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Hallo.

Also ich weiß nicht, wie ich das so sagen soll, aber ich werde immer ängstlicher irgendwie. Neuerdings (und das war echt nie der Fall) habe ich sogar Angst in Einkaufszentren zu gehen weil ich ja jemanden begegnen könnte der mich kennt. Ich habe vor sovielen Sachen Angst momentan:

- Angst andere anzusprechen
- Angst meine eigenen Freunde anzurufen zum Beispiel
- Angst jemanden zu begegnen den ich kenne
- Angst vor Prüfungen und Referaten
- Angst vorm Ausziehen
- Verlustängste

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll irgendwie. Habe das jetzt auch nur sehr grob zusammengefasst.

Diese Ängste rühren hauptsächlich aus meiner Vergangenheit her. Also meine Eltern sind selbst sehr ängstlich, haben keine Freunde usw. ... meine Mutter ist extrem überbehütend, kontrollierend, verbessernd... zu meinem Vater habe ich nicht wirklich nen emotionalen Bezug ... naja dann kommen noch Sachen aus meiner Jugend dazu, die dazu beigetragen haben u.a. wurde ich gemobbt, von Freunden beleidigt und gedemütigt. Also ich musste viel einstecken.
Naja das Ende vom Lied war dann, dass ich in eine Essstörung gerutscht bin, sowie in eine Depression. Das beides hab ich mittels einer Therapie und viel Selbstarbeit wegbekommen aber meine Ängste blieben. Und sie sind einfach das Grundproblem. Vom rationalen weiß ich, dass ich heute stärker bin aber ich kann diese Ängste einfach nicht loslassen... ich habe sehr oft Angst mich dann so wie damals zu fühlen.

Hm. weiß auch nicht, was ich jetzt erwarte von dem Thread. Musste das mal aufschreiben. In Therapie kann ich jetzt auch 2 Jahre nicht mehr gehen wegen der Sperre also stehe ich da damit und muss irgendwas anfangen... kann nicht so weiter gehen. das wird auch immer schlimmer halt.

11.03.2011 16:07 • 19.03.2011 #1


3 Antworten ↓

Hallo Unique,

ich würde Dir dazu raten Dein Vegetatives Nervensystem zu stärken.

Dadurch wirst Du insgesamt ruhiger und weniger ängstlich.

Am besten dafür geeignet sind Ausdauersport, Kneipp-Anwendungen und Sauna.

11.03.2011 16:12 • #2



Werde immer ängstlicher :(

x 3


Hallo,

Dich ängstigt also sozusagen, dass Du immer ängstlicher wirst. Das mit der Sperre habe ich nicht verstanden. Man bekommt doch immer Psychotherapie, wenn man sie benötigt - denke ich...

Vielleicht könnte es eine Lösung sein, im Net offen nach Leidensgenossen zu suchen und miteinander - zB über Skype - zu reden...
Ich denke manchmal, das ist die beste Therapie. Therapeuten öffnen sich ja nie, alles bleibt einseitig und man muss sich fragen, ob man ihnen nicht doch letztlich egal ist - sie stumpfen ja auch ab durch die vielen Geschichten...

Mir ist mal der Gedanke gekommen, wieviel Angst Tiere eigentlich haben. Die Vögel sichern alle Seiten ab, die Katzen huschen durch die Straßen, immer auf's Schlimmste gefasst, ja, selbst bei Kühen ist die Angst die vorherrschende Emotion...

Du bist also nicht alleine. Na ja - und ehrlich gesagt, es gibt gute Gründe, sich vor Menschen zu ängstigen... Völlig irreal ist diese Angst wirklich nicht. Gerade in Gemeinschaften, am Arbeitsplatz, in der Schule, der Klatsch u. Tratsch. Viele Menschen organisieren sich in Gruppen und picken sich dann Einzelne heraus...
Das alles ist - seelisch - extrem schwierig zu überstehen und ist sicherlich der körperlichen Gewalt gleichzusetzen...
Leider ist Mobbing oft unsichtbar, Lehrer, Vorgesetzte gucken zu...
Letztlich spielt bei jedem Arbeitszeugnis, Schulzeugnis immer auch e. Rolle, ob der Lehrer bzw. Vorgesetzte einen mochte - erschreckend, aber wahr.

Ängstliche Eltern zu haben, ist sicherlich auch nicht einfach. Ich könnte mir vorstellen, dass einen das entscheidend und nachhaltig prägen kann.
Ich hatte so eine Tante. Bei der war ich 2 Mal zu Besuch... Es endete im Krach. Ich wurde aggressiv... Nun war ich da schon 22 Jahre alt... Meine Eltern waren ganz anders...

Ich habe natürlich auch Ängste - und eine bescheidene Lebenssituation! Ein gewisses Maß ist bekanntlich gesund. Ich wollte - trotz Angst - beim Reiten das Springen anfangen... Pferde sind als Fluchttiere ganz extrem sensibel - und ängstlich... Es kam wie es musste: Ich hatte sofort 2 Unfälle. Der 2. hatte ernstere, bleibende Folgen...

Eine Idee könnte sein, Johanniskraut auszuprobieren. Aber nur die Trockenextrakte - kein Pulver. Es wirkt erst nach 3 Wo - kann bei Überdosierung aber auch zu e. Serotoninsyndrom (Ängste, Zittern, Unruhe) führen. Ansonsten hat es eine gegenteilige Wirkung...
Dann wäre da noch Baldrian - womit ich keine Erfahrung habe.
Jedenfalls könnte man diese Medis dauerhaft einnehmen, ohne körperl. Langzeitschäden befürchten zu müssen.

Was das Johanniskraut angeht:
Ich habe seit ca. 10 Jahren in Gruppen auch Ängste, wurde am Hals extrem feuerrot. Die Leute mobbten mich auf übelste Weise, es wurde auch eindeutig sexuell gewertet...
Ich gerate schnell in völlige Isolierung - es ist unmenschlich hart... Dann bin ich ohne Eltern...

Ich habe etwas Hoffnung: Ich begann vor einigen Tagen mit Johanniskraut - hoch dosiert (ich habe leider das schwächere, billigere Pulver gekauft - u. nehme deshalb 8-10 Kaps.).
Gestern hatte ich ein Vorstellungsgespräch: Ich bin nicht rot geworden!
Wie gesagt, es gibt mir Hoffnung, dass dieses Kraut mir geholfen hat. Ich hatte allerdings auch eine Aspirin genommen - ich hatte auf einer amerik. Seite für Leute, die rot werden, gelesen, dass die blutverdünnende Wirkung des Aspirins auch helfen könnte, Erröten zu vermeiden... Eine Tablette war jedenfalls zu viel - e. Bruchteil hätte gereicht - theoretisch...
Niemand (der zB rot wird) sollte tägl. e. Aspirin einnehmen!

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute, dass Deine Angst auf ein natürliches Maß zurückgeht.
Auch die größten Machos haben sie - die Angst. Deren größte Angst ist wahrscheinlich die, dass es jemand merken könnte...

Liebe Grüße,

Rouge

15.03.2011 16:21 • #3


Ich bin zb in letzter Zeit wenig mit Freunden zusammen gewesen, weniger unter Menschen überhaupt gewesen und da ist mir das wirklich aufgefallen wie ich immer ängstlicher wurde. Angst zb nur zum Arzt zu gehen oder so (also ins Wartezimmer zu kommen und angeglotzt zu werden dann mit der Sprechstundenhilfe reden usw) .. normalerweise hat mir das keine Angst gemacht - hab mich vielleicht ein wenig unwohl gefühlt.


Hm und jetzt kommt noch dazu, dass ich nicht nur reine Angst habe, sondern wieder mal psychosomatische Beschwerden. Also keine Schlimmen, aber ich hab wieder so ein Stechen im Bauch und das fühlt sich nicht gesund an. Hab mich erst vor kurzem da auch untersuchen lassen (hatte die Beschwerden vor meiner Prüfung genauso).

Ach man. Naja zum Therapieproblem habe ich jetzt eine Frage an die Experten gestellt aber ich hab keine Hoffnung an eine weitere Therapie in nächster Zeit zu kommen. Es ist auch ein Stück blöd gewesen die Therapie im Institut zu machen obwohl die dort sehr hohe Standarts und neueste Therapiekonzepte haben. Hmmm

19.03.2011 03:33 • #4




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