Zitat von Agnieszka:Guten abend euch!
Das ist schön, wenn jeder seine eigene art hat damit umzugehen. Ich denke leider muss ich an meiner kindheit arbeiten. Weil meine Symptome nicht weggehen sonst. Hab ja auch viel probiert. Habs jetzt 1,5 jahre ca. Mit dem tod meines Schwiegervaters fing es an......
Zuerst magen darm beschwerden, immer nur Übelkeit, schwindel, niedergeschlagenheit. Dann gings ne zeitlang ganz gut. Hab sport gemacht, oft freunde besucht. Dann fing ich an zu arbeiten und hatte keine kraft für Sport und freunde. Dann fing es an mit ziehen und schmerz in der brust, muskeln, sehnen, rücken, nacken, schwindel, lahme arme und beine(aktuell) und übelkeit und Schwindel. Ja und medis möchte ich keinen nehmen. Ich möchte hart dran arbeiten und es schaffen. Das war denk ich ein guter anfang. Wenn ich es verkrafte, muss ich noch durch paar andere kindheitssituationen duch.... Leider. Das problem ist auch immernoch dass ich oft noch denke es wär organisch bedingt. Ich schwanke immernoch hin und her was das angeht.
Ich denke nicht, dass sich Psyche und Physis wirklich trennen lassen. Diese 'Trennung' möglicherweise mehr den 'Fähigkeiten und Erkenntnissen' der Schulmedizin geschuldet ist.
Allerdings gehen neuere Erkenntnisse eben doch einen etwas anderen Weg, eben einen, bei 'organischen Krankheiten' auch die Psyche mit 'zu behandeln'. Bekanntestes Beispiel wird wohl Hunter Doherty „Patch“ Adams sein. er versucht im Rahmen seiner medizinischen Methoden den Punkt Hoffnung und Spaß mit anzustoßen und hat damit bemerkenswerte Erfolge. Aber ich kann mich auch an eine Biographie von Prof. Dr. F. Sauerbruch, Arzt in der Charite Berlin zur Zweit um den 2 Weltkrieg erinnern, die ich mal las. Er berichtete von einer Frau, deren OP-Wunde nach einer Blinddarm OP nicht heilen wollte. Alle ärztliche Kunst vergebens schien. Dann schafften zwei Briefe mehr als alle ärztliche Kunst: Es trafen Briefe von Mann und Sohn - beide an der Front - ein. Binnen Tagen konnte die Frau entlassen werden.
Auch andere Punkte - wie zum Beispiel der Placeboeffekt - scheinen darauf hinzuweisen. Da werden 'Placebos' (eigentlich Tabletten aus Zucker) verschrieben, dem Patienten deren heilsame Wirkung versichert und gugge mal da, die wirken tatsächlich. Ein vergleichbarer Effekt zeigt sich ja auch beim Thema Hypochondrie. Nicht zuletzt daraus wurde bereits im 18. Jahrhundert die Frage aufgeworfen, wenn es eingebildete Kranke gibt, müsste es doch auch eingebildete Gesunde geben...

Aus dem, was du beschreibst, Agnieszka, sehe ich das eigentliche Problem eines Traumas. Das ursächliche Trauma mag längst unter Tonnen neuer Erinnerungen begraben sein, das tägliche Leben nur unspürbar beeinflussen. Aber dann kommt irgend ein weiteres Geschehnis, welches dann den berühmten Tropfen bildet, welcher das 'Fass zum überlaufen bringt'. Die von dir zu beobachtenden Symptome aufwirft.