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A

Anonymous06
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Hallo,

Ich bin 26(w) und war schon immer sehr introvertiert und schüchtern/sensibel.

Meine Großmutter meinte,dass ich als kleines Kind immer alleine mit mir selbst gesprochen habe, während die anderen Kinder im Kindergarten miteinander gespielt haben.

Ich wurde in der Schule zwar ausgegrenzt, hatte aber auch eine zeitlang Freunde.

Wenn ich Musik höre, höre ich sie meistens im Dunkeln und gehe in meinem Zimmer auf und ab. Ich esse eigentlich fast jeden Tag das gleiche und habe seit ich ein kleines Kind bin immer wieder Hyperfixationen.

Mal war es der Vorgang von Geburten, mit 17 war es Spiritualität und Buddhismus, jetzt ist es Taylor Swift, Queen/Freddie Mercury. Meistens muss ich dann alles über dieses Theme erfahren, kaufe Bücher oder schaue Dokus.

Ich fixiere mich meistens auf einen Song den ich mag und wiederhole dann die Lieblingsstelle oder die Playlist. Nach der Eras Tour hab ich fast nur ihre Musik gehört und einige Performances von ihr immer und immer wieder geschaut.

Als kleines Kind habe ich das auch gemacht. Nur das ich dort Serien und Filme nachgespielt habe und mir die Sachen sehr oft angeschlossen. Wizards of Waverly Place und Fluch der Karibik waren auch dabei.

Mein ganzes Leben lang habe ich das Gefühl, dass ich sozial anecke und nirgends reinpassen. Ich habe das Gefühl, dass ich falsch bin und weiß nicht mehr weiter.

Seit meiner Geburt fühle ich mich anders. Ich wurde immer als zu ruhig bezeichnet.

In der Schule war das sogar ein großes Problem, wodurch ich nur das Fachabitur mit einer 3,5 geschafft habe. 2017 verstarb mein Opa und ich wurde 3 Monate später mit dem Turner Syndrom diagnostiziert. Meine Lehrer wussten damals davon nichts.

Die Berufsschule habe ich dann aber im Juni 2023 mit einer 1,6 abgeschlossen.

Ich wohne noch zu Hause, bin aber gerade auf der Suche nach einer Wohnung. Ich bin auch noch Single und Jungfrau(leider) bzw. glaube ich, dass ich auch auf Frauen stehe. Meine Familie weiß dies noch nicht und macht sich auch lustig, dass ich noch keine Wohnung habe und Single bin(ich wäre nicht normal etc.)

Ich war auch für eine Zeit in Therapie, habe nach der Schule ein FSJ gemacht. Es ging mir für eine Zeit gut, habe es sogar geschafft auf ein Stadionkonzert alleine zu gehen, einzelne Bekanntschaften zu schließen.

Ich war im Dezember mit meinem Onkel und seiner Freundin im Urlaub. Sie ist der Meinung, dass ich keine eigene Meinung habe und falsch bin(Ich bin sehr introvertiert und sensibel). Ich solle anfangen Alk. zu trinken, ich wäre langweilig und es wäre nicht normal in so einem Alter noch so zu sein.

Ich habe zwar Bekanntschaften/Freunde, mit denen ich mich treffe. Allerdings muss ich diese Leute anschreiben, weil sie sich von selber nicht melden und bei Fremden fühle ich mich unwohl und möchte mich mit den meisten gar nicht privat treffen. Wenn ich mit Menschen rede, scheue ich meistens vor Augenkontakt und habe das Gefühl, dass jeder über mich redet und keiner mich wirklich mag.

Ich fühle mich zwischen den meisten Menschen unwohl, wie ein Alien. Außer wenn ich lese, Musik höre, Sport mache etc. Ich besuche auch manchmal Taylor Swift-Partys aber selbst dort habe ich das Gefühl, dass ich dort nicht hingehöre oder man sagt mir, dass es peinlich wäre, ich dafür zu alt bin. Ich vertiefe mich meistens in diesen Interessen und weiß dann meist sehr viel in diesem Gebiet.

Ich habe natürlich auch Fehler gemacht, sehr komische Sachen gesagt. Ich bin schließlich nicht perfekt.

Als kleines Kind habe ich immer Serien und Filme im Wohnzimmer oder meinem Zimmer nachgespielt. Hab manchmal dazu Musik gehört etc. Und so getan als wäre ich Sängerin und meine Plüschtiere das Publikum.

Heute mache ich das auch, aber nur mit Kopfhörer und laufe oft durch mein Zimmer und stelle mir Szenarios zu der Musik vor. Momentan mache ich das nicht, weil es mir anfängt Sorgen zu machen.

Ich führe auch oft Selbstgespräche mit mir, wenn irgendwas passiert oder mich belastet. Vor anderen tue ich das aber nicht.


Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich hier nicht her gehöre und für immer alleine bleiben werde. Ich weiß nicht wieso ich so bin oder wieso ich so geboren wurde. Ich würde einfach gerne normal sein.

Könnte ich neurodivergent sein? Einfach nur hochsensibel?

28.03.2026 x 2 #1


9 Antworten ↓

Luce1
Zitat von Anonymous06:
neurodivergent


das könnte sein ....


Zitat von Anonymous06:
Ich solle anfangen Alk. zu trinken, ich wäre langweilig und es wäre nicht normal in so einem Alter noch so zu sein.


Nur weil deine Tante das sagt, heißt das nicht, dass sie recht hat.

Es ist völlig okay, keinen Alk. zu trinken – egal in welchem Alter. Viele Menschen entscheiden sich bewusst dagegen, aus gesundheitlichen, persönlichen oder einfach geschmacklichen Gründen. Das hat nichts damit zu tun, „langweilig“ oder „unnormal“ zu sein.
Ich trinle auch keinen Alk, gibt mir nix mehr

x 3 #2


A


Ich bin immer die Außenseiterin

x 3


U
Zitat von Anonymous06:
Seit meiner Geburt fühle ich mich anders. Ich wurde immer als zu ruhig bezeichnet.

In der Schule war das sogar ein großes Problem, wodurch ich nur das Fachabitur mit einer 3,5 geschafft habe.

Also bedeutet das, dass du von deiner Intelligenz her eigentlich einen deutlich besseren Abschluss hättest haben können und es war wegen deiner ruhigen Art dass du schlechter benotet wurdest oder wie darf man das verstehen?


Zitat von Anonymous06:
Ich wohne noch zu Hause, bin aber gerade auf der Suche nach einer Wohnung. Ich bin auch noch Single und Jungfrau(leider) bzw. glaube ich, dass ich auch auf Frauen stehe. Meine Familie weiß dies noch nicht und macht sich auch lustig, dass ich noch keine Wohnung habe und Single bin(ich wäre nicht normal etc.)

Dass sie sich darüber lustig machen ist natürlich nicht so nett. Ich sehe dazu auch nicht wirklich einen Grund, es gibt viele die in diesem Alter noch nicht ausgezogen sind, und auch nicht gerade wenige die Single und/oder Jungfrau sind.
Bei letzterem Thema kommt es wohl sehr darauf an wie wichtig es einem ist, bestimmte Erfahrungen gemacht zu haben.
Es gibt ja zb auch Menschen die wollen ihr Leben lang grundsätzlich keine Beziehung. Das sind zwar statistisch gesehen eher wenige, aber dennoch gibt es sie.
Dann gibt es solche die quasi einmal eine Beziehung haben und danach nie wieder, weil sie es zb als zu negative Erfahrung erleben, oder sie sagen war zwar schon ganz okay, aber eigentlich bin ich dann doch lieber "frei und ungebunden".
Es gibt natürlich noch deutlich mehr Beispiele, aber ich belasse es mal dabei. Was ich damit nämlich eigentlich sagen will ist, Menschen sind sehr unterschiedlich. Und im Grunde geht es doch hauptsächlich darum für sich selbst herauszufinden was für einen am besten passt, und das dann zu realisieren so gut es eben möglich ist.
Wie sieht es denn bei dir aus? Suchst du eine Wohnung weil du das selbst möchtest und für dich als wichtig empfindest auszuziehen, oder kommt die Motivation dahinter eher daher dass dir von anderen suggeriert wird dass es langsam mal an der Zeit wäre auszuziehen?
Wäre es dein Wunsch eine Beziehung zu haben? Denkst du dass sie, sofern es mit der richtigen Person wäre, dein Leben bereichern könnte?


Zitat von Anonymous06:
Ich war im Dezember mit meinem Onkel und seiner Freundin im Urlaub. Sie ist der Meinung, dass ich keine eigene Meinung habe und falsch bin(Ich bin sehr introvertiert und sensibel).

Was bedeutet es denn eine eigene Meinung zu haben? Das meiste was man denkt und weiß stammt entweder aus dem was man im Gespräch mit anderen Menschen erfährt, oder aus Informationsquellen die von Menschen erstellt wurden und oftmals deren eigene Meinungen beinhalten. Dass man Meinungen anderer Personen übernimmt, sofern man diese als logisch und korrekt erachtet, ist also relativ normal.
Keine eigene Meinung zu haben würde bedeuten alles ohne zu hinterfragen zu übernehmen, was dann allerdings wieder mit widersprüchlichen Meinungen anderer Personen korellieren könnte. Es wäre also nur effektiv, wenn man die Meinung einer einzigen Person zu jeglichen Themen für sich komplett übernimmt. Ist das bei dir denn der Fall?


Zitat von Anonymous06:
Ich solle anfangen Alk. zu trinken, ich wäre langweilig und es wäre nicht normal in so einem Alter noch so zu sein.

Das finde ich eine komische Aussage. Es trinken in der Altersgruppe zwischen 20 und 30 nämlich nur ca 20% der Frauen regelmäßig Alk., also wäre es statistisch gesehen eher unnormal, mit dem trinken anzufangen.


Zitat von Anonymous06:
Ich habe zwar Bekanntschaften/Freunde, mit denen ich mich treffe. Allerdings muss ich diese Leute anschreiben, weil sie sich von selber nicht melden

Würdest du sagen dass das gute Freunde sind? Naja zumindest sind es soziale Kontakte, das ist ja für viele etwas sehr wichtiges. Oder bist du eher ein Mensch der lieber alleine ist?


Zitat von Anonymous06:
Ich habe natürlich auch Fehler gemacht, sehr komische Sachen gesagt. Ich bin schließlich nicht perfekt.

Das hat doch wohl jeder. Und kein Mensch ist perfekt. Es tun nur viele so als ob sie es wären.


Zitat von Anonymous06:
Könnte ich neurodivergent sein? Einfach nur hochsensibel?

Ich halte beides für sehr wahrscheinlich. Fändest du es gut wenn es tatsächlich so wäre?

#3


SMT
Warum erwähnst Du,Frauen lieber zu mögen?

Hast Du ein Problem damit?

Macht Dich das vielleicht zur Aussenseiterin?

Hattest Du ein Coming-Out oder ist Dir das nicht wichtig?

Ich hatte auch immer das Gefühl,nicht "dazuzugehören",anders zu sein.

Das macht einsam,oder ist es tatsächlich.

Der Alleingang ist einesteils verlockend,anderseits beschwerlich.

Damit leben zu müssen und schliesslich zu können, ist wohl die einzige Lösung!

Alles Gute für Dich, SMT

#4


R
Ich habe alles, was du geschrieben hast, sehr aufmerksam gelesen, und man spürt wirklich, wie sehr du leidest und wie allein du dich fühlst. Bevor ich irgendetwas anderes sage, möchte ich dir ganz klar sagen: Du bist nicht falsch. Dass du dich schon so lange so fühlst, bedeutet nicht, dass etwas „kaputt“ an dir ist – es bedeutet eher, dass du wahrscheinlich eine sehr sensible, tiefgründige und etwas andere Person bist und leider in Umfeldern aufgewachsen bist, in denen das nicht verstanden wurde.
Viele Dinge, die du beschreibst, sind mir sehr aufgefallen: dich wie ein „Alien“ zu fühlen, soziale Schwierigkeiten zu haben, dich nie wirklich zugehörig zu fühlen, dich stark in deine Interessen zu vertiefen, Musik oder Szenen zu wiederholen, mit dir selbst zu sprechen, dir Dinge vorzustellen… Das sind alles Wege, mit denen dein Kopf versucht hat, mit einer Welt umzugehen, die sich oft unangenehm für dich anfühlt. Und dafür musst du dich nicht schämen – das sind Strategien, die dir geholfen haben, irgendwie zurechtzukommen.
Ich kann auch gut verstehen, wie weh es tut, wenn Menschen in deinem Umfeld – Familie oder Bekannte – dich kritisieren oder dich als „langweilig“, „komisch“ oder „nicht normal“ bezeichnen. Viele Menschen verstehen Dinge nicht, die anders sind als sie selbst, und reagieren dann mit Urteil statt mit Mitgefühl. Das sagt mehr über sie aus als über dich.
Dass du trotzdem Dinge geschafft hast – deinen Abschluss mit einer sehr guten Note, allein auf ein Konzert zu gehen, neue Leute kennenzulernen – zeigt, wie viel Stärke in dir steckt. Auch wenn du dich innerlich unsicher fühlst: Du gehst deinen Weg weiter, und das ist wirklich viel wert.
Noch etwas Wichtiges: Deine Interessen und die Art, wie du dich in Musik oder Themen vertiefst, sind nicht peinlich oder kindisch. Im Gegenteil – sie zeigen, dass du eine starke Vorstellungskraft und ein tiefes emotionales Erleben hast. Viele Menschen verlieren das mit der Zeit. Du nicht.
Dass du Angst hast, für immer allein zu bleiben, kann ich gut nachvollziehen. Wenn man sich jahrelang fehl am Platz fühlt, kommt man schnell zu diesem Gedanken. Aber das ist kein Fakt, sondern ein Gefühl, das aus deinen bisherigen Erfahrungen entstanden ist. Es gibt Menschen da draußen, die dich verstehen könnten – du hast sie nur vielleicht noch nicht getroffen oder warst nicht in den richtigen Umfeldern.
Du musst dich nicht verändern, um akzeptiert zu werden. Du musst nicht anfangen zu trinken oder extrovertiert zu sein, wenn du das nicht bist. Es geht eher darum, Menschen und Umgebungen zu finden, die zu dir passen.
Und auch was deine Identität betrifft: Es ist völlig in Ordnung, dass du noch keine Erfahrungen gemacht hast oder dir über deine Orientierung noch nicht sicher bist oder sie nicht teilst. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo, und deins ist genauso richtig.
Ich weiß, dass du dich gerade verloren fühlst und vielleicht müde bist, dich schon so lange so zu fühlen. Aber die Art, wie du dich ausdrückst und über dich selbst nachdenkst, zeigt, dass du eine große Selbstreflexion hast.
Du bist nicht allein, auch wenn es sich so anfühlt. Und vor allem: Du bist weder „zu viel“ noch „zu wenig“ – du bist einfach du selbst, und das hat Wert."

Sorry für eventuelle Fehler, ich bin kein Muttersprachler.

x 5 #5


Cathy79
Mir kommt da spontan Autismus in den Sinn. Bist du darauf mal getestet worden?

x 1 #6


Gittini
Frauen mit dem Turner- Syndrom sind oft ein wenig anders von ihrem Charakter her, das heißt aber nicht, dass sie schlechter sind. Muss doch nicht jeder mainstream sein, das wäre doch langweilig. 😉

Bist du denn auch kleinwüchsig und musst Hormone einnehmen? Das ist ja auch meistens bei diesem Syndrom.

Warum wurde es erst spät diagnostiziert?

Bist du in irgendwelchen Silbsthilfegruppen, online/real ? Das wäre auf jeden Fall auch eine Option.

Sich über dich lustig zu machen, auch noch innerhalb der Familie ist echt unschön. Versuche es dir nicht zu Herzen zu nehmen, es spricht nicht gegen dich, sondern eher gegen sie.

Vielleicht wissen sie auch nicht, wie sehr du dir das zu Herzen nimmst.

x 1 #7


SMT
Ich schliesse mich ganz Ryu an!

Liebe Grüsse,

SMT

x 1 #8


P
@Anonymous06
Hallo
ich habe dein Text gelesen, kannst du dich denn erinnern? das du als klein Kind mit dir selbst geredet hattest, du sollst dich nicht fertig machen, nur weil du dich schlecht fühlst, bleib wie du bist, Menschen können dich nicht ändern, und du sollst nicht für andere ändern, die haben auch ihre eigene Probleme, wie jeder andere auch, ich habe auch meine eigene Probleme, aber das heißt noch lange nicht das man schuld ist, nur weil man ausgegrenzt wird, also Anschreiben muss du nicht, es sei dem du machst das freiwillig, dich mögen werden auch einige Leute, hast du schlechte Erfahrungen gesammelt? Das du Augenkontakt vermeidest? Oder was ist deine Angst ? Also die Erziehung geht erst später los, darf ich dich was fragen, wurdest du oft gehänselt?

#9


Dao47dr
@Anonymous06 ich möchte mich erstmal zu meiner Person vorstellen , ich bin dado und beschäftige mich sehr stark mit Neurodiversität und Psyche. Ich bin selber neurodivigent und bewege mich im Spektrum ADHS ( diagnostiziert) ich bin mir aber ziemlich sicher das ich Autistische Anteile habe (nicht diagnostiziert). Ich habe mir deinen Text durch gelesen und kann deine emotinonen sehr nachvollziehen.. erstmal möchte ich dir sagen du bist nicht komisch und auch nicht falsch! Die Menschheit ist vielfältig nur einige Menschen können das nicht sehen und haben eher ein stigmatisiertes Denken.
Manchmal befindet man sich in eine unangepassten Umgebung, und steckt in dem Spalt der Norm als fassetten reiche Person. Ich sehe manche Aussagen als kritisch das du noch Jungfrau bist oder noch kein Alk. getrunken hast , dass macht dich als Person nicht komisch .. es ist völlig in Ordnung nicht dem Strom mit zu schwimmen und Sachen dann zu tun wenn sie sich für DICH richtig anfühlen.. Viele Dinge, die du beschreibst dieses Anderssein seit der Kindheit, das Alleinsein, die intensiven Interessen, das Wiederholen von Musik oder Szenen, das Gefühl sozial nicht richtig reinzupassen haben eine klare Struktur. Das ist nichts Zufälliges oder „komisches“, sondern wirkt eher wie eine bestimmte Art, wie dein Gehirn arbeitet und Dinge verarbeitet.
Gerade dieses Muster mit den starken Interessen (Hyperfixationen), dem Bedürfnis nach Wiederholung und Rückzug, aber gleichzeitig auch dem Wunsch dazuzugehören, passt tatsächlich zu dem, was man aus dem Autismus-Spektrum kennt. Gleichzeitig gibt es aber auch Überschneidungen mit anderen Dingen wie Introversion, Sensibilität oder auch ADHS. Deshalb kann man das von außen nicht einfach festlegen.
Was aber deutlich wird. Du hast dein ganzes Leben versucht, dich irgendwie anzupassen und hast dabei oft das Gefühl bekommen, nicht zu genügen oder „falsch“ zu sein.. und daher der kleine Satz keine angepasste Umgebung . Und unabhängig von jeder Diagnose Deine Art ist konsistent, nachvollziehbar und hat sich durch dein ganzes Leben gezogen. Das spricht eher dafür, dass du einfach anders funktionierst nicht falsch.

… aber ja ich verstehe das es dich auch zum Teil irgendwie einsam macht

liebe Grüße

x 1 #10


A


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Dr. Reinhard Pichler
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