Hallo zusammen,
über RD und die Hormone grübele ich auch schon 'ne Weile nach. Einen Hormontest habe ich auch schon von meinem Frauenarzt machen lassen. Mein Reidarm (ganz starke Bescherden: Schmerzen, Krämpfe, Fettstuhl und damit verbunden Hautprobleme und starke Konzentrationsschwächen und AbgeschlagenheitMüdigkeit ) war eine zeitlang so eng an meinen Zyklus gebunden, dass ich den Verdacht hegte, dass in diesem Bereich vielleicht etwas nicht in Ordnung wäre. Meine Hormone waren so weit in Ordnung. Mein Frauenarzt hat einen Bluttest gemacht und die Hormonzusammenstellung zum Zeitpunkt des Zuyklus geprüft. Das einzige Hormon, das bei mir aus der Reihe tanzte war (ist?) das Prolaktin. Das ist, soweit ich weiß, das Hormon, das beim Stillen gebraucht wird. Mein Frauenarzt hat mit dann ein Medikament auf homöopathischer Basis (Mastodynon oder Mastodonyn, weiß gerad' nicht mehr genau) verschrieben. Er meinte auch, dass die Beschwerden, die ich ganz arg verstärkt kurz vor, während oder kurz nach der Regel habe, nicht von diesem aus der Reihe hüpfendem Hormon verursacht werden können. Und hat mich dann doch nochmal zum Internisten geschickt. Der wiederum hat mich dann wegen Verdacht auf Endometriose (ganz gut erklärt unter ) zur Kernspinntomographie geschickt. Aber auch dort war wieder alles schulbuchmäßig in Ordnung. *freu* oder *heul*??
Das Mastodynon hat mir geholfen, meine etwas unregelmäßige Mensis, die zu dieser Zeit, dann auch noch sehr stark und schmerzhaft war zu verbessern, inkl. Hautbild etc. Erstmal hat es die Periode schmerzhaft verschlimmert, aber dann stabilisierte es sich und es zeichnet sich bis heute dauerhaft eine Besserung ab (toi, toi, toi ....).
Ich weiß nicht, inwieweit der RD mit dem Hormonsystem (vorallem dem weiblichen) zusammenhängt. Der RD wird ja auch so schön als „funktionelle Störung“ bezeichnet. Mein Gastroenterologe erklärte mir das so, das organisch alles in Ordnung ist, aber das Zusammenspiel der Organe, Botenstoffe, Hormone, Enzyme etc. nicht mehr so recht funktioniert, d. h. zu viel, zu wenig, zur falschen Zeit. Das liegt dann aber in Dimensionen, die die Schulmedizin (vielleicht noch?) nicht messen kann. Ich glaube mittlerweile auch irgendwie, dass sich unter dem Begriff RD eine Reihe von unterschiedlichen Krankheiten des Stoffwechsels/Magen/Darm verbergen, die bis heute nicht von der Schulmedizin erklärt werden können. Auch deshalb weil die Symptome bei uns auch so unterschiedlich sind und bei dem einen was anschlägt, was bei dem anderen die Symptome noch verschlimmert.
Was die Verschlimmerung der Symptome bei mir während meines Zyklus anbelangt, kann ich dies immer noch (obwohl momentan bei mir ein wenig Ruhe eingetreten ist .... toi, toi, toi ...) eindeutig bejahen. Besonders in der Zeit nach dem Eisprung werden die Beschwerden schlimmer. Kurz vor der, während und/oder danach ist es am argsten. Ich erkläre mir das so, dass der Östrogenspiegel dann abnimmt bis er dann auf dem Tiefpunkt kommt, um dann wieder anzusteigen. Bei Frauen werden (wurden früher?) ja oft Operationen in die Phase vor dem Eisprung gelegt, da hier eine bessere Heilung erfolgte. Ich persönlich kann das bestätigen, weil bei mir dann „gepflegte“ Hautunreinheiten und kleinere Verletzungen besser abheilen. Und auch meine Konzentration/Leistungsfähigkeit ist in dieser Zeit wesentlich besser is.
Vom naturheilkundlichen Standpunkt wird die Periode auch als Reinigung bezeichnet, da angestaute Soffwechselendprokukte, die bis dato nicht ausgescheiden wurden und den Körper belasten, auf diese Weise ausgeschwemmt werden. Es wird sogar von verschiedenen Seiten, die Behauptung aufgestellt, dass ein Grund, warum die Lebenserwartung von Frauen höher ist als die von Männern ist, darauf gründet.
Ich denke auch, dass sogenannte derzeit auch „moderne“ prämentruelle Syndrom (PMS) spielt hier mit rein. Die Gebärmutterschleimhaut wird dr. die Hormonumstellung gelöst und ausgeschieden. Das ist mit Krämpfen und Schmerzen verbunden. Bei der einen Frau mehr, bei der anderen weniger. Zudem ist ist zu der Zeit der ganze Unterleib/Bauch empfindlicher, weil frau eine "offene Wunde" (ich weiß nicht, wie es anders nennen soll) mit sich "herumträgt". Psychosoamtisch werden Probleme bzw. das Ansteigen der Schmerzen bei der Regel (PMS) oft so erklärt, dass Frauen durch die hohe Belastung im vielleicht auch maskulin geprägten, beruflichen Umfeld (so wie ich), Probleme mit ihrer Weiblichkeit haben (diese verdrängen (müssen)), wenn sie vor oder während der doch oft recht anstrengenden Zeit „ihren Mann“ stehen müssen. Das macht das ganze irgendwie auch nicht besser.
Da ich hier gar keine Erfahrungen habe, würde mich auch mal interessieren, ob ihr vielleicht Änderungen beim RD feststellen konntet während der Schwangerschaften, da ja hier die Hormone ganz anders aussehen? Und da ich selber die Pille nicht nehme, würde mich interessieren, ob sich der RD verändert mit Einnahme von der Pille bzw. beim Wechsel von Präparaten?
So long
Liebgruß
Cl.