hallo @slowdive
magst du dich nicht richtig registrieren, als Mitglied hier ?
schreibst ja "nur" als Gast, aber ich finde du passt gut zu uns hier
@Mala07
vielen Dank für deine wundervollen Beiträge hier, welche auch mir unheimlich viel Mut geben
aber nun zu deinem geschriebenen slowdive :
ich kann das alles sehr gut nachvollziehen, ich glaube ich bin auch ein bisschen älter als du (48J.)
im grossen und ganzem sind wir in einer recht ähnlichen Situation, auch mir steht zum Grossteil immer meine Angst im Wege, und ich lasse "neue" Menschen nicht näher an mich ran, - mehr als "gute neue" Bekannte wird es dann meist auch nicht daraus.
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etwas zu meiner Lebenssituation, ich bin schon in Rente, alleinestehend, und habe wie viele hier im Forum Agoraphobie, Panikattacken und Depressionen mit all ihrem ganzen Tücken und Symptomen, seit ca. ~20J. - letzte Diagnose "Chronisch"
vor kurzem hatte ich einen derart starken Rückfall (aus heiterem Himmel) so das ich mich trotz wirklich sehr starker Krankenhaus+Weisskittel Phobie als Notfall selbst in´s hiesige Krankenhaus eingeliefert habe, hier gibt es eine ziemlich grosse Psychatrische Abteilung,- nennt sich "Zentrum für seelische Gesundheit" hier kommen aus der ganzen Umgebung Patienten mit seelischen Problemen hin, - reiner Zufall das ich von dort nur einen Ort entfernt wohne....
Das wäre hier aber auch mein einziger "Vorteil"
Die Behandlung dort basiert auf Konfrontation , Ärzte habe ich als sehr streng und emparthielos empfunden, Schwestern gab es 3 sehr liebe, der "Rest" war ähnlich wie die Ärzte ...
Man wird mit zT starker Mediaktion was ich ja garnicht bemängele, allerdings meistens sozusagen in´s kalte Wasser geschubst, - heisst : man muss einfach machen ...zuspruch gibt es nur von den besagten paar freundlichen Schwestern, oder, was ich am angenehmsten fand, untereinander unter den Patienten....man fühlt sich klar in einem Boot sitzend und hilft sich da gegenseitig - das war echt toll ........
der Rest war einfach nur anstrengend.... knapp 3 Wochen konnte ich das immerhin aushalten.
Und ich muss sagen, ein bisschen hat´s was gebracht, zumindest soviel das ich mich dort mehrfach gewundert habe, was ich wohl doch noch so alles zustande bekomme
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ich wurde nach Rücksprache offiziell entlassen, war da auch ehrlich und schilderte wie eingesperrt und unter Druck ich mich dort fühle
Entlassen, platzt aber die Blase der Gemeinschaft , geschlossene "Bekanntschaften" wohnen alle sehr weit weg, 2 in Whatsapp übernommene melden sich auch nur sehr selten oder garnicht mehr, sind selbst inzwischen auch schon entlassen
also bin ich nun wieder alleine zuhause seit gut 3 Wochen, Weihnachten inzischen hinter mich gebracht-zum Glück...
ich habe eine sehr liebe "beste Freundin" die allerdings auch einen Ort weiter weg wohnt, deutlich jünger als ich, aber wir kennen uns schon um die ~12J. .... 1 1/2 Jahre wohnte sie sogar mal bei mir, somit kennen wir uns wirklich sehr gut, und vertrauen uns sehr-bin wirklich sehr froh sie zu haben.....
aber natürlich hat sie auch ihr eigenes Leben, und auch eine süsse, intakte Beziehung die ich ihr vom herzen her zutiefst gönne ..... so sshen wir uns alle 1-2 Wochen, und dann kaufen wir meistens zusammen ein, mit ihr zusammen traue ich mich deutlich mehr .... mit ihr kann ich zusammen auch lachen
ich wohne recht kleinstädtisch, und bin auch nicht mobil, habe nur mein E-Bike (immerhin) , Führerschein besitze ich nicht, Bus, Bahn,Taxi fahre ich schon ewig nicht mehr .... und als beifahrer kann ich nur für ein paar Km bei meiner besten Freundin mitfahren.... bei anderen zB "nur bekannten" geht das nur unter sehr grosser Anspannung, und wenn ich es vermeiden kann, tue ich es auch ....
"Verpflichtungen" habe ich nicht viel, bin ja berentet
wie würde ich mich doch freuen wenn es hier in meinem Ort SHG geben würde, aber die gibt es nicht .....nur einen Ort weiter, für Fahrrad (auch mit E-Bike) besonders im Winter einfach zu weit
ich fühle mich "wenn" nur unter meines gleichen sicher, wie auch im Krankenhaus, ich hatte vor den KH aufenthalt sehr stark mit Panikattacken mit dem Symptom Derealision und depersonalisation zu kämpfen, also den Gedanken mich komplett aus der Kontrolle zu verlieren, angst gewalttätig zu werden usw , was völlig entgegen meiner Natur ginge, um so mehr natürlich die Angst davor .... horror
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bin endlos dankbar das diese Gedanken aktuell nicht so stark sind, aber sogar die Besuche meiner besten Freundin, die ich wirklich total lieb habe fallen mir immer noch zT recht schwer....
Weniger nah stehende Personen zu Besuch haben, kann ich zZt nur unheimlich schwer ..... besser ist es wenn ich die möglichkeit habe gehen zu können, aber dafür müsste ich wieder raus
Mir gefällt diese Einsamkeit nicht, aber wie du siehst bin ich da auch in einer ganz blöden Zwickmühle.... und ich weiss ich kann sie nur durchbrechen wenn ich trotz aller Schwierigkeiten einfach trotzdem mache....
so versuche ich es auch ....
stück für stück
heute Abend zu Silvester bin ich natürlich auch alleine ....
meine kleine Geschichte hier, nur im dir zu zeigen, daß du eben doch nicht so ganz alleine bist.... wir sind viele liebe slowdive
