bitte suche dir Hilfe.

Viel Kraft und vor allen Dingen Hoffnung.
404

17.03.2026 02:49 • x 3 #10


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Ich habe keine Hoffnung mehr

x 3


Abendschein

Abendschein
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Zitat von koenig:
Warst du schon mal in einer Klinik/Reha/Kur?

Das würde ich auch vorschlagen. Da bist Du unter Aufsicht, da sind Menschen die sich um Dich kümmern,
Tag und Nacht.
Das tut mir so leid, das Du so darunter leiden mußt @invisiblemuesli
Ich habe zwar keine Depressionen, aber mein Leben lang starke Ängste und Panikattacken.
Manchmal dachte ich auch, es geht nicht mehr weiter und in früheren Zeiten, wollte ich die Angst und
Panik nicht mehr haben. Dachte für einen kurzen Moment, dem ein Ende zu setzen. Aber ich habe dann mehrere
Therapien gemacht. Es war eine lange, schwere Zeit. Mit viel Hoffnungslosigkeit, weil die Ängste immer da
waren. Im Urlaub, in der Nacht, immer. Dann den Beruf, der mich forderte, ich kam nicht zur Ruhe. Aber die
Therapien halfen mir. Bitte gib nicht auf. Es wird ein Licht am Ende des Tunnels geben. Ganz bestimmt.

💕🙏💕

16.03.2026 22:28 • x 4 #9


Zum Beitrag im Thema ↓


Luce1
Ich drueck' Dich erstmal ganz doll .....

Ich habe Depressionen, daher kenne ich dieses ''sich selber fertig machen, nicht genug sein usw).

Ich hab auch monatelang die Wohnung nicht verlassen, Job verloren usw. weil man denkt, jeder sieht einem das an.

Ich habe dann bewusst nur von Tag zu Tag gelebt.

Da Du Dich taeglich schneidest, .... und es jetzt sogar auf's Handgelenk ausgeweitet ist, ich denke, Du brauchst da akut Hilfe, ggfs zu Deinem Hausarzt?

x 5 #2


Nick21
Zitat von invisiblemuesli:
Ich schreibe diese Zeilen, weil ich gerade keine Hoffnung mehr sehe, dass mein Leben jemals wieder besser wird. Ich hatte heute wieder eine heftige ...

Hallo invisiblemuesli,

nein Hoffnungslos ist es nicht, aber in solchen Momenten ist es gut sich Hilfe zu holen.
Rede wirklich mal mit deinem Hausarzt, Neurologen, Therapeuten oder what ever.
Vlt. Ist ja auch eine Anlaufstelle für dich gut wo man die Dinge erstmal sortiert.

Trost

x 4 #3


invisiblemuesli
Danke euch! Ja, ich muss was machen...definitiv..aber ich bin so müde 🫩 unendlich müde und kraftlos...selbst wenn ich einen Benzoentzug machen würde...ich denke Zuhause wurden meine Attacken wiederkommen...deshalb auch meine Hoffnungslosigkeit auf Besserung...heute hat mein Freund Geburtstag und ich sitz hier und fühle nichts...es sind eh seine Freunde da aber ich möchte am liebsten unter der Decke wohnen....

x 2 #4


R
Hallo ... ich fühle sehr mit dir. Hatte auch über Jahre heftige Angst- und Panikzustände - oft über mehrere Tage, mit einem Puls von 200 und ohne Schlaf. Hatte auch ab und zu Tavor genommen und dann entzogen. Die Zustände blieben trotzdem. Ich sollte "lernen, damit zu leben". Irgendwie schafft man es dann auch, aber es ist so unglaublich kraftzehrend. Es gab auch in meinem Umfeld eigentlich niemanden, der nicht überfordert oder verständnislos war. Ich hab eigentlich nur für meine Katzen weitergekämpft.
Du machst auf mich einen sehr verantwortungsbewussten und reflektierten Eindruck. Deshalb bin ich mir sicher, dass du es für deine Kinder schaffen wirst. Ich weiß wirklich, was du durchmachst und wünsche dir ganz viel Kraft.

x 4 #5


koenig
Warst du schon mal in einer Klinik/Reha/Kur?

x 2 #6


Luce1
Zitat von invisiblemuesli:
aber ich bin so müde 🫩 unendlich müde und kraftlos..


Ja bestimmt. Du schriebst, Du arbeitetest im Moment?

x 2 #7


P
Zitat von invisiblemuesli:
Ich schreibe diese Zeilen, weil ich gerade keine Hoffnung mehr sehe, dass mein Leben jemals wieder besser wird. Ich hatte heute wieder eine heftige ...

Der beständige Benzokonsum
wird eventuell zu deiner Krise beitragen.
Wie wäre ein kontrollierter Entzug und ggf Einschleichen eines AD in einer Klinik? Kann sich dein Freund um die Kinder kümmern?

x 2 #8


Abendschein
Zitat von koenig:
Warst du schon mal in einer Klinik/Reha/Kur?

Das würde ich auch vorschlagen. Da bist Du unter Aufsicht, da sind Menschen die sich um Dich kümmern,
Tag und Nacht.
Das tut mir so leid, das Du so darunter leiden mußt @invisiblemuesli
Ich habe zwar keine Depressionen, aber mein Leben lang starke Ängste und Panikattacken.
Manchmal dachte ich auch, es geht nicht mehr weiter und in früheren Zeiten, wollte ich die Angst und
Panik nicht mehr haben. Dachte für einen kurzen Moment, dem ein Ende zu setzen. Aber ich habe dann mehrere
Therapien gemacht. Es war eine lange, schwere Zeit. Mit viel Hoffnungslosigkeit, weil die Ängste immer da
waren. Im Urlaub, in der Nacht, immer. Dann den Beruf, der mich forderte, ich kam nicht zur Ruhe. Aber die
Therapien halfen mir. Bitte gib nicht auf. Es wird ein Licht am Ende des Tunnels geben. Ganz bestimmt.

💕🙏💕

x 4 #9


fourofour
Zitat von invisiblemuesli:
habe leider eine schlimme Traumafolgenstörung, Borderline, Zwangs- Angst und Panikstörung. Ich habe versucht von den Benzos wegzukommen und habe es geschafft von 125 mg auf 100 zu reduzieren.

Es tut mir sehr leid das es dir im Moment so geht.
Selber habe ich keine BL Diagnose, jeeoch eine kPTBS die in weiten Teilen Überschneidungen damit hat.

Was ich lese ist, das Du einen wirklich hohen Leidensdruck hast. Wichtig ist jedoch das Du vermeidest dich für die Dinge wie SVV zu verurteilen oder "leider" zu deiner TFS sagst. Es ist wie es ist - radikale Akzeptanz.
Gut wäre auch wenn Du selbst bei dir die S.E.T. Methode anwendest in Krisen, deine Skills gezielt und konsequent nutzt um wieder einigermaßen dich runterzuskillen.
SVV entsteht ja in Kombination mit der emotionalen Instabilität und dem daraus resultieren hohen Anspannungspegel. Das kann sich verselbstständigen, weil sich anspannende Ereignisse stapeln. Irgendwann kann man dann an den Punkt kommen wo Du bist.

Finde das professionelle Hilfe für dich, Krisenintervention usw. echt wichtig ist. SVV

Noch etwas zu den Benzos - Sie sind Segen und Fluch zugleich. Ab einem gewissen Punkt können sie das ganze Gefüge deines Innern auch aus der Spur bringen, mal abgesehen von dem Suchtpotenzial.

Benzos und SVV sind aktuell die Mittel die Du hast um deinen Anspannungspegel zu regulieren. Man kann nur schauen was man dir an Werkzeugen in die Hand geben kann, was die anderen ersetzt.

Dir einfach die Dinge ersatzlos wegzunehmen, ist eine denkbar schlechte Idee. Mittel bis langfristig SVV jedoch auch nicht.

Bitte suche dir Hilfe.

Viel Kraft und vor allen Dingen Hoffnung.
404

x 3 #10


invisiblemuesli
Zitat von koenig:
Warst du schon mal in einer Klinik/Reha/Kur?

Nein, leider nicht...ich wollte nicht bis jetzt weil ich solche schlechte Gewissensbisse gegenüber meinen Söhnen habe....

#11


invisiblemuesli
Zitat von Luce1:
Ja bestimmt. Du schriebst, Du arbeitetest im Moment?

Ja, ich bin Lehrkraft und arbeite 4 Tage die Woche...und noch die ganze Zeit zuhause....also fast immer....

#12


invisiblemuesli
@Reh
Das ist so schön zu lesen, vielen Dank für deine Antwort! Ich hoffe auch, dass ich es irgendwann schaffen werde ohne die Tabletten mein Leben leben zu können oder zumindest meine Persönlichkeit wiederzubekommen.

#13


invisiblemuesli
@Pauline333
Ja, mein Freund könnte sich kümmern bzw. ich habe auch meine Eltern und meine Schwiegermutter und Oma. Aber der Kleine hängt so an mir und der Große ist in der Pubertät. Ich habe einfach Angst, dass sie einen Schaden davontragen wenn ich für 3 - 4 Wochen nicht da bin ... traurig

#14


invisiblemuesli
Zitat von Abendschein:
Das würde ich auch vorschlagen. Da bist Du unter Aufsicht, da sind Menschen die sich um Dich kümmern, Tag und Nacht. Das tut mir so leid, das Du so darunter leiden mußt @invisiblemuesli Ich habe zwar keine Depressionen, aber mein Leben lang starke Ängste und Panikattacken. Manchmal dachte ich auch, es geht nicht ...

Ja, ich denke mir langsam dass es einfach nicht mehr anders geht...ich schaffe es alleine nicht...habe eine halbe Tablette wegbekommen und seit ein paar Tagen bin ich wieder zurück zur gleichen Dosis...weil meine Panikattacken zurückgekommen sind.

#15


invisiblemuesli
Zitat von fourofour:
Es tut mir sehr leid das es dir im Moment so geht. Selber habe ich keine BL Diagnose, jeeoch eine kPTBS die in weiten Teilen Überschneidungen damit hat. Was ich lese ist, das Du einen wirklich hohen Leidensdruck hast. Wichtig ist jedoch das Du vermeidest dich für die Dinge wie SVV zu verurteilen oder ...

Mein Bruder und meine Mutter haben mich vor Benzos gewarnt, aber ich wusste keinen Ausweg mehr. Ich wäre womöglich nicht mehr da wenn ich vor einem Jahr keine bekommen hätte. Es ist einfach schlimm, dass die Einen so verändern und lethargisch machen.....

#16


Luce1
Zitat von invisiblemuesli:
ich wollte nicht bis jetzt weil ich solche schlechte Gewissensbisse gegenüber meinen Söhnen habe


Eine Tagesklinik ist vorübergehend. Du gehst, lernst Strategien – und kommst gestärkt zurück. Du gehst, weil du Verantwortung übernimmst – für dich, deine Kinder und Deinen Mann.

x 2 #17

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P
Zitat von invisiblemuesli:
@Pauline333 Ja, mein Freund könnte sich kümmern bzw. ich habe auch meine Eltern und meine Schwiegermutter und Oma. Aber der Kleine hängt so an mir ...

Werden sie nicht.
Der potenzielle Schaden, der entstehen könnte, weil du nicht so für deine Kinder da sein kannst, wie du möchtest, wäre viel größer. Für euch alle.

Ich war 2020 2 x 2 Wochen in der Klinik und 2022 nochnal 2 Wochen. Stationär, um mich nur auf mich konzentrieren zu können, völlig raus zu sein und zur Ruhe zu kommen. Mein Kinder waren damals fast 4 und 6,5 bzw. 6,5 und 9.
Sie waren traurig, dass Ich weg war, aber wir haben jeden Tag Videotelefonie genacht und uns am WE gesehen. Bei meinem Aufenthalt 2022 habe ich nachmittags per Videotelefonie mit meinem größeren Kind Hausaufgaben gemacht.

Danach war ich wieder die Mama, die sie verdient haben. Win-win für alle.

x 3 #18


invisiblemuesli
Zitat von Pauline333:
Werden sie nicht. Der potenzielle Schaden, der entstehen könnte, weil du nicht so für deine Kinder da sein kannst, wie du möchtest, wäre viel größer. Für euch alle. Ich war 2020 2 x 2 Wochen in der Klinik und 2022 nochnal 2 Wochen. Stationär, um mich nur auf mich konzentrieren zu können, völlig raus zu sein ...

Das klingt wirklich sehr motivierend. Mir wird eh nichts anderes übrigbleiben, als einen Entzug zu machen. Ich habe halt so Angst dass ich mit mehreren Leuten in einem Zimmer sein werde. Habe eine schlimme Sozialphobie und halte es kaum aus wenn wir Besuch haben, der über Nacht bleibt. Wie soll das denn funktionieren...mein Vater war auch vor kurzem erst in der Sucht und zwar mit 5 anderen im Zimmer...ein absoluter Albtraum für mich 😱😱😱

x 1 #19


P
Ich war maximal im zweibett Zimmer. Vielleicht kommst du an ein Einzelzimmer ran, notfalls per privater Zubuchung.

x 2 #20


A


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Dr. Christina Wiesemann
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