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Windy
Zitat von sandracookie:
Sind das verschreibungspflichtige Medikamente und kannst du ggf. Beispiele nennen, was da akut hilft?

Ja und nein, bei jedem wirkt jedes anders, in anderer Dosierung. Um den Sympathikus zu beruhigen, benötigt man möglicherweise zu den Antidepressiva noch zusätzlich ein sedierendes Medikament. Es gibt einige, du kannst das mal bei deinem Arzt ansprechen, was er dir da empfehlen kann und man bei solchen Sachen dann als Bedarfsmedikament noch dazu nehmen kann. Wenn man ein Antidepressiva nimmt, ist es auch nicht ratsam, da selbst rumzuprobieren mit pflanzlichen Mitteln, da die Inhaltsstoffe damit kollidieren könnten. Nur ein Arzt kann dir sagen, daß du noch zusätzlich zu deinem Antidepressivum, das du dauerhaft nimmt, dazunehmen kann und keine problematischen Wechselwirkungen verursacht.

• x 1 #21


Tigerlilie
@sandracookie ich habe z. B. das Antidepressivum Mirtazapin als Bedarfsmedikament. Aber das ist dann eher nur, um wieder nach so einem Event runterzukommen und gut zu schlafen. Vorbeugend ist schlecht, weil es sehr müde macht.

• x 1 #22


A


Das Nervensystem und aufregende Events etc

x 3


koenig
Hab den Beitrag hier nochmal reingestellt, weil er hier besser passt.

Ein Besuch im Fussballstadion hat mich wieder so fies gestresst. Nervosität, Herzstolpern, mal war es zeitweise ok, dann brachte mich der Lärm wieder so aus dem Takt, dass ich wieder Herzklopfen bekam. Es macht mich wahnsinnig.

• #23


koenig
Selbst Geburtstagsbesuche stressen mich immer mehr. Wochenende wird es auch nochmal voll. Derzeit bekomme ich das gar nicht mehr gut hin.

• x 2 #24


Minime
Ich verstehe dich so gut, hab leider keine brauchbare Lösung, aber du bist nicht alleine damit. Einfach zu viele Eindrücke auf einmal und schon flattern mir die Nerven.

• x 2 #25


sandracookie
Kenne ich auch mit den Geburtstagen. Meistens sind's dann viele Leute auf vergleichsweise kleinem Raum und der Geräuschpegel ist hoch durch die Gespräche.
Ich versuche abzuwägen, ob ich immer "auf jeder Hochzeit tanzen" muss, oder ob's auch mal okay ist abzusagen, wenn sich die Termine zu sehr summieren. Auch hab ich es schon gemacht, dass ich gesagt habe, dass ich bspw. nur zum Kaffee trinken komme und nicht auch noch zum Abend-/Mittagessen. Dann ist der Geburtstag insgesamt kürzer und vorher/hinterher mehr Zeit um wieder runter zu fahren.
Das fällt zwar nicht immer leicht, weil man andere nicht enttäuschen möchte, aber hinterher bin ich froh, wenn es mir gelungen ist mich auch mal abzugrenzen.
Je stabiler und ruhiger mein Nervensystem insgesamt ist, desto besser kann ich auch wieder mit solchen Situationen umgehen. Bis zu einem gewissen Punkt werden sie trotzdem anstrengend bleiben. Es macht aber einen Unterschied, ob ich die Situation genießen kann und dann hinterher trotzdem Erholung brauche oder ob ich so angespannt bin, durch meine Ängste, dass ich mich gar nicht mehr wohl fühle und deswegen nochmal mehr Erholung brauche hinterher, weil ich das Erlebnis selbst nur als Belastung empfunden habe.

• x 2 #26


Tooly
Ich habe auch keine Lösung für das Problem. Mittlerweile dauern die Phasen der Regeneration bei mir immer länger. Das ist frustrierend und ich vermeide sämtliche Aktivitäten. Ich verzichte gern bereitwillig darauf, da ich dieses Gefühl aus Herzrasen, Anspannung, Panik und Benommenheit auf jeden Fall vermeiden will. Ja, ich weiß das Vermeidung das Problem verstärkt. Allerdings sind alle Versuche, mich solchen Situationen zu stellen, gescheitert. Also akzeptiere ich es so wie es ist und überfordere mein Nervensystem nicht noch zusätzlich.

• x 3 #27


koenig
Ich kann das nicht akzeptieren. Ich weiß, dass ich Ruhephasen brauche, aber ich möchte trotzdem mal wieder z. B. in ein Stadion. Ich werde das nochmal mit meiner Therapeutin besprechen.
Zumindest weiß ich, dass mein Nervensystem einfach schneller und heftiger reagiert. Das liegt sicher auch an einige Erfahrungen in meinem Leben.

• x 2 #28


Minime
Zitat von koenig:
Zumindest weiß ich, dass mein Nervensystem einfach schneller und heftiger reagiert.

Bist du jetzt gerade momentan sehr gestresst? Kann es sein, dass die Eindrücke aus dem Stadion / Geburtstag sowas wie der letzte Tropfen sind, der das Fass zum Überlaufen bringt?

• #29


koenig
Zitat von Minime:
Bist du jetzt gerade momentan sehr gestresst?

Nein, das nicht. Aber starke emotionale Erlebnisse verursachen bei mir eher Panik.

• x 1 #30


J
Zitat von koenig:
Hab den Beitrag hier nochmal reingestellt, weil er hier besser passt. Ein Besuch im Fussballstadion hat mich wieder so fies gestresst. Nervosität, ...

Das mit dem Herzstolpern kenne ich leider auch, gerade bei Aufregung (egal ob positiv oder negativ) oder wenn ich zum Beispiel weitere Autostrecken fahren muss. Mein (neuer) Therapeut meinte neulich, dass er nicht denkt dass das psychisch bzw. durch Stress kommt, sondern dass ich einfach eine Herzhythmusstörung habe. Ich kann das aber schon oft ganz klar mit Stress in Verbindung bringen.

• x 1 #31


koenig
Zitat von Jasmina:
Mein (neuer) Therapeut meinte neulich, dass er nicht denkt dass das psychisch bzw. durch Stress kommt, sondern dass ich einfach eine Herzhythmusstörung habe

Aber solche Aussagen als Therapeut zu machen, ist ja auch fragwürdig.

• x 1 #32


sandracookie
@Jasmina
Am besten besprichst du das konkret mit deinem Hausarzt, der müsste bei entsprechender Untersuchung feststellen können, ob womöglich eine Herzrhythmusstörung vorliegen könnte.
Ich schließe mich da @koenig an und finde die Aussage vom Therapeuten auch etwas gewagt.

Was ich allerdings nicht weiß, ist, ob Herzrhythmusstörung auch eng mit Stress zusammen hängen können bzw. ob diese dadurch verstärkt/verschlechtert sein/werden können - aber hier wäre der Hausarzt eindeutig der richtige Ansprechpartner, um abzuklären, ob das eine Rolle spielt oder nicht.

• x 1 #33


J
Ich war ja schon mehrfach beim Arzt und auch bei verschiedenen Kardiologen. Mein Herz ist strukturell gesund. Bis auf eine leichte Mitralklappeninsuffizienz. Da hat aber auch noch kein Arzt etwas zu gesagt; ich habe es nur im Bericht gelesen.

Extrasystolen fallen aber ja dennoch unter eine Form von Herzrhythmusstörungen, aber sie sollen ja nicht gefährlich sein. Das versuche ich mir immer wieder einzureden wenn es mal wieder schlechtere Phasen gibt. Wenn ich es allerdings so stark spüre, dann ist die Angst wieder sehr präsent.

Es ist jedenfalls nervig, dass ich nicht mal mehr mit Freunden entspannt essen gehen kann ohne dass ich Herzstolpern bekomme. Da lasse ich es dann manchmal schon lieber sein.

Mit meinem Therapeuten bin ich tatsächlich auch nicht ganz so zufrieden. Ich hatte mir extra einen Tiefenpsychologen gesucht und ein Jahr gewartet. Aber bis jetzt hat es mir noch nichts gebracht, leider.

• #34


A


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Mira Weyer
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