susi3

Ein herzliches Hallo an alle!

Vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten auf meine Geschichte!

Ihr habt mir wieder Mut gemacht.
Und es ist ungemein tröstend, wenn es Menschen gibt, denen es genauso geht und die einen verstehen können. Insbesondere weil dies in meinen Bekanntenkreis sonst keiner kann. Niemand weiss, wie schrecklich das alles ist, wenn er nicht selbst darunter leidet.

An manchen Morgen hatte auch ich Suizid-Gedanken.
"So kann es doch nicht Dein Leben lang weiter gehen" dachte ich.

Höllische Bauchkrämpfe, Durchfall.
Und immer, immer, immer diese Angst. Die alles beherrscht.
Ein Teufelskreis.
Am schlimmsten ist es auch bei mir morgens. Ich traue mich eigentlich gar nicht aus dem Haus. Aber ich muß! Ich muß ja zur Arbeit. Im Auto geht es noch. Aber dann, auf dem Weg zwischen Garage und Büro: Schrecklich.
Bin ich dann dort, geht es wieder. Wir sind ganz gut ausgestattet mit Toiletten, das gibt mir Sicherheit und die Beschwerden lassen nach.
Nur in Sitzungen quäle ich mich jedesmall. Gluckern, Rumoren, Krämpfe. Angst vor der Angst. Angst vor Durchfall. Usw, usw.

Ich habe mittlerweile schon öfters gelesen, daß es in USA bereits ein wirksames Mittel geben soll, gegen diese Funktionsstörung.
Hoffentlich kommt es bald nach Deutschland auf den Markt.
Sonst werde ich noch wahnsinnig.
Nichts kann ich mehr genießen, keine Ausflüge, Feiern...
Nur noch Angst.

Danke noch mal an alle
und alles Gute für uns!

Eure Susi

22.08.2000 15:10 • 07.09.2000 #1


Gast


Hallo Susi!

Es freut mich sehr, dass Du wieder etwas Mut fassen konntest!

Ich hoffe, dieser Zustand hält lange an und motiviert trotz allem nach vorne zu sehen. Ich kenne diese "Krisen" leider viel zu gut. Auch mit Selbstmordgedanken, was glücklicherweise schon lange nicht mehr vor kam.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es in einigen Jahren ein wirksames Medikament gegen unsere Leiden geben wird. Jedenfalls mache ich mir so Mut.

Auch Dir alles Gute und Liebe,

psychic

29.08.2000 19:19 • #2


Jürgen1


Hallo Susi,

ich wußte gar nicht, das es so viele Menschen gibt , die sich mit der Problematik des Reizmagens herumschlagen müssen. Ich selber kämpfe seit 1997 mit einem Reizmagen. Damals hatte ich privat ziemlich viel Streß , was wohl auch der Auslöser gewesen ist. Mittlerweile hat sich der Streß zwar gelegt, der Reizmagen aber ist geblieben. Nach 2 Magenspiegelungen, Blut und Stuhl, sowie Ultraschalluntersuchungen , die alle ohne Befund waren wurde bei mir der "Reizmagen" diagnostiziert" mit dem ich anfangs gar nichts an zufangen wußte. Im Gegensatz zu den meisten Betroffenen habe ich das Glück mich nicht mit Durchfällen oder erbrechen herumschlagen zu müssen. Meine Beschwerden liegen in Magenkrämpfen, Übelkeit bzw. Oberbauchbeschwerden und Blähungen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Hinzu kommt teilweise noch Atemnot und das Gefühl das das Essen gleich wieder hochkommt, was es letztlich nicht tut, aber psychische Folgen in Form von Panikattacken mit sich zieht, wenn man sich wie bei Dir beschrieben in Menschenansammlungen oder Orten befindet, wo das Klo nicht unbedingt in Reichweite ist. Das führte bei mir sogar soweit, das ich es lange vermieden habe Bahn zu fahren. Du sitzt in der Bahn und fängst an einen Selbstcheck zu starten, Fragst dich selber ab , was macht der Magen, verkrampft er sich, bekomme ich Blähungen ,du spürst die Nervosität und die Anspannung in Dir aufsteigen und schon hängst du im Psychokreislauf drin und die Magenschmerzen kommen wie bestellt, was sich dann in Panikattacken vermischt, weil du nicht weißt ob du das nicht vorhandene Klo benötigst. Ansonsten können die Beschwerden urplötzlich auftreten unabhängig von der Ernährung oder dem Gemütszustand. Eine Therapie hat mit zwar geholfen mit diesen Attacken umzugehen und hinter meinem Zustand nicht direkt eine todernste Krankheit zu sehen , der Reizmagen als solches aber ist geblieben. Ich denke schon , ohne jemandem jetzt auf dem Schlips zu treten, das eine Hauptursache in der Psyche bzw. im zentralen Nervensystem zu suchen ist. Das bei vielen eine im unterbewußtsein vorhandene Nervosität zum Reizmagen führt. Demgegenüber steht die Aussage mancher Ärzte das viele Menschen schlicht und ergreifend unter Funktionsstörungen des Verdauungstraktes ( Übersäuerung,Magenschmerzen, Sodbrennen etc.) leiden. Wie dem auch sei, es ist jedenfalls schön, das man nicht alleine dasteht und sich mit betroffenen austauschen und beraten kann.

gruß Jürgen

31.08.2000 18:44 • #3


Gast


Hallo Susi,

wenn es Dir schlecht geht, kannst Du unbedenklich 1-2 Imodium pro Tag einnehmen. Ich weiß von Betroffenen die nur so ihren Job schaffen (z.b. im Außendienst). Mehrere Ärzte haben mir bestätigt, daß man Imodium ruhig über mehrere Jahre 1-2 mal täglich einnehmen kann ohne daß es schädlich wäre.
Gute Besserung

Gruß
Elke

03.09.2000 10:26 • #4


Elke


Hallo Susi,
versuch es doch einmal mit dem neuen Medikament aus Amerika (Lotronex).
Es hilft! Siehe auch: Neues Thema Lotronex (Glaxo Welcome).
Gruß
Elke

07.09.2000 12:20 • #5