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Theophanus

Theophanus
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Das Tanzlokal Südpol ist aus dem Staube der längst verwichenen Jahre des Kennenlernens meiner liebevollen Herrschaften Eltern wiederentdeckt und für allesamt eröffnet.

Tretet ein in Demut, denn sie befreit uns von Stolz und Krieg und öffnet das Tor zur Nächstenliebe. Möge dieser Ort ein Brunnen der Tugend sein, aus dem beständig Harmonie, Hoffnung und Vergebung fließen, auf dass wir einander in inniger Herzenswärme begegnen. Im Tanz bilden wir einen Hof der Liebe, wo ein jeder zum Diener des Glücks des anderen wird.

Habet ein großes Vergnügen beim Schmusetanz, beim akrobatischen Rock ’n’ Roll als Paartanz oder im Reigen vieler. Ein jeder ist willkommen beim Twist, Boogie-Woogie, The Wah-Watusi, The Madison, The Mashed Potato, The Jerk, The Chicken, The Bop, The Stroll, The Hucklebuck, Pinguin-Tanz, ‚Jolly Holiday‘ Penguin Dance, The Monkey, The Penguin, The Swim, The Pony, The Fly, The Hitch-Hike, The Bristol Stomp sowie der Locomotion.

Doch präsentiert werden die Lieder in kleinen Erzählungen – nicht allein, um zu berühren, sondern um hoffentlich ein paar herzliche Erinnerungen wach zu küssen, die wie ein Dornröschen in euch fest schlummern mögen. Mögen sie nun geweckt werden, damit ihr geborgene Wärme spürt und ein beständiges Lächeln euch durch den Abend geleitet.

Was mich zu diesem Vorhaben inspirierte, war jenes Lied von Susan Smith – ‚A Letter from Susan‘ (1962) – denn ich bin ein Liebhaber solch tief empfundener Botschaften in Briefform:

23.03.2026 #1


3 Antworten ↓

Theophanus
Das Tanzlokal Südpol hat eröffnet, und die erste Kurzgeschichte erfolgt hiernach; doch jeder Eröffnung folgt ein Liedlein. Ich denke, es ist schön, mit einer Queen des Rockabilly zu beginnen, und zwar mit Wanda Jackson und dem Vokalstück „Funnel of Love“, einem Red-Rockabilly-Song. Red-Rockabilly ist die feurige Variante; die Farbe Rot soll das heiße Feuer vermitteln, daher auch die rohe wie rauchige Stimme von Wanda Jackson bei diesem Lied:

#2


A


Tanzlokal Südpol

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Theophanus
Süße Erinnerung des Kennenlernens

Geliebter, vermagst du dich noch jener Stunde zu entsinnen, da unsere Seelen zum ersten Male einander gewahr wurden? Ich weilte zwar im Kreise meiner Gefährten, und doch war ich in meiner inneren Welt gänzlich einsam. Mein Herz war noch wund von einer Verbindung, die ohne Güte geblieben war; es waren mehrere Wochen ins Land gezogen, seit ich jenen Pfad verlassen hatte, und doch schmerzte die Erinnerung gar sehr, als wäre sie mir frisch angetan.

Meine Freunde in ihrer treuen Sorge mochten mein stilles Leid nicht länger mit ansehen und führten mich, die ich in Schwermut versunken war, hinaus in die Welt. Und dann, wie durch ein Wunder, standest du vor mir. Du batest mich zum Tanze, obgleich so viele holdere Frauen, vom Glanze der Jugend umstrahlt, einsam um mich herum verweilten.

Zuerst regte sich in mir der Wunsch zu verneinen, doch das Schicksal selbst schien die Saiten zu rühren. Es erklang ein Gesangsstück, was mich mit tiefer Trauer stets benetzt:



In jenem Moment meinte ich, die tränenfeuchten Augen der verlassenen Donna vor mir zu sehen, als sie gewahr wurde, dass ihr Ritchie nimmermehr zu ihr zurückkehren würde, da er nun für immerdar im fernen Himmelszelt verweilt. Ihr Leichmannsblick auf jenem Bildnis, das um die Welt ging, durchbohrte mich bis in das Mark meines *beep* Gebeins. So erhob ich mich, geführt von deiner unsichtbaren Hand, und wir tanzten zum ersten Mal gemeinsam im Einklang jener wehmütigen Melodie, die für Donna einst so freudig erklang.

Ich fühlte mich von Anbeginn bei dir herrlich aufgehoben; vielleicht auch deshalb, alldieweil du mich nicht zum Kuscheltanz drängtest, wie es all die anderen Paare taten. Du sahest mir wohl an, dass ich schweres Leid in mir trug; dergestalt schwangen wir leise im Reigen der anderen mit, doch keinesfalls wagtest du es, mir allzu nahe zu sein – mein Herz war dir zutiefst dankbar dafür.

Als das Vokalstück endete, hörte ich mein ‚Eddie‘. Ich blieb gern an deiner Seite, als würde die Schicksalsgöttin uns bereits als Paar erwählt haben. Für alle anderen war das innige Verweilen nunmehr vorbei; alle Beine waren berauscht und hoben sich in die Lüfte zum akrobatischen Tanze. Oh, Eddie Cochran, ich danke euch noch heute dafür – mit eurem Lied habt ihr mein Leben um einen Prinzen bereichert:



Was für ein Paar waren wir von Anbeginn! Ich fühlte mich das erste Mal frei, und da du ein meisterlicher Tänzer warst, konnte ich gar den wagemutigen Todessprung vollführen. Diese Einlage war allem Anschein nach so beeindruckend, dass sogleich ein weiteres Lied aufgelegt wurde, bei dem ich mich vollends vom Schmerze freitanzen konnte:



Als es schließlich wieder Zeit für die sanfteren Töne wurde, verließen wir das Tanzlokal, um uns in der Nachtruhe abzukühlen. Wir wandelten gemeinsam unter einem klaren Sternenhimmel, als wären wir schon seit Äonen ein Liebespaar. Da vernahmen wir aus einem Cadillac jene Hymne:



Gottlob fand sich in der Nähe eine Bank, und wie jenes Paar im Wagen betrachteten wir, in tiefster Liebe entbrannt, unsere Sternenpaare an. Ach, hätte das Lied nicht ewiglich erklingen können in jenem Moment? Dennoch verweilten wir gefühlte Stunden in den Fängen unseres gemeinsamen Alls und hielten dabei behutsam unsere beiderlei Hände.

Bis uns schließlich das Hupen einiger Halbstarker aus der Versunkenheit weckte; sie gewahrten unser Glück und wollten uns zu unserer Himmelsglückseligkeit beglückwünschen. Sie luden uns auf einen Trunk im Tanzlokal ein, und wir vermochten es nicht, diese herzliche Geste auszuschlagen. Carlo und seine Gisela waren ein gar liebliches Paar und freuten sich aufrichtig, uns kennenlernen zu dürfen. Er war kein Rädelsführer der groben Art, sondern im Kerne ein gerader, fast sanftmütiger Charakter. Da er zu allen einen guten Draht pflegte, fragte er nach unseren Musikwünschen, die sodann prompt erschallten.

Warum auch immer habe ich fast alle Titel vergessen; ich wähne, man war zu sehr in Gedanken bei dem, was einem gerade widerfuhr – ein Aufstieg aus dem Joch des Schmerzes direkt in den Himmel, der bis zum heutigen Tage anhält. Doch an einem Song entsinne ich mich noch heute genau:



Ich weiß wohl, was ich in jenem Augenblick dachte: „Oh doch, wenn du mir gehörst, so will ich auch dir gehören.“ Aber nur aus freiem Willen – und so geschah es, wie ich es mir ersehnte. Mein Herz ist das deine, und dein Herzelein ist das meine. Man muss manches träumen, um es wahr werden zu lassen. Und dann vernahm ich unsere beiden Liebeshymnen, die uns bis heute begleiten:




Oh, wie jener Abend in meinem Kopf, meinem Herzen und meiner Seele verbleibt! Wenn ich eines dieser Lieder höre, wird mir ganz warm um mein Herzelein. Weißt du noch, als der Abend schwand und es Morgen wurde? Du versuchstest, mir den Mond mit dem Lasso einzufangen, damit er für mich immerdar silberglänzend als Borgelicht Wärme schenke – ganz wie im Film: Ist das Leben nicht schön? Doch du scheitertest nicht im wirklichen Sinne, denn du selbst bist mein Möndlein, seit ich dich kenne.



Du brachtest mich artig nach Hause, und den Groll meiner Eltern mildertest du ab, indem du allein die Schuld auf dich nahmst. Nie werde ich die Worte vergessen, die du meinen Ahnen in jener Stunde reichtest:

„Ich bin an allem schuldig, was Ihr Eurer Tochter nun vorzuwerfen gedenkt. Doch Ihr habt nun mal ein Wesen erschaffen, das einem Engel gleicht – wie hätte ich diesen Abend mit ihr nicht bis zur letzten Sekunde auskosten können? Wenn Ihr erbost seid, so bestraft mich, doch nicht Euer Kind. Und da Ihr nicht bestimmt habt, an welchem Tage vor Mitternacht sie heimkehren sollte, so ist sie doch nun überpünktlich zum Frühstück erschienen – mit frischen Brötchen und der Tageszeitung für ein gemütliches Mahl.“

Mein Vater hätte dich in jenem Moment wohl am liebsten erwürgt, wie mir meine Mutter später gestand. Doch sie gab ihm heimlich einen kleinen Seitenhieb, woraufhin er wusste, dass er dich willkommen heißen sollte. Sie sah mich zum ersten Mal wieder glücklich, und sie wusste, dass du dafür verantwortlich warst. Zum Ende unserer ersten Begegnung erklang noch ein Lied, das mir sehr naheging; es war das Lieblingslied meines Mütterchens:



Da konnte ich nicht anders und küsste dich ganz zaghaft zum ersten Mal auf die Stirn – und obschon es frech und gar früh schien, so fühlte es sich doch vollkommen richtig an.

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Theophanus
In jungen Jahren war ich einst für mich ganz allein auf Besuch im Tanzlokal Südpol. Ich hatte etwas Wunderschönes scheinbar für immerdar verloren und wollte meinen Kummer loswerden, durch das Vergnügen der anderen, doch wurde es eine seelische Tortur, denn meine Wenigkeit sah all die tanzenden Liebespärchen, ich spürte die Lust in mir aufkeimen, dabei zu sein und mit zu tanzen in all den Reigen, indes wusste ich, dass keiner mit mir ein Tänzchen wagen würde. Ich schaute nach draußen und entdeckte die zunehmende Mondsichel, die legte sich geradezu ins Bettlein und ruhte sich für die nächste Wacht aus; drum dankte ich ihr von ganzem Herzen für ihr liebes Borgelicht, mit welchem sie uns beschenkte und behütete ganz leise und seufzte dabei derart laut, dass ein älterer Mann sich umblickte. Er beschaute mich von unten bis oben mit einem Blick an, als würde er alles in mir auslesen können, so fühlte ich einiges Unbehagen, denn wer möchte bis auf die Seele entblößt werden. Ich kann mich genau noch daran erinnern, welches Vokalstück erklang und es mir schien, als wäre das Lied auf Dauerschleife und damit nie enden wollend. Ich merkte gar nicht, wie ein paar Tränchen des Seelenschmerzes mir aus den Äuglein den Wangen entlang bedächtig sanft herunterkullerten. Es war von meiner Gemahlin und mir das Kuschellied: »Since I Met You Baby« von Ivory Joe Hunter:



Auf einmal stand der ältere Herr auf und kam in ganz langsamen Schritten auf mich zu, als würde er mich fragen, ich darf doch mich euch annähern. Ich wusste, entweder gehe ich sofort oder ich gebe ihm die Möglichkeit, sich bei mir hinzusetzen, so bot ich ihm an, neben mir Platz zu nehmen. Ich weiß bis heute nicht, warum ich es tat, doch es veränderte mein Leben. Der alte Mann fing an, ein Monolog an mich zu richten, der mich bis aufs Mark berührte und ich war hierdurch im Bilde nicht derart enden zu wollen. Ich hörte ihm erzählen: »Wisst Ihr, man hat einiges im Leben durchgemacht und ja, es gab viele silberne Momente, gar silberglänzende Kalenderjahre in meinem bisherigen Dasein, doch nur ein goldenes Jahr durfte ich in meinem Sein erleben, das mein weiteres Leben verelenden ließ. Ich sehe an euch, ihr habt ähnliches Leid erfahren, doch hört mich an, vielleicht rettet es eure Zukunft. Meine Winzigkeit liebte ein herrliches Wesen, doch es war die Freundin meines damaligen Herzensfreundes. Ich wagte kein bisschen ihr es zu sagen bis …« er blieb stocken und es kam ein großer Seufzer aus ihm heraus, danach begann er weiter zu erzählen und er hatte meine ganze Aufmerksamkeit gewonnen: »... bis sie vor mir stand bitter weinend, hier an diesem Ort. Es schallte gerade das Lied: »Valley of Tears« von Fats Domino, das zu dem traurigen Anblick meines Traumblattes passte«:



»Da ich mit der Zeit ebenfalls ein Freund von ihr wurde, ließ ich es gern zu, dass sie sich an meiner Schulter ausheulen konnte, auch wenn mir ihre Nähe noch eine zusätzliche Qual versetzte zu der sowieso dazugehörigen Pein, die man fühlt, wenn man einen Menschen, den man liebt, in solcher schlechten Verfassung auffindet. Sie verschwieg mir ihr Elend, obwohl ich hätte allem Anschein nach helfen können. So war mir nur klar, dass etwas vorgefallen sein musste. Ihr fragt euch bestimmt, warum ich dieses Jahr als mein goldenes Jährchen betrachte, weil ich sie in demselben kennenlernen durfte und so nah meines Glückes war, derweil sie mich zum Ausheulen brauchte und hätte ich mir nur mehr zugetraut, wären wir heute ohne Zweifel ein Pärchen. Denn ihr sollt wissen, dies kam ab dem Tag mehrmals vor, ich fragte sie immer wieder, warum sie derart traurig war und ich bin heute im Bilde, man hätte der Fragerei um ihrer Trauer mehr Druck setzen sollen, doch wie soll man es erzwingen, wenn man sie doch über alles dermaßen liebte. Wie gesagt, durch all das wagte ich eines Tages trotz alledem ihr zu gestehen, dass ich sie derart liebe, dass es mir aber wiederum oft schwerfiel, ihr so nah zu sein und doch dermaßen weit entfernt war. Indes konnte ich meinen Freund es nicht antun, wer wäre ich, der einem Seelenfreund versucht, deren Herzallerliebste auszuspannen. Dabei kommt mir immerdar ein Vokalstück von Elvis Presley in Erinnerung hoch«:



»Sie wiegte sich an dem Tag sehr an mich, doch wieder sagte sie mir keinen Grund für ihre Traurigkeit, nennt mich einen Einfaltspinsel, ja ich hätte es wissen müssen, dass mein Freund dafür verantwortlich war. Sie liebte ihn über alles, doch er ging immer wieder fremd und machte daraus kein Geheimnis, sondern sagte ihr es wie auf einem Tablett serviert, als ob er an ihrer Qual sich ergötzen ließ. Als ich all das später heraus bekam, war alles zu spät. Ich wollte seit dem keinen dauerhaften Kontakt mehr mit einem Menschen finden und doch ist man einsam gerade unter den Staubgeborenen. An dem Abend sagte sie zu mir, lass uns als Paar gemeinsam abhauen, diesen Ort für immer verlassen, doch meine Wenigkeit fühlte sich unwohl dabei, denn sie war nicht wer. Wie sollte ich es mit meinem Gewissen vereinbaren, obwohl mein Herz es so sehr wollte und davon seit Anbeginn ihrer Bekanntschaft träumte, doch ich verneinte. Höre mein Junge, höre auf einen alten Mann und gehorche deinem Herzen, dann passiert dir vielleicht nicht das gleiche Unglück wie uns damals. Ich fühle mich bis heute wie in den Liedern »Lonely Man« von Elvis Presley und »Mr. Lonely« von Bobby Vinton«:





»Dies Verneinen, mein junger Herr, hat mir mein Seelchen beraubt, denn am nächsten Tag las ich in der Zeitung, dass eine junge Frau sich an der Krückau ertrinken ließ. Ich sah das Foto von ihr und mir versagten in dem Moment meine Beine. Ich konnte bei der Beerdigung nicht beisein, denn ich fühlte mich schuldig. Erst mit der Zeit konnte ich ihr Grab besuchen, seit dem gehe ich jeden Tag dort hin und frage mich, warum, warum konnte ich nicht mit euch von hier verschwinden? Sie ist und bleibt mein Engel, niemanden lass ich an mein Herz, ich wollte einsam nur noch sein und pures Leid erfahren. Trotz allem gab es noch schöne Momente, aber in Wahrheit war nichts mehr so wie zuvor. Drum hüte dich davor, denk ruhig, ich bin ein Spinner, aber höre auf mich, sonst lebst du wie ich und das Sein wird zum Grab. Ich weiß nicht, warum, doch ich höre stets gern dies Lied: »Every Breath I Take« von Gene Pitney, weil ich hoffe, dass ich ihre Liebe heute noch einatme und mit weinenden Augen jene Gesangstücke, die mir vermitteln, wie jung und ohne Hoffnung sie gestorben sei: »Jugendliche Angel« und »The Pickup« von Mark Dinning«:







»Ich wünsche mir oftmals, dass sie mir wieder erscheint, so als wäre all das nie geschehen und wir können immer noch glücklich miteinander sein auf Mutter Erde sowie eine bezaubernde Zeit gemeinsam hier verbringen, drum ist jenes Gesangstück »Whispering Pines« von Johnny Horton ein Seelenlied geworden«:



»Nun sage ich dir ein Lebewohl, denke an meine Worte, mehr wünsche ich mir nicht.« Ich wollte mich bei ihm herzlichst bedanken, denn all das Gesagte hätte meine Geschichte sein können, doch er war auf einmal vom Erdboden verschwunden, als wäre er ein Geist gewesen.

Ich besuchte oft das Tanzlokal, um mich bei ihm zu bedanken, doch man traf ihn hier nie wieder an. Meiner großen Liebe vertraute ich später an, warum ich zu ihr an diesem Abend zurückrannte, nach dem der alte Herr für immerdar verschwand. Sie sagte zu mir, was mich bis auf Mark heute noch erschreckt: »Ich danke ihm somit mein Leben, denn ich war dabei, mich von allem zu verabschieden.« Sie brach kurz ab, um etwas aus ihrer Schublade zu holen. Sie zeigte mir daraufhin ihren Abschiedsbrief, den sie behalten hatte, um sich daran zu erinnern, wie grausig auch ein Joch sein mag, es kann einem eine helfende Hand daraus helfen, doch muss sie erst mal dafür da sein. Ich schluchzte und begann zu weinen, als ich ihren Brief las. Sie nahm mich in die Arme und erwähnte dabei: »Du bist doch zu mir gekommen, es hat alles ein gutes Ende genommen.« Ich ummantelte sie zärtlich mit Liebe und flüsterte ihr zu: »Doch …« mir fiel es schwer zu sagen, aber verschweigen wollte ich es nicht und versuchte es aufs Neue: »Jedoch wäre er nicht da gewesen, würdest du nicht mehr hier sein und jetzt bist du gar an meiner Seite.« Dabei hörten wir uns das Lied an »The World Is Getting Smaller« von Mark Dinning:



Doch bei uns verweilt die Liebe für immer, gar über den Tod hinaus.

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