App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

18

MariaManchester

MariaManchester
Mitglied

Beiträge:
522
Themen:
63
Danke erhalten:
376
Mitglied seit:
Guten Abend.
Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll, da es mir sehr schwer fällt meine aktuelle Gefühlslage in Worte zu fassen.
Ich versuche es einfach mal: Ich habe das Gefühl vom Leben gelangweilt zu sein und zwar so sehr, dass mir so gut wie gar nichts aktuell Freude bereitet oder überhaupt Emotionen in mir auslöst.
Das ist meistens auch echt tagesformabhängig und auch zyklusabhängig.
Mich erschrickt aber, dass es in letzter Zeit so oft Auftritt.
Seit Herbst letzten Jahres hatte ich arg mit Krankheitsangst zu tun, irgendwas war immer und ich hab mich rein gesteigert. Im Februar / März ließ das alles nach und dann kam dieses Gefühl von: Mir doch egal ob ich jetzt da bin oder nicht.
Oder auch, diese ständige Frage nach dem Sinn des Lebens. Was will ich noch, was passiert jetzt noch. War's das jetzt ?

Ich meine ich bin 32. Ich habe zwei Kinder, einen Ehemann, keine Geldprobleme und tolle Freunde.
Was zur Hölle ist denn mein sch. Problem ? So viele Menschen sind sterbenskrank und wünschen sich mehr Zeit im Leben und ich weiß überhaupt nichts mit mir anzufangen.

So richtig ins Rollen gebracht haben das eigentlich zwei Todesfälle im Bekanntenkreis, dass ich wieder anfange mich und mein Leben zu überdenken.
Leider kommt da aber auch nichts zufriedenstellendes bei raus.

Wer bis hierhin gelesen hat, habt dank. Vielleicht hat ja einer Lust seine Gedanken diesbezüglich mit mir zu teilen.

29.05.2026 x 2 #1


14 Antworten ↓

Mariebelle
Die Sinnfindung beschaeftigt viele Menschen.

Sind die Grundbeduerfnisse ,wie zB wohnen,essen,genuegend Geld,einigermassen gute Gesundheit,Beziehung/Familie gegeben,kommt die Frage nach dem 'Mehr'.

Fuer einige ist das die Religion,Beschaefigung mit Politik,caritative Ehrenarbeit,kuenstlerisches Arbeiten etc

Andere sind lebenslang auf der Suche....

x 2 #2


A


War das schon alles ?

x 3


Luce1
Glück bzw. Zufriedenheit an sich funktioniert oft nicht wie eine Checkliste also

- ich hab einen Mann,
- ich habe Kinder,
- finanziell ist es okay.
= also sollte ich glücklich sein ….

Vielleicht lebt Du eher nach den Erwartungen Anderer (zB Deine Mutter konnte nie abwarten, Oma zu werden …)

Vielleicht ist es sowas in der Art?

x 2 #3


MariaManchester
@Luce1
Durchaus. Ich hatte als Teenager viele Träume. Studieren, im Ausland leben, die Welt bereisen. Dann bekam ich mit 16 meine erste Panikattacke. Darauf folgte eine Angststörung und daraus eine Depression.
Ich konnte zeitweise die Wohnung nicht verlassen und damit starben alle meine Träume.
Ich wusste danach nicht genau wohin mit mir .. meine Mutter zwang mich zu einer Ausbildung. Die absolvierte ich, durch die AD ging es mir etwas besser, ich verliebte mich, zog schnell von zu Hause aus. Am Ende der Ausbildung würde ich schwanger, wir heirateten, bekamen ein weiteres Kind.
In der Zeit habe ich quasi immer nur eine Liste abgearbeitet. Warten das mein Mann als Zeitsoldat aufhört, das die Kinder groß werde usw.
Vor 2,5 Jahren wollte ich dann mit Hilfe einer Hypnose meine Ängste in den Griff bekommen. Irgendwas ist passiert und ich rutschte so arg in eine Depression, dass ich stationär musste.
Aufgerappelt. Weiter Therapie. Mit meinen Eltern Kontakt eingeschränkt. Meine Tochter wurde vor meinem Augen von einem Auto angefahren, koma. Wieder funktioniert. Danach noch mal stationär.
Therapie ist mittlerweile zu Ende. Ich weiß nicht ob sie mir so viel gebracht hat. Ich habe eher angefangen Dinge noch viel mehr zu hinterfragen. Ob mich meine Eltern jemals geliebt haben. Ob ich immer nur Ballast war und ich mich deshalb nicht leiden mag. Solche Dinge hätte ich mich ohne die Therapie nie gefragt, jetzt wandern sie ständig in meinem Kopf herum.

Naja. Von den früheren Träumen ist nicht viel übrig. Ich versuche das Reisen zu ermöglichen, oft steht mir meine Angst aber im Weg. Immerhin konnte ich schon zwei Flugreisen unternehmen. Aber selbst das hat mir beim letzten Mal nicht die erhofften Glücksgefühle gebracht.

x 2 #4


Saina91
Ich lese auch ein Buch, welches beschreibt, dass wahres Glück von innen heraus kommt und nicht von äußeren Faktoren abhängt, wie Alter, Geschlecht, Verheiratet, Job usw. Das macht wohl nur 10% des erlebten Glücks aus. 50% des eigenen Glücks sind genetisch, also jeder Mensch hat ein individuelles Glückslevel. 40% hat man selbst in der Hand durch Dankbarkeit, Optimismus, Vergebung, Hilfsbereitschaft, soziale Beziehungen, Religion/Spiritualität, Meditation/Sport und noch ein paar andere Dinge.
Das kann man bewusst trainieren. Zum Beispiel kannst du dir täglich aufschreiben, wofür du dankbar bist, die beste Version deines Lebens in fünf Jahren aufschreiben. So Kleinigkeiten und mit der Zeit werden die Gedanken dadurch trainiert und man empfindet wieder mehr Freude.

Hast Du denn irgendwelche Hobbys oder könntest Du Dir etwas vorstellen?

x 1 #5


MariaManchester
@Saina91 Was ist das für ein Buch?

Ich lesen eigentlich gerne. Ich betreibe Journaling, male und bastel gerne.
Und ich tausche mich gern mit meinen Freunden aus. Das lenkt mich tatsächlich am besten ab von fiesen Gedanken.

x 1 #6


Saina91
@mariamanchester

Das sind ja schon tolle Hobbys 🙂 Versuche das so viel wie möglich zu machen und die Grübeleien mit "Stopp" zu unterbinden.

Das Buch ist von Sonja Lyubomirsky
"Glücklich sein, Warum Sie es in der Hand haben zufrieden zu leben"

x 1 #7


E
Menschen belieben meistens nicht stehen, sie entwickeln sich weiter, auch die Bedürfnissen verändern sich immer mal wieder so wie das Interesse. Das sind ganz normale Bedürfnisse, egal ob man Kinder hat oder nicht, es gehört zum Leben dazu und dir fehlt anscheinend etwas, du sagst du langweilst dich aber interessieren tut dich auch nichts wirkliches, es kann sein weil du dir die Möglichkeit auch nicht gibst oder du das Gefühl hast du kommst aus dem Alltagstrott so wie so nicht mehr heraus, es muss ja auch nicht das ganz grosse sein, aber ich denke es ist wichtig für dich, dass du etwas findest, einen Ausgleich zu deinem Alltag, deine Psyche schlägt bereits Alarm also höre auf sie und es geht nicht um das warum kann ich nicht zufrieden sein ich habe ja alles, anscheinend hast du eben doch nicht alles.

Was sagt dein Partner dazu, sieht er wie es dir geht und sprichst du mit ihm über deine Probleme und was du für wünsche noch hast?

x 1 #8


MariaManchester
@Elemente
Es ist irgendwie noch mehr als nur das "aus dem Alltagstrott Herauskommen." Ich hab so'n bisschen das Gefühl, die Verbindung verloren zu haben. (Ich finde es unglaublich schwer, dass was ich fühle in Worte zu fassen.)
Als wäre ich nicht mehr Teil des Großen Ganzen. So ähnlich hatte ich das während der Therapie schon einmal. Als würde sich alles neu ordnen, als würde meine Persönlichkeit, mein ganzes Sein plötzlich auf den Kopf gestellt werden. Ich glaube jemand im Forum hat es so beschrieben, als würde man ein Zimmer renovieren. Das Zimmer ist das Gleiche aber alles darin ändert sich.
Herrje, wird schon arg philosophisch. Manchmal wäre ich gerne in meinem Denken "beschränkter" und würde mir nicht über alles Gedanken machen.

Achso und zu deiner Frage. Ja ich habe mit meinem Partner geredet. Er ist derzeit in Ausbildung und Anfang 2027 fertig. Ich denke danach strebe ich einen Jobwechsel an. Ich bin 32 und seit 10 Jahren in der gleichen Firma, mit immer den gleichen Aufgaben. Ich brauche neuen Input.

x 1 #9


Finchen1985
Zitat von MariaManchester:
Ich habe zwei Kinder, einen Ehemann, keine Geldprobleme und tolle Freunde.

Da hast Du mehr als ich. 🙂

x 1 #10


MariaManchester
@Finchen1985
Ich weiß, dass ich deutlich mehr habe als andere Menschen.
Und ich komme mir auch super undankbar vor traurig

x 1 #11


E
Zitat von MariaManchester:
@Elemente Es ist irgendwie noch mehr als nur das "aus dem Alltagstrott Herauskommen." Ich hab so'n bisschen das Gefühl, die Verbindung verloren zu haben. (Ich finde es unglaublich schwer, dass was ich fühle in Worte zu fassen.) Als wäre ich nicht mehr Teil des Großen Ganzen. So ähnlich hatte ich das ...

Ich glaube ich weiss jetzt was du in etwa meinst, das hatte ich auch schon, es fühlt sich wie eine Übergangsfase an, nichts hat mehr Bestand, als wäre man in einem wandelnden Prozess, dieses neu sortiert werden und dauert auch seine gewisse Zeit, somit hat man auf der einen Seite das Gefühl nichts geht mehr und auf der anderen Seite wandelt es sich im Aussen um einen herum, ich glaube das sind Lebensabschnitte die sich neu sortieren und man ist in einem Findungs Prozess und irgend wann kommt man im neuen Lebensabschnitt an.

Du bekommst das hin, es brauch etwas Geduld, man muss ja auch irgend wie etwas loslassen, etwas was auch Vertrautes oder Gewohnheit bedeutet und nun verschwindet manches langsam und du fühlst dich dann eventuell nicht mehr so standhaft wie sonst, etwas Sicherheit geht verloren, doch das kommt alles wieder mit der Zeit.

x 1 #12


MariaManchester
@Elemente Ja genau, so ungefähr meine ich das.
Und ich benötige unbedingt Sicherheit in meinem Leben. Es triggert mich enorm, wenn sich Dinge ändern und alles neu scheint. Ein Dilemma 🫡🥲

x 1 #13


E
Zitat von MariaManchester:
@Elemente Ja genau, so ungefähr meine ich das. Und ich benötige unbedingt Sicherheit in meinem Leben. Es triggert mich enorm, wenn sich Dinge ändern und alles neu scheint. Ein Dilemma 🫡🥲

Es gibt halt Menschen die haben mehr Mühe mit Veränderungen und dann wieder solche die können nicht genug da von bekommen. Manche haben auch enormen leidensdruck wenn sich in ihrem Umfeld zu viel verändert das kann sie innerlich zum schwanken bringen, ich weiss auch nicht warum das so ist, ich habe auch Mühe mit zu viel Veränderungen, man muss sich dann auch wieder auf neue Dinge einlassen und anpassen auch das ungewisse unbekannte kann einem ja ängstigen, vielleicht weil man dann die Kontrolle nicht mehr über gewisse Situationen hat.

x 1 #14


MariaManchester
@Elemente Ja da geht es mir eindeutig wie dir. Aber ohne Veränderungen geht's halt leider nicht.

#15


A


x 4






Mira Weyer
App im Playstore