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Kad
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Guten Morgen,
letztes Jahr Ende Oktober/Anfang November gingen meine Ängste/Panikattacken los.
Daraus resultierend habe ich eine leichte Depression entwickelt. Die damals zum Glück nach ca. 5 Wochen besser wurde und dann wegging.

Nun geht sie wieder los die dunkle Jahreszeit und ich merke, wie die Angstgefühle wieder hochkommen. Ich bin leider noch nicht so stabil, trotz zwischenzeitlicher Therapie, wie ich gerne sein möchte.

Hinzu kommt, dass ich immer noch an Wechseljahrsbeschwerden leide und dadurch bedingt mit Schlafstörungen zu tun habe, die mein Cortisolspiegel zusätzlich ansteigen lassen. Letztes Jahr hatte ich wenigsten den Vorteil, dass ich trotz Panikattacken und Ängsten einigermaßen gut schlafen konnte. Nun die Sorge, wenn der Schlaf so unruhig ist, triggert dass ja zusätzlich.

Ich probiere in Absprache mit meiner Frauenärztin jetzt eine neue Pille aus und ich habe für mich entschlossen die Pille nicht mehr abends sondern morgens zu nehmen, damit der Östrogenspiegel nachts nicht noch mehr fällt. Das war ein Hintergedanke meiner Ärztin, dass die Pille den Östrogenspiegel ja zusätzlich sinken lässt und dadruch die Durchschafstörungen und meine gestörte REM Phase zusätzlich belastet.

Da ich die Pille aber aufgrund einer bestehenden Endometriose nicht einfach absetzen kann, habe ich leider nicht so viele Möglichkeiten. Ein Versuch wäre sonst noch ein niedrig dosiertes Östrogengel, da ich nicht soviel Östrogen wegen der Endometriose und Migräne nehmen darf.

Auf alle Fälle mache ich mir Sorgen, wie ich den Herbst/Winter überstehen soll. Ich habe mir eine Tageslichtlampe bestellt, die ich auch mit zur Arbeit nehmen möchte, in der Hoffnung, dass die ein wenig vor einer beginnenden Depression hilft. Mit dem blöden Gedanken bzgl. der Dunkelheit habe ich allerdings leider noch zu kämpfen. Für mich ist die Dunkelheit ein Gefühl von Eingesperrst sein, wenn meine ätzenden Angstgedanken hochkommen.

Irgendwie war aber das ganze Jahr schon ein Hoch und Ab. Morgen habe ich einen Check Up Termin beim Arzt, da wollte ich das Schlafthema auf alle Fälle nochmal ansprechen.

Vielleicht hat ja jemdand noch Idee. Meine Strategie bis jetzt. Vitamin D, Magnesium 375 mg, Baldrian Passionsblume und Melisse Tabletten und wenn es irgenwdie geht tagsüber Meditation.

lg

• • 11.10.2026 x 2 #1


22 Antworten ↓

alles_roger
@Kad
Hey, guten Morgen ☕

Wenn man die dunkle Jahreszeit nicht als Feind, sondern als Einladung zur Gemütlichkeit sieht, verliert sie sofort ihren Schrecken. Der ständige Kampf gegen das Grau draußen ist ohnehin sinnlos – ändern können wir das Wetter ja doch nicht. Anstatt also dem Sommer hinterherzutrauern und Kraft im Widerstand zu verlieren, tut es so gut, den Fokus zu wechseln. Der Winter schenkt uns die perfekte Auszeit für Rückzug, Ruhe und all die kleinen Dinge, die eben nur jetzt so richtig guttun. Alles Liebe für dich! 🍂🫖🍪🕯

• x 7 #2


A


Angst vor der dunklen Jahreszeit

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S
Zitat von Kad:
Mit dem blöden Gedanken bzgl. der Dunkelheit habe ich allerdings leider noch zu kämpfen. Für mich ist die Dunkelheit ein Gefühl von Eingesperrst sein, wenn meine ätzenden Angstgedanken hochkommen.

Ich kenne dieses Gefühl mit zunehmender Dunkelheit draussen. Lichtherapie kann da gut helfen. Ich setze mich so ab Mitte Oktober morgens eine habe Stunde vor die Lampe (10000 Lux) Das hebt die Stimmung bei mir deutlich nach zwei drei Wochen und stabilisiert auch meinen Biorhythmus. Ansonsten versuche ich so viel wie möglich im Herbst/Winter ans Tageslicht zu kommen.

Zitat von Kad:
Baldrian Passionsblume und Melisse

Wie heißt dein Präperat?
Ich trinke Abends Nerven- und Schlaftee, aber der schmeckt schon übel.

• x 2 #3


iquique
Ich kenne das Problem mit der Winterdepression auch, und auch in diesem Jahr spüre ich es wieder kommen.

Meistens behelfe ich mir, indem ich in dieser Jahreszeit sehr viele kulturelle Aktivitäten unternehme, die ohnehin drinnen stattfinden. Also z.B. ins Theater, ins Kino, ins Museum, ins Konzert gehen. Dann habe ich zumindest das Gefühl, die dunkle Jahreszeit schön nutzen zu können.

• x 2 #4


S
Zitat von alles_roger:
Anstatt also dem Sommer hinterherzutrauern und Kraft im Widerstand zu verlieren, tut es so gut, den Fokus zu wechseln.

Ich trauere dem Sommer z.B. gar nicht hinterher, dennoch erwischt mich ab Ende Oktober/November die SAD wenn ich da nicht gegensteuere, dagegen hilft auch Gemütlichkeit nicht.

• x 1 #5


iquique
Zitat von silberauge:
dagegen hilft auch Gemütlichkeit nicht.

Für mich ist die winterliche Dunkelheit eigentlich auch nicht "gemütlich", sondern einfach düster. Ich finde es in den helleren Monaten gemütlicher, wenn schönes helles Sonnenlicht die Räume durchflutet.

• x 2 #6


S
Während andere bei Kerzenlicht vor sich hin dämmern ist bei mir im Winter meist Festbeleuchtung in der Bude. 😁

• x 2 #7


Windy
Klingt nach Winterdepression, die haben viele, weil wir im Winter, wenig Licht haben. Mir hilft dagegen die Tageslichtlampe und Vitamin D. Dieses Jahr bin ich froh, daß es nun wieder dunkler wird, denn der Sommer war für mich zu heiß und zu lange. Freue mich schon auf den gemütlichen Winter.

• x 1 #8


iquique
Ich orientiere mich übrigens auch immer an der Wintersonnwende. Sobald die vorüber ist, fühle ich mich etwas besser, weil die Tage langsam aber erkennbar wieder länger werden. Für mich ist die Zeit bis dahin (November und erste Dezemberhälfte) immer am schlimmsten.

• x 1 #9


K
Danke für eure Tipps und aufmunternden Worte. Letztes Jahr fühlte ich mich durch das Graue/Dunkle so eingeengt. Von daher ist es etwas schwierig es als gemütlich zu sehen aber anderseits brauche ich die Dunkelheit auch zum schlafen 😅 ich erhoffe mir einiges von der Tageslichtlampe.
Was die Hitze angeht freue ich mich in der Tat auch auf den Winter.
Ich muss nur meine Angstgedanken irgendwie anders bewerten und lernen die Panikattacken anzunehmen. Das ist nicht so einfach.

• x 1 #10


Tulpe88
@Kad

Vielleicht hilft dir auch der Gedanke an die Feiertage, gemeinsam verbrachte Zeit mit Familie und Freunden, in der Weihnachtszeit.
Oder, wenn es finanziell drin ist, könntest du im Winter ein paar Tage in den Süden verreisen. Da hättest du auch wieder etwas, worauf du dich freuen kannst, wenn es dir nicht gut geht.

• #11


K
Der 21.12 ist bei mir auch immer der Wendepunkt. Stimmt November bis dahin ist die anstrengendste Zeit.

Leider habe ich Flugangst und schulpflichtige Kinder sonst wäre ich gerne für ein paar Wochen in den Süden geflohen. Mit dem Auto wäre es mir zu weit und Kreuzfahrt ist nicht mein Ding zu viel Wasser🙈

Manchmal schaue ich mir gerne Filme an, die im Sommer/Süden spielen um dann den Winter etwas zu vergessen.

• x 2 #12


iquique
Zitat von Kad:
Leider habe ich Flugangst und schulpflichtige Kinder sonst wäre ich gerne für ein paar Wochen in den Süden geflohen.

Ich habe das früher manchmal gemacht, um die düsterste Zeit des Jahres zu überspringen. Wenn man zwischendurch mal zwei Wochen in einer sonnig-hellen Region war, dann macht einem der restliche Winter nicht mehr so viel aus.

Leider war das in den letzten Jahren wegen meiner pflegebedürftigen Mutter nicht mehr möglich gewesen.

• x 1 #13


P
Ich finde ja Johanniskraut sehr potent gegen leichte Depression. Oder nimmst du bereits ein AD?

Um die Schlafstörungen zu lindern könntest du schauen, was bei dir in Sachen Schlafhygiene noch verbessert werden könnte. Da gibt es ja umfangreiche Tipps.

Ich persönlich würde, wenn die Schlafstörungen zu arg werden, Promethazin nehmen. Damit kann ich mehrere Stunden durchschlafen und es macht nicht abhängig.

Ich habe es damals, als mir der Schlafmangel auf die Psyche geschlagen ist, immer für 1-2 Nächte genommen, wenn mind. 2 Nächte in Folge schlecht waren.

Wie du siehst, schlafe ich aktuell auch nicht so gut. Wechseljahrs- und stress beding wache ich in letzter Zeit oft um 3 oder 4 Uhr auf und kann meistens nicht mehr einschlafen. Meistens habe ich dann aber 5 bis 6h schon geschlafen und damit komme ich einigermaßen durch den Tag.

Wenn ich dadurch depressive Gefühle entwickeln würde, würde ich wie gesagt aber Promethazin zur Unterstützung nehmen.

• x 1 #14


K
Wenn ich könnte und nicht nur die Flugangst und Agoraphobie im Weg stehen würde und man nicht arbeiten müsste und genügend Geld hätte würde ich den ganzen Winter im Süden verbringen 😅.

Johanneskraut darf ich leider wegen Wechselwirkungen nicht nehmen.

Meine Tageslichtlampe ist gestern angekommen, die werde ich auf alle Fälle ausprobieren. Ich hoffe dass sie sich vielleicht auch positiv auf den Schlaf auswirkt. Heute habe ich zum Glück mal normal für meine Verhältnisse geschlafen.

Ich hoffe, dass wird zu mindestens nach den Wechseljahren wieder besser 🙏🏻 die Ängste hoffentlich auch.

@Pauline333 ich meine, dass Promethazin hattest du mir auch schon mal empfohlen 😊 das war verschreibungspflichtig, oder?

• #15


Schlaflose
Zitat von Kad:
Meine Tageslichtlampe ist gestern angekommen, die werde ich auf alle Fälle ausprobieren. Ich hoffe dass sie sich vielleicht auch positiv auf den Schlaf auswirkt. Heu

Für den Schlaf ist aber Dunkelheit besser, weil der Körper nur bei Dunkelheit das Schlafhormon Melatonin ausschüttet. Ich jedenfalls schlafe in den Wintermonaten, wenn es früh dunkel und spät hell wird immer besser als in den Spmmermonaten. Hängt aber auch mit den Temperaturen zusammen. Bei mehr als 18 Grad Raumtemperatur schwitze ich und schlafe schlechter.

• #16


P
Zitat von Kad:
Wenn ich könnte und nicht nur die Flugangst und Agoraphobie im Weg stehen würde und man nicht arbeiten müsste und genügend Geld hätte würde ich ...

Ja, Promethazin ist verschreibungspflichtig. Das kann aber auch der Hausarzt verschreiben.

Ich habe gute Erfahrungen mit einer Tageslichtlampe gegen Depression gemacht. Ich habe sie direkt morgens nach dem Aufwachen im Bett angemacht und gelesen. Das hat und sollte reichen. Man muss also nicht den ganzen Tag mit Tageslichtlampen-Licht verbringen.

• #17

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S
Zitat von Kad:
Meine Tageslichtlampe ist gestern angekommen, die werde ich auf alle Fälle ausprobieren. Ich hoffe dass sie sich vielleicht auch positiv auf den Schlaf auswirkt.

Du solltest die Lichttherapie nicht zu spät Abends anwenden. Wenn ich mich da z.B. um 20 Uhr noch vorsetze bin ich die ganze Nacht munter. Gut wenn man im Winter noch was vor hat und man eh die Nacht durch machen will, schlecht wenn man schlafen will.😉 Bei mir hilft in der dunkelsten Jahreszeit am besten morgens früh eine halbe Stunde und wenn es dann schon um 16 Uhr dunkel wird auch nochmal eine halbe Stunde (sofern ich da Zeit habe)
Ansonsten nehme ich in sehr stressigen schlaflosen Phasen das Opipramol Abends, damit komme ich ganz gut klar.

• #18


Sentinel2003
Zitat von alles_roger:
@Kad Hey, guten Morgen ☕ Wenn man die dunkle Jahreszeit nicht als Feind, sondern als Einladung zur Gemütlichkeit sieht, verliert sie sofort ihren Schrecken. Der ständige Kampf gegen das Grau draußen ist ohnehin sinnlos – ändern können wir das Wetter ja doch nicht. Anstatt also dem Sommer ...

Bei mir ist der sogenannte "Kampf" in der dunklen Jahreszeit mit dem sehr frühen Aufstehen und, dass ich gefühlt jeden Morgen im Wohngebiet der einzige um kurz nach 5 Uhr bin, der zur Arbeit muß in tiefster Dunkelheit und dann im Winter bei Kälte....

Das habe ich schon in meiner frühen Berufszeit gehasst, wenn ich schon um 5 Uhr aufstehen mußte und meine Eltern und Schwester noch in ihren Träumen lagen... 🤨

• #19


K
Ich werde das mit Promethazin im Hinterkopf behalten. Ich finde es besonders schlimm, wenn es abends eher dunkel wird und dann morgens noch so lange dunkel bleibt, das finde ich noch schlimmer als dass es abends eher dunkel wird. Ich muss leider immer früh aufstehen und dann ist es schon anstrengend. Ich wollte die Tageslichtlampe morgens so gegen 7.00/8.00 Uhr benutzen. Lg

• #20


A


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