ich suche seit jahren audiophobie hyperacusis betroffene im deutschen sprachraum
die krankheit ist so selten und sie macht das leben, das arbeiten, die familie unmöglich
ich kann mir an beiden händen meine letzten mir verbleibenden jahre ausrechnen, bin 32 und verzweifelt
woelfin

30.08.2001 11:10 • 17.02.2002 #1


1 bei mir war es ein mitarbeiter. und ich war am pc und musste dort meine arbeit tun. das war woanders nicht möglich. konzentrieren musste ich mich auch noch. geendet hat das alles dann damit, dass ich mich ganze stunden am klo eingesperrt hab aus angst vor meinem büroplatz.
gleichzeitig lief popmusik und grelle werbespots in deren radio.
ich hatte 2 nervenzusammebrüche. ich hab lust, menschen zu treten, ihnen den hals umzudrehen, wenn sie husten. wurscht wer es ist, frauen, kinder, v.a. alte leute, die können das besonders grauslich. aber ich tu es nicht. ich bin arbeitslos und werde das bis zum selbstmord auch bleiben. ich gehe weg, wenn mir was nicht passt.
DIANA wie alt bist du? bist du noch lang dieser situation ausgeliefert? du hast dich nicht dafür entschieden, mit so einem menschen zusammengesperrt zu werden! ich konnte kündigen, aber was willst DU machen? gut, deine reizschwelle ist vielleicht höher, denn ich bin jetzt extrem labil, aber es ist ne frage der zeit, bis...... Bis du soweit bist - -
HUSTEN IST ZERMÜRBUNG.
es ist traurig, dass es dir so geht, es ist andererseits ein feedback, dass es angebracht wäre, dass menschen sich da ein bisschen zurückhalten. mit husten kann man auch aggression ausdrücken. es ist erlaubt. schreien ist nicht erlaubt.
und so husten die leute. ja, ich weiss, das klingt beunruhigend. meine situation IST beunruhigend.
beUNRUHIGend,
bitte um hilfe, bitte um feedback, bitte um kontaktaufnahme mit audiophobikern!

2 keine musik drüberspachteln kann ich angehörts von lärm. ich weiss dass mein fall extrem ist und dass ich ihn bis zum exzess auslebe. ich hab mit 9 ärzten geredet, jeder spricht von
TICK
SELBSTMITLEID
PRINZESSIN AUF DER ERBSE
ich trag ohropax, die so groß sind, dass sie mir förmlich aus den ohren rauswachsen. und darüber muss ich in der stadt und in öffentlichen verkehrsmitteln einen großen gehörschutz für bauarbeiter tragen. manchmal geht es auch ohne, manchmal halt ich ziemlich viel aus OHNE, doch dann braucht nur einer vorbeigehen und ein kleines geräusch zu machen und ich fühl mich ausgeliefert, und hab das was ich ne hyperacusis-attacke nenn. und ich press die hörerschalen voll an meinen kopf ran. und trotzdem scheint alles so, als würde es viel lauter.
in dem moment wo die geräusche nicht eindeutig identifizierbar sind, ist alles noch viel beängstigender.
irgendwie ist das ein circulus viziosus.
DIANA: oldfield find ich aber trotzdem gut. nur würd ich mich nie mit amorock (oder was das da oben war) abreagieren. was mir zum ausgleich hilft, ist das singen von spanischen cantautores zum beispiel. denn grundsätzlich bin ich ein musikalischer mensch.
es bedrückt mich: dein weggehen, während es in dir brodelt. da sind wir wieder bei der aggression. die wandert ja irgendwohin. und du nimmst sie in deinem körper einfach mit. irgendwo muss die raus, denn sonst richtet sie im körper was an / sublimierung.
woelfin

31.08.2001 05:19 • #2


Hallo woelfin,

hast Du schon mal versucht zu verstehen, was hinter Deiner Krankheit steht? Dein Körper möchte Dir etwas sagen. Bitte versuche zu verstehen, was das ist. Besorg Dir Bücher von Louise Hay, die sich mit dem Zusammenhang von Krankheiten, Körper und Seele befasst. Lass Dich von ihrem amerikanischen Stil nicht abschrecken. Als ich das erste Mal ein Buch von ihr gelesen habe, dachte ich nur „positive Affirmationen! Was soll das? Das hilft sowieso nicht!“ Ich habe meine Meinung geändert. Ich arbeite jetzt täglich mit ihren Büchern und es geht mir wesentlich besser. Ich weiß nicht, was ich ohne sie gemacht hätte.

Bitte versuche es und gib nicht auf.

Ich denke an Dich und wünsche Dir alles Gute!

Maja

31.08.2001 22:44 • #3


ich kenn gut diesen amerikanischen stil, der für housewives geschrieben scheint. kann mir aber durchaus vorstellen, dass das hilft.
ich hab ihre bücher noch nie gesehen (es gibt ja tausende dieser art) aber ich würd mich freuen, wenn du zeit und lust hättest, auszüge davon hier reinzustellen.
ich befind mich privat und beruflich in einer gewissen aufbruchsstimmung und muss insofern auch wieder ein bissl rausgehen, aber das motiviert.
ist schon seltsam, wenn ich allen leuten die ich treff erklären muss, dass ich nicht ins cafe gehen will, KENNT IHR DAS PROBLEM?
woelfin

01.09.2001 07:09 • #4


Hallo woelfin,

ich sitz gerade an meiner Diplomarbeit und habe deswegen nicht so viel Zeit, alles abzutippen. Aber in der Stadtbibliothek gibt es bestimmt ein Buch von ihr. Ich arbeite übrigens am liebsten mit "Leben mit Louise Hay", auch wenn es sich so anhört als sei es für housewives geschrieben. Die darin beschriebene "Technik" funktioniert tatsächlich. Ich bin dadurch schon sehr viel weiter gekommen.

Warum versuchst Du anderen Leuten, die nicht davon betroffen sind, zu erklären, warum Du nicht ins Cafe gehst? Ich oute mich grundsätzlich nicht mehr, weil andere es nicht verstehen oder nicht verstehen wollen. Das ist mir zu anstrengend und bringt überhaupt nichts.

Maja

02.09.2001 05:39 • #5


liebe maja
ich danke dir sehr für deine aufbauenden worte. nun, das hab ich fast befürchtet, dass du kaum zeit hast, was von hay reinzustellen,aber könntest du mir bitte den verlag (stadt, jahr) ISBN sagen, wo es erschienen ist.
ich glaube immer noch nicht dass irgendwas helfen kann.
ich hab jetzt ne zeitlang ein forum geleitet, das ging aber den bach runter. doch ein paar leute wollen mich treffen.
die wollen natürlich ins cafe.
und ich sag: nein, gehen wir doch lieber in schönbrunn spazieren.
sie sagen: und wenns regnet gehen wir ins cafe
oder sie wollen essen gehen
"wohin gehst du denn essen" fragen sie
und ich sag ich geh NIE.
aber ich kann natürlich nicht erklären wie weit meine audiophobie eigentlich geht.
bin also grad an dieser gratwanderung zur isolation.
dabei hätt ich mit denen wertvolle inhalte auszutauschen.
ich wünsch dir gutes gelingen für die diplomarbeit.
woelfin

02.09.2001 07:43 • #6


Hallo woelfin,

ich verstehe. Gibt es keinen Ort, an dem Du Dich wohlfühlst? Ich weiß nicht, wie nah Du die Leute an Dich rankommen lassen willst (kannst). Aber Du könntest Sie zu Dir nach Hause einladen. Jeder soll was mitbringen. Könnte ganz lustig werden.

Oder wirklich nach draußen, zum Lagerfeuer an einen See oder einen Fluss. (Noch ist es einigermaßen warm) Vielleicht gibt es irgendwo eine Hütte (im Wald oder so), in die ihr Euch evtl. bei Regen zurückziehen könntet. Bei uns gibt es das öfter.

Denk noch mal nach. Es gibt bestimmt eine Möglichkeit. Bitte denke NICHT: „Das klappt sowieso nicht“


Bitte denk was positives, z. B. „Ich finde eine gute Möglichkeit, um mich mit dem Forum zu treffen.“

Versuch es

Maja


P.S. Zu Louise L. Hay sende ich dir eine E-Mail

02.09.2001 17:26 • #7


liebe maja
danke für die hay
du ich kann gar nicht mehrere leute einladen, einer ist schon mehr als genug. ausser dem hat nach haus einladen immer was zu intimes - also nicht mit leuten die ich nur aus dem netz kenn
was arbeit angeht: ich werd schon nervös wenn sich wer räuspert, die tasse abstellt oder mit dem kuli raus/reinklickt
neben mir kann keiner arbeiten und ich kann neben niemandem arbeiten. ich bin einfach wer der zwangsläufig gemobbt werden WIRD
und es gibt der geräuschangst kein auskommen
andre ängste sind diffus, meine ist total konzentriert auf einen reiz
woelfin

03.09.2001 13:11 • #8


auf ner deutschen panik site
hab dort so intensiv hilfe gesucht dass ich tastensperre bekam. ich bin urzornig.
da sucht man hilfe und kriegt eine am deckel
ich verabscheue den dr. m., der dort nur schreibt um absatz für sein buch zu finden. das sinde genau die gstudierten hirnwixer, die sich nur mit dem befassen, wo sie keine kalten füß kriegen.
schei. site
ich lass namen hier unerwähnt, sonst passiert MIR nochwas.
ich bin total zornig
enttäuscht
verzweifelt
eins ist sicher: wenn ich mich umbring, dann ist es dort, wo ich meinen abschiedsbrief hinterlass
auf eben derer helferlein-site
echt zornig
schei.
@!#$
- oder wird dieses posting jetzt auch gelöscht?
hilflosigkeit
woelfin

07.09.2001 03:10 • #9


Hallo woelfin. Ich hab schon in einem anderen Forum geantwortet.
Ich bin nicht sicher, ob ich Audiophobie habe. Ich weiss nur, das ich Silvester meide. Ich bekomme Panikattacken wenn ich Böller höre (Muss nicht in der nähe sein) Es reichen schon Knaller und mein Adrenalin kocht.

Ich bin schreckhaft was laute, plötzliche Geräusche betrifft. Die Ursache hierfür glaube ich in meiner Kindheit zu erkennen. Da hatte ich scheinbar ein "traumatisches" Erlebnis. Deshalb bin ich auch zum Zivildienst gegangen. Meine Frau hilft mir zwar sehr, und spricht mir zu. Es ist mittlerweile auch schon besser geworden. Aber los werd ich die Angst nicht. Zumal das schon Ende Oktober beginnt. Die Zeit bis Silvester ist für mich ein Spiessrutenlauf.

Ich könnte dir nichteinmal sagen, was du tun sollst, ich weiss es ja selber nicht. Für Therapie hab ich keine Zeit und kein Geld. Ich muss damit klarkommen. Ich habe Glück, das ich sonst ein sehr starkes Selbstbewusstsein habe und es mein restliches Leben kaum beeinflusst.

Gruss

Chris

10.10.2001 12:00 • #10


hi chris
ja, der kern ist die unvorhersehbarkeit der geräusche. ich bin übrigens auch aus österreich. würde gern mit dir per
lose in kontakt bleiben, da ich in öst. leidensgenossen suche.
ich hab ein trauma das den husten betrifft. war 1,5 jahre mit nem raucherhuster im großraumbüro eingesperrt. gestern bekam ich ne panikattacke am arbeitsamt, weil da ne frau ständig gehustet hat. und so peitscht mich diese angst von raum zu raum, von straße zu straße, raus aus cafes, raus aus öffentl. verkehrsmitteln. ich hab gekündigt und gedacht es wird besser aber es ist nur ne flucht nach vorn. ich hab jetzt ein paar adressen für hilfe, selbst am arb. amt habens gmerkt dass das so mit mir nciht geht. ich muss um tele-arbeit urgieren. denn es ist schad um mein können.
besuch mich mal auf meiner website

10.10.2001 16:56 • #11


Hi!

Konnte länger nicht online gehen, sorry. Aber jetzt bin ich wieder da.
Ich habe vor ein paar Tagen eine BBC-Doku auf VOX gesehen. Thema: "Phobie, die *beep* Angst" oder so. War sehr aufschlussreich. Ich werde mich etwas mehr mit der Audiophobie beschäftigen. Ich kenne auch den Grund meiner Phobie. Bekämpfen kann ich sie aber nur schwer. Im Internet steht leider nicht sehr viel bzw. ich habe noch nicht viel gefunden. Es dürfte sich aber um eine eher Ausgefallene Phobie handeln. Aber sie ist sicher Therapierbar. Ich muss das Loswerden, sonst ruiniere ich mir noch mein Leben und das meiner Frau. Ich habe als "Schutz" im Winter immer Ohropax mit. In der Öffentlichkeit sind sie unsichtbar (Könnte ja eine Mittelohrentzündung sein ), und in Gebäuden kann ich sie entfernen. Für die Öffentlichkeit ist das sicher auch eine Möglichkeit für dich! Such auf jeden Fall weisse. Bekommst du bei OBI oder Baumax. Das Hilft! Auch der Phobie zu begegnen. Die Panik ist dann nicht so groß und man kann sich besser kontrollieren. Zumindest ist das meine Erfahrung.

Kennst du gute Links zu diesem Thema?

15.10.2001 09:49 • #12


lieber chris, ich hab auf surfmed.at nen thread gekriegt. unter foren. dort ganz ganz unten: hyperacusis. auf dem thread betreib ich selbstunterhaltung weil meine krankheit so selten ist.
du ich geh seit 10 jahren ohne ohro nimmer auf die straße. und gebäude sind überhaupt total schlimm weil der schall dort von den allglatten, kahlen, metallisch anmutenden wänden reflektiert wird und die interferenzen sich untereinander verstärken. wenn da wer hustet, oder in nem durchgang, nem tunnel - dann, ja dann helfen über den ohro nur noch klassische gehörschützer, die im elegantesten fall aussehen wie etwas zu große kopfhörer oder überhaupt gleich wie arbeitsschutz.
und jeder schutz ist ne flucht nach vorwärts. ich hab mein leben drauf eingerichtet. nur allein wohnen ist möglich, die letzte partnerschaft ist daran eingegangen, ich muss es mir jedes mal überlegen, ob es wirklich notwendig ist dass ich aus dem haus geh.

ich hab in 10 tagen den termin beim psychologischen dienst am arbeitsamt. die sache geht nach draußen. sie wird öffentlich. weil ich einfach nicht mehr so tun kann, als wärs in ordnung.

den begriff stolz und würde kenn ich nicht mehr.
ich bin der pegasus der akustik,
die woELFin

15.10.2001 10:31 • #13


Bei mir ist es - Gott sei Dank - nicht so schlimm. Bei mir wirds erst jetzt um diese Zeit schlimm. Wenn der Winter beginnt. Bis Silvester. Dann noch ein paar Tage und dann hab ich wieder lange Zeit ruhe.

Ich hab mir das mal durchgelesen. Meine Phobie dürfte etwas anderes sein. Ich kann so normal Leben. Täglich meiner Arbeit nach gehen, öfter ins Kino und am Abend auch mal in die Disko. Aber wenns um plötzliche laute Geräusche geht ... no chance. Panikgarantie

lg Chris

15.10.2001 11:13 • #14


na, ist spitze für dich dass du weitgehend ein normales leben führen kannst. ich halt dir die daumen für die schreckliche zeit um silvester.
bei mir ist es so, dass es möglicherweise mit dem arbeitsmarkt kollidieren wird denn ich bin 33 und hab kaum versicherungsjahre. aber im grunde genommen ist mir das alles egal.
ich war dem suizid so nah, dass mich nix mehr schrecken kann. ich hab meine konsequenzen gezogen. das leben ist ein anderes geworden und ich werde mich darauf einstellen müssen.
niemand kann das nachvollziehen der es nicht am eignen körper erlebt hat.
woelfin

15.10.2001 17:49 • #15


Ich kann das gut nachvollziehen

Klingt jetzt vielleicht naiv, aber nicht aufgeben. Auf die Gefahr, das du mich jetzt abstempelst gebe ich dir aber trotzdem einen Tipp. Mir hat es in gewissen Situationen schon geholfen.

Such dir Bücher bzw. Kurse die sich im Asiatischen Bereich befinden. Aikido zB. Man lernt dort, den Körper und den Geist zu beherrschen. Aikido-Meister sind vollkommen im Reinen mit Körper und Geist. Das werde ich als nächtes Versuchen.
Allerdings darf man das auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen und als, naja, sagen wir "nebenbei" machen sollte. Es nimmt einen großen Teil des Lebens ein. Ein Kollege von mir (Senior Managmant) "lebt" das. Er ist die Ruhe in Person. Unglaublich. Den bringt nichts aus der Ruhe!

Ich habe mir das schon seit 2 Jahren vorgenommen. Aber bis jetzt hatte ich keine Zeit dazu (Frau, Job)

15.10.2001 18:24 • #16


nett gmeint von dir. ich befass mich seit 10 jahren mit fernöstlichem. der punkt ist ich kann entspannen soviel ich will in dem moment wo i rausgeh und es hustet mir einer ins gnack ist die panik schon wieder da und die ganze entspannung verpufft.
es ist so ne ironie!
einfach so als wär krieg da draussen.
entspannt bin ich wenn ich daheim bin und die akustik im griff hab, die gefahr fängt schon an wenn noch irgendjemand in der wohnung ist..-..
aber danke in jedem fall chris
woelfin

16.10.2001 14:42 • #17


Du bist echt hartnäckig

Es ist schwer Hilfe zu finden (richtige Hilfe, nicht den Psychoquatsch), weil das scheinbar wirklich sehr selten ist (War eh klar ) Das macht es so aussichtslos. Ich will es aber trotzdem versuchen. Nachdem ich das auch schon mitschleppe, seit ich denken kann, habe ich in gewisser Weise gelernt, damit zu leben. Zugegeben, ich habs da wesentlich leichter als du.
Mein Problem ist "Zeitlich begrenzt"

Was du auf keinen Fall machen darfst, ist Verzweifeln. Diese Phase hatte ich auch. Da bin ich in Depressionen verfallen, hab 20 Kilo zugenommen und Selbstmordgedanken gepflegt. Aber das hilft nicht (no naaa) Du musst versuchen, trotzdem, auch wenn es noch so schwer fällt, und dein Problem noch so groß ist, nicht zu verzweifeln. Die Selbsteinstellung ist hier ein wichtiger Punkt. Das weiss ich. Rückblickend gesehen ist es sogar das wichtigste in meinem Leben das Problem betreffend.

Ich habe begonnen, zu Hause, bevor ich das Haus verlassen musste, an alles andere zu denken. Kontrolliert der Panik zu "entfliehen". Du kennst das sicher. Wenn du weisst, du musst bald raus, seigt schon 1 Stunde vorher das Adrenalin. Man wird nervös und unruhig. Ich bin jetzt soweit, das ich das unter Kontrolle habe. Ich bin zu Hause ganz relaxed. Wenn ich dann das Haus verlasse, versuche ich auch hier nicht daran zu denken. Es ist ja schon die Furcht vor der Furcht, die das gröbste Problem macht. Zumindest bei mir. So lässt es sich viel leichter damit umgehen und hat mein Leben wieder lebenswerter gemacht.


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Die Hoffnung ist oft ein Jagdhund ohne Spur
(William Shakespeare, 1564-1616)

16.10.2001 15:31 • #18


ich danke dir sehr für deine regelmäßige anteilnahme.
das problem der angst vor der angst ist bekannt, ich hab das weniger. mit dem zunehmen ist es bei mir auch nciht so arg. ich muss sagen: die angst hat mich in eine situation getrieben die mir gar nicht so unrecht ist. ihr liegt doch ne gewisse angst vor menschen zugrunde und ich will auf keínen fall in meinem leben jemals wieder gezwungen sein, mit menschen in einem raum zu arbeiten und den ganzen tag mit ihnen auf biegen und brechen zusammengesperrt zu werden. das ist ja wie mit den tieren im zoo. ich fühl mich da ausgeliefert!
und nur diese strenge bedingung wird es mir ermöglichen, endlich für nen teleworking job zu urgieren. doch natürlich hat sich der tick verselbständigt. ich kann jedes mal die regung im magen spüren, wenn auch nur entfernt wer hustet. es ist eindeutig ein trauma, das passiert ist mit dem huster damals.
gute nachricht: heute hab ich mir ein faxgerät gekauft und somit einen weiteren schritt in richtung zu-haus-arbeitsplatz getan.
ich bleib gern mit dir in verbindung und möcht dich auch aufbauen wie du es mit mir versuchst, vor allem über die schwere zeit zur jahreswende.
viele liebe grüße
woelfin

17.10.2001 18:08 • #19


Also sind deine "Symptome" anders als meine, was meiner Vermutung an Audiophoibe "erkrankt" zu sein widerspricht. Ich arbeite weiter an meinem Selbstbewusstsein. Das scheinz nämlich zu helfen. Auch in meinem restlichen Leben

Mal sehen, was der Winter bringt

lg Chris

22.10.2001 08:24 • #20




Dr. Reinhard Pichler