Nein, selbst eine Panikattacke ist für Aussenstehende "unsichtbar".
Natürlich, wenn man dann Schweissausbruch und diesen unbändigen Bewegungsdrang während einer Panikattacke bekommt, kann das ein anderer Mensch schon sehen, aber er weiss halt nicht warum.
Die Selbstwahrnehmung bei Angst ist stark übersteigert.
Es ist auch die Frage, woran Du es bei dir selber genau festgemacht hast, die Angst im Gesicht zu erkennen?
Ich glaube auch daran, dass der Mensch sehr feinfühlig ist und am Gegenüber genau und schnell erkennen kann, ob dieser Mensch sensibel bzw. "angreifbar" ist und ggf. auch sicher ausnutzen wird.
Und Du hast auch hier völlig Recht, es kommt darauf an, wie man auftritt gegenüber anderen Menschen, aber die Frage ist NICHT (!) wie man stärker und selbstbewusster wird, sondern was Du alles tust, damit es weniger und schwächer wird!
Richtig gehört.
Selbstbewusstsein steigern ist nicht möglich.
Was man aber tut ist, sich selber das Bewusstsein nehmen, z.B. durch übernommene Glaubenssätze ála "Das habe ich noch nie geschafft!" oder "Ich werde bestimmt versagen!" mal als überzogene Beispiele.
Will damit sagen, man ist ausschließlich selber sein "Herr und Meister" in Sachen Selbstbewusstsein und man ist selber sein größter Kritiker, da man seine eigenen Schwächen meistens auch sehr gut kennt und schon eine gewisse Erwartungshaltung gegenüber bestimmten Situationen hat, die dann auch unterbewusst erfüllt werden müssen!
Alles andere wäre eine noch größeres Problem und würde ggf. in weitere Unsicherheit führen, wenn erwartete Situationen nicht so eintreffen, wie man sie sich vorher vorgestellt hat (von plötzlich auftretenden Ereignissen, die die ganze jeweilige Situationen verändern mal abgesehen).
D.h., wenn Du schon vorher genau weisst, Du wirst in einem Vorstellungsgespräch nicht bestehen, dich nicht gut verkaufen können, was wird Deine Psyche also unterbewusst tun dann in der Situation?
Bestimmt NICHT dagegen arbeiten um Dich selber überraschen zu wollen, sondern unterbewusst ALLES tun, damit es so kommt, wie Du es gedacht hat.
Das o.g. ist auch der Grund, warum sowas wie Affirmationen oder positive Glaubenssätze überhaupt funktionieren. Man kann damit positiv sich selbst beeinflussen...
Und damit zurück zu Deinem Ausgangsproblem, um den Kreis zu schließen...
Es ist völlig OK (!) wenn Du Tage hast, an denen Du mal ängstlich bist, nicht "gut drauf", zurückhaltend, vorsichtig!
D A S steht Dir zu als mündiger Mensch in dieser Gesellschaft.
Noch etwas anderes sehr Positives ist, dass Du dann nämlich dir selber entsprichst! D.h., Du "hörst" auf Dich, was extrem gut ist, denn Du nimmst dich selber "wahr" (Stichwort Selbst-wahr-nehmung, Selbst-bewusstsein).
So gesehen machst Du also alles richtig und wenn es wirklich Menschen in Deiner Umgebung gibt, die das ggf. ausnutzen, sind genau diese Menschen zu verurteilen, denn Du machst alles richtig!
Moralisch haut man nicht auf einen Menschen noch drauf, wenn es ihm schlecht geht. Das wäre scharf zu verurteilen.
Aber, wie bereits angedeutet, glaube ich das nicht. Es wird eher Dein eigenes Gefühl sein, welches aufkommt in Bezug auf andere Menschen und Du "nur" das Gefühl hast, sie merken deine Ängstlichkeit.
Fragen?
Gerne!