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07.01.2009 17:20 • 02.12.2019 #1


719 Antworten ↓


Hi,

ich musste gerad ein wenig schmunzeln, weil ich das von mir selber kenne. Lies dir mal den Thread "Man kann nicht alles kontrollieren" durch, dann verstehst du was ich meine.
Zu allererst brauchst du keine Angst haben. Wenn du tatsächlich kurz vor einer Psychose stehst, glaubst du im Ernst du würdest dir Gedanken darüber machen können bzw. Symptome erkennen können? Schizophrenie zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass die Betroffenen keine Krankheitseinsicht haben, weil Sie denken, die Welt ändert sich, und nicht dass sie sich selbst ändern (bzw krank werden).
Was stellst du denn für Symptome an dir fest?

07.01.2009 17:26 • #2


Danke für deine Antwort Josef.

Zitat:
Was stellst du denn für Symptome an dir fest?


Naja wenn ich zb über Wahn lese. Nehmen wir Verfolgungswahn als Beispiel. Dann beobachte ich mich zb ob ich mich nicht auch verfolgt fühle. Habe mich einmal so sehr da reingesteigert das ich eine Panikattacke bekam, weil ich mir eingebildet habe ich kriege sowas jetzt.

Ich weiss es ist total bescheuert. Einbildung ist auch ne Bildung was
Naja es ist echt schlimm wenn man mal in so einem Gedankensalat hängt und einfach kein Ende findet. Ich wünschte ich hätte sowas nie gelesen :/

07.01.2009 17:40 • #3


Verfolgungswahn? Das was du da beschreibst, sind nur Randsymptome einer Schizophrenie. Ich habe, nachdem ich so viel Angst hatte auf Grund meiner Panikattacken schizophren zu werden, mich dazu entschlossen selber ein paar dieser Menschen kennen zu lernen und mit Ihnen zu sprechen. Du musst vorab 2 Dinge wissen: Von Panikattacken kriegt man keine Schizophrenie. Genausowenig wie man von einem Beinbruch Krebs bekommt. Es kann passieren dass beides gleichzeitig kommt, aber es steht NICHT im Zusammenhang.
Verfolgungswahn ist nur ein Randsymptom der Schiz., genauso wie Agressivität und Depression. KERNSYMPTOME, was Schizo wirklich ausmacht, sind eine Störung der Wahrnehmung, der Gefühle und der Gedanken. Deshalb würde ein Schizophrener auch niemals erkennen, dass ER krank ist. Er fühlt sich bedroht von seiner Umwelt und den Mitmenschen, erst DANACH entwickelt er Verfolgungswahn. Ich will auch nicht tiefer ins Detail gehen, weil es in meinen Augen einfach keinen Sinn macht sich mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen, wenn man sich mal 10 Minuten mit jemandem unterhalten hat, der diese Krankheit hat. Geh mal in eine Psychiatrie und lern einen solchen Mneschen kennen. Frag ihn mal nach Symptomen oder Gefühlsregungen, dann weißt du was ich meine. Es kann natürlich sein, dass du in 10 Jahren mal krank wirst, genauso wie ich auch schizophren werden könnte. Aber jemand der Symptome an sich so genau erkennen und beurteilen kann, muss sich momentan keine Sorgen machen.

07.01.2009 17:54 • #4


Danke nochmal Josef. Habe deinen Thread gelesen und finde mich dort wieder. Bist mir ziemlich ähnlich hehe

Man kann sich echt viel Unsinn einreden. Das Leben ist echt zu kurz um sich die ganze Zeit mit Ängsten/Panik usw zu beschäftigen. Ich denke das ich einfach eine schwierige Zeit in den letzten 2 Jahren hatte und sich dadurch auch die Depression/Ängste entwickelt hat. Aber die Umsetzung ist eine andere Geschichte. Man gewöhnt sich diese "bescheuerte" Denkweise an und sie nachher wieder loszuwerden ist schwer. Dennoch werde ich daran arbeiten mein Denken zu ändern. Habe mich damals bereits an einen Neurologen sowie an einen Psychotherapeuten gewandt. Der erste wollte mir Tabletten andrehen (Antidepressiva). Was ich aber ablehnte. Und der zweite faselte die ganze Zeit was von Tagesklinik usw usw. Musste mir noch anhören wie Suizidgefährdet doch Depressive sind. (Habe noch nie in meinem Leben an suizid nur ansatzweise gedacht).Da frage ich mich doch wie manche ihr Diplom geschafft haben. Klar ist eine Depression sowie diese ständigen Ängste nichts lustiges. Und man hat damit zu kämpfen. Aber man schafft sowas auch ohne Medikamente wie ich es am eigenen Leib spüre. Es dauert lange. Aber es klappt. Was bleibt ist eben einzig und allein die Denkweise die man sich während der Krankheit angeeignet hat. Und eben diese Denkweise lässt einen immer wieder in diesen Kreislauf verfallen. Eben die Angst.

Die Depression hat/hatte sogar positve Seiten. Ich habe über Dinge nachgedacht über die ich sonst nie nachgedacht hätte. Ích sehe einiges anders. Besser wie vorher. Sehe Menschen mit anderen Augen. respektiere einiges, was ich vorher abgelehnt habe.

Dein Thread sowie deine Beiträge haben mir jedenfalls sehr geholfen. Habe jetzt das Gefühl damit nicht mehr alleine zu sein.

07.01.2009 19:11 • #5


Hi

Ich habe diese Ängste auch. Seit ich in der Psychiatrie war, habe ich Angst vor allen möglichen ernsten psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie und Psychosen. Ich frage mich ständig, ob ich wirklich nur eine normale Angststörung habe. Ich habe Angst davor, plötzlich Stimmen zu hören oder Halluzinationen zu bekommen. Eben die Kontrolle über mich zu verlieren. Ich habe Angst, so etwas mal zu bekommen oder schon zu haben. Das ist echt schlimm. Ich weiß auch nicht, wie ich damit umgehen soll.

LG

08.01.2009 14:31 • #6


Hi Vana,

ja das kenne ich auch. Bei mir hat das lesen schon gereicht. Was mich mittlerweile beruhigt: Man merkt nicht wenn man eine Psychose hat. Man lebt den Wahn sozusagen. Man hat dann keine Angst im klassischen Sinne, also Angst davor den Wahn zu bekommen, sondern eher Angst im Wahn. Wir haben aber Angst die Krankheit zu bekommen und beobachten uns. Psychotiker haben zb dumm gesagt dann Angst vor der Verfolgung ( zb Agenten die angeblich hinter Ihnen her sind) usw. Der Unterschied ist einfach das wir uns selber bekloppt machen. Die Angst davor es zu bekommen. Daher würde ich sagen ist es eine Angststörung.

Man darf sich nicht zu sehr reinsteigern. Man kann sich alles mögliche einreden. Ich habe damals einen Bericht gesehen, wo sich früher Buddhistische Mönche (angeblich) nur durch Meditation selber mumifiziert haben sollen. Man fand Sie (oder wars nur einer ?) im Lotussitz mumifiziert. Man konnte auch keinerlei Flüssigkeiten oder anderes nachweisen, welches sie hätte mumifizieren können. Wenn das stimmen sollte (wovon ich ausgehe) kann man sich vorstellen wozu der Geist eines Menschen fähig ist. Was ich damit sagen will: Nicht zu sehr reinsteigern.

Dinge die mir geholfen haben und heute noch helfen:

- joggen joggen joggen , ich weiss man muss sich ständig aufraffen. Aber danach geht es einem wirklich gut. Sich mal richtig auspowern. Das ist mehr wert wie alle Medikamente der Welt. Joggen wirkt nachweislich Antidepressiv sowie Angstlösend!

- Gesund ernähren, wenn es dem Körper schlecht geht, geht es auch der Seele schlecht. Das ist absolut Fakt. Viel trinken. Am besten Wasser.

- Unter Menschen gehen. Mit Menschen reden. Auch wenn es schwer fällt. Sich immer zwingen. Wenn du deine Angst überwindest geht es dir danach sehr gut. Wenig fernsehen.

Das sind so 3 Dinge die mir echt helfen. Am wichtigsten dabei ist echt das laufen. Das macht den Kopf frei. Jeden Tag eine halbe Stunde. Ich muss
mich fast jeden Tag aufraffen dafür. Aber ich mache es.

Für mich wäre es sehr schlimm, irgendwann mal alt zu sein und zu erkennen das ich den größten Teil meines Lebens damit verschwendet habe, mir Gedanken (inkl. Angst) darum zu machen ob ich eine Psychose bekomme oder nicht.

09.01.2009 10:37 • #7


Sehr sehr richtig Chris. Eines sollte man noch zusätzlich wissen; Man kann sich Schizophrenie nicht einreden, ebenso wie man sich keinen Beinbruch einreden kann. Schizophrenie ist eine Erkrankung des Gehirns und nicht vergleichbar mit einer Depression oder Angststörung. Viele Angstpatienten/Depressive haben ja Angst an einer Schizophrenie zu erkranken, weil sich ja schon einige Zeit vor dem Ausbruch bei 70% Depressionen einstellen.
Allerdings stellen sich bei 30% Keine Depressionen ein. Es ist also Unsinn, sich mit Wahrscheinlichkeiten zu beschäftigen. Wie Chris bereits gesagt hat, wieso sich mit der Krankheit beschäftigen, wenn man sie wahrscheinlich sowieso nicht bekommt? Was würdest du machen, wenn du 10 Jahre Angst vor der Krankheit hast, dich tagtäglich damit beschäftigst... Und dann erkrankst du an Lungenkrebs? Oder wirst von einem Auto überfahren? Verstehst du die absolute Sinnlosigkeit dieser Gedanken? Wenn du mir immernoch nicht glaubst, geh zum Psychologen und lass dich auf Schizophrenie untersuchen. Wieso versuchst du das Leben nicht folgendermaßen zu sehen:

Das Leben ist hart. Ist es nicht so? Überall muss man
sich durchsetzen, um festzustellen, dass man
letztendlich doch sterben muss.
Man hat nie alles unter Kontrolle, es kann immer wieder
sooo viel passieren. Eine schlimme Krankheit, ein
Unfall, verlassen oder enttäuscht werden. Seine Träume
nicht zu erreichen, umsonst an Dingen gearbeitet zu
haben. Ist das Leben?

Ja, das ist das Leben.

Aber ist es nicht auch das Leben, wenn man mit einem
wundervollen Menschen zusammen sitzt und über
gemeinsame Zukunftspläne philosophiert? Wenn man ein
Glas Sekt auf einer Silvesterfeier genießt, wo Freunde
um einen herum sind, wirklich gute Freunde? Ist es
nicht auch Leben, wenn man mit einem Motorboot über das
Meer fährt und über die unendlichen Möglichkeiten des
eigenen Willens und Handelns nachdenkt? Wenn man
realisiert, dass man alles erreichen kann und erreichen
wird, wenn man seinen Idealen und Zielen treu bleibt
und Hindernissen mit Mut und Vertrauen entgegensieht?
Oder wenn man mit einer Frau abends einfach nur ins
Kino geht und sich danach mit einem Kuss
verabschiedet?

Ja, das ist auch Leben.

Beides ist das Leben und jeder von uns wird mit beiden
Seiten konfrontiert. Die Frage ist nur: Mit was davon
will man sich beschäftigen?

09.01.2009 12:28 • #8


Ein kurzer Nachtrag, der einfach hier rein muss. Nachdem für mich das Thema Schizophrenie eigentlich fast erledigt hatte, hatte ich am Samstag ein Erlebnis, dass ich nicht so schnell vergessen werde. Jeder von uns, der Angst vor dieser Krankheit hat, hat dieses Bild des zerzausten Mannes vor sich, der sich verfolgt fühlt und in der Nervenanstalt sitzt. Oder der Frau die sich in ihrem Wahn aus dem Fenster stürzt, was auch immer. Nun war ich am Samstag mit einer Frau aus, mitte 20, die ich vor einiger Zeit kennen gelernt hatte. Absolut hübsch, top Figur, eine Frau wie aus dem Modekatalog. Und als wir nach der Feier noch kurz was trinken wollen und wir uns immer privatere Dinge erzählt haben, erzählte ich ihr von meinen Panikattacken die ich einige Zeit hatte und die mich einschränkten. Plötzlich sagt Sie zu mir :" Vor 2 Jahren, da habe ich auch mal sowas gehabt. Ich habe Stimmen gehört, anfangs ganz undeutlich, dann immer lauter. Es war als ob einer neben mir stand, aber als ich mich umdrehte, war da keiner..."
Da wurd ich kreidebleich. Schizopren? Die?? Das is ein Witz..?!
Und tatsächlich, Sie hatte damals eine Psychose, die sie aber mit Hilfe einer Therapie und vielen Gesprächen mit Freunden besiegt hat. Ich kannte Sie nun schon eine Zeit und wäre niemals auf die Idee gekommen, dass Sie mit sowas zu tun haben könnte. Von nun an habe ich echt kaum Angst vor einer Psychose, so schlimm Sie auch sein mag. Aber man kommt da raus. Genauso wie ich aus meiner Angsttörung.

26.01.2009 13:58 • #9


17.06.2009 07:47 • #10


Hallo sunshine!
was Du schilderst, ist in meinen Augen ein typisches Begleitsymptom einer Pamikattacke. Ich kenne das ansatzweise auch. Wiederlich - aber es geht vorbei. Du kannst es aushalten. Du verlierst nicht wirklich die Realität - es fühlt sich nur vorübergehend so an. Und wenn es doch so wäre: Es gibt Medikamente, die Dir in die Realität zurückhelfen könnten. Und außerdem: Schlimmer als diese ewige Agnst kann ein Realitätsverlust doch auch nicht sein - Oder kannst Du Dir etwas vorstellen, was sich schlimmer anfühlt, als eine ausgewaschene Panikattacke?

Es kommen wieder bessere Zeiten - das sage ich mir jeden Tag! Alles Gute,
EMMA

17.06.2009 20:08 • #11


Meli77de
Hallo Sunshine!

Oh je, kenne das und das fühlt sich echt schlimm an. Hab vor kurzem auch gedacht, vielleicht hast du ja jetzt schon eine Psychose und dann bekam ich richtig ordentlich Paniks.
Hab mir aber dann gesagt: wenn du jetzt wirklich durchdrehst oder verrückt wirst, dann bekommstes selber bestimmt gar net mehr mit.

@emmapeelgoescrazy: wüßte nichts, was sich schlimmer anfühlt als eine ausgewachene Panikattacke.

VG Meli

17.06.2009 22:15 • #12


Solange Du Angst hast verrücktes zu tun oder verrückt zu werden, bist und wirst Du es nicht.
Wirklich verrückte wissen und merken nicht, das sie verrückt sind.
Glaube mir

Das ist wie oben schon geschrieben "nur" Teil einer Panikattacke und das kennen die meisten von uns. Ich hatte auch solche Phasen. Die gehen vorbei *mutmach*

Liebe Grüße

17.06.2009 23:02 • #13


Hey!

Danke fürs Aufmuntern.
Heute is es schon weniger schlimm obwohl ich quasi immer noch "unter Schock" stehe. Ich beobachte alles ganz genau. Und stell mir quasi immer noch manchmal vor wies wär wenn ich jetz jemand sehen würd.

Wenn ich abgelenkt bin und daran gar ned denke dann is komischerweise alles normal und ich käm nie drauf dass irgendwo was sein könnte. Es spricht schon viel dafür, dass es einfach von der Angst ist, aber ein Restzweifel bleibt halt immer.

Seit heute morgen hab ich "glücklicherweise" so stechene Kopfschmerzen dass ich vor lauter Angst nen Hirnschlag zu kriegen gar keine Zeit hab Angst zu haben ich könnte Halluzinationen kriegen!

Es reisst einfach nicht ab, kaum erklärt man sich das eine und kann einigermaßen ruhig bleiben da entdeckt man was neues!

Hatte aber tatsächlich seit 24 Stunden keine richtige PA mehr und das is schon lang für mich momentan:-)

18.06.2009 07:45 • #14


Hallo,
der Thread ist schon älter, aber bin froh darüber, weil ich das auch kenne! Hatte auch Angst, dass ich bald Halluzinationen bekomme, nachts das Radio angeschaltet, aus Angst, Stimmen zu hören. Ist durch Antidepressiva besser geworden, aber noch nicht ganz weg. Aber bis jetzt hab ich keine einzige Halluzination wirklich gehabt. Nur, wenn ich mich richtig reingesteigert hatte, Verkennungen.
LG,
Angstkatze

15.11.2009 01:32 • #15


Tut mir leid, dass ich den alten Thread nochmal hochholen muss, aber ich bin über die Google-Suche nach ebendiesem Problem hier gelandet und muss einfach josef und den anderen gratulieren, bzw. mich bedanken für diese hervorragende, mutmachende Erklärung, warum die Ursache allen Übels auch bei der Angst vor Schizophrenie eben die Angst selbst ist.

Auch bei mir (ich leide seit gut 2 Jahren unter einer Panikstörung, die mit bloßen Panikattacken begann, sich dann aber immer mehr auf andere Symptombereiche wie depressive Verstimmung oder Depersonalisierung ausweitete; aber dazu vielleicht ein ander mal im Vorstellungsthread mehr) tritt die diffuse, unbegründete Angst, Frühsymptome einer Schizophrenie deutlich erkannt zu haben immer wieder auf. Ich habe das auch immer wieder bei meinem Psychotherapeuten thematisiert, der mir dann erklärte, warum ich die Frühwarnzeichen einfach falsch deute. Dennoch hält sich die Angst hartnäckig, da sie immer wieder bei den bei mir ständig wiederkehrenden Depersonalisierungsphasen auftritt. Es ist bei mir im Prinzip wie beim Herzrasen bei einer Panikattacke: wenn ich nichts merke, ist es mir felsenfest klar, dass man bei einer PA nicht sterben kann und ich die Symptome nur falsch interpretiere. Nur während der Panikattacke selbst geht bei mir (noch) sämtliche Logik über Bord. Genauso verhält es sich mit der Angst, psychotisch erkrankt zu sein: in "stabilen" Phasen, d.h. ohne depressive und Depersonalisierungssymptome ist mir mehr als einleuchtend, dass ich nicht im Begriff bin, eine Psychose zu entwickeln. Doch wenn dann die Depersonalisierung wieder zuschlägt, beginne ich wieder zu zweifeln. Aber ich arbeite daran.


Und da hilft es manchmal enorm, die Berichte anderer Betroffener zu lesen. Und wenn es dann noch so toll und einleuchtend erklärt wird, wie hier, kann ich kaum einfach so vorbeihuschen, ohne "Danke" gesagt zu haben.

Was auch noch beruhigend ist: Es ist erstaunlich, wie viele Verknüpfungen bei einer Googlesuche für Angst+Schizophrenie bestehen. Dahinter verbergen sich fast ausnahmslos Berichte von Angstpatienten, die genau wie ich diese unbegründete Angst haben. Schön, dass ich alles andere als allein damit bin.

23.12.2009 22:51 • #16


mir geht es ebenso. ich wünsche es keinem, aber es ist beruhigend zu lesen dass man eben doch nicht alleine damit ist.

Meine letzte Panikattacke war gestern...als ich mit dem Auto fuhr. Es war dunkel, neblig, und ich war hundemüde. das sind schonmal super Vorraussetzungen für eine panikattacke. Plötzlich dachte ich an Schlaganfall - meine größte Angst einen zu bekommen - und ich dachte das mein Gesicht einschläft, musste es dauernd überprüfen indem ich mir drangefasst habe. Dadurch wurde ich eben unheimlich panisch bekam Herzrasen und mein Körper zitterte, hatte fast Sprechschwierigkeiten weil auch die Lippen zitterten. Nebenbei musste ich mich noch aufs Fahren (Autobahn) konzentrieren was so gut wie net mehr ging. Hinzun kommt dann die Angst des Kontrollverlusts... Mein Mitfahrer der darüber Bescheid wusste (mein Freund) hat mich natürlich beruhigt,glücklicherweise.
Wenn ich nun alleine gewesen wäre? ....naja

ich wünsch jedem nur das Beste

26.12.2009 10:56 • #17


12.11.2010 20:49 • #18


Christina
Hi,

nein, du wirst nicht wahnsinnig, auch nicht psychotisch. Psychotiker haben keine Angst vor ihren Gedanken, sondern vor der Außenwelt - weil sie nicht unterscheiden können, ob es sich um Gedanken handelt oder um reale Vorkommnisse. Und um es vorweg zu nehmen: So, wie du es beschreibst, fängt auch keine Psychose an.

Liebe Grüße
Christina

12.11.2010 21:14 • #19


Das kenn ich!
Zu beginn meiner Angsterkrankung dachte ich auch ich werd verrückt oder Schizo und dann kamen natürlich auch die kuriosesten Gedanken.....
Meine Therapeutin meine dazu, wenn sie wirklich verrückt würden, dann würden sie es selber wahrscheinlich gar nicht merken und sich nicht auch noch Gedanken darüber machen.....

Und das ist der springende Punkt du machst dir Gedanken darüber und hast ANGST davor und die Angst ist dein Problem nichts anderes!

12.11.2010 21:35 • #20




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