@Nilschen ..ich weiß ich antworte spät...aber immerhin
je mehr Du das Thema Nahtoderfahrung beackerst, desto klarer wird Dir, dass Du in diesem Thema nicht weiterkommst, es sei denn, Du machst selbst eine Ich habe auch mal mit E. Kübler-Ross angefangen, finde die Thesen dazu auch nicht uninteressant, aber momentan - Du hast es selbst aufgeführt - gibt es dazu eine wissenschaftliche, von Impulsen im Hirn, die Wahrnehmung und Empfinden beeinflussen und verändern und eine ....sagen wir mal, wie auch immer geartete, religiöse Sichtweise. Deine Überlegungen dazu sind also von vornherein begrenzt, da beides mehr oder weniger Theorien sind, die mangels klarer Fakten wieder zur Glaubensfrage mutieren. Ich habe keine Angst vor dem eigenen Ende und es hat in meinem Leben auch nicht die Bedeutung. Da - unabhängig von dem was man glaubt - dieses eine Leben, was Du jetzt gerade hast, so oder so endlich ist. Am Ende steht der Tod. Das kann heißen, wenn Du es atheistisch betrachtest: das NICHTS. Nichts ist aber nichts, also auch kein Leiden, keine Schmerzen, Unglück, Trauer. Man kann das Nichts nicht empfinden, da es sich jeder Qualität und Wertung entzieht. Dem gegenüber steht auch hier die religiöse Variante. Da müßte man jetzt theoretisch auf jede Religion eingehen, was da angeblich passiert, aber nehmen wir mal die unsere, die christliche, da ist die Existenz im Jenseits, für die, die dahin gelangen durch Liebe, Vergebung etc.... also eindeutig positiv besetzt. Angst würde mir da schon eher eine Religion machen, wo, wenn ich dieses irdische Jammertal endlich überstanden habe, meine Seele wieder runter muß, weil sie nicht reif ist für sonstwas, ich also eine Wiedergeburt erlebe und irgendwo in den Slums der dritten Welt einer Mutter entschlüpfe, die in einer Wellblechhütte wohnt. Wäre ja denkbar.... Aber das sind natürlich Probleme, da kannste von früh bis abends nachdenken und Du weißt trotzdem nicht mehr, und glaubst dieses oder jenes... und die Probleme, die allein in diesem Leben schon vorhanden sind, werden dadurch, dass Du weißt, was nach dem Tod passiert, auch nicht besser. Und wenn Du Dich dem christlichen Glauben zuwendest, Dich dort wohl fühlst, dann mach das, aber bedenke auch, Christ sein, Mensch sein, bedeutet nicht primär - wie im Mittelalter - zielgerichtet für das Jenseits zu leben, damit man einen guten Platz an der Sonne ergattert, sondern im Hier und Jetzt anzukommen, zu leben, zu handeln, wie es Humanität und ggf. auch die Religion vorgeben. Der Glaube, das Gebet, die Meditation kann hierbei sicher sehr hilfreich sein, ist aber letzten Endes ein Mittel zum Zweck einer bestimmten Lebensform und nicht als Selbstzweck zu verstehen.
28.03.2018 19:14 •
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