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BergziegeOnFire
Zitat von SunnyBella:
@Gaulin Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen. Ich hatte dieselbe Herkunftsfamilie wie sie. Wir sind trotzdem grundverschieden. Sie war nie der Typ ...

Das tut mir leid wegen deinen Erfahrungen und Anfragen zu Hilfsangeboten.
Wäre eine Tagesklinik noch eine Möglichkeit für dich?

Ansonsten gibt es noch online etwas über die Diakonie glaube ich.

Kennst du die Seite psychomeda.de?
Da gibt es von Psychologen kostenlose online Beratung und auch Telefonberatung die dann aber einen Obolus kostet.
Das habe ich 2mal getestet, ist natürlich keine Dauerlösung.

Ich drücke dir die Daumen.

x 1 #521


S
@BergziegeOnFire

40 Jahre immer neue Chancen sind mehr als genug. Jetzt ist Schluss. Für diese Person ist kein Platz mehr in meinem Leben. Nie wieder.
Die Tochter, die im Haus wohnt, hat ihre Mutter "geerbt" und kann nicht weg. Aber auch sie hat ihre Mutter und deren Psycho- Spielchen durchschaut. Sie sagt: Sie ist meine Mutter, aber im Herzen ist kein Platz mehr für sie.

Ich bin mit Abstand die Jüngste. Sie war und ist bis heute von Neid und Eifersucht gesteuert. Ich habe nichts geschenkt bekommen, aber ich war aktiv. Sie war 42 als sie sich auf Staatskosten zur Ruhe setzte. Ich war 47 als ich ein Studium begonnen und auch ziemlich gut beendet habe. Ihr grandioser Verdienst war es, 5 Kinder zur Welt zu bringen. Deshalb erwartet sie jetzt, dass die Kinder sie pampern und ihr den roten Teppich ausrollen. Machen die nicht. Darum sind sie alle böse.
Am Sterbebett meiner Mutter hat es mich schier zerrissen. Nachdem sie fertig gemacht war, bin ich den Wald gefahren und habe mir die Seele aus dem Leib geschrien. Sie war völlig emotionsbefreit.
Sie hat vor vielen Jahren ihren Mann verloren. Als ich sie 3 Monate später (wir wohnten 700 km auseinander und wenn ich sie nicht besucht hätte, hätten wir uns 8 Jahre lang nicht gesehen.) besuchte, war sie genau so emotionslos.
Wegen ihr bin ich in diese Stadt gezogen, in der ich jetzt wohne. Sie wollte "Geschwisterleben" haben. Ich hätte nach dem Studium nach Süddeutschland gehen sollen. Da hätte ich beruflich deutlich bessere Chancen.

Mir geht es wieder deutlich besser, seitdem ich nicht jedes Mal, wenn ich auf den Hof komme, Angst haben muss, dass ich wieder eine stumme Erwartung oder einen gesäuselten Auftrag abwehren muss. Ich wohne am diagonalen Ende der Stadt. War ihr egal. SIE wollte einkaufen, also: Fahr durch die Stadt, hol mich ab, fahr mich zu 3 verschiedenen Märkten, trag meinen Einkauf rein, fahr wieder durch die Stadt. 4 Stunden weg. Meine Zeit, letztlich auch die Kosten für´s Tanken... alles egal. Hauptsache, sie kriegt, was sie will.

Ich bin durch mit ihr. Hab wieder Zeit für schöne Dinge, die mir Freude machen. Und ich genieße meine wieder gewonnene große Familie aus Nichten, Neffen, Schwiegerneffen, Schwiegernichten, Leasing- Enkeln und all dem kleinen Gemüse, was hin und wieder bei mir herumspringt. lachen

Was ich noch irgendwie in den Griff kriegen muss ist, dass mein Körper nicht jedes Mal verrückt spielt, wenn sie mir begegnet. Wenn sie pöbelt, habe ich inzwischen eine Lösung. Kennst du den Rat, den man manchmal bekommt, wenn man Angst hat, vor Menschen zu sprechen? Mir wurde immer erzählt, ich solle mir mein Publikum *beep* vorstellen. Hat mir nie geholfen, weil ich mich dann nicht konzentrieren konnte. Jetzt hilft es mir, ihre Attacken wegzulächeln. Ich stelle mir vor, ihr Gebiss fällt raus, wenn sie pöbelt. Dann muss ich lachen und mich auf dieses Bild konzentrieren. Wenn ich reagiere, dann einsilbig. "Ja. Nein. Ok. WEnn du meinst..." Mehr nicht. Dennoch ist ihre bloße Anwesenheit und ihr Gemecker immer noch Stress für mich. Will ich nicht, passiert einfach.

x 3 #522


A


Trauma durch Narzissmus - Erfahrungsaustausch

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BergziegeOnFire
Ich bin durch mit ihr. Hab wieder Zeit für schöne Dinge, die mir Freude machen. Und ich genieße meine wieder gewonnene große Familie aus Nichten, Neffen, Schwiegerneffen, Schwiegernichten, Leasing- Enkeln und all dem kleinen Gemüse, was hin und wieder bei mir herumspringt.

@SunnyBella

Das hört sich gut an.
Du machst was dir gut tut und wichtig ist 😊
Interessanterweise ging die meiste Eifersucht inklusive Neid früher von meinem älteren Bruder aus und der hat dann meine Schwester mit angesteckt.
Mein Bruder war der *beep* und meine Schwester mehr der labilere Typ die Marionette.
Sie haben gegen mich eine Koalition gebildet.
Zu meinen Bruder hatte ich nie eine Bindung und war absolut nicht traurig, keinen Kontakt mehr zu haben.
Bei meiner Schwester war das anders.
Durch die Kinder und gemeinsame Interessen hatten wir eine gute Beziehung früher und ich habe auch auf die Kinder aufgepasst und die waren auf den Geburtstagen von unserem Sohn.
Die Cousins und Cousinen haben sich auch gut verstanden.
Irgendwann kam der Wesenswandel meiner Schwester.

Sie war wie ausgetauscht.

Vermutlich hat unser Bruder sie vorher manipuliert.

Sie hat mich angeschrien und beleidigt.
Dann war Schluss.
Lügen und Intrigen waren im Spiel und diesen Joker wollten sie beim Erbstreit wegen meiner Mutter ausspielen.
Das haben sie nicht hingekriegt.

Ich kenne das mit der Angst und Sprechblockade auch bei Begegnungen mit bestimmten Menschen.
Diese Methode mir die Leute *beep* vorzustellen oder auf dem Klo ist bei mir auch nicht so effektiv 😅
Das mit den einsilbigen Antworten merke ich mir, dass finde ich hilfreich.

Laut meiner Psychologin brauche ich auch nicht immer auf triggerndes Verhalten/Sätze reagieren, auch wenn ich etwas gefragt werde.
Zum Beispiel bei dem toxischen Vorgesetzten.
Je nach Situation kann man das ausprobieren und dann war es ok für mich.

Manchmal helfen irgendwelche Tierköpfe oder eine kleine Atemübung, wenn es eskaliert.

x 3 #523


S
@BergziegeOnFire

"Das mit den einsilbigen Antworten merke ich mir, dass finde ich hilfreich."

Das sind Tipps von einem Coach, der über das Thema "Narzissten überleben" ganz viel auf youtube macht. Das Video heißt "10 Sätze, die einen Narzissten besiegen" Ich hoffe, das ist keine illegale Werbung- soll es nicht sein. Es hat mir sehr geholfen, habe diese 10 Sätze auswendig gelernt. Dann hat man sie zur Verfügung, wenn man sie braucht.
Einer davon passt immer. Und- das Beste: Man wird zum Akteur und hört auf, immer nur zu Re- agieren.

Nach der schlimmen Anfangsphase, die wohl am ehesten mit Schockstarre zu benennen ist, kam die Wut. Wut darüber, dass sie mich 40 Jahre lang belogen hat. Dass sie üble Lügen über mich verbreitet hat und mir dadurch Zeit und die Beziehung zu meinen Nichten und Neffen genommen hat. Darüber, dass sie all das, was sie selbst an Bösartigkeiten tut, auf mich projiziert und mir vorwirft (Realitätsferne, Lügen, Nichts- auf- die- Reihe-kriegen) Jetzt mache ich mich still und heimlich über sie lustig. In einem dieser Videos wird erklärt, dass Narzissten, die ja genial und der Maßstab aller Dinge sind, die Fehler, die sie bei sich sehen, niemals an sich ertragen können und sie deshalb anderen vorwerfen. Man muss also einem Narzissten nur zuhören, sie beschreiben sich und ihre kranke Persönlichkeit recht gut selbst- und merken es nicht einmal. Diese Tatsache hilft mir, darüber zu lächeln, wenn sie mich wie ein Kindergartenkind beschimpft.

Das Thema Narzissmus hat mir aber auch auf andere Weise wirklich geholfen. Da professionelle Hilfe nicht zu bekommen ist, suchte ich mir Hilfe in Büchern und yt. Videos. Das hat nebenbei auch so manche Erkenntnis im Umgang mit anderen, nicht narzisstisch veranlagten Menschen gebracht. Mir fällt jetzt auf, warum ich mich manchmal schlecht fühle nach bestimmten Situationen mit anderen Menschen. Mir fällt auf, dass mein Anliegen oder ich abgewertet wurde(n), dass meine Entscheidungen lächerlich gemacht wurden oder als Fehler bewertet wurden. Mir fällt Schuldumkehr auf....
Das hilft, diese Dinge abzuwehren und das miese Gefühl zu verhindern.

Nun ist es doch ein längerer Text geworden...

Einen schönen Tag allen Lesern! Ich habe sturmfrei und gehe jetzt meinem Hobby nach. Macht etwas Schönes aus diesem Tag! Ihr seid es wert!

x 3 #524


BergziegeOnFire
@SunnyBella
Danke für deine Tipps!
Das werde ich mir anschauen.

Ich gehe gleich spazieren und noch in den Garten 🪴

Gestern hatte ich auch ein Beispiel von „sich schlecht fühlen“ verursacht durch Situationen und Energievampire.

Da ich hochsensibel seit Kindheit bin, bemerke ich oft schon Spannungen im Vorhinein.

Bei einer Gartenparty bei Nachbarn fühlte ich mich beobachtet.

Ich habe mir eine andere Ecke gesucht zum sitzen und da ging es.
Manche Menschen haben eine komische Energie an sich.
Ich spüre das einfach und auch das Negative. An dem Ort waren viele Menschen, wo die Chemie nicht stimmt.
Ich habe mich dann zu Schwiegereltern mit meinem Mann gesetzt und einer älteren Dame, die ich sehr nett fand.
Dann ging es mir besser.

Wahrscheinlich lag es daran, dass dort komische Nachbarn waren. Sie ist Ukrainerin und er ist Russe und sie haben ein Kind.
Die Frau ist nett und das Kind auch.
Ich habe die Frau nur mal nach einem Streit im Garten weinen gehört und davor einen Knall oder ein Geräusch, so als wenn der Mann sie geschlagen hat…
Beweise habe ich natürlich nicht.
Als ich diesem Mann vor 3 Jahren mal begegnet bin, fand ich ihn irgendwie unheimlich, so das Bauchgefühl.

Wenn ich zu viel Nähe mit solchen Leuten habe, fühle ich mich nicht wohl.
Ich kriege auch ein Angstgefühl und muss mich überwinden.

Die Party war ok und die Gastgeber haben sich viel Mühe gegeben.
Nur durch 20% der Menschen wollte ich mir den Spaß nicht verderben lassen.

Ich versuche mich dann an den emphatischen Menschen zu orientieren.
Ich beobachte dann gerne und versuche die Perspektive zu ändern.

Wenn alles 💩 wäre, würde ich gegebenenfalls eine Veranstaltung verlassen, soviel Freiheit sollte man sich nehmen.

Als Hochsensibler habe ich bei Veranstaltungen ab und mit zu vielen Menschen den „ Alieneffekt“ . Das heißt es fühlt sich so an, wie ich gehöre nicht dahin.
Das mit der Schuldumkehr ist paradox, nicht nur bei Narzissten.
Das kenne ich leider auch und habe in der Therapie darüber mehr erfahren.
Hier dazu diese Quelle von Hogrefe online:
projektive Identifikation (auch projektive Identifizierung) ist ein unbewusster psychoanalytischer Abwehrmechanismus, bei dem eine Person eigene, unerträgliche Gefühle oder Anteile auf ein Gegenüber überträgt und dieses unbewusst dazu bringt, genau diese Gefühle oder Verhaltensweisen anzunehmen.

Genauso hat mein Bruder es jahrelang gehandhabt.

Euch allen einen schönen Sonntag

liebe Grüße
Bergziege

x 1 #525





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