✔ Empfohlene Antwort
Zitat von Entwickler:Zitat von BlueBeholder:Mich nervt, dass ich ganz genau weiß, dass ich den Herd nicht benutzt habe. Aber ich muss trotzdem kontrollieren.
Das mit dem Vergessen kenne ich auch. Keine Minute danach bin ich am Überlegen ob ich auch wirklich kontrolliert habe.
Das habe ich mittlerweile mit einem Trick ausgehebelt: Das Ausschalten diverser Geräte muss genau im Gehirn registriert werden. Bei der Kaffeemaschine muss das Rote im Schalter sichtbar weggegangen sein und bei der Gasheizung im Wohnwagen muss ich sehen wie die Flamme ausgeht und hören, wie das Sicherheitsventil zugeht. Natürlich könnte ich mir hinterher einbilden, diese Kontrollen nicht vernommen zu haben, aber soweit kam es bis jetzt noch nicht.
Ich habe panische Angst, einen oder mehrere Schlüssel zu verlieren, was zu teilweise grotesken Verhaltensweisen führt. Ich weiß, wie es dazu kam.
Das mit dem Trick kenn ich auch. Ich sage mir bei meinem Herd laut 0-0-0-0-0, dann kann ich mich später besser daran erinnern, dass die Knöpfe auf "0" standen. Ich denke auch nicht, dass ich einen Kontrollzwang habe.
Zwänge definieren sich so, dass man mindestens 14 Tage lang an den meisten Tagen Zwänge haben muss. Die Zwänge müssen einen massiv stören, man muss noch bei mindestens einem versuchen gegenanzugehen. Und die Zwänge müssen einen im normalen Tagesablauf massiv behindern und die Zeit beeinträchtigen.
Normales kontrollieren oder Angst irgendwelche Schlüssel zu verlieren, hat jeder Mensch. Und das ist dann auch noch kein Zwang.
Dass Zwänge aus einer Angststörung heraus entstehen können, glaube ich auch eher nicht. Die meisten Zwänge sind schon irgendwo in der Kindheit verwurzelt und bestehen Jahre lang. Nur sehr selten verschwinden Zwänge nach Jahren von alleine wieder. Wer mag, kann sich auf der Seite
www.zwaenge.de mal informieren und schauen, ob dass auf ihn selbst zutrifft.
15.04.2016 07:05 •
#24
Zum Beitrag im Thema ↓