Moin Melli,
Zmilla, ich bin ehrlich gerührt! Jemandem helfen zu können,
und sei es nur dadurch, ihm Mut zuzusprechen, gibt einem auch
selbst sehr viel! Wenn ich damals in meiner schlimmsten Zeit
meinen Gatterich nicht felsenfest an meiner Seite gehabt
hätte......oh, oh! Wir könnten uns heute nicht mehr
austauschen.....
Wie hat Deine Familie eigentlich auf Deinen RD reagiert bzw. gelebt? Ich meine, Dein RD hat ja auch schon einen längeren Bart und eine chronische Krankheit wirkt sich allemal einschränkend auf das Leben und damit auf das unmittelbare Umfeld aus. Vor allen Dingen wenn die Schulmedizin nichts findet und Dich auf die Psychoschiene schiebt, so nach der Art die soll sich mal nicht haben, sie hat ja nix. Das spielt sich alles nur im Kopf ab. Wie hat Dein soziales Umfeld darauf reagiert?
Es gibt aber auch Zeiten, da zehre ich an den
Aufgaben/Lasten,
die mir meine Eltern mitgegeben haben, denn sie haben mich ja
lange Zeit geprägt und die Verbundenheit zur familiy besteht
das ganze Leben lang, ob man will oder nicht. Blut ist dicker
als Wasser. Irgendwann holt es einen immer wieder ein und
dann
heisst (ver)arbeiten, (ver)arbeiten, (ver)arbeiten ....
Und das sorgt u.A. auch dafür, dass es uns in diesem Leben
nie langweilig wird. Packen wir's an, es gibt viel zu tun!
Jao mai, da ham‘ wir mal wieder den verbalen Beweis des Strebers: Du hast Dir Dein Leben so ausgesucht .... *hihihihihihi* ...
Nein, ich glaube, dass hast Du nicht richtig verstanden. Es
lässt sich aber auch unglaublich schwer „zu Papier“ bringen.
Für mich damals ging und geht es immer noch um das im
Leben
zu sehen, was man hat und das zu sehen, das im Rahmen seiner
augenblicklichen Lebenssituation im Bereich des Möglichen
liegt“ und hierbei die Lebensfreude und das Lebensglück zu
erkennen, das Leben zu genießen und glücklich zu
sein und nicht darum, was man habe könnte, wenn
... ... Verstehste?
Kein Wort! Oder doch? Du suchst und findest Dein Glück im
Inneren. Richtig? Und im Inneren schiebst Du das Negative auf
die Seite, und holst das Positive hervor? Na, bin mal gespannt,
wie Deine Antwort lautet?
Für mich beinhaltet das neuen Diskussionsstoff! *froi*
Ja und nein und noch viel mehr. Das zu erklären ist nun wirklich nicht leicht. Es hat was mit der lieben Einstellung zum Leben zu tun, schlägt aber viel weitere Kreise. Wenn vor ein zwei Jahren einer zu mir gesagt hat: „Nimm’s doch nicht so schwer“. Oder dieser „nette“ und banale Satz: „Das sieht jetzt aber zu schwarz“. Dann hätte ich demjenigen immer an die Gurgel springen können für seine „weisen“ Ratschläge. Heute verstehe ich den Sinn dieser Banalitäten, denn mittlerweile stehe ich auf der anderen Seiten und sehr mehr „weiß“ als „schwarz“. Weisst Du, es gibt Menschen die sehen immer nur das Negative einer Sache. Wenn einem ein Glas Rotwein auf dem Tisch umkippt, denkt Mr. Schwarz eine „schei.“ und ärgert sich maßlos über seine Ungeschicklichkeit, Mr Weiß dagegen denkt: „Na Gott sei Dank, ist es nicht auf dem hellen Teppich passiert.“
So zieht sich das durch das ganze Leben. Und eigentlich hat man’s gut nur merkt man es halt nicht. Du merkst es erst, wenn es schlimmer kommt, wie gut es vorher eigentlich lief.
Bis vor zwei/drei Jahren war ich auch eine Mrs Schwarz. Ich sah meistens nur, dass was ich nicht hatte, das was ich noch zu erledigen hatte, das was an mir schlecht war. Ich war einfach nicht zufrieden innerlich, mit mir, mit meinem Leben.
Mir ging es über lange Phasen in meinem Leben ziemlich bescheiden. Und irgendwann als mir mit Mr. RD sehr, sehr schlecht ging und ich aber in dieser Hinsicht kein Land sah (tägliches Weinen aufgrund von „einfacher“ Erschöpfung war i.d.R. schon „normal“:-(), weil ich schon so viel im schulmedizinischen und alternativen Bereich ausprobiert hatte, ohne dass es dauerhaft zu einer Besserung kam, war ich an einem Punkt, an dem ich einfach keine Lust mehr hatte zu leiden. Ich hatte auf gut Deutsch einfach die Schnauze voll. Ich wollte mir nicht mehr mein Leben kaputtmachen lassen. Und habe mir gesagt, ich kann mein Glück im Leben nicht von meinem körperlichen Befinden abhängig machen. Wenn ich darauf warte, dass es mir wieder dauerhaft besser geht und ich wie ein „normaler“ Mensch leben kann, werde ich noch warten, wenn ich im Grab liege.
Das hört sich jetzt von außen wahrscheinlich ziemlich banal an, aber ich denke Du kannst es nachvollziehen, denn Du weißt, wie es ist, wenn einem wirklich schei. geht und einem keiner wirklich helfen kann. Von Mrs Schwarz zu Mrs Fast-Weiss war für mich ein verdammt langer Weg (insg. 1,5 Jahre), mit vielen Steinen und harter Arbeit.
Ich habe mir dann gesagt, andere Leute schaffen es glücklich zu sein. Und wenn es ein Mensch schafft, der weiß, dass er unheilbar krank ist und oder ein Mensch, der weiß, dass er in absehbarer Zeit sterben wird, kann ich das auch (War schon immer vom Frauen-Archetyp zum Großteil eine Artemis , als Kind ein Wildfang ). Ich habe im Verlauf des Prozesses angefangen, neue Regeln in meinem Leben aufzustellen. Außer dem täglichen Arbeiten gibt es kein Muss in meinem Leben. Ich lebe nach dem Motto: „Alles kann, nichts muss.“ Ich suche mir jeden Tag im Leben irgendwas/viel, dass mir Spaß macht und über dass ich mich freuen kann! Und wenn es mir noch so schei. geht, etwas findet sich immer. Und das macht viel aus!
Es ist auch nicht so, dass Du das Negative im Leben einfach wegschiebst. Das ist meiner Meinung auch ungesund, denn verdrängen und in sich hineinfressen macht krank. Das hat ja auch schon die liebe Schulmedizin erkannt. Es ist mehr so, dass das Leid und das Negative, das durch diese Lebenssicht nicht weniger wird im Leben, nicht mehr soviel wiegt, es trägt sich einfach viel leichter, Du spürst es nicht mehr so stark. Ich nehme es nicht mehr wichtig. Für mich ist es wichtig, glücklich zu sein, wenn Du das bist, ist für das Unglücklich fühlen nicht mehr viel Platz. Wo Licht ist, kann kein Schatten sein.
Ich kann auch, wenn ich mich mies fühle, danach das „Leid“ viel leichter wieder abschütteln und einfach vergessen. In der letzten Zeit muss ich allerdingens gestehen, dass ich zeitweise in den Mr Schwarz Bereich abgerutscht bin. Das hast Du ja alles mitbekommen. Ich konnte einfach nicht von der Stufe „Es geht mir ziemlich gut“ auf die Stufe „Es geht mir schlechter“ steigen, ohne zu murren und zu hadern *selbst-ironisch-grins*. Irgendwann habe ich mich dann mit mir selber wieder ausgezankt (und nicht verdrängt *mir-auf-beide-schultern-klopf*) und konnte loslassen, na ja nicht ganz aber fast *ironisch-grins* .... will auch nicht zu perfekt sein, das wäre ja dann wieder langeweilig *zwinker-grins* ......
Nein!! Kein Strohhalm, sondern echte innere Lebensfreude
und Zufriedenheit!
? WIE geht DAS? Also echt Zmilla, das kann ich
wirklich nicht nachvollziehen. Du trägst einen Packen Leiden
mit Dir rum, und sprichst von echter innerer Lebenfreude? DAS
konnte ich nur vor meinem elenden RD empfinden, und eben jetzt,
wo er dabei ist, sich zu verabschieden....
*meinenhutvordirzieh*!!!
Wie das geht? Tja das ist eine gute Frage. Das ist wohl bei jedem einer anderer Weg dorthin. Angefangen hat es bei mir, dass mir eine Ärztin vor knapp drei Jahren, ein Buch empfohlen hat. Und nachdem ich vorher den guten alten Dahlke mit seinem ewigen „Warum“ gelesen hatte, war die Louise Hay: „Gesundheit für Körper und Seele“ eine richtige Wohltat für mich. Denn sie hat sich mit dem „Wie“ beschäftigt. Obwohl ich sie von ihrer Sprache irgendwie eigenartig fand (Dahlke ist da viel brillanter) und mir das ganze auch irgendwie suspekt vorkam, habe ich angefangen, Übungen aus ihrem Buch zu machen. Täglich. Nebenbei habe ich mich mit vielen anderen Sachen beschäftigt. Ich habe versucht, es von allen Seiten anzugehen. Körperlich, psychisch, geistig, seelisch. Am Anfang (erste halbe Jahr) haben mir die Übungen nicht viel gebracht, aber ich habe immer, immer, immer weitergemacht. Auch mit Suche nach mir selbst. Wer bin ich eigentlich? Was will ich? Körperlich mit Fasten, Ernährungsumstellungen, alternative Heilmethoden mit allem pi pa po. Du kennst das ja alles.
Die Hauptbotschaft von L. Hay (Kennst Du die Bücher von ihr eigentlich?) ist die Liebe zu sich zu selbst und damit die Liebe zu allem. Und ich glaube, auch das hatten wir schon. Selbstliebe, Selbstvertrauen und Selbstgewißheit ist etwas, was die meisten von uns zu wenig haben. Bei mir war es ein ganz großer Knackpunkt. Es hat lange, lange gedauert, ehe ich mich immer, egal wie mir ging und wie ich aussah, im Spiegel anlächeln konnte und sagen konnte: Du bist toll und Du siehst toll aus.
Und dann die ganzen Schuldgefühle, die ich mit mir rumgeschleppt habe und immer noch rumschleppe. Oft habe ich die inneren Widerstände, die die L. Hay beschreibt, bei meinen Übungen richtig gespürt. Es kamen so viele Sachen aus meiner Kindheit/Jugend/Leben bei mir hoch, dass ich dachte, das gibt es nicht, das hast Du doch lange verarbeitet. Verdrängen ist halt leicht mit Verarbeiten zu verwechseln *selbst-ironisch-grins*.
Richtig gut zu „wirken“ fing es dann an, als ich mir meine ureigenen Affirmationen gebastelt habe. Mit denen arbeite ich heute noch. Nicht mehr täglich, aber mittlerweile habe ich viele so verinnerlicht, dass es von alleine läuft.
Mittlerweile gebe ich der Louise recht, Gott, das eigene Unterbewußtsein, das Universum, der Eine, Dein Selbst hilft Dir bei allem, was man selber möchte. Man muss bloß drum bitten. Bei vielen (wie bei mir) ist diese positive Pipeline mit so viel Klibber aus der Vergangenheit so verstopft, das es nicht funktioniert oder sie haben einfach „vergessen“, dass es geht und wie es geht oder sie können es sich einfach nicht vorstellen, dass es funktionieren könnte. Was man mit der eigenen Vorstellungskraft, der eigenen Phantasie, dem eigenen Unterbewußtsein alles anstellen kann. Woooowwww! Es ist genauso faszinierend für mich wie die Hom.
Na, immerhin! Sulfur gilt als der Tausendsassa. Haste schon
mal die Symptome von Sulfur studiert? Boh ey!
Niente. Nooooooch nicht ...
Sag mal kleine Melli, wie geht es Dir z. Z. so? Biste noch bei Nat. sulf. in der C200 (Verdünnung) oder haste schon die nächste Stufe erklommen?
Weißt Du, was mir seit einiger Zeit durch den Kopf geht? Was macht eigentlich unser Sabinchen und ob es ihr gut geht? Bin ja mal gespannt, wie es ihr ergangen ist, wenn sie sich meldet. Meine Intuition sagt mir irgendwie, dass es ihr „den Umständen entsprechend“ gut geht. Sonst hätte sie sich bestimmt schon wieder mal gemeldet und sich „ausgeheult“ *zwinker-grins* .... *winke-winke-Sabinchen*....
Ich kann sagen, dass ich mittlerweile wieder besser in Hinsicht auf die Hom. und auch körperlich drauf bin. Die letzten Zuckerperlen meiner Fee haben das nächste Tief soweit abgefedert, dass es in drei/vier Tagen vorbei war und dabei recht glimpflich abgelaufen ist. *Gott-sein-Dank-und-ganz-doll-froi-und-auf-Holz-klopf-dass-es-so-bleibt-grins*. Ist schon faszinierend ..... wenn’s wirkt *selbstironisch-grins*
Es grüßt Dich ganz lieb
Claudia.