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ChrisBi

ChrisBi
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Hallo erstmal an alle,
das ist mein erster Beitrag hier und ich freue mich, dass ich dieses Forum gefunden habe. Ich hoffe, dass ich mich mit anderen austauschen kann, die vielleicht Ähnliches erlebt haben.
Ich habe jetzt wirklich ein paar höllische Wochen hinter mir und weiß ehrlich gesagt manchmal nicht mehr, wo mir der Kopf steht.
Nach 13 Jahren mit Venlafaxin 75 mg hatte ich irgendwann das Gefühl, dass es nicht mehr richtig wirkt. Nach langer und verzweifelter Suche habe ich schließlich einen Psychiater gefunden. Er meinte zunächst, ich solle auf 150 mg erhöhen und abwarten. Leider hat das bei mir nichts verbessert. Danach sollte ich Venlafaxin innerhalb eines Monats wieder absetzen. In der letzten Phase mit 37,5 mg sollte ich zusätzlich Agomelatin 25 mg nehmen.
Am Anfang ging es damit einigermaßen. Aber dann wurde es wieder schlechter. Ängste und eine immer stärker werdende innere Unruhe haben mich plötzlich den ganzen Tag begleitet. Ich hatte irgendwann das Gefühl, überhaupt nicht mehr zur Ruhe zu kommen.
Zu diesem Zeitpunkt war mein Psychiater im Urlaub, also bin ich wieder zu meiner Hausärztin gegangen. Sie hatte die Idee, das schnelle Absetzen von Venlafaxin mit Fluoxetin 10 mg zu überbrücken.
Leider wurde es damit bei mir noch schlimmer. Die innere Unruhe wurde teilweise extrem und ich hatte einen starken Bewegungsdrang. Nach 14 Tagen Fluoxetin wusste ich überhaupt nicht mehr, was jetzt eigentlich passiert und was ich tun soll.
Mein bisheriger Psychiater meinte schließlich, ich solle das Fluoxetin einfach wieder absetzen. Ich war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon ziemlich verunsichert und hatte nicht mehr das Gefühl, einen richtigen Plan zu haben.
Die Tage waren teilweise nur noch mit Promethazin-Tropfen auszuhalten. Aber auch damit kam ich nicht wirklich weiter. Ich wusste nicht einmal genau, wie oft ich die Tropfen bei starker Unruhe nehmen darf.
Ich war inzwischen seit fünf Monaten krankgeschrieben – ursprünglich wegen Burnout und somatischen Beschwerden – und merkte, dass mich die ganze Situation zunehmend an meine Grenzen bringt.
Dann hatte ich schließlich Glück und konnte einen anderen Psychiater erreichen. Schon das erste Gespräch hat mir ein Stück weit das Gefühl gegeben, nicht völlig allein mit der Situation zu sein. Er riet mir, das Fluoxetin abzusetzen, ein paar Tage zu warten und anschließend Venlafaxin wieder vorsichtig mit 37,5 mg einzuschleichen.
Update:
Inzwischen war ich bei dem neuen Psychiater. Er hat mir zunächst Tavor 0,5 mg gegen die starke Unruhe verschrieben. Davon soll ich maximal zwei Tabletten am Tag nehmen und nur bei starken Beschwerden.
Mit Venlafaxin bin ich jetzt wieder bei 37,5 mg gestartet. Der erste Tag war bis etwa 11 Uhr noch auszuhalten. Danach wurde die Unruhe stärker. Ich habe dann die Tavor-Tablette geteilt und 0,25 mg genommen.
Zunächst wurde mir etwas schwindlig und ich war ziemlich benommen. Danach wurde es aber deutlich ruhiger. Der Bewegungsdrang, der vorher bei etwa 5 von 10 lag, war später praktisch weg.
Das Promethazin habe ich inzwischen weggelassen, weil es mir leider kaum geholfen hat.
Jetzt hoffe ich einfach, dass mein Körper sich langsam wieder an das Venlafaxin gewöhnt und ich Schritt für Schritt aus diesem Tief herauskomme.
Ich möchte mich hier gerne mit anderen austauschen und vielleicht auch meinen weiteren Verlauf berichten. Vielleicht hilft meine Geschichte ja irgendwann auch jemandem, der gerade in einer ähnlichen Situation steckt.
Grüße 🖖

• • 27.09.2026 #1


3 Antworten ↓

Pyrojay
Hallo,

du hast geschrieben das das Venlafaxin nicht mehr gewirkt hat und du es deswegen abgesetzt hast. Was waren das für Symptome die gleichen die du jetzt auch hast?

• x 1 #2


A


Nach13 Jahren Venlafaxin-abgesetzt und wieder zurück

x 3


ChrisBi
Hi,
nein jetzt ist es ein Mischmasch aus dem Absetzen von Venlafaxin und der kurzen Fluoxetin Brücke plus dem Wiedereinstieg mit 37,5 mg.
Ich wollte schon öfters das Venlafaxin absetzen, hat aber nie geklappt. Mein Psychiater meinte, dass es mit der Unterstützung von Agomelatin funktioniert…..
Leider habe ich die Quittung jetzt bekommen und quäle mich wieder auf die 75mg. Mein neuer Doc will mich erst stabilisieren und dann eventuell mit einer Therapie beginnen
Grüße 🖖

• #3


Pyrojay
Hast du beschwerdefrei Momente am Tag? Abends zb. sollte es hoffentlich auch bei dir besser werden.

• #4






Dr. med. Andreas Schöpf
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