Zitat von NRWler:Habt ihr eine Idee, wie ich dem, was mich wirklich belastet, mehr auf die Spur kommen könnte? Für mich ist das im Moment alles einfach zu diffus und nicht greifbar. Die berufliche Zukunft? Wohnsituation (Stadt oder Land)? Vielleicht der "gesellschaftliche Zwang", ein Studium durchzuziehen, mich im Moment das Unternehmertum wieder viel mehr reizt?
Es gibt nie nur das eine, große Problem, den einen Konflikt, dem man auf die Spur kommen könnte, um dann geheilt zu sein... Ich meine, du brauchst da nicht großartig zu suchen, es springt einen geradezu an. Vieles ist bei dir in der Schwebe, nicht nur beruflich, sondern auch familiär. Mit Anfang 20 ist es normal, wenn die Ablösung von der Herkunftsfamilie noch nicht vollzogen/verarbeitet wurde und man noch dazwischen hängt - um so mehr, wenn es belastende Ereignisse (wie die Scheidung der Eltern oder die paranoide Schizophrenie eines Verwandten) gibt. Dazu noch eine psychische Störung plus Therapie... Das sind alles Veränderungen und Belastungen. Die positiven Veränderungen müssen sich erst mal setzen und stabilisieren und dann stehen ja noch weitere Entscheidungen an. Natürlich fühlt sich das diffus an. Das mag unangenehm sein, ist aber m.E. völlig normal.
Vielleicht hilft es dir, wenn du dir von den praktischen Dingen, die demnächst anstehen, eine Liste machst und Prioritäten setzt, welche Entscheidungen Vorrang haben. Und die arbeitest du dann ab. Mach dir auch klar, dass nichts in Stein gemeißelt ist - das nimmt den Druck.
Zitat von NRWler:Achja, zu den körperlichen Symptomen: sollte ich die körperlichen Beschwerden checken lassen? Evtl. HWS/Muskelverspannung/was auch immer?
Bei anhaltenden und starken Beschwerden würde ich es mal checken lassen, ohne die Psychotherapie zu erwähnen. Aber deiner Beschreibung nach tippe ich auf Verspannungen, gegen die man mit dem üblichen Programm (Wärme, Mass., Physiotherapie) vorgehen kann. Und vielleicht zum Augenarzt, manchmal ist es mit 'ner Brille getan.
Liebe Grüße
Christina