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LittleOcd93
Mitglied

Beiträge:
64
Themen:
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Mitglied seit:
Ich habe seit geraumer zeit das Phänomen, dass ich über meine gedanken nachdenke bzw mir des Denkens bewusst bin und meine gedanken auseinander nehme .Ganz häufig habe ich einen Gedanken,eine Meinung zu einem Thema und am nächsten Tag wache ich auf und kann meine Meinung zu diesem Thema garnicht mehr nachvollziehen und finde sie sogar blöd.ich bin nicht meine Gedanken ,das weis ich ,aber ich weis mittlerweile schon garnicht mehr wer ich bin .Wenn ich nicht mal dem Glauben schenken kann was ich denke ,was kann ich dann sonst glauben ?fühlt sich an wie ein realitätsverlust. Wie nennt sich sowas ?Würde diesem durcheinander gerne einen Namen geben .Man identifiziert sich ja meist mit dem was man denkt.Es gibt einem eine Meinung, eine Identität,ein Gefühl .Ich hab keine Ahnung mehr was meine eigentliche Meinung ist,was ich glauben kann und was mit mir los ist

01.07.2026 x 3 #1


8 Antworten ↓

Feuerschale
@LittleOcd93 kenne das eigentlich ganz gut....mal sind es Gedankenkonstrukte die ne Weile wie "einzig wahr" erscheinen, und 1 Tag später denkt man Hä? Mit Gefühlsgemischen ist es tw auch so, dass es mal sehr vereinnahmt und das einzige scheint und dann wieder sind sie im Hintergrund.

Bzgl Identität war ich mir oft unsicher...wie wenig stabil das ist.
Aber vielleicht ist es gar nicht SO unnatürlich, dass das alles so im Fluss ist?

Bei den Buddhisten wird ja auch gesagt, dass Gedanken eher so Flüsse sind oder Wolken, änderlich....
Sich nicht damit zu identifzieren soll ja eigentlich besonders real sein.

Drumherum erschienen mir aber viele Menschen viel stabiler....sicherer....einseitiger...
Das hat mich oft verrückt gemacht, dass ich dachte, was ist denn da nur mit mir los?
Man kann natürlich auf was bauen, egal was man fühlt, oder denkt....nur, auf was?

x 1 #2


A


Abstruse Gedankengänge

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E
Zitat von LittleOcd93:
Ich habe seit geraumer zeit das Phänomen, dass ich über meine gedanken nachdenke bzw mir des Denkens bewusst bin und meine gedanken auseinander nehme .Ganz häufig habe ich einen Gedanken,eine Meinung zu einem Thema und am nächsten Tag wache ich auf und kann meine Meinung zu diesem Thema garnicht mehr ...

Ich kenne das auch, ich sage dem Wankelmütig und Ambivalent sein, man ist zuerst total überzogen von etwas um es am ende auseinander zu nehmen und schlussendlich nimmt man da von abstand, oder ist sogar froh diese Wahl nicht getroffen zu haben. Dieses sich nicht entscheiden zu können, sich auf etwas ein zu lassen, am ende macht es einem manch mal sogar angst und versteht nicht mal mehr warum man zu vor so überzeugt war von etwas.

Kann auch mit Sicherheitsgefühlen zusammen hängen, man kontrolliert danach die Gedanken und rechnet alles durch und am ende taugt es nicht mal mehr was zu vor Begeisterung ausgelöst hat.

x 1 #3


User_0815_4711
Zitat von Feuerschale:
Drumherum erschienen mir aber viele Menschen viel stabiler....sicherer....einseitiger...

Das ist vielleicht oft nur die Fassade, die man sehen soll. Hinter die Stirn schauen kann niemand.

x 2 #4


Gedeon
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#5


Lina60
Seine Meinung (über Nacht) oder überhaupt zu ändern ist ein reifer Prozess. Man sagt nicht umsonst "Schlaf nochmal drüber". Du bist wahrscheinlich ziemlich intelligent.

x 1 #6


Feuerschale
Zitat von User_0815_4711:
Das ist vielleicht oft nur die Fassade, die man sehen soll. Hinter die Stirn schauen kann niemand.

ja kann gut sein. Oder man muss es sich selbst die ganze Zeit vorbeten und Autosuggestion anwenden, damits irgendwie stabil bleibt 🤔 Und dann folgt noch Bestätigung, wenn man sich in ner ähnlichen sozialen Gruppe aufhält.
Oder holt sich da auch Rückversicherung.

Ich mein, sich an manchen Werten festhalten oder Fakten oder sowas, ist ja auch nicht verkehrt.
Wobei auch Fakten und Sichtweisen sich entwickeln können....

x 3 #7


Feuerschale
Zitat von Elemente:
Ambivalent sein, man ist zuerst total überzogen von etwas um es am ende auseinander zu nehmen und schlussendlich nimmt man da von abstand, oder ist sogar froh diese Wahl nicht getroffen zu haben. Dieses sich nicht entscheiden zu können, sich auf etwas ein zu lassen, am ende macht es einem manch mal sogar angst und versteht nicht mal mehr warum man zu vor so überzeugt war von etwas.

Ist ja vielleicht gar nicht verkehrt, nicht nur impulsiv und einseitig was zu machen, was am Ende ja auch Konsequenzen hat.Klassisches Beispiel ist ja auch die rosa Brille beim Verliebtsein, wo man im Gehirn- und Gefühlsnebel alles mögliche reinprojiziert. Und nüchtern/nach ner Ernüchterung so - hä?.

Gut, manche Entwicklungen weiß man nicht....aber Dinge durchprüfen mit verschiedenen Blickwinkeln ist bei weitreichenderen Entscheidungen doch nicht verkehrt.

Ist nur die Frage, ob man dann iwann gar nix mehr macht, wenn man zu negativ oder kontrollierend einschränkend dann denkt.Oder halt kleinere Projekte macht, die im Rahmen sind...Ist ja z B wenig nachteilig, wenn man mal was neues zum kochen ausprobiert oder so...bzw korrigieren kann man da immer noch, wenns doch nicht gut war. 🤔🤪

Und meine Erfahrung ist, bei größeren Sachen, die man ggf. will, die wichtig sind, merkt man eigentlich auch die Wichtigkeit....und eher den Elan, in die Umsetzung zu gehen. Also manches kann auch durch Hindernisse durchtragen. 🤔 Nur mit zunehmendem Alter wird man ggf. dann schon zögerlicher.

x 2 #8


E
Zitat von Feuerschale:
Ist ja vielleicht gar nicht verkehrt, nicht nur impulsiv und einseitig was zu machen, was am Ende ja auch Konsequenzen hat.Klassisches Beispiel ist ja auch die rosa Brille beim Verliebtsein, wo man im Gehirn- und Gefühlsnebel alles mögliche reinprojiziert. Und nüchtern/nach ner Ernüchterung so - hä?. Gut, manche ...

Da hast du schon recht, ich könnte bei gewissen Materiellen Dingen etwas zögerlich sein, oder eher mit der Qualität und weniger mit Impulshandlungen reagieren, aber wenn ich mal begeistert bin und ich es haben will, dann habe ich auch schon Moneten in den Sand gesetzt, oder vor drei Jahren einen Urlaub den ich wegen meine Ängsten nicht antreten konnte da war das Geld dann futsch, da könnte ich schon etwas vorsichtiger sein, aber manch mal weiss ich es dann erst danach, wie mein E-Bike was ich Occasion gekauft hatte und dann wegen meinem Rücken nicht fahren konnte, zu gross wars auch noch. oder ein günstiger Küchentisch der dann mit hundert Schrauben geliefert wurde, richtiger ramsch.

Die rosa Brille, das verliebt sein ist bei mir eher ein schwieriges Thema, weil ich mich nicht einfach mal schnell verliebe, bei mir ist das dann eher immer sehr intensive, langandauernd über die rosa Brille hinweg, aber ich kann nachvollziehen was du meinst, es gibt sicher einige die dann irgend wann nach ein paar Wochen oder Monate dann plötzlich denken was habe ich nur an dieser Person gesehen. Das hatte ich eher wenn mal eine Beziehung zu Ende war.

Dieses dann gar nichts mehr zu machen weil man alles kontrollieren muss, oder abwägen tut und dann in negativen Gedanken kommt oder in Ängste habe ich schon öfters mal, ich Vertraue gewissen Situationen nicht, oder auch Abläufe oder Personen wo ich nicht kenne, die sind für mich bereits unberechenbar, das macht mich zu einem sehr vorsichtigen Menschen.

x 1 #9





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