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Zitat von la2la2:
:shock: WTF 69 Sitzungen ohne nennenswerten Erfolg.


Kleine Minierfolge, die ich selbst aber noch nicht sehe..das muss ich mir noch bewusster machen...is auch schon die mittlerweile 3 Thera innerhalb ca. 20 Jahren, dazwischen Klinikaufenthalte.

Zitat von la2la2:
Wie schätzt du das ganze ein? Hast du irgenwelche extrem schweren Belastungen/Traumata o.ä.? Oder versucht man da eher sinnlos eine organische Ursache mit schnacken vergeblich zu behandeln?


Leider haben die vielen Behandlungen, wenn man das so nennen kann, nur für den Moment geholfen, dann ging es mal drei oder vier Monate, dann wieder ein Rückfall.
Ich weiß nicht, ob ich ein Traumata hatte (als Kind sollte mit Gewalt eine Blasenspiegelung gemacht werden und ich wurde mit 3 oder 4 Helferinnen festgehalten schreiend und weinend und nach Mama rufend, wurde 2 x körperlich angegriffen im Laufe der Jahre (der Letzte ist noch nicht so lang her)), aber das eigentliche Problem liegt weit zurück schon quasi als Fötus im Mutterleib). Es liegt nicht am Therapeuten, es liegt einfach an mir, ich kann die Angst nicht abstellen und nicht besonders gut damit umgehen, dann fällt diese oft wieder in eine Depressions-Phase. Es sind unendlich viele Kleinigkeiten (die über die Jahre gewachsen sind), die mich ganz schnell wieder aus der Bahn werfen. Ich habe Übungen bekommen und auch gemacht, Gespräche folgten über das Ergebnis der Übungen, die Sichtweisen, die Haltung gegenüber bestimmter Situationen etc. Aber momentan liegen die körperlichen Beschwerden im Vordergrund.

30.01.2018 13:10 • #21


la2la2
Zitat von Ana-A303:
aber das eigentliche Problem liegt weit zurück schon quasi als Fötus im Mutterleib).

Mit anderen Worten: Die Therapeuten haben 0 Ahnung, was es sein kann und nutzen dann einfach die Behauptung dann muss halt vor der Geburt im Mutterleib das Problem liegen als Ausrede, warum sie keine Ursache finden können?


Zitat von Ana-A303:
Es liegt nicht am Therapeuten, es liegt einfach an mir, ich kann die Angst nicht abstellen und nicht besonders gut damit umgehen, dann fällt diese oft wieder in eine Depressions-Phase. Es sind unendlich viele Kleinigkeiten (die über die Jahre gewachsen sind), die mich ganz schnell wieder aus der Bahn werfen.

Bei 69 Sitzungen und mehreren Klinikaufenthalten sollte man das ganze mal sehr kritisch hinterfragen. Vor dem Hintergrund, dass du dich seit Jahrzehnten extrem schlapp fühlst und die Therapien so gut wie keine Wirkung zeigen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Ängste nur ein Symptom sind - jedoch nicht die Ursache des ganzen Problems. Es gibt durchaus diverse organische Ursachen, die zu einer sehr starken psychischen Labilität führen können. Das findet man jedoch nur heraus, wenn man sehr gründlich sucht - also deutlich intensiver als die 0815 Standarduntersuchungen.....

30.01.2018 15:09 • #22


@la2la2

Die Theorie ist, dass meine Mam zwei Fehlgeburten vor mir hatte und große Angst, mich auch wieder zu verlieren. Sie ist ein Kriegskind und eine sehr ängstliche Person bis heute, wobei sie zwischenzeitlich auch allein mehrere Monate als Jugendliche im Ausland verbracht hat. Ich hatte mal einen interessanten Bericht über Kriegsenkel gesehen. Die Geschichte ist lang...

Mein Therapeut erklärte mir, dass durchaus auch übersehene diverse organische Ursachen zu einer psychischen Störung führen können, so wie du es oben beschreibst. Das leuchtet mir ein.

30.01.2018 17:22 • #23




Dr. Matthias Nagel