Nonagon
Mitglied
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Am ehesten bin ich hier noch hängen geblieben, aber falls es woanders besser reinpasst bitte ich um Entschuldigung.
Kurz zur Vorgeschichte: Ich bin jetzt 32, hatte während meiner Jugend und im frühen Erwachsenenalter jahrelang schwere Depressionen, auch jahrelang unerkannt/unbehandelt. Und damit zusammenhängend sehr starke Antriebslosigkeit.
Seit einiger Zeit habe ich das alles relativ gut im Griff. Klar ist es noch lange nicht perfekt, wann ist es das schon.
Aber mit ein paar Problemen kämpfe ich noch, und eins davon macht mich regelmäßig fertig.
Ich schaff es morgens einfach nicht richtig aus dem Bett
Es läuft im Grunde genommen jeden Tag gleich ab:
Abends gehe ich immer viel zu spät schlafen, bleibe einfach viel zu lang auf und mache alle möglichen Dinge. Auch mit meiner ganzen Willenskraft schaffe ich es nicht das zu durchbrechen. Ich habe kürzlich einen interessanten Artikel gelesen über Schlaf-Prokrastination und denke, dass ich genau darunter leide.
Sobald ich das Licht ausmache kann ich problemlos einschlafen und durchschlafen. Am Morgen dann fühle ich mich wie gerädert, und zwar unabhängig davon wie lang ich geschlafen habe. Unter der Woche schlafe ich normalerweise ca. 6 Stunden bis der Wecker klingelt. Am Wochenende schlafe ich schonmal 9-10 Stunden am Stück, fühle mich danach aber genauso kaputt.
Leider habe ich mir auch die bescheuerte Angewohnheit angeeignet, dass ich morgens das Aufwachen genauso prokrastiniere.
Meistens schaffe ich es erst 1 Stunde nach dem Weckerklingeln aus dem Bett. Zu allem Überfluss lege ich mich oft noch einmal 15 Minuten hin, nachdem ich mich fertig gemacht habe.
Die ersten 2-3 Stunden am Tag gehts mir immer richtig schlecht. An Frühstück ist auch nicht zu denken, dazu bin ich zu kaputt.
Ich arbeite zum Glück in Gleitzeit und bekomme da bislang keine Probleme, aber förderlich ist es auch nicht gerade.
Mir ist größtenteils klar, was ich umsetzen muss. Ich habe mich schon viel mit Schlafhygiene beschäftigt. Das Problem ist, dass ich mich nicht überwinden kann
Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie man in der Hinsicht so undiszipliniert sein kann und Tag für Tag so zielsicher versagen kann
Wenn ich früh morgens irgendwas richtig wichtiges vorhabe (Wichtiges Meeting, Arzttermin etc. ) dann komme ich morgens viel besser raus, vermute das liegt an der Nervosität und der puren Angst zu spät zu kommen.
Habt ihr vielleicht Tips, wie ich "den Schalter umlegen" kann und aus dem Teufelskreis rauskomme ?
Wie gesagt, ich weiß eigentlich in der Theorie wie gesunder Schlaf funktioniert. Aber mein Wille ist nicht stark genug diese Prokrastination zu durchbrechen, und ich vermute dass daraus die Erschöpfung morgens resultiert.
• • 03.05.2021 x 1 #1