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Bergo
@PipifaxForte

Naja was heißt Therapieresistent, die ganzen anderen Medi's hatten auf eine Weise schon ihre Wirkung, dass Problem war einfach das sie nicht so vollkommen alle Symptome unterdrückt haben was ja mein Wunsch ist. Manche haben die Panik ein wenig unterdrückt das hat aber nicht ausgereicht, manche haben stark sediert, wie zB. Seroquel und ich war ständig antriebslos...Irgendwie war kein Mittel der totale Allrounder außer eben Lorazepam.

Und ja das mit dem Führerschein hab ich auch mal nachgeforscht und bin auf's selbe Ergebnis wie du gestoßen. Wenn du zu verbacken von Benzos rumfährst kann sogar deine generelle Fahreignung in Frage gestellt werden von der Führerscheinstelle.

@MyLive17 Naja sie hat schon Recht das ist kein Quatsch, hätte mich eh gewundert warum soll sie mir blödsinn erzählen.

@Ad126

Also erstmal danke das du dir Sorgen machst. Ja wäre schön wenn ich es einfach weglassen könnte aber mein Leben ist jetzt ganz gut eingefahren mit dem Lorazepam. Ich hoffe mal wenn jetzt meine Ausbildung losgeht und mein Leben sich dann nach und nach zu was vernünftigem geordnet hat, dass ich vielleicht noch ein bisschen reduzieren kann...Von 4mg (was ja eigentlich nicht so wenig ist, auch wenns Konsumenten mit höheren Dosen gibt) bin ich ja schon auf 2mg pro Tag runter. Vielleicht gehts ja das ich dann wenn alles gut ist von 2mg erstmal auf 1,5mg runter gehe und dann erstmal ne Zeitlang vielleicht nur noch 1mg also morgens und abends ne halbe nehme. Das wäre ja schonmal ganz gut.
Aber will auch nicht zu schnell davon weg bzw. kann es nicht hab Angst das ich dann wieder hammer den Absturz im Leben krieg, das will ich echt nicht riskieren. Erstmal das in die Reihe bringen was ich mir vorgenommen habe und dann sehen wir weiter.

Bis dahin sind es dann vielleicht 3 Jahre Dauerkonsum gewesen. Habe noch keine Nachteile festgestellt, aber ja sicher wäre es besser ich kann ohne. Und wenn es nicht geht akzeptiere ich das auch, werde ich halt keine 80 Jahre alt sondern nur 70 oder 65 dadurch das die Leber die es abbaut fertig ist, aber damit kann ich dann Leben, dafür hatte ich die 30 Jahre dann wenigstens ein gutes Leben.

15.06.2018 10:17 • #21


Hallo,

mein Problem scheint ein wenig ähnlich gelagert - und doch wieder ganz anders. Ich weiß nicht, ob ich in Deinem Faden damit überhaupt richtig bin oder dazu besser einen eigenen aufmachen sollte ... Ich versuchs nun erst einmal hier.

Ich war früher selbst einmal abhängig von Tavor, bin mit viel Mühe da heraus gekommen. Das ist schon gut 20 Jahre her. In dieser Zeit waren Benzos für mich tabu. Man sollte meinen, dass sich die Benzo-Rezeptoren in diesem langen Zeitraum komplett erholt haben. Trotzdem weiß ich natürlich, dass jemand, der einmal davon abhängig war, solche Mittel höchstens noch im äußersten Notfall nehmen kann bzw. darf.

Nun kam es vor ein paar Jahren durch verschiedene Lebensumstände und damit verbundene Zukunftsängste dazu, dass ich ohne große Probleme an Bromazepam gelangte. Es sollte nur der Notfall sein. Prompt gewöhnte ich mich wieder daran - wie wäre es auch anders zu erwarten gewesen? Ich lasse jetzt auch wieder die Finger vom Bromazepam, da mir meine Tavorabhängigkeit ja noch in den Knochen hängt und ich das so nicht mehr riskieren will; zum Glück gelingt mir das Abstandhalten davon diesmal ohne große Schwierigkeiten.

Vor etlchen Monaten verschrieb mir der Arzt aber wegen anhaltender schwerer Schlafstörungen Zolpidem - ich weiß: auch eine Art Benzo, für mich aber ohne jede Suchtwirkung. Ich hatte schon alles Mögliche ausprobiert, aber nichts anderes half so richtig, und Nächte lang wachzuliegen schien mir eine Folter. Das Zolpi ließ mich einfach gut schlafen.

Jedoch gewöhnte sich der Organismus inzwischen leider auch, wieder daran, die Toleranz stellt sich bereits ein. Daher läuft jetzt ein Versuch mit Trimipramin, obwohl ich mich immer mit Händen und Füßen gegen ein AD gewehrt hatte (überhaupt nicht infrage käme ein sog. schlafanstoßendes Neuroleptikum, denn ein einziger Versuch auf eigene Faust ging voll in die Hose, das ist also für mich eine ausgeschlossenen Medikamentengruppe), aber die Möglichkeiten, zu normalem Schlaf zu kommen, werden enger und enger.

So gesehen, wäre Trimipramin eine gute Lösung. Atarax und Trazodon wurden übrigens aus demselben Grund schon ganz kurz mal ausprobiert, beide vertrug ich jedoch nicht.

Das Trimi vertrage ich zwar ganz gut, aber es verwirrt mich: Seit etwa 14 Tagen nehme ich es 1,5 Stunden vor dem Schlafengehen in der Dosierung 25 mg und meine, es macht mich zwar insgesamt nachts müder, aber das Einschlafen funktionierte damit allein auch nicht. Seit etwa 14 Tagen probiere ich das aus: ich wurde schläfrig, aber der Schlaf kam nur mit einer zusätzlichen halben Zolpidem. Dann schlief ich besser und länger als früher nur mit dem Zolpidem, das seine Wirkung ja ohnehin schon stark verloren hat.

Mir ist sonnenklar, dass ich vom Zolpi abhängig geworden bin. Ich hatte es deshalb zwischendurch schon einmal ganz ausgeschlichen, aber die Nächte waren danach wieder eine reine Quälerei. L-Tryptophan half, kann aber wegen Schilddrüsenbeschwerden auch keine Dauerlösung sein, und man gewöhnt sich selbst daran nach einer Weile.

Nun habe ich das Trimipramin heute nacht wieder eingenommen, diesmal blieb der Erfolg zu meinem Erstaunen jedoch völlig aus; sogar nachdem ich die Dosis später noch verdoppelt und dann verdreifacht hatte, also bis 75 mg aufgestockt, und selbst nachdem ich zusätzlich 15 mg Zolpi genommen hatte: Null Einschlafwirkung diesmal! Und das trotz der verdreifachten Dosierung. Ich war zwar ruhig und weniger wach, habe aber die erste Nacht defintiv mit dieser Kombi nicht geschlafen.

Das Trimi scheint von den Nebenwirkungen her ja okay, was mich betrifft, aber nach dieser Nacht macht es mich ratlos. Ist das jetzt etwa auch schon Gewöhnung?

LG

P.S. Sollte der Beitrag hier verkehrt sein, dann sorry bitte; ich muss mich noch ein bisschen zurechtfinden.

11.07.2018 09:49 • #22



Tavorentzug und alternative Möglichkeiten/Medikamente

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Ach so, noch vergessen: Zum Therapeuten gehe ich seit Ende letzten Jahres.
Falls das noch wichtig ist, ich bin zuhause, also nicht mehr berufstätig, und nicht mehr die Jüngste.

11.07.2018 10:00 • #23


Um auch zu Deinem Thema selbst noch etwas beizusteuern:

Die alternativen Möglichkeiten zum Benzo sind für den einmal daran Gewöhnten so rar, dass es eventuell doch als notwendig erscheinen kann, alles auszuschleichen, also da, wo es eben geht, und mit den handfesten Nachteilen zu leben. Die nächsten 20 Jahre abhängig zu sein bzw. zu bleiben, ist auch eine düstere Vision. Ein ganz schwieriges Kapitel in jeder Richtung, nicht zuletzt für die Fachleute.

Sich letztlich auf Pflanzliches und ggf. Homöopathisches zu beschränken, wäre dann vielleicht etwas mehr als nichts.

Ich habe den großen Vorteil, keinen Job mehr ausfüllen zu müssen. Kinder und Haustiere sind keine da, mein Mann nimmt mir im Haushalt viel ab, ich könnte also die Schlaflosigkeit "aussitzen", theoretisch zumindest. Mir ist bewusst, dass ich da sehr bevorteilt bin. Aber ohne Schlaf zu sein, ist defintiv Folter, schon ohne die Verpflichtungen des Berufs; wie viel mehr noch mit Kindern, die zu versorgen sind und anderen Pflichten! Meine Angststörung wird durch die Schlaflosigkeit dann auch angefacht. Ja, seufz.

11.07.2018 10:58 • x 1 #24


Bergo
Zitat von Salyx:
Ach so, noch vergessen: Zum Therapeuten gehe ich seit Ende letzten Jahres.
Falls das noch wichtig ist, ich bin zuhause, also nicht mehr berufstätig, und nicht mehr die Jüngste.


Hi @salyx sorry war länger nicht online und grad auch nur mit handy also verzeih mir die rechtschreibfehler. Also um kurz zu mir zu kommen bei mir haben sich ein paar grundlegende dinge geändert, habe jetzt wieder eine freundin gefunden die echt lieb ist und unglaublich kraft gibt konnte meinen tavor konsum schon auf 1mg pro tag reduzieren. Morgens und abends ne halbe Tablette.

Ist echt unglaublich hilfreich wenn man jemanden hat der einen versteht und unterstützt daher kann ich das mit deinem mann gut nachvollziehen. Sie gibt mir stets das Gefühl alles schaffen zu können wenn die panik innder stadt kommt gerade jetzt zur ferienzeit wo es voll ist und wir eis essen gehen oder so nimmt sie einfach meine hand küsst mich etc. Und man kommt direkt von der panik runter mit ihr ist es einfach erträglich. Meine neue ausbildung fange ich auch zum 1.8. Und freue mich schon drauf. Läuft also ganz gut. Ab und zu trink ich mal abends wenns nen schei. tag war aber alles noch im Rahmen.

Zu deiner Geschichte finds echt schwierig dir da tipps zu geben ich habe auch schon viele AD und neuroleptika durch. Und bin auch der Meinung benzos sind das einzig wahre. Hab von nem freund letztens nen streifen diazepam bekommen und muss sagen damit kam ich auch zurecht. Werde nächstes mal beim arzt auch nach der flüssig Lösung fragen um damit dann eventuell noch mehr auszuschleichen bzw präziser. Glaub zwar nicht das ich auf 0 komme aber so wenig wie nötig darfs sein.

Ist zwar bissl peinlich jetzt aber um so mehr tavor man nimmt vorallem in Verbindung mit Alk. um So mehr leidet die potenz. Natürlich scheise mit frau. Auch deshalb muss ich runter so viel es geht.
.an adäquaten schlafmitteln für dich fällt mir spontan nur zopiclon ein wobei auch bei mir (hatte die 7.5mg) die wirkung extrem schnell nachgelassen hatte musste nachher schon 30mg nehmen für guten schlaf. Ansonsten seroquel hat mich immer extrem geplättet aber die nebenwirkungen davon wie mattheit am tag und stimmungsschwankungen sind Nicht so gut. Naja nen versuch ist es wert. Von pflanzlichem kram halt ich nicht so viel eventuell Ca.nn.abis aber wenn man mit der psyche vorbelastet ist muss man vorsichtig sein das kann einen auf Dauer auch aus der bahn werfen. Alk. und benzos zusammen helfen immer aber auch keine dauerlosung...

Doxepin eventuell wenn du drauf anschlagst. Ansonsten Zärtlichkeit von deinem mann mir hilft es extrem wenn jemand meinen bauch oder Kopf streichelt oder krault da geht es gleich leichter mit dem schlafen. Brauch man natürlich jemand der da bock drauf hat. Also stören tut es mich garnicht wenn du hier mit rein schreibst aber ne Antwort ist schwer. Alles was einen extrem ins bett drückt ist rezeptpflichtig oder illegal und lässt eine sucht und dadurch Toleranz entstehen. Vielleicht haben ja andere leute noch Ideen hier für dich. Lg

19.07.2018 22:50 • #25


Entgiftung nur im KH. Ca. 14 Tage... Dann nahtlos in eine stationäre Psychotherapie. Verhaltenstherapie wäre glaube ich sehr gut.

Anders wird es nicht gehen. Meine Meinung. Von Tavor brauchst Du mir nichts mehr erzählen. War 11 Jahre lang unter zig Medis. Erst Antidepressiva später Benzos. Tavor Valium, Bromazepan Tafil Oxazepam. Ging gar nix mehr ohne weder Arbeit noch öffentliche Verkehrsmittel noch aus dem Haus .

3 mal je 6 Monate Langzeitherapien haben erst geholfen.

Vorher natürlich von dem ganzen Zeug erstmal entgiftet.

Im KH, nicht alleine. Lebensmüde war ich noch nicht

Tavor hat 2 Seiten. Segen und Fluch gleichzeitig.

Viel Spass damit. Hätte Dir gerne was schöneres geantwortet. Aber warum sollte ich lügen.

Ein gutes hat die Sache aber doch. Wenn Du den Entzug hinter Dir hast, gehst Du wahrscheinlich freiwillig nahtlos in eine stationäre Langzeitherapie nur um sowas nicht nochmal durchmachen zu müssen.

Wünsche Dir von Herzen viel viel Kraft.

22.07.2018 16:08 • #26


Infinityonfire
Ich denke dass Benzos ihre Berechtigung haben z.B als Notfallmedikament oder vor einer OP.
Wenn man mit einer niedrigen Dosis gut zurecht kommt, denke ich auch dass es nicht extrem dramatisch ist als Dauermedikament. Nur darf die Dosis niemals steigen, bei mir hatte sich leider sehr schnell eine Toleranz aufgebaut...

25.07.2021 12:51 • #27


TeddyBär21
Bei mir beginnt die Ausschleichung von Tavor. Zusätzlich zur Tavor soll ich Escitalopram A b Z nehmen. (5mg). Die Wirkung soll sich in 10 Tagen entfalten, aber ist es trotzdem möglich, dass man schon am ersten Tag Änderungen merkt, dass man z.B. ruhiger wird? Ich habe sie Freitag verschrieben bekommen, gestern wurden sie abgeholt und heute fange ich damit an.

25.07.2021 19:07 • #28


Infinityonfire
Zitat von TeddyBär21:
Bei mir beginnt die Ausschleichung von Tavor. Zusätzlich zur Tavor soll ich Escitalopram A b Z nehmen. (5mg). Die Wirkung soll sich in 10 Tagen ...


Ich habe Erfahrungen mit Quetiapin und Doxepin, die hatten eine leicht sedierende / müde machende Wirkung, auch zu Beginn. Meditation hatte mir beim Entzug gut geholfen, auch Ablenkung.

25.07.2021 19:27 • x 1 #29


TeddyBär21
Noch soll ich meine gewohnte Menge an Tavor nehmen zusätzlich zu den Tabletten. Ich denke mal, die Tavor wird heruntergefahren, wenn die 10 Tage um sind. Ich soll nämlich in 2 Wochen wieder kommen.

25.07.2021 19:37 • #30


Infinityonfire
Zitat von TeddyBär21:
Noch soll ich meine gewohnte Menge an Tavor nehmen zusätzlich zu den Tabletten. Ich denke mal, die Tavor wird heruntergefahren, wenn die 10 Tage um sind. Ich soll nämlich in 2 Wochen wieder kommen.


Ja das klingt sinnvoll, also ich war kürzlich bei einer Psychiaterin, die meinte dass sie beim Einschleichen von Antidep. parallel Tavor verschreibt (Während dem Einschleichen). Bei welcher Dosis Tavor bist du wenn ich fragen darf? Und wie lange nimmst du es schon regelmäßig?

25.07.2021 19:42 • x 1 #31


TeddyBär21
@Infinityonfire Genau und bei mir wird das Tavor auf diesem Wege ausgeschlichen. Ich habe eine Therapie gewählt, mit dem Ziel, eines Tages gar keine Tabletten mehr zu brauchen.

Ich habe eine 0,5 mg Dosis, nehme immer 2 Stück, bis auf besondere Fälle. Aber im Normalfall, der öfters vorkommt, hält 2. Zum Einschlafen. 1x reicht da meistens nicht. Ich nehme sie schon gut 7 Wochen, also bin ich voll in der Abhängigkeit drin.

Escitalopram soll ja leicht verträglich sein. Also ich hatte heute keine Probleme am 1. Tag. Bei der Mirta TAD war ich schon am ersten Tag durch. Wurde auch dann eingestellt bei mir. Escitalopram ist auch generell ein leichtes Antidepressiva, oder? Hatte ich das beim Arzt richtig verstanden?

25.07.2021 23:13 • #32


Infinityonfire
Zitat von TeddyBär21:
@Infinityonfire Genau und bei mir wird das Tavor auf diesem Wege ausgeschlichen. Ich habe eine Therapie gewählt, mit dem Ziel, eines Tages gar keine ...

Das ist eine gute Frage, das kann ich leider nicht beantworten, ich weis nur dass Opipramol ein leichtes ist, vergleichbar mit Johanneskraut glaube ich.

26.07.2021 11:44 • x 1 #33



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Dr. med. Andreas Schöpf