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Hallo, Ihr Zwei!

Also, ich denke auch schon sehr lange drüber nach.
Ich bin ja auch in einem Alter, in dem die Hormone schon leicht durcheinander geraten könnten. Vor allem, weil es mit meinem Darm nicht von heute auf morgen anfing, sondern eine Entwicklung über mehrere Jahre ist.
Mein Frauenarzt weigert sich strikt, bei mir einen Hormonstatus zu machen. Bitte, bitte jetzt nicht raten, ich soll ihn wechseln, den Arzt. Ich bin seit meinem 15. Lebens- jahr bei ihm und habe großes Vertrauen in ihn und seine Erfahrung!!!
Aber er sagt, er sieht es schon beim Anschauen einer Frau. Wenn ich knochendürr wäre (leeeeeiiiiiider nicht!), eher mehr behaart (zum Glück nicht!) und überhaupt weniger weiblich aussehen würde, also nicht so weich und rund, dann würde er einen Hormonstatus befürworten, weil was dran sein könnte. Aber bei mir........nicht! Es wären ganz andere Typen Frau, die ihre Beschwerden von den Hormonen hätten. Naja, und nachdem er mir 28 Jahre lang in allen fraulich-gynäkologisch-kinderkriegenden Fragen und Krisen gut weitergeholfen hat, nimm ich es so hin.
Was haltet ihr davon? Seht ihr auch sehr fraulichrund aus?
Liebe Grüße
Romi

15.04.2003 20:17 • 27.04.2003 #1


Hallo Nessa und Romi,
zum einen ist es das Medikament Cytotec 200. Fragt mich bitte nicht, wie mein Gastroenterologe darauf kam, mir es zu geben. Er wollte es mir auch erst nicht geben. Ich nehme es, und dann sind innerhalb von 10 Minuten meine fürchterlichen Schmerzen fast weg. Die Spastik aus dem Darm ist dann zumindes etwas draußen. Mein Darm fängt sofort an, wie wild zu arbeiten, was bei mir eigentlich eher nicht der Fall ist. Also muss doch irgendetwas dran sein. Durchfall hab ich auch schon bekommen von dem Medikament. Ich nehme es aber nur noch, wenn ich es vor Schmerzen nicht mehr aushalte. Ist ja irgendwie schon komisch, dass Prostaglandin einem bei dieser Schmerzattacke hilft. Aber Achtung, es hat auch ziemliche Nebenwirkungen (Unterleibsschmerzen), es ist dann so als ob man seine Regel hat oder bekommt (ziehen, krampfartig), ist aber mal ein etwas anderer Schmerz. Hormone sind u. a. zuständig, dass der Zellstoffwechsel gut funktioniert. Mittlerweile hab ich mich da etwas schlau gemacht. Ich würde darauf bestehen, mal einen Hormonspiegel machen zu lassen, wenn nicht würd ich schon den Arzt wechseln. Ich finde es schon ziemlich erschreckend, dass man sich selber schlau machen muss und das die Ärzte das alles ziemlich belanglos finden. Da hat man Schmerzen ohne Ende und es interessiert irgendwie keinen Arzt. Ist schon heftig! Man ist ganz schön alleine auf sich gestellt, Gott sei Dank hab ich Euch gefunden!! Übrigens Nessa, ich bin ziemlich dünn, eher ein sportlicher Typ, Rundungen hab ich auch nicht so viel, aber fühl mich trotzdem als Frau.
Liebe Grüsse Nicole

16.04.2003 08:45 • #2



@ Nicole + Nessa

x 3


Liebe Nicole, liebe Romi,

erstmal Danke Nikole für die Infos. Ich habe seit kurzen diese Theorie, dass ich zu viel Prostaglandin vor der Regel habe, denn ich habe 12 Stunden wehenartige Schmerzen und wahnsinnige Durchfälle. Vor einigen Wochen fragte ich schon mal mein Hausarzt, ob Hormone Durchfall auslösen können. Er sagte, so richtig kennt er sich da nicht aus, weiß aber das Prostaglandin Druchfall auslösen. Also lag er doch ganz richtig.
Nun würde mich eigentlich eher der umgekehrte Weg interessieren, wie kann man die senken? Aber ich glaube nicht, das das irgendwer weiß.

Liebe Romi, ich verstehe Dich vollens. Ich bin genauso, schon seit weit mehr als 10 Jahren beim gleichen Frauenarzt und ich hätte das genauso hingenommen. Was allerdings nicht heißen soll, dass das gut ist. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass die Ärzte nicht einfach so einen Hormonstatus wegen der Kosten machen. Und was mich noch interessiert, in wie weit könnte das einen weiter bringen, wenn man ihn dann hat, den Hormonstatus. Lassen sich da wirklich Rückschlüsse auf den Darm ziehen?
Ich habe sowas auch noch nie machen lassen. Deshalb weiß ich nicht, ob es sich lohnt, deshalb einen anderen Frauenarzt aufzusuchen?

Liebe Grüße
Nessa

16.04.2003 17:06 • #3


Hallo Nessa!

Die Hormonstatusfrage liegt schon einige Zeit zurück.
Aber ich war damals bei meiner Hausärztin, weil ich soooo enttäuscht war, daß der Gyn ihn mir verweigert hat. Die meinte, kein Problem, mir Blut abzunehmen und alles mögliche an Hormonen (weibl. Geschl.hormone) auf den Laborzettel anzukreuzen. Aber wenn der Befund dann zurückkommt, kann s i e nichts damit anfangen. Weil man nämlich ganz genau wissen müßte, wie sich welche Hormone altersmäßig verändern müßten und sie kann eben als Allgemeinärztin nicht sagen, was normal ist und was nicht. Was eben bei einer 20jährigen noch ganz normal ist, ist bei einer 40 jährigen schon nimmer so. Also......, drum hab ich dann auch nicht mehr weitergebohrt. Bzw. mein Gastroenterologe hat auch eindeutig verlauten lassen, daß er einen solchen Zusammenhang ausschließen kann, bzw. ich eben nicht in diesen Frauentyp falle, wo es eine Rolle spielen kann.

Und trotzdem bin ich ganz oft davon überzeugt, daß wir alle entweder von irgendeinen Stoff im Körper zuviel oder von einem anderen zuwenig haben. Aus, Punkt, Basta! Denn ich will mich nicht mit dem Gedanken anfreunden: einmal Reizdarm immer Reizdarm!!

Hast Du eigentlich mal hormonell verhütet? Wenn ja, wielange?
Ich hoffe, ich bin nicht zu indiskret, aber ich fühle mich manchmal als eine Art Miss Marple des Reizdarms. Ich bin auf der Suche nach irgendeiner Gemeinsamkeit bei uns allen?
Ich hab ja schon mal rausgefunden, daß die meisten der weiblichen RDler mit Durchfall komischerweise eher übergewichtig sind. Und die mit Verstopfung sind die Schlanken. Sehr, sehr komisch. Müßte doch irgendwie andersrum sein?

Also, liebe Grüße, und vielleicht finden wir vor den Ärzten und Forschern was für uns!
Romi

16.04.2003 20:05 • #4


Hallo zusammen,

über RD und die Hormone grübele ich auch schon 'ne Weile nach. Einen Hormontest habe ich auch schon von meinem Frauenarzt machen lassen. Mein Reidarm (ganz starke Bescherden: Schmerzen, Krämpfe, Fettstuhl und damit verbunden Hautprobleme und starke Konzentrationsschwächen und AbgeschlagenheitMüdigkeit ) war eine zeitlang so eng an meinen Zyklus gebunden, dass ich den Verdacht hegte, dass in diesem Bereich vielleicht etwas nicht in Ordnung wäre. Meine Hormone waren so weit in Ordnung. Mein Frauenarzt hat einen Bluttest gemacht und die Hormonzusammenstellung zum Zeitpunkt des Zuyklus geprüft. Das einzige Hormon, das bei mir aus der Reihe tanzte war (ist?) das Prolaktin. Das ist, soweit ich weiß, das Hormon, das beim Stillen gebraucht wird. Mein Frauenarzt hat mit dann ein Medikament auf homöopathischer Basis (Mastodynon oder Mastodonyn, weiß gerad' nicht mehr genau) verschrieben. Er meinte auch, dass die Beschwerden, die ich ganz arg verstärkt kurz vor, während oder kurz nach der Regel habe, nicht von diesem aus der Reihe hüpfendem Hormon verursacht werden können. Und hat mich dann doch nochmal zum Internisten geschickt. Der wiederum hat mich dann wegen Verdacht auf Endometriose (ganz gut erklärt unter ) zur Kernspinntomographie geschickt. Aber auch dort war wieder alles schulbuchmäßig in Ordnung. *freu* oder *heul*??

Das Mastodynon hat mir geholfen, meine etwas unregelmäßige Mensis, die zu dieser Zeit, dann auch noch sehr stark und schmerzhaft war zu verbessern, inkl. Hautbild etc. Erstmal hat es die Periode schmerzhaft verschlimmert, aber dann stabilisierte es sich und es zeichnet sich bis heute dauerhaft eine Besserung ab (toi, toi, toi ....).

Ich weiß nicht, inwieweit der RD mit dem Hormonsystem (vorallem dem weiblichen) zusammenhängt. Der RD wird ja auch so schön als „funktionelle Störung“ bezeichnet. Mein Gastroenterologe erklärte mir das so, das organisch alles in Ordnung ist, aber das Zusammenspiel der Organe, Botenstoffe, Hormone, Enzyme etc. nicht mehr so recht funktioniert, d. h. zu viel, zu wenig, zur falschen Zeit. Das liegt dann aber in Dimensionen, die die Schulmedizin (vielleicht noch?) nicht messen kann. Ich glaube mittlerweile auch irgendwie, dass sich unter dem Begriff RD eine Reihe von unterschiedlichen Krankheiten des Stoffwechsels/Magen/Darm verbergen, die bis heute nicht von der Schulmedizin erklärt werden können. Auch deshalb weil die Symptome bei uns auch so unterschiedlich sind und bei dem einen was anschlägt, was bei dem anderen die Symptome noch verschlimmert.

Was die Verschlimmerung der Symptome bei mir während meines Zyklus anbelangt, kann ich dies immer noch (obwohl momentan bei mir ein wenig Ruhe eingetreten ist .... toi, toi, toi ...) eindeutig bejahen. Besonders in der Zeit nach dem Eisprung werden die Beschwerden schlimmer. Kurz vor der, während und/oder danach ist es am argsten. Ich erkläre mir das so, dass der Östrogenspiegel dann abnimmt bis er dann auf dem Tiefpunkt kommt, um dann wieder anzusteigen. Bei Frauen werden (wurden früher?) ja oft Operationen in die Phase vor dem Eisprung gelegt, da hier eine bessere Heilung erfolgte. Ich persönlich kann das bestätigen, weil bei mir dann „gepflegte“ Hautunreinheiten und kleinere Verletzungen besser abheilen. Und auch meine Konzentration/Leistungsfähigkeit ist in dieser Zeit wesentlich besser is.

Vom naturheilkundlichen Standpunkt wird die Periode auch als Reinigung bezeichnet, da angestaute Soffwechselendprokukte, die bis dato nicht ausgescheiden wurden und den Körper belasten, auf diese Weise ausgeschwemmt werden. Es wird sogar von verschiedenen Seiten, die Behauptung aufgestellt, dass ein Grund, warum die Lebenserwartung von Frauen höher ist als die von Männern ist, darauf gründet.

Ich denke auch, dass sogenannte derzeit auch „moderne“ prämentruelle Syndrom (PMS) spielt hier mit rein. Die Gebärmutterschleimhaut wird dr. die Hormonumstellung gelöst und ausgeschieden. Das ist mit Krämpfen und Schmerzen verbunden. Bei der einen Frau mehr, bei der anderen weniger. Zudem ist ist zu der Zeit der ganze Unterleib/Bauch empfindlicher, weil frau eine "offene Wunde" (ich weiß nicht, wie es anders nennen soll) mit sich "herumträgt". Psychosoamtisch werden Probleme bzw. das Ansteigen der Schmerzen bei der Regel (PMS) oft so erklärt, dass Frauen durch die hohe Belastung im vielleicht auch maskulin geprägten, beruflichen Umfeld (so wie ich), Probleme mit ihrer Weiblichkeit haben (diese verdrängen (müssen)), wenn sie vor oder während der doch oft recht anstrengenden Zeit „ihren Mann“ stehen müssen. Das macht das ganze irgendwie auch nicht besser.

Da ich hier gar keine Erfahrungen habe, würde mich auch mal interessieren, ob ihr vielleicht Änderungen beim RD feststellen konntet während der Schwangerschaften, da ja hier die Hormone ganz anders aussehen? Und da ich selber die Pille nicht nehme, würde mich interessieren, ob sich der RD verändert mit Einnahme von der Pille bzw. beim Wechsel von Präparaten?

So long
Liebgruß
Cl.

17.04.2003 12:34 • #5


Liebe Romi und Zmila,

erstmal Klasse von Dir Romi, dass Du Dich so intensiv mit dem Reizdarm auseinandersetzt. Ich kann Dir sagen, dass ich zu den Durchfall geplagten gehöre und auch eher rundlich bin. Habe allerdings im letzten Jahr durch diese Geschichte 18 kg ohne Diät abgenommen, von denen ich aber schon 6 wieder drauf habe (momentan ist mein Body-Index also super normal.)
Bei mir ist das ganz einfach, esse ich Brötchen, Schokomuffins, Kuchen und Schokolade habe ich weniger Durchfall und Blähungen, leider macht das dick. Alles was gesund ist, wie Obst, Gemüse, Säfte, Vollwertkost, Milchprodukte (außer Hartkäse) kann ich nicht vertragen, haut sofort durch.
Insofern kann ich Deine Theorie nur bestätigen.

Ja, und dann, ich habe lange überlegt, ob ich es Euch schreibe oder nicht. Ich fürchte, Ihr werft mich aus dem Forum und sagt, nein, sie ist gar keine von uns. Aber vielleicht ist es wirklich für Euch beide interessant.
Also, meine Probleme sind genau die hier geschilderten. Ich halte es vor Blähungen kaum aus, habe nur breiigen Stuhl und Durchfälle, Krämpfe etc. und suche hier eben Lösungen und Tipps zu Linderung. Auf meinen Entlassungsschein aus dem Krankenhaus (wo ich wegen Morbus Crohn Verdacht eingeliefert wurde) steht nun aber nicht Reizdarm, sondern Endometriose vor allem am Dünndarm. Außer der Dreimonatsspritze gibt es aber da keine dauerhafte Therapie, so das ich eben sehen muss, wie ich damit lebe.

Deshalb auch die Info an Zmila: eine Endometriose kann man nicht im Kernspinn etc. sehen, es sei denn sie ist sonst wie groß. Bei mir wurde im Krankenhaus auch eine MRT gemacht und man hat nichts gesehen. Die Diagnose kann nur per Bauchspiegelung gestellt werden. Das ist leider so.
Bei mir z. B. sitzen ganz viele kleine Herde am Dünndarm. Ja, und was die bewirken, na ja das wäre wieder ein eigenes Kapitel.

So, nun bin ich ja mal gespannt, wie ihr reagiert. Ich hoffe, Ihr versteht etwas, das dieses Forum eben doch für mich das Richtige ist??

Liebe Grüße Nessa

17.04.2003 16:39 • #6


Hallo Nessa!

Ich denke, Du bist trotzdem bei uns richtig!! Du hast ja - leider - unsere Beschwerden.
Wie alt bist Du denn? Hast Du vorher nichts von Deiner Endometriose gemerkt? Seit wann hast Du die Diagnose? Schon Erfahrung mit der Spritze gemacht, oder ist es noch zu früh?
Ich habe eine Bekannte, die auch schon ewige Zeiten unter Endometriose leidet. Auch sie bekommt als Therapie die 3-Monats-Spritze. Kommt ganz gut klar damit. Man soll halt einfach keine Periode mehr bekommen, damit nicht noch mehr Schleimhaut versprengt werden kann.
Also, bleib uns erhalten, ich freu mich immer, wenn ich Dich lese!

Liebe Grüße
Romi

17.04.2003 18:50 • #7


Hi Nessa,

jetzt bin ich aber baff. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass ich bei dem Stickwort Endometriose eher zu hören bekommen: hä, was’n das? Ich dachte bis jetzt, das wäre eine ziemlich seltene Krankheit und eigentlich hatte ich das Thema für mich auch schon nach der Kernspinn bereits abgehakt. Was ich im Netz dazu an Symptomen gelesen hatte, passt für meine Meinung überhaupt nicht zu meinen Symptomen, außer halt diese teils sehr ausgeprägte Zyklusabhängigkeit. Deshalb bin ich zu der Kernspinn mit dem Bewußtsein gegangen, dass sie sowieso nix finden, aber ich wollte da meinem Arzt auch nicht widersprechen. Ich bin froh, dass er mich nach den tausend Untersuchungen überhaupt noch ernst nimmt und mir nicht dezent, wie schon erlebt, zu verstehen gibt, dass nicht in seine sondern in die Praxis eines Psychologen gehöre.
Jetzt bin ich total perplex, dass Du meinst, dass eine Endometriose bei einer Kernspinn großteils nicht sichtbar wird. Mein Gastroenterloge meinte, dass man damit zu 90 % Prozent erkennen könne, ob die Teilchen da versprengt wären. Nach der ergebnislosen Kernspinn bot er mir noch zur 100 % Absicherung an, eine Bauchspiegelung zu machenobwohl er es für unwagrscheinlich hielt. Aber irgendwie kann ich mich nicht damit anfreunden, mich dafür mehr oder weniger aufschneiden zu lassen. Mein Bauchgefühl sagt mir auch deutlich: Nein, das ist es auf alle Fälle nicht. Jetzt bin ich aber trotzdem irgendwie verunsichert. *grübel*

Was wird bei einer Bauchspiegelung eigentlich gemacht? Sind Deine Symptome an Deinen Zyklus gebunden? Was ist eine Dreimonatsspritze?

Als mein Arzt mir nach langem Hin und Her die Diagnose RD gestellt hatte und ich mich darüber schlau gemacht habe, konnte ich die Symptome des RD/RM zu 90 % bei mir wiederfinden. Zum allerersten Mal ergaben die bis dato sehr diffusen Symptome für mich ein stimmiges Bild. Und als ich dann dieses Forum fand, war ich froh, mich nicht allein mit diesen Problemen rumschlagen zu müssen. Es gab Zeiten, da dachte ich wirklich, ich wäre gaga. Krass, was einem die Umwelt in der/mit der man lebt im Laufe der Zeit so alles suggerieren/einreden kann. Deshalb kann ich Dich auch gut verstehen, dass Du hier im Forum bist und nach Anregungen und Lösungen Ausschau hält’s. Hier können wir mit Gleichgesinnten über unsere Probleme sprechen, ohne sich „unnormal“ vorkommen zu müssen. Man kann Fragen stellen, sich ausheulen oder auch selber Erfahrungen weitergeben. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht, liebe Nessa, dass hier irgend jemand was dagegen haben könnte, dass Du hier im Forum bist. Du verstehst uns hier mit unseren Problemen und nimmt uns ernst, weil Du die gleichen hast. Warum sollten wir Dich mit Deinen Problemen dann nicht ernst nehmen und Dich dazu noch aus dem Forum haben wollen? Nein, nein glaub’ mir, ich will das nicht.

Sei lieb gegrüßt
Cl.

18.04.2003 18:06 • #8


Hallo,

vielen Dank für Eure lieben Beiträge und der netten Worte. Nun fällt mir doch ein Stein vom Herzen.
Mit der Endometriose ist es bei mir ein eher seltener Fall: der starke Dünndarmbefall. Die Herde machten also immer schon die Regel mit, es ist ja Gebärmutterschleimhaut, krampfen sich schmerzartig zusammen (was dann zu den Krämpfen und den Durchfällen führt) und bluten in den Bauchraum. Mittlerweile ist mein ganzer Dünndarm total ineinander verklebt, was beim Darmröngten als einziges Kneuel zu sehen war. Leider ist auch ein Teil des Dickdarmes schon an der Bauchdecke angewachsen. Deshalb habe ich auch trozt Dreimonatsspritze weiterhin so viele Probleme, die momentan aber unter der Dreimonatsspritze nicht Zyklusabhängig sind. Durch die Spritze habe ich schon fast 1 Jahr keine Regel mehr.
Ohne die Spritze gab es totale Durchfallattaken (wirklich auf Knopfdruck - so dass ich es kaum mehr die Treppe hoch auf Toilette schaffte) in Verbindung mit totalen Bauchkrämpfen einige Tage vor der Regel und dann den 4 oder 5 Tag der Regel noch mal.
Liebe Zmilla, als man mich im Krankenhaus von der Inneren wegen Morbus Crohn Verdacht auf die Gyn schickte und mir den Verdacht der Endometriose sagte, war ich mir sofort sicher, das es das ist. Und um Gewißheit zu haben, habe ich die Bauchspiegelung dann gemacht. Und ohne Diagnose gibt es ja auch von keinem Arzt eine Therapie. Es ist schon blöd, dass es der einzige Weg der Diagnose ist. Und wie Du schon schreibst, irgendwann nehmen einen die Ärzte nicht mehr ernst und verweisen auf eine Psychotherapie. Und ich war mir so sicher, dass es bei mir nichts mit der Psyche zu tun hat, sondern eindeutig zyklusabhängig ist.
In einem Endometriose-Forum war mal die Frage, ob jemals bei einem die Endometriose per Kernspinn etc. schon gesehen wurde, darauf hat fast niemand mit ja geantwortet. Und bei mir war es auch nicht so, deshalb bin ich da wirklich skeptisch.
Ach so, eine Dreimonatsspritze verhütet und besteht nur aus Gestagenen, da Hormonschwankungen und vor allem Östrogene die Endometriose verstärken. Man bekommt sie alle drei Monate ins Gewebe gespritzt. Sie kann auch Nebenwirkungen haben, die glücklicher Weise bei mir noch nicht eingetreten sind (klopf auf Holz!).

So, Ihr Lieben, ich glaube, das wird hier langsam zu viel, das will ja keiner mehr lesen.

Ein schönes Osterwochenende
wünscht Euch
Nessa

18.04.2003 20:12 • #9


Hi Nessa,

das mit der Kernspinn und das dann doch ev. gar nichts zu sehen ist, hat mich jetzt doch so stutzig gemacht, dass ich doch noch mal in die Richtung recherchieren werde.

Ich muss Dich noch ein bisschen ausfragen, sorry, aber Deine Beschwerden beschäftigen mich jetzt doch: Haben sich Deine Beschwerden vor der Dreimonatsspritze „nur“ auf die Zeit vor und während Deiner Regel begrenzt oder hattest Du ähnliche Beschwerden, ev. auch in abgeschwächter Form, während des ganzen Zyklus?
Wird bei einer Bauchspiegelung „nur“ die Vorrichtung zum Spiegeln durch eine kleiner Öffnung eingeführt oder wird man da ganz aufgeschnitten?
Und zu guter Letzt, kannst Du mir vielleicht die Internetadresse von dem Endometriose-Forum geben?

Ich wünsche Dir und natürlich auch allen anderen hier noch einen wunderschönen Ostersonntag im Kreise Eurer Lieben.

Liebgruß
Cl.

20.04.2003 15:27 • #10


Hallo Bianca,
mir ergeht es ebenso. Die Hormone scheinen eine große Rolle
zu spielen. Meine Schwester die schon in den Wechseljahren
ist sagte mir, daß es bei ihr immer noch so ist. Also jeden Monat
wenn es soweit wäre nehmen die Magenprobleme zu.
Einen Arzt darauf anzusprechen ist reine Glückssache. Die
einen haben schon mal was davon gehört (was man dagegen
tun kann ??), die anderen sehen da überhaupt keinen Zu
sammenhang. Ich glaube da kann man nur durch Tipps unter-
einander schlauer werden.
Gruß Ulla

21.04.2003 17:54 • #11


Liebe Zmila,
sag mal, wie bekommst Du eigentlich diese tollen Bilder in das Posting?
Woher kommen die denn, machst Du die selbst?
Sieht wirklich witzig aus! Nett!

Nun noch mal zur Endo.
Also die akuten Beschwerden waren natürlich vor und während der Regel. Allerdings war ich auch zwischen den Tagen nicht richtig Beschwerdefrei, wie Du sagst, in abgeschwächter Form war es auch da. Ist ja auch klar, die Endo am Darm ist ein sehr schmerzhaftes Gewebe, ich denke mal jede Blähung merkt man um so stärker. Und dann ist durch das Einbluten des Endogewebes in den Bauchraum der Darm völlig in sich verwachsen und verklebt, so dass er sich schon gar nicht mehr natürlich bewegen kann. Und so ist das jetzt auch mit der Dreimonatsspritze, die akuten Probleme sind weg, da es keine Regel mehr gibt. Die Probleme die auch im Zyklus da waren, sind geblieben.
Zur Bauchspiegelung: Man bekommt 3 kleine Schnitte, eher Löcher. Eins geht durch den Bauchnabel, dort kommt die Lampe zum gucken durch. Rechts und links so im Bereich der Eierstöcke kommen dann die anderen beiden Löcher, wo das OP-Werkzeug eingeführt wird. Die Op ist einerseits zur Diagnose andererseits wird aber bei Endobefall auch schon versucht, das was man sieht, zu entfernen. Bei mir hat man mit Hochfrequenzstrom die Herde am Darm versucht, wegzukonklurieren. Na ja, da man aber eh nicht alle findet und auch am Darm nicht so richtig ran kann, wegen Durchbruch, bleibt das von zweifelhaften Erfolg. Wenn nichts ist, bist Du nach 3 Tagen wieder aus dem KH. Ich war noch eine Woche nach der OP da, weil man so viel am Darm gemacht hatte und es eine bestimmte Wahrscheinlichkeit für einen Darmverschluß gab und so lange mußte ich bleiben.
Für mein Teil, habe ich die Bauchspiegelung gut überstanden, das war bei mir sehr professionell gemacht. Allerdings habe ich auch schon von anderen Fällen im Forum gelesen.
Das Forum war war das - das beste und bekannteste Endometrioseforum. Leider hat der Betreiber es nach Weihnachten dicht gemacht, weil er die Kosten nicht mehr tragen wollte. Eine Tragödie.
Dort waren auch die Postings zur Kernspinn.

Sag mal Zmila, was hast Du denn für Beschwerden, die Regelabhängig sind?


Liebe Grüße
Nessa

21.04.2003 19:13 • #12


Hi Nessa,

nein, nein die bunten Bilder male ich natürlich nich' selber, na obwohl ich fühl' mich ja gebauchpinselt ... aber Ehre wem Ehre gebührt ... Psychic hat das Forum neulich so "umgebaut", dass Smilies, so heißen die bunten Bildchen, jetzt mgl sind ... DANKE PSYCHIC ... und Melli hat dann die Idee mit den Smilies eingebracht ... AUCH NOCHMAL EINEN DANK AN MELLI ... denn mittlerweile bin ich süchtig ...

Wie man Smilies macht , ist erklärt den Postings unter @Melli, letzter Eintrag vom 27.03.03 anschauen. Da sind dann auch Internetadr aufgeschrieben, wo man die bunten Bildchen findet. Dort kannst Du Dich dann auch darüber amüsieren, wie Sabine und ich uns eins um's andere abgemüht haben, Smilies zu zaubern ... *selbstironisches grinsen* ... aber wir sind lernfähig und haben's geschafft... *uns-auf-die-beide-schultern-klopf* ... Dir verrat' ich es vorher: mit "Vorschau" kannst Du gucken, ob es gelungen ist ...

Smilie-Crashkurs für Eilige:
: - ) =
; - ) =
: - ) =

Damit es funktioniert, musst Du nur die LEERZEICHEN weglassen. Viel Spaß!

Thema Endo
Erstmal danke ich Dir ganz herzlich, dass Du mir so geduldig und ausführlich meine ganzen vielen Fragen beantwortet hast.

Über Ostern habe ich dann nochmal über Endo recherchiert und ich finde mich in den Syptomen immer noch nicht so recht wieder:
- 3 Tage Regelschmerzen bis zur Arbeitsunfähigk. - so starke Schmerzen hat ich nie, lag zwar mal eine Zeit lang im schmwerzhaften Bereich, aber seit Mastodynon ist es fast beschwerdefrei
- Zwischenblutungen - hab' ich noch nie gehabt
- Kreuzschmerzen - nein
- Schmerzen beim Sex - nein
- Entleerungsstörungen/Darm - ja, bedingt durch meiner Meinung nach dem RD
- Erschwertes Wasserlassen - nein
- Blut im Urin - nein
- schmerzhafte Periode - s. o. + wenn ich mir Zeit für mich selber nehmen kann und die Arbeit nicht so stressig ist, dann definitiv nein
- Schmerzen bei Darmbewegungen - ja, bedingt durch meiner Meinung nach dem RD
- Darm- + Blasenkrämpfe - Darm ja

Vor einem guten Jahr, nachdem ich ein halbes Jahr relative Ruhe hatte, bekam ich an meine Regel gekoppelt, d.h. meist vierter/fünfter Tag der Regel, oft auch erst nach sieben Tagen, wenn der "Besuch" wieder weg war, einen sogenannten Fettstuhl. D. h. mein Stuhl war aufgebläht, sehr übelriechend und schwamm auf dem Wasser, mal als Durchfall, mal kompakt. Das Ganze wurde begleitet von ganz bestimmten Schmerzen im Bauchbereich und innerhalb von ein zwei Tagen wurde ich dann körperlich so tief in den Keller geschickt, dass ich es kaum auf Arbeit schaffte und nach der Arbeit die ganze Zeit nur auf der Couch liegen konnte, um den nächsten Tag irgendwie zu überstehen. Es war so, dass einem von einem Tag auf den anderen ca. 70 % meiner Lebenskraft + meiner Persönlichkeit einfach abgeschnitten wurden. Ich konnte mich in diesen Zeiten auch ganz schwer konzentrieren und musste auch Arbeit höllisch aufpassen. Je nachdem wie lange der Festtstuhl da war, war ich dann auch danach noch down. Brauchte dann noch ein bis zwei Wochen bis ich wieder einigermaßen fit und dann eine Woche, wo es mir richtig gut ging. Dann ging der Tanz wieder von vorn los.

Das war dann auch die Zeit, wo ich wieder mal zum Gasteroenterologen bin und dieser mich zur Kernspinn überwies. Dann vor etwa 5 Monaten entkoppelte sich das Ganze wieder. Der Fettstuhl entkoppelte sich von der Regel und kam mal ein paar Tage nach dem Eisprung oder kurz vor der Regel und kurz nach der Regel und seit ca. drei Monaten hab' ich wieder relative Ruhe (ganz großes TOI, TOI, TOI und dann klopfe ich noch auf Holz .... weil ich bin heidenfroh drüber), der Fettstuhl ist, wenn er überhaupt auftritt, nur noch rudimentär vorhanden ...

Das hört sich jetzt aus dem Zusammenhang gerissen, nach einem ziemlich eigenartigen Krankheitsbild an, im Zusammenhang mit RD habe ich auch noch nicht davon gehört. Vielleicht hat mein Gasterenterologe sich deshalb so schwer getan die Diagnose RD zu stellen. Im Zusammenhang mit meinen Beschwerden der letzten 10-12 Jahre kann ich nur sagen, dass ich so ziemlich alle angezeigten Beschwerden des RD (ca. 90 %) von den körperlichen bis hin zu den psychischen wie nervöse Unruhe, Depri, Schalfstörungen und unbestimmten chronoschem Krankheitsgefühl und ein ständig wechselndes Symptom-/Schmerzbild hatte oder habe. Vieles habe ich durch Lebens- und Eßweise abschwächen oder mit meinem Heilpraktiker heilen können.

Der akute Fettstuhl trat im übrigen vor drei Jahren nach einem therapierten Darmpilz das erste Mal bei mir auf, allerdings erstmal ohne zyklusabhängig (trotzdem in Zeitabständen von 4-5 Wochen) zu sein. Seit dem beschäftige ich sehr viel mit der ganzen Problematik.

So das waren meine zyklusabhängigen Beschwerden im großen und ganzen und bevor das hier zuuu lang wird, hör' ich lieber mal auf ...

Liebe Grüße
Cl.

PS.: Gibt es ev. noch offene Endo-Foren, die lohnen?

23.04.2003 19:28 • #13


Hallo Zmila,

ich habe gerade noch mal reingeschaut, bevor ich nun mein Rechner bis Sonntag runterfahre( - es geht ins lange Wochenende, endlich ein paar Tage Urlaub-), da habe ich noch Dein Posting entdeckt und will schnell noch antworten.
Danke für die Beschreibung mit den Smilies. Das werde ich dann ab Sonntag ausprobieren und testen, mal sehen, ob mir auch so was nettes gelingt. Irgendwie wirken die Beiträge nicht ganz so trocken und ernst und irgendwie nicht so anonym. Finde ich toll!

Ja noch mal zur Endo.
Die Sympthome sind natürlich nicht alle zusammen da, sondern sie sind abhängig, wo die Endo sitzt. Die Mädels, die die Endo an der Blase haben, haben die Blasenproblemen. Die, die sie an den Gebärmutterbändern haben (ich auch), haben die Rückenprobleme. Die die sie in der Scheide oder nah bei haben, haben die Schmerzen beim Sex. Und die die sie am oder im Darm haben, eben die Darmprobleme (wie ich auch). Hängt also vom Sitz ab.

Aber jetzt ganz ehrlich, dass was Du schreibst hört sich nach meiner Sicht überhaupt nicht nach einer Endometriose an. Ich glaube, ich kann Dich da wirklich beruhigen. Ich habe nun schon viel darüber gelesen, Bücher etc., bin hier auch in einer Selbsthilfegruppe und kenne andere Mädels mit Endo. Es paßt eigentlich nicht. An Deiner Stelle würde ich das Thema nach hinten stellen und auf keinen Fall mehr über eine Bauchspiegelung nachdenken. Viel zu viele Nebenwirkungen, wenn nicht ein eindeutiger Verdacht da ist. Aber ich bin natürlich kein Arzt, aber das paßt einfach nicht zu dem was ich weiß. Zumal das ganze nun auch nicht vom Zyklus abhängig aufgetreten ist. Sei auf jedenfall froh, denn so eine Endometriose hat es ganz schön in sich, mit all den Nebenwirkungen von Hormontherapien und Operationen.

Ein Fettstuhl hört sich ja eher nach einer Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse an, oder nach einem zu sauren Mileu am Magenausgang, so dass die Enzyme der Bauchspeicheldrüse nicht richtig wirken können. Hast Du mal Enzyme, wie "Ozym" in der Zeit genommen? Das enthält Enzyme u.a. auch für die Fettverwertung.

Leider muss ich schreiben, dass ich das auch schon hatte, diese Fettstühle und ich weiß, wie die einem fertig machen. Irgendwann nach der Darm-Op kam dann eins zum anderen. Helicobacter, Antibiotika ohne Ende, auch durch die OP und plötzlich funktionierte nichts mehr. Habe 18 Kilo abgenommen und konnte gar nichts mehr essen. Irgendwie gehts jetzt glücklicher Weise langsam wieder aufwärts. Aber eben sehr langsam mit immer noch vielen Problemen. Ich nehme auch die Enzyme zur Unterstützung der Verdauung.

So, ich wünsche Dir auch weiter große Schritte in Richtung Besserung. Und von dem Endometriose-Gedanken befreie Dich einfach. Wieder eine Sorge weniger

Liebe Grüße
Nessa

23.04.2003 20:51 • #14


Hallo zusammen
Wenn wir schon mal beim Thema sind: Ich habe auch seit einigen Jahren Endometriose. Mit Akupunktur hab ich die Schmerzen aber recht im Griff. Da wir uns seit längerem ein Baby wünschen, hat mir meine Gynäkologin nun eine Gelbkörper-Hormon-Therapie empfohlen. Die soll angeblich die Endometriose eindämmen. Hat jemand schon mal so was gemacht und weiss, ob sich dadurch vielleicht die Reizdarmsymptomatik verbessert? Bin irgendwie skeptisch gegen so Hormone.
Liebe Grüsse
Kattinka

23.04.2003 22:34 • #15


Hallo an alle,

nun war ich eine Weile nicht hier und habe entdeckt,das es eine Menge Antworten gegeben hat.Danke an alle !

Ich werde mich aufjeden Fall nicht abwimmeln lassen und einen Hormonstatus machen lassen.Ich habe einfach das Gefühl,das es da einen Zusammenhang gibt.

Greez Bianca

26.04.2003 17:50 • #16


Nessa schrieb:

Hallöche Nessa,

wie war Dein verlängertes Wochenende? Ich hoffe, Du warst beschwerdefrei und hast Dich gut erholt!

Aber jetzt ganz ehrlich, dass was Du schreibst hört sich nach
meiner Sicht überhaupt nicht nach einer Endometriose an. Ich
glaube, ich kann Dich da wirklich beruhigen. Ich habe nun schon
viel darüber gelesen, Bücher etc., bin hier auch in einer
Selbsthilfegruppe und kenne andere Mädels mit Endo. Es paßt
eigentlich nicht.

Ja, es ist schon eigenartig, außer dass die Beschwerden bei mir irgendwie vom Zyklus (wenn auch nicht so direkt) abhängen, passen sie irgendwie nicht. Aber jetzt bin ich schon mal beruhigt, dass mein Arzt, Du und ich einer Meinung sind und dass der Fettstuhl in Zusammenhang mit der Endo nicht auftritt. Hätte ja sein können, dass die Erfahrungsberichte von anderen Frauen da anders aussehen und das Geswebe ev. auch im Bereich der Bauchspeicheldrüse oder der Leber so versprengt sein könnte. Genau da brauchte ich mal Erfahrungen von anderen. Danke!

An Deiner Stelle würde ich das Thema nach
hinten stellen und auf keinen Fall mehr über eine
Bauchspiegelung nachdenken.

Yep, das werde ich tun. Die Spiegelung wird in der Prioritätenliste an's Ende gepackt und vielleicht sogar ganz ad acta gelegt.

Ein Fettstuhl hört sich ja eher nach einer Unterfunktion der
Bauchspeicheldrüse an, oder nach einem zu sauren Mileu am
Magenausgang, so dass die Enzyme der Bauchspeicheldrüse nicht
richtig wirken können. Hast Du mal Enzyme, wie "Ozym" in der
Zeit genommen? Das enthält Enzyme u.a. auch für die
Fettverwertung.

Bauchspeicheldrüse, Leber oder Galle. Das waren meine Gedanken im letzten Jahr. Aber ich habe jetzt zweimal innerhalb von 2 Jahren eine Stuhl- und Blutuntersuchungen der sehr ausführlichen Art (einmal stammen die Blut- und Stuhluntersuchungswerte genau aus einer Fettstuhlzeit) hinter mir. Mein Arzt hat mir die Untersuchungsergebnisse auf Wunsch mitgegeben und ich habe sie auch meinem Heilpraktiker gezeigt.
- die Bauchspeichelwerte Chymotrypsin und die Pankreas-Elastase im Stuhl sind super gut (Dr. Sommer und seine RD-Studie wird hiermit widerlegt)
- Mein Heilpraktiker hat die Enzyme UNEXYM kineseologisch (hiermit habe ich sehr gut, leider zeitlich begrenzte, Erfolge gehabt) bei mir ausgetestet, die Enzyme fielen im hohen Bogen durch
- meine Blutwerte (rote Blutkörperchen, und die wichtigen Mineralienwerte) haben sich im Vgl zum ersten Bluttest sogar verbessert
- alle getesteten Werte (1 DIN A4 Seite) lagen nicht im pathologischen Bereich
- Leberwerte sind sehr gut
- Galle wurde mit Ultraschall untersucht und für ok befunden
Von meinem Heilpraktiker habe ich verschiedene kineseologische ausgetestete Präparate für Leber, Galle + Bauchspeicheldrüse zur Entgiftung und Organunterstützung erhalten. Das half alles eine Weile immer gut, aber irgendwann war die Wirkung dann aufgebraucht und es ging wieder von vorn los.

Organisch hab' ich das jetzt fast abgehakt. Mittlerweile habe ich den Verdacht, dass ich in meinem Körper "irgeneine" energetische Blockierung existiert. Und solange hier nicht angesetzt wird, kann ich noch so viele Mineralstoffe, Enzyme, Botenstoffe, Mittelchen für die betreffenden Organe zu Unterstützung nehmen, meine Ernährung dementsprechend einstellen oder auch Mutaflor und Paidoflor für den Darm einnehmen, alles wird, denke ich, nur temprär Erleichterung bringen.

Leider muss ich schreiben, dass ich das auch schon hatte, diese
Fettstühle und ich weiß, wie die einem fertig machen.
Irgendwann nach der Darm-Op kam dann eins zum anderen.
Helicobacter, Antibiotika ohne Ende, auch durch die OP und
plötzlich funktionierte nichts mehr. Habe 18 Kilo abgenommen
und konnte gar nichts mehr essen. Irgendwie gehts jetzt
glücklicher Weise langsam wieder aufwärts. Aber eben sehr
langsam mit immer noch vielen Problemen. Ich nehme auch die
Enzyme zur Unterstützung der Verdauung.

Tut mir echt leid, dass Du auch die Fettstühle kennengelernt hast. Auf der anderen Seite bist Du, glaube ich, die erste von der ich das höre und das hat irgendwie eine beruhigende Wirkung auf mich.

Heliobacter kenn' ich auch, wurde bei mir jedoch ohne Antibiotika therapiert. Dafür habe ich die Antibiotika auch vor dem Darmpilz dreimal verschrieben bekommen. Mit dem Darmpilz kamen dann die Dauererkältungen, die Blasenentzündungen und Scheidenpilzs. Das ganze ging ein halbes Jahr. Mein damaliger Allgemeinmediziner hat nur mit den Schultern gezuckt und mich zum Psychologen überwiesen, da ich dr. die ganzen andauernden Krankheiten depressiv geworden bin.

Wenn ich damals nicht meinen Heilpraktiker getroffen hätte, wäre ich wohl ein pathologisch depressiver Fall in dauerpsychologischer Behandlung geworden ("Da ham' wir nochmal Glück gehabt!" - Leben des Brian) Nach der Darmpilztherapie war bei mir alles durcheinander und der große RD-Tanz fing erst richtig an. Habe auch 16 kg abgenommen, davon mittlerweile 7 kg wieder drauf (das hat mich im übirgen harte Arbeit gekostet - ich höre manche Mädels hier im Forum schon sehnsüchtig seufzen )

So, ich wünsche Dir auch weiter große Schritte in Richtung
Besserung.

Das wünsch' ich Dir auch!

Liebe Grüße
Nessa

Liebe Grüße zurück
Cl.

26.04.2003 19:29 • #17

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Hallo Zmila,

ich sitze hier tiefbetrübt zu Hause. Unser Urlaub war sehr kurz. Wir sind morgens losgefahren und ich habe furchtbare Bauchkrämpfe bekommen, nach 4 Stunden Fahrt endlich im Hotel, immer noch die Baukrämpfe. Ich bin dann mit durch die Stadt gegangen, mit noch stärkeren Krämpfen und dann ging das Brechen los, mitten in der Stadt. Das ging dann so weiter, bis in die Nacht im Hotel. Die Nacht verbrachte ich wach oder in Alpträumen mit totalen Muskelschmerzen. Am Mogen kamen dann total flüssige Durchfälle dazu.
Mein Mann wollte dann mit mir lieber doch nach Hause. So sind wir am Morgen wieder ausgescheckt und zurück. Glücklicher Weise brauchten wir nur die eine Nacht bezahlen.
Jetzt bin ich völlig fertig, dass ich den Urlaub verdorben habe.
Und dann noch selbst schuld, am Morgen vor der Fahrt habe ich Sanddornmarmelade aus dem Reformhaus gegessen, hatte ich extra für meine Schwerster gekauft, die über Ostern da war. Aber ich hätte es wissen müssen, ich kann doch kein Obst u. ähnliches essen.
Außerdem hatte es so lange gedauert, bis es mit mir einigermaßen Darmtechnisch ging und nun habe ich Angst, dass es nun wieder Monate dauert, bis ich die Durchfälle los bin.
Es ist zum heulen. Immer diese Rückschläge.
-- Genug gejammert!

Das die Pankreas-Elastase normal war, kann auch Zufall sein. Sie schwankt sehr und eigentlich sollte man 3 Stuhlproben aufeinanderfolgend abgeben. Den Wert kann man glaube ich nicht so sehr vertrauen.
Es gibt auch noch Spezialuntersuchungen, um die produzierten Säfte der Galle und Bauchspeicheldrüse zu messen, so sagte mir mein Hausarzt. Allerdings riet er in meinem Fall davon ab, weil man kann danach eine akute Bauchspeichelentzündung bekommen. Und bei meinem Glück befürchtet er das. So verschreibt er mir lieber so die Enzyme, da sie ja helfen.
Ist ja interessant, dass es so wenige mit Fettstühlen gibt. Ich hatte das noch gar nicht so verfolgt.

Übrigens die Pilze (Candida) in meinem Darm zu beseitigen, habe ich schon aufgegeben. Trotz etlicher Versuche, auch mit Nystanin, sind sie in jeder Stuhlprobe wieder plus noch Milchschimmelpilze dazu.
Ich weiß nicht, wie man die wirklich wegbekommt?

Du merkst, ich bin heute wirklich sehr pessimistisch drauf. Aber ich muss noch mal zum Helicobakter nachfragen, wie kann man den den ohne Antibiotika ausradieren? Ist das wirklich möglich?

Abgenommen habe ich auch, 18 Kilo, und davon sind 6 Kilo wieder drauf, na ja nach dem Wochenende nur noch 5.

Ach so, die Endometriose ist übrigens immer an irgendeiner Stelle mit starken Schmerzen verbunden, da das Gewebe sehr schmerzhaft ist.
Meist sind es natürlich die ganz brutalen Regelschmerzen, wie auch ich sie kenne. Und ohne die sollte Dich eigenlich auch kein Arzt aufschneiden.

So, liebe Zmila,
die Smilis probiere ich später aus, wenn sich meine Seele wieder etwas erholt hat.

Liebe Grüße
Nessa

26.04.2003 20:19 • #18


Hallo Kattinka,

ich habe auch Endometriose, kann Dir aber zu den Gelbkörperhormonen nichts berichten, da ich seit der Diagnose die Dreimonatsspritzte bekomme, da momentan kein Kinderwunsch bei mir bestand.
Bei Kinderwunsch heißt es ja, so schnell wie möglich nach der Bauchspiegelung schwanger werden. Ansonsten, sollte man auf jedenfall mit Hormone ausgleichen, vor allem mit Gestagenen und auf keinen Fall mit Östrogenen, da sonst die Endo weiter wächst.
Ich glaube Orgametril ist so ein Präparat, was man bei Kinderwunsch nehmen kann.
Bei mir war das keine Frage. Ich mag die Hormone auch nicht und sie haben auch diverse Nebenwirkungen, aber ab einer bestimmten Schmerz- und Leidensgrenze fragt man einfach nur noch, was das kleinere Übel ist.

Ich kann Dir noch 2 Bücher empfehlen. Vielleicht findest Du dort etwa mehr Rat.


-"Wirksame Hilfe bei Endometriose", Dr. med. Martin Sillem, TRIAS Verlag, ISBN 3-89373-472-4
"Dieser Ratgeber informiert Sie über Entstehung, Verlaufsformen und Behandlungsmöglichleiten dieser auch für Fachleute oft noch rätselhaften Krankheit. Er greift ausführlich viele Fragen der Betroffenen auf, zu deren Beantwortung die Sprechstunde beim Arzt oft nicht ausreicht."

-"ENDOMETRIOSE"-Die verkannte Frauenkrankheit!?
Diagnostik und Therapie aus ganzheitsmedizinischer Sicht
Herausgegeben von Prof. Dr. Jörg Keckstein
ISBN 3-9805677-2-9
"In diesem Buch stellen renommierte Wissenschaftler/innen die neuesten Erkenntnisse über die Erkrankung ENDOMETRIOSE allgemein verständlich dar: .Aus ganzheitsmedizinischer Sicht werden Symptome, Diagnose, Therapie, Schmerzbewältigung und Rehabilitation anschaulich erklärt und die psychozozialen Folgen der Endometriose auf das Leben der betroffenen Frauen thematisiert"

Viele Grüße
Nessa

26.04.2003 20:28 • #19


Nessa schrieb:

Hallo Zmila,

Liebe Nessa,

ich sitze hier tiefbetrübt zu Hause. Unser Urlaub war sehr
kurz. Wir sind morgens losgefahren und ich habe furchtbare
Bauchkrämpfe bekommen, nach 4 Stunden Fahrt endlich im Hotel,
immer noch die Baukrämpfe. Ich bin dann mit durch die Stadt
gegangen, mit noch stärkeren Krämpfen und dann ging das Brechen
los, mitten in der Stadt. Das ging dann so weiter, bis in die
Nacht im Hotel. Die Nacht verbrachte ich wach oder in
Alpträumen mit totalen Muskelschmerzen. Am Mogen kamen dann
total flüssige Durchfälle dazu.
Mein Mann wollte dann mit mir lieber doch nach Hause. So sind
wir am Morgen wieder ausgescheckt und zurück. Glücklicher Weise
brauchten wir nur die eine Nacht bezahlen.
Jetzt bin ich völlig fertig, dass ich den Urlaub verdorben habe.
Und dann noch selbst schuld, am Morgen vor der Fahrt habe ich
Sanddornmarmelade aus dem Reformhaus gegessen, hatte ich extra
für meine Schwerster gekauft, die über Ostern da war. Aber ich
hätte es wissen müssen, ich kann doch kein Obst u. ähnliches
essen. Nahrungsmittelallergien + -unverträglichkeiten??
Außerdem hatte es so lange gedauert, bis es mit mir
einigermaßen Darmtechnisch ging und nun habe ich Angst, dass es
nun wieder Monate dauert, bis ich die Durchfälle los bin.
Es ist zum heulen. Immer diese Rückschläge.
-- Genug gejammert!

Ach Mööönsch, das tut mir aber leid für Dich. Ich kann Dich gut verstehen. Ich kenn' das auch, erst geht es einem ganz gut und dann plötzlich aus heiterem Himmel kommt der Holzhammer niedergesaust.

Nicht den Kopf hängen lassen, Nessa. Guck' mal, ich hab' Dir was gebastelt:

= RETSALFPTSORTEILIMS NIE

Das die Pankreas-Elastase normal war, kann auch Zufall sein.
Sie schwankt sehr und eigentlich sollte man 3 Stuhlproben
aufeinanderfolgend abgeben. Den Wert kann man glaube ich nicht
so sehr vertrauen.

Also bei meinen beiden Untersuchungen habe ich jeweils drei Stuhlproben von drei aufeinanderfolgenden Tagen abgegeben.

Es gibt auch noch Spezialuntersuchungen, um die produzierten
Säfte der Galle und Bauchspeicheldrüse zu messen, so sagte mir
mein Hausarzt. Allerdings riet er in meinem Fall davon ab, weil
man kann danach eine akute Bauchspeichelentzündung bekommen.

?? Hab ich nix von gehört. Eine Bauchspeicheldrüsenuntersuchung ist auch nicht ohne. Pfui

Übrigens die Pilze (Candida) in meinem Darm zu beseitigen, habe
ich schon aufgegeben. Trotz etlicher Versuche, auch mit
Nystanin, sind sie in jeder Stuhlprobe wieder plus noch
Milchschimmelpilze dazu.
Ich weiß nicht, wie man die wirklich wegbekommt?

Ein gewisses Maß an Pilzen im Darm ist sicherlich normal. Ab einer bestimmten Menge wird er dann halt pathologisch.

Also wie Du vielleicht schon gemerkt hast, bin ich viel im naturheilkundlichen Bereich unterwegs. Meine kineseologisch ausgetestete Pilztherapie beinhaltete folgendes: Medis zum Pilzabtöten, Medis zur Unterstützung der Ausscheidung (der Darmpilz stoffwechselt den Körper zu und das muss ausgeschieden werden), Bakterien zum Darmaufbau + eine spezielle Diät, um dem Pilz die Lebensgrundlage zu entziehen und den Körper basisch zu ernähren: kein Weizen, kein Zucker und wenig Milchprodukte. Das ganze hat 10 Wochen gedauert.
Die ständigen Blasenentzündungen und die Scheidenpilze gingen. Aber durcheinander war trotzdem alles und ich bekam die Erkältungen nicht richtig weg.

Du merkst, ich bin heute wirklich sehr pessimistisch drauf.
Aber ich muss noch mal zum Helicobakter nachfragen, wie kann
man den den ohne Antibiotika ausradieren? Ist das wirklich
möglich?

Also ich hatte, wie schon irgendwo geschrieben, mal einer schwere Gastritis mit Magenschmerzen und Sodbrennen. Als die weg war blieben mir ein flaues Gefühl im Magen und ständiges Dauersodbrennen (was ich vorher überhaupt nicht kannte). Ich konnte nicht mal Obst essen und über 1,5 l trinken, ohne dass das Sodbrennen unheimliche Ausmaße annahm.

Dann bekam ich eine Heliobactertherapie, wieder kineseologisch ausgetestet, bestehend aus Blutsalz, Wismutgalat + pflanzliche Medis zur organtechnischen Unterstützung der Ausscheidung. Die Theorie hierbei ist, dass das Wismutgalat das Mileu im Magen so verändert, dass es dem Heiobacter den Lebensraum nimmt und er "gehen" muss.
Ich weiß nicht, was die Schulmedizin hierzu sagt, es ist mir auch irgendwie egal. Ich hatte danach nie, ich wiederhole NIE wieder Sodbrennen.

So, liebe Nessa, dann erhole Dich mal fein. Ich hoffe, dass es Dir bald wieder viel, viel besser geht!! Halt die Ohren steif! Wir schaffen das!

Viele Heilungsgrüße sendet Dir
Cl.

27.04.2003 12:09 • #20



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