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Hallo zusammen!

Ich habe beim stöbern im Internet Arsenicum album endeckt.

Konnte aber nur rauslesen das es wohl bei Magen-Darm beschwerden sehr gut hilft und Angst.

Leide unter Agoraphobie mit Panikattacken und leichten Depressionen.

Bin oft am Abend und vor dem schlafen gehen etwas unruhig.
Panikattacken sind meistens nur da, wenn ich weiß ich muss das Haus verlassen, oder habe es verlassen.
Öfter habe ich probleme mit dem Atmen und denke dann ich bekomm keine Luft mehr.

Wäre dieses Mittel etwas für mich?

Hat jemand Erfahrungen?

Liebe Grüße

14.04.2010 17:32 • 24.06.2010 #1


Im homöopathischen Repetitorium steht dabei:
Zentrales Nervensystem. Atemwege, Magen-Darm-Trakt, Haut.

14.04.2010 18:21 • #2



Arsenicum album

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Valmont
Ich nehme das Mittel seit etwa 1 Monat.
Aufmerksam geworden bin ich darauf durch ein Buch über homöopathische Mittel, in dem stand, daß es gut gegen Panikattacken wirken soll.
Ich habe es in der Potenzierung D12 und nehme morgens und abends 5 Globoli.
Bisher wirkt es ganz gut, zwar sind die Ängste die ich habe nicht ganz weg, aber sie sind besser auszuhalten.
Nebenwirkungen hat es eigentlich keine, allerdings trat nach 2 Tagen eine sogenannte Erstverschlimmerung auf, wie es bei homöopathischen Mitteln häufig ist.

14.04.2010 21:21 • #3


Hallo,

Homöopathie gehört in die Hände eines Fachmanns, eine D12 wirkt eigentlich nicht auf die Psyche...da braucht man höhere Potenzen. Ich bin schon länger in homöopathischer Behandlung, habe auch Arsenicum Album genommen eine Zeit lang, hat aber nicht meine Ängste vermindert.

Man muss sehr genau unterscheiden zwischen einer Erstverschlimmerung oder der so genannten Arzneimittelprüfung.
Wenn Du eine Erstverschlimmerung hast, verschlimmern sich anfangs deine bisherigen Symptome, dann hast Du das richtige Mittel wenn Du eine Arzneimittelprüfung durchmachst bekommst Du plötzlich neue Symptome. Dann ist das Mittel falsch. Und das kann beides ganz schön heftig sein. Aber es ist einerseits schwierig das richtige Mittel zu finden und dann noch die richtige Potenz....nix für Laien grade wenn es um die Psyche geht.

Liebe Grüße, berlina

14.04.2010 23:06 • #4


Valmont
Generell hast du natürlich Recht, man sollte eigentlich einen Homöopathen aufsuchen, um sich ein Mittel veschreiben zu lassen.
Leider bezahlt meine Krankenkasse das nicht, und privat kann ich mir das nicht leisten.
Darum war ich darauf angewiesen, selbst zu forschen und mich schlau zu machen, und dieses Mittel hab ich auch mehr durch Zufall gefunden. Die Potenzierung D12 ist ja auch ziemlich niedrig, mit höheren Potenzierungen wär ich auch vorsichtig.
Die Erstverschlimmerung war bei mir vorübergehend ziemlich starke Ängste. Andere Sympthome hatte ich nicht.
Wie gesagt, meine persönliche Erfahrung mit dem Mittel ist recht potitiv, zumal andere Medikamente bei mir so gut wie gar nicht helfen.

15.04.2010 11:35 • #5


Hallo Valmont,

ok, das kann ich verstehen...sind denn Deine Ängste nach der Erstverschlimmerung besser geworden?

LG berlina

15.04.2010 11:39 • #6


Ach so und es gibt übrigens auch Kassenärzte, die mit Homöopathie arbeiten, man muss nur suchen. Sind meistens Ärzte für Innere Medizin oder eben normale Allgemeinmediziner.

15.04.2010 11:41 • #7


Berlina was nimmst du denn jetzt im Moment für ein Mittel?

Mir ist auf jeden Fall bewusst, dass man auch mit der Homoöpathie nicht selbst experimentieren sollte.

Als meine Angst damals begann war ich auch bei einem Allgemeinmediziner der auf Naturheilverfahren arbeitete. Wir hatten damals Johanniskraut und Melisse zur Beruhigung ausprobiert. Halfs leider überhaupt nichts.

Möchte auch eigentlich meinen Hausarzt nicht wechseln.

LG

15.04.2010 12:03 • #8


Valmont
@berlina: Ja, meine Ängste sind besser geworden. Wie gesagt, ganz weg sind sie nicht, aber sie sind nicht mehr so quälend. Mittlerweile konnte ich das Mittel sogar absetzen, und werde es erst wieder nehmen, wenn die Ängste wieder schlimmer werden sollten.
Kassenarzt der Homöopathie mit meiner Krankenkasse abrechnen kann hab ich leider bisher noch nicht gefunden.

17.04.2010 10:52 • #9


Ich hatte vor zwei Tagen gerade meinen ersten Termin mit der Homöopathin. In meinem Falle ist sie von Haus aus Psychiaterin. Ich hatte mir zwar geschworen in meinem ganzen Leben nie wieder mit einem Psychiater zu sprechen, aber o.k.: ich war dazu gezwungen, weil sie die einzige ist, die über meine KV abrechnen kann und die einzige die einen Termin hat.

Teil 1 der Anamnese war für mich hoch belastend. Sie stellte Fragen über die Kindheit, die so intensiv waren, dass ich es kaum aushielt. Und dabei bohrte sie ständig halt weiter. Nun gut, inzwischen habe ich mich wieder beruhigt und denke, sie muss das halt wissen. Im zweiten Teil wird es noch einmal anstrengend, aber wohl nicht mehr so wie beim ersten Mal wie sie mir versichert hat.

Dann wird sie, so habe ich das heraus gehört, ein so genanntes Konstitutionsmittel finden. Ich erwarte schon eine deutliche Besserung und fürchte auch eine Erstverschlechterung. Vor allem bin ich gespannt auf das Mittel was sie herausfindet.

24.05.2010 10:04 • #10


Hallo Zusammen,
habe gute Erfahrungen mir Homöopathischen Mitteln gemacht. Würde aber grundsätzlich immer dazu raten einen erfahrenen Heilpraktiker zur Rate zu ziehen.
Es geht hier in der Regel um die Behandlung von chronischen Erkrankungen (Angst/ Panik/ Depression) die den Einsatz von sogen. Hochpotenzen erfordert. Dies bedeutet schon Erfahrungen im Umgang mit diesem Thema.
Wird ein passendes Mittel gefunden ist Hilfe fast garantiert (Konstitutionsbehandlung). Ob dies immer auch sofort Heilung bedeutet kann ich (noch) nicht sicher behaupten. Homöopth. Mittel sind auf jden Fall ein gute Möglichkeit. Betrachtet man die Probleme im Umgang mit den Medis wird schnell deutlich, daß Homöop. hier einige Vorteile zu bieten hat. Eine sogn. Erstverschlimmerung kann auftreten - muss aber nicht. Weitere unerwünschte Wirkungen sind im Gegensatz zu den Medis nicht zu erwarten.
Man kann nicht unbedingt zu einem Mittel raten. Für den akuten Einsatz im Rahmen der Selbstbehandlung wird z.B. Ars. Album, Arg. Nitricum, Aconitum oder auch einige Kombipräperate empfohlen. Bei den Potenzen neige ich eher zu C30. Niedrigere Potenzen wirken m.M.n. nicht so effektiv.
Die längerfristige Behandlung setzt dann die Hochpotenzen (L,M,Q oder C200 und größer) ein.
Gute Literatur zum Thema: Baily; Psychologische Homöopathie/ Barck; Homöopathische Psychiatrie/ Coulter; Portraits homöopathischer Arzneimittel/ Reichenber/Ulmann; Homöopathie bei Depression und Angststörungen (erscheint erst 08/2010), Ratgeber Homöopathie von Sven Sommer uvm.
Zu den Kosten: Fragt bei der Krankenkasse nach Ärzten mit Zusatzquali. Homöopathie. Hier wird es sicher ein Angebot geben. Notfalls auch die Kasse wechseln. Es gibt mittlerweile viele Kassen die Homöopathie als Zusatzleistung mit anbietet.
Notfalls selbst zahlen: Die Kosten sind nicht immens und im Verhältnis zum Ergbnis ok. Die Mittel (Globuli) kosten ca. 6-10 Euro, bei Kombipräperaten auch mehr. Auch hier sehe ich keine riesigen finaziellen Barrieren. Wenn man überlegt wofür man sonst so sein Geld ausgibt
Ich würde hier gerne eine Lanze für die Homöopathie brechen, da ich glaube und selbst erlebe, daß sie ein gutes Angebot für die Behandlung von Ängsten/ Depressionen und PA`s machen kann. Sie ist sicher eine gute Alternative zur gängigen medikamentösen Therapie mit Psychopharmaka. Finde dies Thema sollte auch hier im Forum mehr Raum einnehmen!
Bei Fragen gerne mehr

27.05.2010 15:44 • #11


Valmont
Die Arsenicum Album Globoli haben ca. 8,-- gekostet. Das finde ich nicht teuer, denn man kommt mit dem Mittel sehr lange aus.
Das mit der Selbstmedikation hab ich mir auch lange überlegt, schon deshalb weil bei mir auch neue Medikamente Angstzustände auslösen können.
Aber die Beschreibung des Typ Mensch passte auf mich so gut, daß ich mir das Mittel selbst verschrieben habe.
Bei höheren Potenzen würde ich aber auf alle Fälle einen Homöopathen aufsuchen.

28.05.2010 22:48 • #12


Und ganz zum Schluß. Muß man den Menschen als Gesamtbild sehen.
Dann gibts mit Sicherheit auch ein Globuli,
Bachblüten dagen der größte MIST.

28.05.2010 23:14 • #13


Oh ääääh, das wird hier zwar niemanden freuen aber:
heute habe ich das Medikament besorgt und da ich Allergikerin bin muss ich immer gründlichst recherchieren. DAbei bin ich auf folgenden äußerst beunruhigenden Artikel gestoßen:

http://www.hom-gmunden.com/pdf/artikel.pdf

Sorry, aber ich denke das es für Alle wichtig ist

21.06.2010 21:12 • #14


Hallo,

ich wollte nur sagen, dass ich die homöopathischen Mittel vor allem bekommen habe, weil ich ja fast nichts mehr essen konnte, habe auf alles mögliche reagiert (Laktose, Fruktose, Gluten). Nehme im Moment Pulsatilla und meinem Bauch geht es besser. C30, erst schlimme Erstverschlimmerung mit totalen Zweifeln, jetzt besser, aber auch nicht optimal.

Ich habe echt schon viele Mittel durch mit meiner Homöopathin und auch einiges erreicht, aber die Angst ist dadurch nicht weggegangen - leider.

Liebe Grüße, Lena

22.06.2010 09:02 • #15


Hallo,
spricht ja dafür, nicht lange rumzuexperimentieren sondern sich in erfahrene Händer zu begeben. Der Hinweis am Ende des Artikels, dass bei fachgerechter Anwendung solch ein Zwischenfall nicht auftritt, sollte ebenfalls nicht überlesen werden!
Bei der Anwendung von homöopth. Mitteln über einen längeren Zeitraum würde ich grundsätzlich den Rat eines Heilpraktiker einholen.
Die vielen leidvollen Erfahrungen mit den gängigen Medis drängen einen fast dazu, sich nach Alternativen umzuschauen. Dies kann einen homöopathische Konstitutionsbehandlung u.U. erfolgreich leisten.
Viele Grüße,
Hubert

22.06.2010 13:18 • #16


Das halte ich fast schon für eine - vielleicht unbewusst - vorsätzliche Selbstvergiftung, sich eine so geringe Potenz über eine so lange Zeit einzuverleiben.

Je niedriger die Potenzierung, desto materieller wirkt der Stoff. Und dass gerade Arsen kein harmloses Bonbon ist, sondern ein tödliches Gift, ist jedem bekannt.

22.06.2010 20:48 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von GastB:
Das halte ich fast schon für eine - vielleicht unbewusst - vorsätzliche Selbstvergiftung, sich eine so geringe Potenz über eine so lange Zeit einzuverleiben.

Je niedriger die Potenzierung, desto materieller wirkt der Stoff. Und dass gerade Arsen kein harmloses Bonbon ist, sondern ein tödliches Gift, ist jedem bekannt.


Diesen Eindruck hatte ich auch ganz kurz. Allerdings habe ich mir gestern genau das Arsenicum album gekauft und bekam den Tipp vom Apotheker in akuten Phasen ruhig 1 Tablette alle 1/4 tel Stunde einzunehmen und von einer begrenzten Anwendungsdauer war keine Rede. Woher soll denn der Laie wissen, dass man das nicht 3 Monate lang nehmen kann? Ich denke, hier staunten sogar die Fachleute.

22.06.2010 21:26 • #18


Diesen Apotheker-Rat und ohne Einschränkungen halte ich so auch für echt bedenklich. ;shock:

Es gibt immer noch sehr viele Leute, auch Mediziner und Apotheker, die homoopathische Mittel für mehr oder weniger Placebos halten und sie daher zwar tolerieren, aber nicht so richtig ernst nehmen, sondern immer mit einem leichten Augenzwinkern dazu stehen. (Wenn sie sie nicht sowieso kategorisch ablehnen.)

Das ist aber m.E. eine völlige Verkennung der Sache und kann eben auch echt gefährlich werden.

Welche Potenz hast du denn gekauft?

22.06.2010 21:47 • #19


Nachdem ich heftig auf bestimmte Mittel reagiert habe kann ich bestätigen, dass wenn man das falsche Mittel erwischt, es echt nicht lustig ist - selbst mit Homöopath. Daher rate ich jedem ab, anhand von Büchern oder Internet Selbstdiagnose zu machen.

Entweder mit Homöopath oder gar nicht.

22.06.2010 21:48 • #20



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Dr. med. Andreas Schöpf