Seneca


Hallo Woelfin,

habe bisher noch nie von Audiophobie gehört.
Gibt es denn dort keine Behandlungsmethoden? Das muss ja grauenhaft für die Betroffenen sein!
Ich habe ja Angst, vor die Tür zu gehen; sprich: fühle mich nur in meiner Wohnung sicher.
Aber wie ist es denn dann bei Dir wenn Du z.B. Musik hörst; TV guckst od. es würde z.B. einer aus Deiner Familie husten o.ä.?
Wie reagierst Du dann? Seit wann hast Du denn die Beschwerden?
Möchte nicht zu intim werden und dies mögen für Dich sicherlich doofe Fragen sein aber mich interessierts halt.

Ich hasse auch Lärm; der ja nunmal leider in unserer Gesellschaft sekündlich vertreten ist und bin extrem Schreckhaft (knallender Auspuff; Baulärm; Kindergeschrei; Silvesterböller....).
Wenn ich mich z.B. extrem erschrecke (plötzliches Hupen eines Autos) bin ich für Stunden total fertig....mein Herz rast und ich werde aggressiv.

Viele Grüße nach Wien!

seneca

PS Direkt vor meiner Wohnung wird übrigens seit Monaten gebaut (24 Stunden und an Sonn-u.Feiertagen) Es wird keine Ruhephase eingehalten. Die Deutsche Bahn darf das wohl (
Seitdem haben sich meine Symptome verschlimmert.

17.02.2002 17:03 • #21


woelfin


liebe seneca,
ich nehme an du bist in deutschland - von deinen 2 beiträgen bist du mir sehr sympathisch und ich hoff, dich öfters per mail oder auf meiner HP begrüßen zu können.
ist nett von dir dass du dir alles durchgelesen hast: ich hab ansich auch schon etwas angst vor die tür zu gehn, ich red mir dann ein es wär zu kalt, dabei ist es nur die lärmangst.
gestern und heut war ich auf treffen mit leuten und konnte kaum mit wem was reden weil ich ständig wachs (ohropax) drin hab und kaum was versteh. dennoch ist es schlimm wenn die leute husten oder lachen.
keine rede von familie. die familie lädt mich kaum ein,siewissen dass ich eh nur leid dabei. keine rede von partnerschaft. der letzte hätte zwar versucht verständnis aufzubringen, aber das alltagsleben ist eben nicht lautlos.
würd mich interessieren, wie du lebst, ob allein - und ob du mit einer begleitperson eher rausgehen kannst.
deine wohnsituation ist regelrecht tragisch! es ist so schlimm wenn man sich zurückzieht und dort auch nicht dem lärm entfliehen kann!
ich hab es noch relativ gut erwischt in wien, doch die stadt selbst richtet mich zugrunde.
morgen wieder zum arbeitsamt.
wieder erklären dass ich nicht mehr auf herkömmliche art in nem byro arbeiten kann........
du scheinst mir beruflich relativ etabliert zu sein (diplomiert) - ich hatte auch nen interessanten übersetzer job aber der war eben in der firma, in der die krankheit voll ausbrach.....
danke für deine worte und anteilnahme seneca
susi

17.02.2002 21:42 • #22



Dr. Reinhard Pichler