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H

Helpness
Gast

Hallo !

Kann es vorkommen, dass man manchmal Kartenhäuser auf Treibsand baut, nur um die Hoffnung nicht sterben zu lassen ?

Können falsche Hoffnungen (zu hohe "Erwartungen") in einen Abgrung führen, von dem es dann kein Zurück mehr gibt ?

Liebe Grüsse, Helpness

27.02.2009 #1


50 Antworten ↓
H

Helpness
Gast

Hallo !

@Smoothie:

Erst einmal ein Sorry von mir, dass ich da wohl etwas zu hart geschrieben habe. Ich weiss, dass du es wirklich nur gut gemeint hast.

@Alle:

Dieses ganze Thema ist eine sehr persönliche und intime Angelegenheit. Eigentlich wollte ich hier im Forum auch nicht mehr darüber schreiben, da ich mir in der Vergangenheit hier Sprüche wie: "Gehe ins Kloster" etc. anhören musste.

Aber trotzdem hier noch einmal in Kurzfassung:

Es sind wohl eine Kette von Erlebnissen, die mich in meiner Kindheit in diesem zwischenmenschlichen Bereich "falsch" geprägt haben. In jüngeren Jahren habe ich mir in Folge "Sex" selber "verboten", in späteren Verlauf habe ich dann grosse "Ängste" davor entwickelt. Heute kommt natürlich auch noch mein Lebensalter und die absolut fehlende (Praxis) Erfahrung mit zum tragen.

Viele (junge) Menschen sind Kontaktscheu, Schüchtern oder "nur" Unerfahren (auch Gedanklich in der Vorstellung). Für diese Personengruppe ist ein "Bord." möglicherweise auch eine gute Idee.
Gegen meine Problematik würde er aber absolut nichts nützen. Ganz im Gegenteil, die Erfahrung, für Sex bezahlen zu müssen, nur wegen dem Geld Sex zu bekommen, die würde mir (alleine schon bei dem Gedanken) den absoluten Rest geben.

Ich persönlich sehe auch heute in der mangelnden praktischen Erfahrung eigentlich kein grosses Problem mehr (wenn, dann eher für den "Partner" und dessen "Befürchtungen" im Kopf). Mir mangelt es durchaus nicht an "Ideen" und ich bin weder verklemmt noch schüchtern. So verschieden sind die Körper von Mann und Frau nun auch wieder nicht (wenn man ein kleines Bischen anatomisch umdenkt, wozu mann(n) eigentlich in der Lage sein sollte). Und meinen Körper kenne ich, vielleicht sogar besser, als so mancher "Profi" mit täglicher One-Night-Stand "Erfahrung".
Im Übrigen suche ich keinen reinen "rein-raus Sex mit einer x-belibigen Person, sondern ich möchte dabei auch Wärme und Zärtlichkeit (Gefühle) erleben, und nicht nur auf die Uhr schauen müssen (die grosse Liebe ist nicht unbedingt nötig, aber Vertrauen).

Mein Ich braucht die Erfahrung, als Mann angenommen zu werden, und auch einer Frau etwas geben zu können. Ein "Spielchen" gegen Bezahlung bringt diese Erfahrung mit Sicherheit nicht, ganz im Gegenteil. Ich würde nicht nur das, was ich eigentlich suche nicht bekommen, sondern zusätzlich würde auch das Gefühl, Sex auf normalem Weg niemals erhalten zu können, noch verstärkt. Darüber hinaus würde ich wohl auch noch, ganz nebenbei, meine Selbstachtung und mein Selbstwertgefühl verlieren (zumindest in dieser Sache).

Und noch ein kleiner Denkanstoss:
Ab meiner Pubertät gerechnet, lebe ich nun schon seit etwa 35 Jahren ohne Sex. Ich wohne 2 Km von einer mittelgrossen Stadt entfernt und habe in der Vergangenheit sehr gut Geld verdient.
Wäre ein Bord. für mich eine gangbare Lösung gewesen, dann wäre ich doch wohl mit absoluter Sicherheit in diesen 35 Jahren irgendwann einmal selber auf diese Idee gekommen und hätte es zumindest einmal ausprobiert.

So, jetzt habe ich mich hier wirklich fast "nackig" in dieser Sache auzgezogen. Mehr kann ich nicht tun.

Liebe Grüsse, Helpness

27.02.2009 11:37 • #48


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Kartenhäuser auf Treibsand

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H

Helpness
Gast

Danke Iris !

Auch auf die Gefahr, dass ich jetzt etwas falsches schreibe, ich möchte es dennoch mitteilen:

In den vergangenen 35 Jahren hatte ich sehr oft eine Erwerbstätigkeit (teilweise sogat richtig tolle und gut bezahlte), ich hatte tolle Wohnungen (viel besser als jetzt), ich hatte schöne Autos und genug Geld, und ich hatte Lebensfreude ohne nennenswerte Depressionen. Und in all diesen Jahren, habe ich auch (fast, natürlich mit kurzen "Tiefphasen") nur positiv gedacht und Hoffnung gehabt, ich wäre sonst heute NICHT mehr hier.

Aber an keinem einzigen Tag in diesen 35 Jahren ist "das Andere" automatisch gekommen (oder es mir möglich gewesen es anzunehmen).

Bis auf den heutigen Gedanken, dass ich absolut nichts mehr zu verlieren habe, der meine Angst etwas abschwächt, hat sich nichts wirklich verändert. Mein "Problem" wird (völlig unabhängig von meinem Tun und Denken) täglich grösser, einfach nur dadurch, dass die Zeit vorwärts und nicht rückwärts läuft.
Und ich habe auch jetzt noch Hoffnung, sonst würde ich hier nicht mehr schreiben, keine Medikamente nehmen, nicht mehr zum Arzt gehen und auch keine Arbeit mehr suchen. Ich würde einfach nur noch meine letzten 4 Monate " bis zum 50sten absitzen".

Liebe Grüsse, Helpness

26.02.2009 15:53 • #26


Zum Beitrag im Thema ↓


M
Ich glaube ganz sicher

#2


S
Denke schon das , das vielen passiert. Das nennt man KLAMMERN, FESTHALTEN. Schön reden damit man nichts ändern muss, gehört auch dazu.

Kenne es von mir selber nicht zum Glück nicht.

Selbstmitleid im Kummer versinken gehört sicher auch dazu.

Luftschlösser !

#3


H
Hallo !

Nein (sorry, aber völlig falsch verstanden), ich meine eigentlich gerade den Versuch etwas zu verändern, das Gegenteil von Festhalten, und auch das Gegenteil von "Selbstmitleid", nämlich Hoffnung (eben nur an der Realität vorbei).

Liebe Grüsse, Helpness

#4


B
Lieber Helpness,

bau keine Kartenhäuser auf Treibsand, lieber gemauerte Häuser auf festem Grund. Und glaube an Deine Hoffnungen, dann klappt das mit dem Gelingen besser!

Erwartungshaltung ist immer schlecht. Und mit dem "kein zurück mehr".... das verstehe ich nicht.

Liebe Grüße
bollywood

#5


S
Hallo Helpness,

Zitat:
nämlich Hoffnung (eben nur an der Realität vorbei).


Wenn man das nicht aus den Augen verliert, könnte es eine motivierende Wirkung haben und dem Ego gut tun. Warum nicht?

Zu hohe Erwartungen sind allerdings immer schlecht, wobei sich dann die Frage stellt: Wann sind die Erwartungen zu groß?

LG vom Smoo

#6


C
Ist schwierig zu beantworten, da es immer auf die eigene , innere Einstellung ankommt.
Manchmal kann es auch DIE Herausvorderung sein.
Liebe Grüße
Wilma- auch ohne Herzinfarkt )

#7


H
Hallo !

In der Sekunde, wo man einen anderen Menschen in sein Leben mit einbezieht, da hat man nicht mehr die Wahl. Man baut auf Treibsand, ob man will oder nicht.

Es gibt Erwartungen (die kann man runterschrauben bis zum geht nicht mehr) und es gibt Dinge, die man für seine Zukunft (nun endlich einmal) braucht, letztere kann man nicht beeinflussen.

(Beispiel: Kann ich frei Entscheiden (Erwartung) wie viel Nahrung ich brauche? Antwort: Nein. Ich kann mich entscheiden, nichts oder nur wenig zu essen, aber trotz dieser Entscheidung (Erwartungen absenken) werde ich verhungern.

Liebe Grüsse, Helpness

#8


C
Mein Güte, klingt das düster Wenn man gelernt hat, mit sich selber glücklich zu sein und sich selber so anzunehmen, wie man ist, kann ein Mensch eine Bereicherung sein, ohne einen kompletten Absturz zu verursachen, wenn er wieder fort ist. Aber meistens ist es doch eine Wechselwirkung, ich meine das Zusammensein.
Oder zumindestens kann das so sein. Wenn nicht, hat es halt eben nicht geklappt. Es gibt mehr als nur eine Person, die zum Partner werden könnte *glaub
Liebe Grüße
Iris

#9


S
Lieber Helpness,

spontan dazu fällt mir dieser Spruch ein: "Der Weg ist das Ziel", wobei ich den nicht so ganz richtig finde.
Ich denke eher, auf dem Weg zum Ziel braucht es Etappenziele, die es zu erreichen gilt.
Auf diesem Weg wird es ein Kommen und Gehen geben und man wird immer neue Erfahrungen sammeln.
Diese sollte man sich zu Nutze machen.


Zitat:
In der Sekunde, wo man einen anderen Menschen in sein Leben mit einbezieht, da hat man nicht mehr die Wahl. Man baut auf Treibsand, ob man will oder nicht.


Das sehe ich anders. Ein Risiko besteht immer, in allem was wir tun.
Aber "unter" geht man doch nur, wenn man nicht an sich glaubt und du sagst ja selbst, dass man Vertrauen haben muss...in sich und andere.

Enttäuscht wird man immer wieder, aber mit Vertrauen in sich und erreichten Etappenzielen, wird es leichter weiter gehen.

LG vom Smoo

#10


H
Es geht eigentlich nur um die realisierbarkeit mancher Dinge. Um Zweifel und auch Ängste, die man (ja, auch ich) bekommen kann.

Düster, Positiv, Negativ, Optimistisch, Pessimistisch, all das sind Worte, die mehr Beurteilen (Verurteilen) als wirklich weiterhelfen.

Es führt nur dazu, dass man sich zurückzieht, ich mag nicht schreiben, wenn ich dabei eine Schere im Kopf haben muss.

Ich kann nur ehlich und offen schreiben, was ich denke und fühle. Ich kann aber niemanden "zwingen" mit offenen Augen zu lesen. Auch das gehört zu den Grenzen des Machbaren.
Jeder erwartet seinen momentanen mentalen Zustand (sein momentanes Denken und Fühlen) auch bei allen anderen, hier genau liegt das Ende der Machbarkeit, und der Anfang der Resignation und des Rückzuges.

Also lasst uns einen Thread der durchgehenden optimistischen und positiven Fröhlichkeit eröffnen, wo Zweifel und Ängste keinen Raum haben dürfen, wo jeder sich selber liebt und annimmt so wie er/sie ist, und wo jeder ausschliesslich alleine damit glücklich bis ans Ende aller Tage wird. (Gibt es da nicht schon einige im Forum?)

#11


S
Lieber Helpness,

ich kann das jetzt nicht mehr nachvollziehen, aber ich wünsche dir viel Glück auf deinem Weg!

LG Smoo

#12


H
Genau das habe ich damit gemeint.

Ein Mensch kann den Anderen niemals "nachvollziehen" (er geht IMMER von sich und seiner momentanen Situation -Erfahrung, Denken und Fühlen- aus), ist das nachvollziehbar ?

#13


S
Natürlich ist das nachvollziehbar, aber es stimmt halt nicht so ganz.

Wenn man einen Menschen lange genug kennt, kann man viele seiner Gedanken und Verhaltensweisen sehr wohl nachvollziehen.

Wenn man sich aber den ganzen Tag in seinem "Reich" verkriecht und hauptsächlich virtuellen Kontakt zu anderen Menschen, im WWW pflegt, geht es schon in Richtung deiner Theorie.

Was ich gewiss weiß ist, dass du dich durchaus so ausdrücken kannst, dass das gemeine Durchschnitts-Mitglied, deine Worte auch verstehen kann.

Deine Treibsand- Theorie kann ich überhaupt nicht bestätigen. Das ich mich hier mit ein par wenigen Menschen schreibe und sie in mein Leben mit einbeziehe, auch wenn es (noch) virtuell ist, hift mir sehr.

Ok...es stimmt...ich habe keine zu hohen Erwartungen...eher realistische

LG Smoo

#14


H
Meine "Treibsand Theorie" ist keine Theorie, sondern nur eine Frage, die ich mir selbst gestellt habe, und hier einmal formuliert habe.

Eine Frage auf die ich noch keine Antwort gefunden habe, also auch KEINE Meinung und KEIN Denken und KEINE Theorie von mir, eben nur eine offene (aber für mich wichtige) Frage, mehr nicht.

Virtuell ist relativ, Virtuell kann man sich unter Umständen mit weniger Vorurteilen begegnen als wie im "richtigen" Leben.
Und noch etwas, ich bin 50 Jahre alt, in meinem "Reich" verkrieche ich mich erst seit kurzer Zeit. In meinen ersten 35 Lebensjahren gab es überhaupt noch kein WWW zum virtuellen verkriechen.
Allerdings stützen genau solche Aussagen meine theorethische "Treibsand Theorie".

#15


S
Hallo Helpness,

Zitat von Helpness:
In der Sekunde, wo man einen anderen Menschen in sein Leben mit einbezieht, da hat man nicht mehr die Wahl. Man baut auf Treibsand, ob man will oder nicht.


...das will ich jetzt nicht weiter kommentieren

Wie gesagt, ich wünsche dir viel Glück, auf deinem Weg.
Über das Thema "Opferdasein zur Schau stellen" nachzudenken, wurde dir ja schon einmal empfohlen.

Vielleicht ist da ja was dran?

#16


M
Hallo Helpness,

den Treibsand kannst du selbst in eine feste Basis bringen. Ich würde sogar sagen, das ist unsere Lebensaufgabe.

Chaoslady hat das sehr gut geschrieben.
Wenn Deine Basis stimmt, kannst du Kartenhäuser, Hochhäuser, Blockhütten, Indianerzelte oder sonst was drauf bauen und es wird die feste Basis erschüttern, wenn sie einstürzen, aber die Basis bleibt stabil. Es wackelt halt mal kurz.
Wenn du diese Basis geschaffen hast, kommst du auch klar, wenn mal für eine Weile kein Haus drauf steht.

MissErfolg

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

M
In den östlichen und spirituellen Lehren ist u.a. ein Ziel keine Erwartungen zu haben und alles anzunehmen.
Daran kann man arbeiten.

MissErfolg

#18


C
Zitat:
Düster, Positiv, Negativ, Optimistisch, Pessimistisch, all das sind Worte, die mehr Beurteilen (Verurteilen) als wirklich weiterhelfen.

Es führt nur dazu, dass man sich zurückzieht, ich mag nicht schreiben, wenn ich dabei eine Schere im Kopf haben muss.
Lieber Jörg,
einen Beitrag zu lesen und dabei ein dafür Gefühl zu entwickeln um es dann auszudrücken, ist doch noch kein "Verurteilen" eines schreibenden Menschen
Zitat:
Also lasst uns einen Thread der durchgehenden optimistischen und positiven Fröhlichkeit eröffnen, wo Zweifel und Ängste keinen Raum haben dürfen, wo jeder sich selber liebt und annimmt so wie er/sie ist, und wo jeder ausschliesslich alleine damit glücklich bis ans Ende aller Tage wird.

Aus meiner momentanen Sicht, unter dem Aspekt der Subjektivität und meiner ganz persönlichen Lage, empfinde ich das als Sarkasmus, der nicht konstruktiv sein wird.Sollte ich mit meiner Deutung Recht haben, dann tut es mir leid, dass Du dich in deinem Thread hier "angegriffen" fühlst, es lag überhaupt nicht in meiner Absicht.
Liebe Grüße
Iris

#19


H
Hallo Iris !

Nein, ich fühle mich von deinem Beitrag selbstverständlich nicht angegriffen, nur vielleicht etwas missverstanden.
Mit "Treibsand" wollte ich auch auf keinen Fall "Sarkasmus" verbreiten. Ich meinte mit "Kartenhäuser und Treibsand" nur, dass ich eben Angst habe, eventuelle Ziele von mir zu hoch anzusetzen.

Liebe Grüsse, Helpness

#20


A


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