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Nein, leider nimmt sie keine Medikamente. Sie war in den letzten Jahrzehnten zwar mehrmals wohl in Psychiatrien (ich kenne sie selbst erst seit 4 Jahren) und das hat wohl nie was gebracht. Laut den Ärzten und nach dem, was sie dem Schwiegervater gesagt haben, wäre es nicht heilbar. Ob sie nur Schizophrenie hat oder sonst noch was (ich denke auch, dass sie Depressionen hat), weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es echt schlimm. Für alle. Besonders für die Familie, die darunter zu leiden hat. Das "Problem" bei ihr ist, dass sie intelligent ist. Anscheinend sehr intelligent. Denn sie kann selbst Ärzte und Psychologen täuschen. Sie macht (bis auf einen Vorfall) nie Dinge, die sie in die Psychiatrie zwingen würden. Zwar ist es für die Familie und besonders ihren Mann schlimm. Aber es ist nichts, wo man sie zwangseinweisen könnte. Und so bewegt sie sich munter weiter und mal ist sie für Außenstehende ganz normal und dann kommen phasenweise solche Ausbrüche. Wo quasi eine andere Person zum Vorschein kommt. Also so würde ich das aus Laiensicht beschreiben. Ich bin nur froh, sicher sein zu können, sowas garantiert nicht zu haben. Gott sei Dank.

22.06.2012 13:56 • #21


estenbol ich kann dich sehr gut Verstehen ich habe diese angst vor eine psychosen oder schizophrenie auch seit dem 1 Mai.
Da hat man mich nähmlich im besoffenen zustand unter Dro. gesetzt ich habe keine ahnung was es war und das sagt mir auch keiner und selber drann erinnern kann ich mich auch nicht.
Jetzt gehe ich am 28.06.2012 zum Psychologen und rede mit ihm mal da drüber hoffe er kann mir helfen.
Da war ich noch nie.
Wenn er mir sagt wie er mir helfen kann und er mir damit hilft werde ich es dir hier auch sagen.
Aber da verückte ist man liest sich immer und immer sowas wieder durch und man steigert sich völlig rein und der körper macht völlig mit.

22.06.2012 14:50 • #22



Wie wird man die Angst vor Psychosen und Schizophrenie los?

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Schlaflose
Zitat von derhimmelmusswarten:
Nein, leider nimmt sie keine Medikamente. Sie war in den letzten Jahrzehnten zwar mehrmals wohl in Psychiatrien (ich kenne sie selbst erst seit 4 Jahren) und das hat wohl nie was gebracht. Laut den Ärzten und nach dem, was sie dem Schwiegervater gesagt haben, wäre es nicht heilbar


Heilbar ist Schizophrenie nicht, die Betroffenen müssten ein Leben lang Medikamente nehmen, um die psychotischen Phasen zu unterdrücken. Das Problem ist, dass viele Betroffene sich weigern, Medikamente zu nehmen, weil sie selbst nicht mitbekommen, wenn sie einen Schub haben und nicht unter der Situation leiden. Zwingen kann man sie natürlich nnicht.

Viele Grüße

22.06.2012 16:04 • #23


Genau das ist das Schlimme. Leute mit diesen Krankheiten halten sich ja selbst für normal und die anderen für verrückt. Leider ist Schwiegermutter vor drei Jahren sogar schon extrem handgreiflich geworden. Trotz Gerichtsverhandlung und Geldstrafe konnte man sie dennoch nicht zwangsweise behandeln. Aber ich denke echt, dass sowas niemand hier hat. Von wegen Stimmen hören, mehrere Personen sein, Verfolgungswahn etc.

23.06.2012 08:18 • #24


hallo leute, ich hoffe euch gehts allen gut, tut mir leid wenn ich mich so spät melde, wollte bischen abstand vom internet ja bei mir ist es auch so es gibt tage, da denk ich nicht dran und dan gibt es tage wo es mir nicht aus dem kopf geht, echt schlim, was ich noch bei mir gemerkt habe, ich bin ein echter hypochonder, das ist der teufelskreis halt..
ich hab mal gehört das es mit dem alter abnimmt, an schizophrenie zu erkrannken!!?!!
lg estenbol

25.06.2012 23:45 • #25


Hallo estenbol

Kann deine Angst verstehen, auch ich habe Angst vor einem neuen Schub, obwohl ich auch froh bin, es erstmal bis hierhin überstanden zu haben.
Bei meinem ersten Schub war ich allein zu Haus und ich hörte Stimmen. Ich bat meinen Nachbar, einen Arzt anzurufen und ich wurde eingewiesen. Dabei hatte ich starke Angst.
Ein anderes Mal kriegte ich Nachts einen Angstanfall und ich konnte vor Angst nicht schlafen, sah Bilder und hatte Empfindungen, die mir große Angst machten. Mein P. nahm das alles nicht so ernst und meinte, ich solle mich wieder ins Bett legen und schlafen, aber das war überhaupt nicht möglich. Am folgenden Tag hatte ich immer noch starke Angst und lief weg und Stimmen sagten mir, ich solle über die Straße gehen, ich hatte solche Angst. Mein P. wollte, das ich wieder nach Hause komme, aber ich bat ihn, den Krankenwagen zu rufen, die kamen dann und brachten mich in die Klinik. Dort angekommen, hatte ich auch totales Misstrauen gegenüber dem Arzt und lief raus vor Angst. Aber dann kam ein anderer Arzt und ich wurde behandelt. Ich schlief ein paar Tage und bekam nur Spritzen. Danach ging es mir wieder besser. Und ich bekam weiterhin meine Medikamente, eines Tages reduzierten wir und wir setzten ab, weil es mir gut ging. Bis ich eines Tages merkte, es wurde wieder schlimmer mit der Angst und ich so Bilder sah. Ich schleppte mich mit großer Angst und Misstrauen zum Arzt, wieder wurde ich eingewiesen und bekam wieder Risperdal-Injektionen, auf die ich bis heute weiter eingestellt bin. Jedenfalls möchte ich das alles nicht nochmal erleben, ich habe Angst, das ich eines Tages wieder einen Schub bekomme. Ansonsten mache ich täglich das Autogene Training und Yogaübungen, bzw. gehe raus an die frische Luft.
So habe ich das bisher erlebt und ich wünsche es niemanden, fühle mich mit der Erkrankung in meinem Umfeld alleingelassen.

Liebe Grüße
Finja

26.06.2012 15:55 • #26


Hallo,

wenn ich den Beitrag von Finja hier lese wird mir schon ganz schlecht vor Angst!

Meine grösste Angst ist ja die vor eine Psychose!

Viele trösten sich mit dem Satz: mann merkt das ja sowieso nicht wenn man eine Psychose bekommt!

Ja von wegen!
Finja scheint es sehr wohl gemerkt haben und war auch in der Lage zu beurteilen das sie ärtzliche Hilfe braucht.

Das macht mir alles so eine Angst da es mir seit Tagen einfach nur schlecht geht. Ich habe Momente am Tag wo ich mich auf einmal so verloren fühle und denke so nun ist der Moment gekommen, ich "verliere den Verstand"

Wie kann ich mir sicher sein das es "nur" die Angst und Zwangsgedanken sind und keine beginnende Psychose??

26.06.2012 21:17 • #27


Christina
Zitat von MiniMaus:
Wie kann ich mir sicher sein das es "nur" die Angst und Zwangsgedanken sind und keine beginnende Psychose??
Finja beschreibt, dass sie Stimmen hörte und Bilder sah. Mit den Halluzinationen kam die Angst. Das ist normal, Psychosen sind so gut wie immer von stärksten Ängsten begleitet. Aber Panikattacken bei einer Angststörung gehen nicht mit Stimmen und Bildern einher. Also: keine Halluzinationen, keine Psychose!

Liebe Grüße
Christina

26.06.2012 21:28 • #28


Huhu,
naja, Finija hat vielleicht ihren Beitrag nicht im richtigen Unterforum untergebracht. Schlißlich geht es hier ja um die Angst VOR Krankheiten, also die Angst, eine Krankheit zu bekommen. Hmm, ja, ich kann MiniMaus schon gut verstehen...!!

@MiniMaus Villeicht wäre es das Beste für dich, erstmal dieses Unterforum ganz zu meiden.

@Christina Naja, Finja hat in einem anderen Beitrag auch geschrieben, dass sie eine generalisierte Angststörung hat.... .

Sumi

26.06.2012 21:33 • #29


Hi,

danke für eure Antworten.

Also ich habe deffinitiv keine Hallus! ABER jeden Tag ein ganz schrecklichen Gefühl und schlimme Angst!

Ich kann es schlecht beschreiben aber jeden Tag diese Angst vor einer Psychose!

Am Montag habe ich ENDLICH einen Termin beim Neurologen und erhoffe mir Gewissheit von ihm.
Kann man beim Neurologen einen Test oder Untersuchung machen um eine Psychose festzustellen?

Hat das schon mal jemand gemacht?

26.06.2012 21:51 • #30


Christina
Zitat von sumi:
@Christina Naja, Finja hat in einem anderen Beitrag auch geschrieben, dass sie eine generalisierte Angststörung hat.... .
Kann sein. Nur das, was sie hier beschreibt (mit Stimmen und Bildern), ist klar 'ne Psychose. Da kann Finja trotzdem noch außerhalb der Psychose übertriebene Ängste haben. Es ging MiniMaus doch darum, psychotische Ängste von ihren Ängsten zu unterscheiden...

26.06.2012 21:52 • #31


Zitat von MiniMaus:
Hallo,

wenn ich den Beitrag von Finja hier lese wird mir schon ganz schlecht vor Angst!

Meine grösste Angst ist ja die vor eine Psychose!

Viele trösten sich mit dem Satz: mann merkt das ja sowieso nicht wenn man eine Psychose bekommt!

Ja von wegen!
Finja scheint es sehr wohl gemerkt haben und war auch in der Lage zu beurteilen das sie ärtzliche Hilfe braucht.

Das macht mir alles so eine Angst da es mir seit Tagen einfach nur schlecht geht. Ich habe Momente am Tag wo ich mich auf einmal so verloren fühle und denke so nun ist der Moment gekommen, ich "verliere den Verstand"

Wie kann ich mir sicher sein das es "nur" die Angst und Zwangsgedanken sind und keine beginnende Psychose??


Hallo Minimaus,

mit meinem Beitrag wollte ich nur sagen, das man sehr wohl in der Lage ist bei solch einem Schub, das wenn man sich rechtzeitig ärztliche Hilfe holt, die Krankheit nicht so schlimm verläuft.

Geh zum Arzt und sprich mit ihm über deine Ängste oder nimm dir einen Therapeuten zu Hilfe, das hilft erstmal.

Alles Gute

26.06.2012 21:59 • #32


Zitat von Christina:
Zitat von MiniMaus:
Wie kann ich mir sicher sein das es "nur" die Angst und Zwangsgedanken sind und keine beginnende Psychose??
Finja beschreibt, dass sie Stimmen hörte und Bilder sah. Mit den Halluzinationen kam die Angst. Das ist normal, Psychosen sind so gut wie immer von stärksten Ängsten begleitet. Aber Panikattacken bei einer Angststörung gehen nicht mit Stimmen und Bildern einher. Also: keine Halluzinationen, keine Psychose!

Liebe Grüße
Christina


So sehe ich das auch.

26.06.2012 22:01 • #33


@MiniMaus

Ich habe so einen Test selbst noch nicht gemacht, würde mich aber sehr interessieren, ob und wie so etwas abläuft.

@Finja Hattest du denn deine Gen. Angststörung schon vor der Psychose oder erst danach?

26.06.2012 22:03 • #34


Christina
Zitat von MiniMaus:
Kann man beim Neurologen einen Test oder Untersuchung machen um eine Psychose festzustellen?
Jein. Es gibt Tests, mit denen man Schizophrenie feststellen kann oder besser gesagt, in denen Schizophrene zu anderen typischen Ergebnissen kommen als Nichtschizophrene. Diese Tests gehören aber mehr in die Forschung. Man braucht sie auch nicht zur Diagnostik, die kriegt ein einigermaßen fähiger Diagnostiker im Gespräch hin. Man fragt ein paar Symptome ab und schaut sich an, wie der Patient berichtet und sich verhält. Das und wenigstens ein Überblick über die Anamnese, dann kann man schon recht gut sagen, womit man es zu tun hat.

Ich würde dir bestimmt keinen Gefallen tun, wenn ich jetzt erzählte, wann man eine Psychose oder eine Psychoseneigung für wahrscheinlich hält... Das lasse ich also lieber. Aber: Aus deinen Beiträgen, deiner Art zu schreiben und aus dem, was du berichtest, geht nichts hervor, was in eine psychotische Richtung deuten würde.

Liebe Grüße
Christina

26.06.2012 22:06 • #35


Zitat von sumi:
@MiniMaus

Ich habe so einen Test selbst noch nicht gemacht, würde mich aber sehr interessieren, ob und wie so etwas abläuft.

@Finja Hattest du denn deine Gen. Angststörung schon vor der Psychose oder erst danach?


Hi sumi

Ja die Angststörung mit Agoraphobie hatte ich schon vorher.

26.06.2012 22:12 • x 1 #36


Ich glaube, wir alle, die Angst haben, eine Psychose zu kriegen oder verrückt zu werden, wären SEEHR erleichtert und nicht so angsterfüllt, wenn es einfach AUSGESCHLOSSEN wäre, so eine Krankheit bei Angststörungen zu kriegen. es ist einfach diese unsicherheit, die einen zu schaffen macht. ?

26.06.2012 22:24 • #37

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Christina
Zitat von sumi:
Ich glaube, wir alle, die Angst haben, eine Psychose zu kriegen oder verrückt zu werden, wären SEEHR erleichtert und nicht so angsterfüllt, wenn es einfach AUSGESCHLOSSEN wäre, so eine Krankheit bei Angststörungen zu kriegen.
Naja, es ist nunmal nicht ausgeschlossen, aber immerhin sehr unwahrscheinlich. Und vielleicht hilft es, sich vor Augen zu führen, dass auch eine Psychose nicht bedeutet, "verrückt zu werden" (und den Rest des Lebens sabbernd in einer Gummizelle zu verbringen). Eine Psychose ist eine Phase (= geht auch wieder vorbei, durchaus auch von selbst, aber mit Medikamenten viel schneller), in der man i.d.R. Wahnideen und Halluzinationen hat. Meistens geht das mit schlimmsten Ängsten einher (und zwar Angst vor den Stimmen, vor den Bildern, davor, verfolgt zu werden oder dass einem jemand was antun könnte etc.), fühlt sich also richtig schei. an. Nur - Angst ist Angst, für das unmittelbare Erleben ist es eigentlich schnuppe, ob man Angst davor hat, dass der Nachbar einen umbringen will (= psychotische Angst), oder davor, in den nächsten Sekunden einem Schlaganfall zum Opfer zu fallen (= typische Angststörung). In gewisser Weise ist der Psychotiker sogar im Vorteil, denn wenn die Phase vorbei ist, hat er erstmal Ruhe, während der Angstgestörte weiterhin mehrmals täglich Panik wegen dem Schlaganfall schiebt.

Eine Psychose ist echt nichts Schönes, das ist klar. Aber die Beispiele von Finja oder panicchief hier im Forum zeigen doch auch, dass man nach einer Psychose nicht ballaballa ist, sondern weiterhin ein normaler, mitteilungsfähiger, denkender und fühlender Mensch bleibt.

Man darf auch bei dieser Krankheit nicht bei der Katastrophe stehenbleiben, sondern muss die Sache zu Ende denken. Wie wahrscheinlich ist sie? Was kann man tun, wenn sie eintritt? Welche Folgen wird sie haben? Und die Folgen sind oft: gar keine.

Liebe Grüße
Christina

26.06.2012 22:45 • #38


Zitat von Christina:
Man darf auch bei dieser Krankheit nicht bei der Katastrophe stehenbleiben, sondern muss die Sache zu Ende denken. Wie wahrscheinlich ist sie? Was kann man tun, wenn sie eintritt? Welche Folgen wird sie haben? Und die Folgen sind oft: gar keine.

Liebe Grüße
Christina


Naja, bei den Folgen denk ich mir z.b., dass man sein ganzes Leben lang Medikamente nehmen muss und gar Spritzen dazu kommen ...Also da wird mir schon mulmig.... .

26.06.2012 23:09 • #39


Christina
Zitat von sumi:
Naja, bei den Folgen denk ich mir z.b., dass man sein ganzes Leben lang Medikamente nehmen muss .
Das stimmt nicht, zumal es ein Unterschied ist, ob man eine Psychose hat oder unter Schizophrenie leidet. Man kann die Medikamente nach einiger Zeit absetzen, muss aber ein Auge drauf haben, ob sich wieder was ankündigt. Das und die nötige "Psychohygiene" lassen sich lernen.

Zitat von sumi:
Und wenn Finja davon erzählt, dass sie schon so oft wegen diesen Schüben im Krankenhaus war und dass man dort für eine bestimmte Zeit bleiben muss und verschiedene Medis ausprobiert werden und gar Spritzen dazu kommen ...Also da wird mir schon mulmig.... .
3 Mal und die Möglichkeiten der zwangsweisen Unterbringung nach PsychKG sind sehr begrenzt, die der Zwangsmedikation sogar noch begrenzter... Man muss also i.d.R. nicht da bleiben. Aber mit akuter Todesangst und Halluzinationen ist man tendenziell heilfroh, wenn man da bleiben darf und Medikamente bekommt, die den schei. abstellen. Klar ist das trotzdem schlimm, aber bei näherer Betrachtung längst nicht die schlimmste Krankheit, die man haben könnte.

Liebe Grüße
Christina

26.06.2012 23:21 • #40



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