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K

Karlani
Mitglied

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Ich fühle mich zur Zeit wie ein "seelischer Mülleimer". Die Leute kommen mit ihren Problemen oft zu mir & das weiss ich zu schätzen. Ich weiss, das bedeutet sie vertrauen mir. Und gleichzeitig kann ich auch zu denen kommen wenn was ist. Geben und Nehmen. Trotzdem fühle ich mich zur Zeit unwohl irgendwie. Und merke dass ich einfach grundlos immer gereizter von jedem bin. Innerlich so wütend und ich kann nicht festellen woran es liegt. Ich fühl mich so ungeduldig, so unfassbar genervt. Kennt ihr diese Tage und Phasen ? Erst wenn mich jemand in den Arm nimmt, wandelt sich die Wut in irgendein trauriges Gefühl um. Vielleicht brauche ich gerade einfach mehr Liebe ? Ich hab keine Ahnung.

27.06.2022 x 2 #1


2 Antworten ↓

I
Ich kann mir vorstellen, dass es daran liegt, dass du dich wie ein seelischer Mülleimer fühlst? Vielleicht solltest du Grenzen setzen und Zeit für dich nehmen, die du vielleicht jetzt brauchst. Grundlos ist nichts, vielleicht erkennst du den Grund noch nicht oder es ist tatsächlich das "seelische Mülleimer Gefühl"?

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M
Zitat von Karlani:
Und merke dass ich einfach grundlos immer gereizter von jedem bin. Innerlich so wütend und ich kann nicht feststellen woran es liegt. Ich fühl mich so ungeduldig, so unfassbar genervt. Kennt ihr diese Tage und Phasen ? Erst wenn mich jemand in den Arm nimmt, wandelt sich die Wut in irgendein trauriges Gefühl um.

Ich kann mich irren, aber im therapeutischen Kontext nennt man sowas auch Emotionsverlagerung: man ist scheinbar aktuell unfähig, eine spezielle Emotion auszudrücken (hier z. B. Trauer) und leitet diese Energie um in eine oder mehrere andere Emotionen (hier z. B. Wut). Wut und Trauer liegen "thematisch" nicht so ganz weit voneinander entfernt.
Der körperliche Kontakt (hier z. B. in den Arm nehmen) ist dann manchmal der "Schlüssel", um den Zugang zur "lavierten Emotion" (=Traurigkeit) zu schaffen.
Du kannst nun überlegen, ob das "in den Arm nehmen" als eine Metapher für eine halbwegs chronische Situation stehen könnte. Schau Dir die letzten Wochen und Monate an, ob irgendeine "Schräglage" eine Traurigkeit rechtfertigen könnte. Wenn ja, dann prüfe, ob Du Dir diese Trauer auch seinerzeit zugestanden hast oder ob Du stattdessen vielleicht jemand anders dafür "verantwortlich" gemacht hast. Es kann auch einfach ein schlechter Zeitpunkt für Traurigkeit gewesen sein und Du hast das auslösende Thema bewusst verdrängt.

Fazit: Folge der Emotion "Traurigkeit" und wende Deinen Fokus von der Wut oder den Menschen ab, die "Dich nerven". Die Trauer wird den Weg zu ihrer "Quelle" weisen... zwinkern

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