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Alice321

Alice321
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Ich bin seit einigen Monaten in Therapie bei meiner Therapeutin. Vom Alter her könnte sie meine Mutter sein, sie hat auch 2 Kinder in ungefähr meinem Alter.

So langsam habe ich das Gefühl dass sie mich wirklich kennt und versteht und ich verspüre eine Sicherheit alles erzählen zu können und Ich selbst zu sein.
Ich finde sie von ihrer Art sehr warm und lieb und finde sie hat auch irgendwie etwas total anziehendes an sich, auch optisch.

Ich bin generell ein Mensch, der Körperkontakt liebt. Mit meinem Freund kuschel ich sowieso super viel, aber auch mit engen Freundinnen habe ich gerne Körperkontakt (nicht auf sexueller Ebene). Glaube das ist einfach meine Love Language.

Bei meinen Eltern habe ich nie so richtige Bedingungslose elterliche Liebe erfahren aus verschiedenen Gründen. Ich weiß, dass sie mich als ihr Kind lieben, aber die Art und Weise das zu zeigen und zu vermitteln, ist einfach schief gelaufen bzw. nicht genug gezeigt worden.

Und ich sehne mich total danach, das nachzuholen. Fühle mich manchmal wie ein Kind was sich nach elterlicher Liebe sehnt.
Ich würde von meinem Gefühl her, total gerne mal kuscheln und irgendwie privat Zeit mit ihr verbringen. Nicht auf sexueller Basis, sondern von dem Fürsorge Aspekt.

Ich weiß, dass das Übertragung ist und keinesfalls in Frage kommt oder in die Realität umgesetzt werden würde. Allein schon deshalb nicht, weil sie es weder darf noch will.

Wie geht man aber damit um? Sollte ich es mal ansprechen oder eher für mich behalten?
Habe nicht das Gefühl, dass es der Therapie schadet, weil sich dieses Gefühl eher im Hintergrund aufhält. Aber ich freue mich dann immer auf die Stunden und bin traurig wenn sie vorüber sind.

• • 29.10.2026 #1


4 Antworten ↓

Mila40
Hey

Ich kenne dieses Gefühl, das du beschreibst nur zu gut. Auch ich habe in meinem Leben diese tiefe, bedingungslose Geborgenheit nie so richtig kennengelernt und ertappe mich oft dabei, wie ich im Außen ständig danach suche.
Es erfordert unheimlich viel Mut, sich diese Sehnsucht nach elterlicher Liebe und mütterlicher Fürsorge und sogar den Wunsch nach körperlicher Nähe wie Kuscheln selbst einzugestehen.

Dass du das so klar als Übertragung erkennst, zeigt, wie reflektiert du bist.

Verurteile dich nicht für diese Wünsche. Dein inneres Kind sucht einfach nach dem sicheren Hafen, der ihm damals gefehlt hat.

Ich kann dir nur Mut machen, genau das in deiner Therapie anzusprechen. Deine Therapeutin ist der sichere Rahmen, in dem diese Gefühle existieren dürfen, ohne dass sie gefährlich werden. Du darfst dort traurig sein, wenn die Stunde vorbei ist und du darfst dich nach dieser Wärme sehnen.

• x 2 #2


A


Wunsch nach Nähe mit Therapeutin

x 3


S
@Alice321 hört sich für mich an als ob du gerne körpernähe weil es dir als Kind gefehlt hat. Ich würde es ansprechen, dafür ist sie da. Sie weiß damit umzugehen

• x 1 #3


cats49
Ich kenne das Gefühl das du beschreibst nur zu gut.
Bedingungslose Liebe und Annahme,Nähe,Berührung,
Körperkontakt gab es von Seiten meiner Eltern nicht
bzw. kaum.
Jahrelang bin ich an einer HP PSY mit extremem
Helfersyndrom der die therapeutische Distanz nicht
wichtig war kleben geblieben.
Im Gegensatz zu dir habe ich die Alarmglocken ausgeblendet
wollte von ihr nachgenährt werden.
Statt dessen hätte ich schleunigst die Flucht ergreifen sollen.
Sprich es in der Therapie an was in der Hinsicht in dir vorgeht.
Was du schreibst hört sich nicht danach an du bist
offensichtlich viel vernünftiger als ich aber so was kann
sich im worst case richtig übel hoch schaukeln.

• #4


S
Diese Gefühle/Wünsche zu haben sind okay, zeigen ja nur was gefehlt hat und da kann bewusstes Trauern darüber heilsam sein. "Therapeutisches" kuscheln aber besser nicht, da ist gesunder Abstand angesagt.

• #5






Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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