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Hopeful1994

Hopeful1994
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Hallo zusammen,

Gerade hab ich wieder eine super Situation, die mein Angst gut beschreibt.
Wir haben am Samstag beim Einkaufen einen Hokkaido Kürbis gekauft. Heute mache ich daraus eine Suppe. Ich frage mich jetzt schon die ganze Zeit ob ich auch wirklich einen speisekürbis und keinen Zierkürbis gekauft habe aus Versehen. Das macht mich wahnsinnig und im Endeffekt traue ich mich nicht mehr das gekochte zu essen und werfe es weg. das macht mich ecjt verrückt. Bei Fleisch habe ich auch immer direkt Angst, es könnte etwas dran sein. Meinen Freund macht das ganze auch mittlerweile wahnsinnig. Ich denke dann den ganzen Abend über nichts anderes nach beim Essen.
Ich weiß auch nicht ob ich diese Kürbissuppe essen soll später. Habe den Kürbis bisher nur geschnitten.

Hat jemand auch Probleme damit und Tipps dazu? Ich würd so gerne einfsch nochmal normal essen können ohne immer ständig diese Angst zu haben, mich selbst zu vergiften etc.

20.02.2025 #1


26 Antworten ↓
R

realo
Mitglied

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Bin jetzt auf diesen Thread gestoßen, weil es hier um Nahrungsmittel geht. Ich mache gerade eine Ausbildung zum Ernährungsberater. Dabei möchte ich mich spezialisieren auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten und dazu gehört auch die Angst vor giftigen und verdorbenen Lebensmitteln.

Ich hatte vor einigen Jahren die Diagnose generalisierte Angsterkrankung und dazu gehörte auch die Angst, das Essen könnte vergiftet sein. Das ist unangenehm, denn mir selber schaden, war nicht mein Wunsch. Die Ängste wurden behandelt und so konnte ich das meiste ablegen. Habe auch gelernt, dass es bei krankhaften Ängsten keine reale Bedrohung gibt, sie finden vor allem im Kopf statt. So ist mir heute bewusst, habe mein ganzes Leben lang noch nie ein vergiftetes Essen erlebt und ob es verdorben ist, kann man riechen oder sehen. Auch von der Logik her ist ein gekochtes Essen am nächsten Tag nicht verdorben und im Kühlschrank im Sommer schon gar nicht. Will damit nur sagen, dass man beim Bekämpfen der Ängste mutig sein lernen kann und dann risikofreudiger wird.

Das lerne ich gerade im Kurs, die Gefahr, dass man aufgrund von seelischem Stress ein Lebensmittel nicht verträgt, ist viel größer als eine Unverträglichkeit wegen giftig oder verdorben. Wenn Lebensmittel Symptome machen, liegt es eher an der eigenen seelischen Verfassung, als an dem Stoff darin oder anders gesagt, der Stoff mit physischen Problemen ist eher stellvertretend für ein Empfindungsproblem.

Dann kann es passieren, wenn ich wirklich glaube, der Kürbis ist ungenießbar und ich esse ihn, dass ich dann Durchfall oder Magenschmerzen bekomme, obwohl der Kürbis völlig in Ordnung ist. Die Angst alleine macht das Lebensmittel unverträglich.

20.02.2025 14:31 • #27


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst davor schlechte oder giftige Lebensmittel zu essen?

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E

Ex-Mitglied
Gast

@Hopeful1994 ich kenne das auch, habe aber keine Ahnung in welche Ecke das einzuordnen ist. Irgendwie ein bisschen Paranoia vielleicht, nur dass man nicht nur anderen sondern sich selbst nicht traut.
Gab es denn mal einen Auslöser, dass du etwas Falsches genommen hast? Ich hab das, so lustig es klingt, manchmal bei Gewürzen…also zB Basilikum diese ganzen Pflanzen im Topf wo dann nichts mehr drauf steht wenn man die Packung entfernt. Da stehe ich dann manchmal vor und denke: „Nicht dass du jetzt aus versehen irgendeine giftige Pflanze gerade ins Essen tust“. Im Grunde weiß ich rational sogar dass es Schwachsinn ist, denn ich rieche ja dass es Basilikum ist. Aber das Gefühl der Unsicherheit bleibt. Es gibt ein Buch von einem Psychiater was ich mal gelesen hab, wo eine Frau immer Angst hatte, sich oder ihre Familie zu vergiften (das war wohl eine Art Zwangsstörung). Sie hatte dann wenn zb Spülmittel neben dem Suppentopf stand Angst dass sie statt einer anderen Flüssigkeit Spüli in die Suppe geschüttet hat. Daran in leichter Form hat mich das gerade etwas erinnert. Kenne das aber auch wenn Packungen zerrissen sind oder man Lebensmittel kocht die nicht ganz alltäglich sind.

26.09.2024 03:11 • #24


Zum Beitrag im Thema ↓


Mariebelle
Hallo,
Zierkuerbisse sind sehr klein.
Die kannst du nicht verwechseln.
Wenn dir bei der Zubereitung von Gemuese,Obst Fleisch etwas komisch vorkommt wuerde ich es auch nicht essen.

#2


Lerchen
@Hopeful1994

Was stand denn da auf dem Preisschild? Wenn dort Hokkaido Kürbis stand, dann wirst du auch Hokkaido Kürbis gekauft haben. 😉 Ich kann mir nicht vorstellen dass ein Lebensmittel Laden da plötzlich Zierkürbisse verkauft.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst: Ein Minikleines Stück probieren. Schmeckt bitter, dann lieber weg damit.
Mir ist noch nie ein bitterer Kürbis aus dem Laden untergekommen.

#3


Sonja77
Also ich bin bei Lebensmitteln wirklich auch sehr vorsichtig und heikel

Bei dir klingt das ganze aber schon krankhaft und nicht mehr im gesunden Bereich

Übrigens steht es bei zierkürbissen immer sehr groß auf dem Schild das es eben zierkürbisse sind

x 3 #4


Mariebelle
Ich kann oft am 2.Tag Sachen nicht mehr essen.
Mein Mann versteht das zwar nicht,aber akzeptiert das.

x 1 #5


Sonja77
Zitat von Mariebelle:
Ich kann oft am 2.Tag Sachen nicht mehr essen. Mein Mann versteht das zwar nicht,aber akzeptiert das.

Wir essen hier nichts am 2 Tag
ich koche jeden Tag frisch und nur soviel wie gegessen wird…….selten wird was weg geworfen aber am nächsten Tag essen wir es nicht mehr

x 1 #6


Mariebelle
Zitat von Sonja77:
Wir essen hier nichts am 2 Tag ich koche jeden Tag frisch und nur soviel wie gegessen wird…….selten wird was weg geworfen aber am nächsten Tag essen wir es nicht mehr

🤝🤝😘

x 1 #7


Löwenzähnchen
Zitat von Hopeful1994:
Hat jemand auch Probleme damit und Tipps dazu? Ich würd so gerne einfsch nochmal normal essen können ohne immer ständig diese Angst zu haben, mich selbst zu vergiften etc.

Ich kenne dieses Problem leider von meiner emetophobie. Ich versuche es tatsächlich einfach zu ignorieren. Aber ich verstehe, dass einen diese Gedanken absolut wahnsinnig machen.

#8


Karimma
Schön zu hören, dass andere Menschen auch diese Probleme haben. Ich schmeisse oft Dinge weg, wenn sie mir komisch vorkommen.

#9


Sonja77
Bei Lebensmitteln muss man immer etwas aufpassen

Ich wasche zum Beispiel mein Obst und Gemüse mit viel Wasser und Natron ab…..

Das ist in Italien ein Muss das macht da jeder so und es wird einem schon von klein auf so gelernt

x 1 #10


Mariebelle
Bei meiner Schwiegerfamilie wird alles vorher abgewaschen.

x 1 #11


kritisches_Auge
Ich koche sehr oft soviel, dass es für den zweiten Tag reicht, ich habe keine Lust für das Kochen Zeit als nötig aufzuwenden und ich halte es nicht für ungesund ein Essen noch einmal zu verwenden, manches schmeckt dann sogar besser.

Aber die Angst, dass etwas giftig sein könnte, kenne ich sehr gut, früher habe ich nie Pizza mit Champignons gegessen weil die Champignons ja giftig sein könnten, es nützte nichts, wenn man mir sagte, sie kämen aus einer besonderen Zucht.
Auch Eis kam kaum in Frage und wenn ich einmal eins gegessen hatte, wartete ich nur auf verräterische Symptome.

Bei mir hat sich das im Laufe der Zeit sehr gebessert, vielleicht durch den Augerich der sehr vorsichtig ist, aber diese Ängste nicht hat.

Ich bin so froh, diese Angst überwunden zu haben.

#12


E
Hallo Hopeful1994 und willkommen im Forum

Zitat von Hopeful1994:
Ich würd so gerne einfsch nochmal normal essen können ohne immer ständig diese Angst zu haben, mich selbst zu vergiften


Ich denke mal das man ein schlimme Lebensmittelvergiftung hat wenn man ein paar Grundlegende Regeln einhält ist eher unwahrscheinlich.

Grundsätzlich orientiere ich mich auch am Haltbarkeitsdatum gerade bei heiklen Sachen die schnell verderben frische Milch, Fleisch, Wurstwaren etc.

Zur Sicherheit daran riechen, und anschauen... evtl. ein kleines Stück probieren

Wenn z.B. Käse nicht richtig verpackt ist, kann der auch verderben bevor das Haltbarkeitsdatum erreicht ist, darum achte ich da immer besonders darauf dass die richtig verpackt sind.

Zitat:
Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt per Definition den Zeitpunkt an, bis zu dem der Hersteller garantiert, dass das ungeöffnete Lebensmittel bei durchgehend richtiger Lagerung seine spezifischen Eigenschaften, wie Geruch, Geschmack und Nährwert behält.

x 1 #13


M
Zitat von Hopeful1994:
Ich frage mich jetzt schon die ganze Zeit ob ich auch wirklich einen speisekürbis und keinen Zierkürbis gekauft habe aus Versehen.

Das lässt sich leicht beantworten: Zierkürbisse sind zum Einen meist aus Plastik oder Wachs, das würdest du beim Schneiden defnitiv merken. Zum anderen haben Zierkürbisse kein Innenleben in Form vom Kernen (die sind auch in einer leicht schleimigen Substank). Wenn du das im Innenleben hattest ist das ein Speisekürbis.

#14


E
Zitat von Sonja77:
mit viel Wasser und Natron ab


Liebe Sonja
Wenn ich fragen darf warum Natron ?


https://de.wikipedia.org/wiki/Natriumhydrogencarbonat

Zitat:
Natriumhydrogencarbonat (Trivialname: Natron)...
Im Handel wird die auch als Backpulver genutzte Verbindung zudem unter den Bezeichnungen Speisesoda, Backsoda, Backnatron, Speisenatron

x 1 #15


M
@Donnervogel Kleine Korrektur: Natron ist ein Bestandteil von Backpulver, aber nicht das Gleiche. backpulver setzt sich aus Natron, Säuerungsmittel und Stärke zusammen. Natron ist einfach nur Natron pfeifen

x 1 #16


Sonja77
Zitat von Donnervogel:
Liebe Sonja Wenn ich fragen darf warum Natron ?

Weil Natron ein natürliches Desinfektionsmittel ist und sich somit sehr gut eignet um Lebensmittel zu waschen

x 3 #17

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M
@Sonja77 Und als Hausmittel gegen Blasenentzündungen und Sodbrennen pfeifen

x 1 #18


Jessy93
Ich habe so damit 0 Probleme esse sachen übers Datum hinaus. Alles kein Ding. Beim Kürbis frag ich mich aber a immer kurz vorher ob ich wohl auch den richtigen gekauft habe 😅

#19


Schlaflose
Zitat von Sonja77:
Wir essen hier nichts am 2 Tag ich koche jeden Tag frisch und nur soviel wie gegessen wird…….selten wird was weg geworfen aber am nächsten Tag essen wir es nicht mehr

Wenn ich koche, dann extra soviel, dass es für 2-3 Tage reicht. Meine Mutter hat früher am Wochenende für die ganze Woche bestimmte Sachen vorgekocht, so dass man nur noch Kartoffeln, Nudeln oder Reis schnell frisch dazumachen musste. Sie war damals voll berufstätig und konnte nicht jeden Tag alles frisch einkaufen und kochen konnte. So hielt es ihre Schwester auch.

#20


A


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